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"Ein Erlebnis für alle Sinne"

Bad Ditzenbach.  Bis auf den letzten Drücker wurde gearbeitet, um den Erlebnis-Kräutergarten des Bad Ditzenbacher Kräuterhauses Sanct Bernhard fertigzustellen. Gestern wurde er offiziell eingeweiht.

Sogar die Sonne lachte, als gestern Morgen in Bad Ditzenbach der 3000 Quadratmeter große Erlebnis-Kräutergarten des Kräuterhauses Sanct Bernhard seiner Bestimmung übergeben wurde. Im Beisein von Seniorchef Hans Schulz begrüßte der Geschäftsführer des Kräuterhauses Elmar Schulz neben den Planern und Architekten auch die CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Razavi, Landrat Edgar Wolff, Bürgermeister Gerhard Ueding sowie Reiner Lohse von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen. Sein besonderer Dank galt Manfred Kummer, der mit seinem Bauteam "bis vorhin noch geschafft hat". Elmar Schulz will mit dem Kräutergarten "ein schönes Zeichen setzen", um Besucher wie auch alle Interessierten die prachtvolle Anlage direkt an der B 466 genießen zu lassen.

Von der Ästhetik und dem harmonischen Gesamtbild der über 500 000-Euro-Anlage konnten sich auch die Einweihungsgäste überzeugen, als sie vom Aufhausener Gartenplaner Jürgen Schubert durch den Garten geführt wurden. Hier zeigte sich deutlich, dass der Park mit viel Liebe angelegt wurde: Über 350 verschiedene Pflanzenarten sind in einem naturnahen Umfeld zu sehen, zu riechen, zu hören und zu schmecken - "ein Erlebnis für alle Sinne", wie Schubart erklärte.

Der Garten ist in elf Themenbereiche untergliedert. So gibt es unter anderem einen Küchenkräutergarten, einen Duftweg, einen Rosengarten und einen Bauerngarten. Im Letzteren sind auch Heilkräuter gepflanzt, die im Kräuterhaus selber verarbeitet werden.

Eingerahmt ist die Gartenanlage von einem großen Gewächshaus und einem Meeresluftinhalatorium. Mittels einer ausgeklügelten Technik wird dabei Wasser mit Salz aus dem Toten Meer angesetzt. Diese Sole wird nach oben gepumpt und rieselt dann über Schlehdorn-Hecken herab und verdunstet dabei. Die so entstandene Seeluft wirkt beim Einatmen nicht nur schleimlösend, sondern tut auch Pollenallergikern und Asthmatikern gut.

Die Gäste waren voll des Lobes. Bad Ditzenbachs Bürgermeister Ueding sprach von einem gelungenen Projekt und attestierte dem größten Arbeitgeber im Ort (250 Beschäftigte), wieder einmal etwas Ansprechendes verwirklicht zu haben. Landrat Wolff bekam bei seinem ersten Besuch des Kräuterhauses Sanct Bernhard einen "tollen Eindruck". Er verwies auf den hohen Stellenwert des Familienunternehmens im Gesundheitsbereich. Die Landtagsabgeordnete Nicole Razavi fand es enorm, "was hier auf die Beine gestellt wurde". Auf Firmen wie das Kräuterhaus könne man stolz sein.

Info Der Erlebnis-Kräutergarten ist zwischen dem Logistikzentrum und der B 466 angelegt worden. Er ist zu den üblichen Geschäftszeiten des Kräuterhauses von 9 bis 18 Uhr für jedermann zugänglich.



Die S-Bahn wäre vor allem ein Imagegewinn

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Trommeln für den Standort

Kreis Göppingen.  Schöne Landschaft, wenig Stau, geringere Baulandpreise als im Westen der Region Stuttgart: Der bisher bescheidene Stauferkreis sollte mit seinen Pfunden wuchern, so der Tenor des ersten Investorenforums.

Es war eine Premiere, die geglückt ist: Statt der erwarteten 70 Teilnehmer waren es schließlich 120, die am Montagabend zum ersten Investorenforum des Landkreises Göppingen ins Uhinger Uditorium gekommen waren. Vertreter aus der Wirtschaft sowie der Kommunalpolitik hörten bei der Podiumsdiskussion aufmerksam zu und kamen anschließend an den Ständen der Aussteller ins Gespräch. "Das Investorenforum soll Angebot und Nachfrage zusammenbringen", hatte Landrat Edgar Wolff zur Begrüßung gesagt. Dies ließen sich die Besucher nicht zweimal sagen: Bei einem Gläschen Sekt und Häppchen plauderten potenzielle Investoren und Anbieter von Gewerbeflächen miteinander, lernten sich kennen, tauschten sich aus.

"Der Kreis hat nicht sehr viele Flächen, zumindest keine großen zusammenhängenden Flächen. Deshalb ist das Marketing so wichtig", betonte der Landrat. Und auch Thomas Wolf, Direktor für den Bereich Firmenkunden bei der Kreissparkasse Göppingen, ermunterte die Verantwortlichen im Stauferkreis, ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen: "Wir brauchen uns nicht zu verstecken." Die Region Stuttgart sei am Speckgürtel im Westen deutlich mehr besiedelt, was höhere Baulandpreise als in anderen Gegenden mit sich bringe - inklusive mehr Stau auf den Verkehrsachsen, meinte Wolf. Sein Fazit: Sich im Osten der Region, beispielsweise im Stauferkreis, anzusiedeln, habe durchaus Vorteile. "Leben und arbeiten lässt sich im Landkreis Göppingen wunderbar vereinbaren", ist der Kreissparkassen-Experte überzeugt. Die Verkehrsanbindung, vor allem die Achse B 10, müsse jedoch verstärkt im Image des Stauferkreises verankert werden.

Dass sich der Kreis als Standort für erfolgreiche Unternehmen eignet, bewiesen hochrangige Wirtschaftsvertreter, die bei einer Podiumsdiskussion Rede und Antwort standen: Dr. Rudolf Wieser, Vorstandsmitglied des Geislinger Haushaltswarenherstellers WMF; Dr. Wolfgang Baur, Vorstandsmitglied des Göppinger Pressenbauers Schuler sowie Peter Zimmermann, Geschäftsführer des Bürstenherstellers Mink, ebenfalls mit Firmensitz in der Stadt Göppingen. Alle drei Unternehmen sind in ihrer Branche Weltmarktführer und damit ein Aushängeschild für den Kreis. "Wir finden hier eine einmalige Situation vor", betonte Baur. Die Wirtschaft, der Landkreis sowie die Hochschulen in Göppingen und Geislingen arbeiteten eng zusammen und befruchteten sich gegenseitig. WMF-Vorstandsmitglied Wieser blies in dasselbe Horn: "Man hat hier eine tolle Möglichkeit, fantastisch ausgebildete Leute zu bekommen. Und wir haben auch keine Probleme, an junge Menschen zu kommen."

Moderator Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, fragte nach dem jeweiligen Erfolgsrezept der Unternehmer. "Wir leben massiv von neuen Innovationen und neuen Produkten", erklärte der Vertreter der WMF. Zimmermann, dessen Firma sich in der sechsten Generation in Familienhand befindet, setzt auf das Urteil unzufriedener Kunden: "Nur von ihnen kann man lernen. Deshalb sollte man zuhören und nicht weghören." Außerdem wichtig: "Die Schwachpunkte des eigenen Produktes erkennen."

Doch von den Teilnehmern gab es nicht nur Lob für den Standort Stauferkreis: Den Mink-Geschäftsführer stören die Verkehrswege zur Autobahn und die wenig attraktive Göppinger Innenstadt: "Es ist manchmal schwer, leitendes Personal nach Göppingen zu holen", so Zimmermann. Wieser hingegen hat so seine Erfahrung mit Stau auf der B 10 gesammelt: "Man weiß nie, ob man eine halbe oder eineinviertel Stunden von Geislingen nach Göppingen braucht." Baur sah dies jedoch anders: "Es gibt grundsätzlich keine schlechte Anbindung, vor allem zum Flughafen. Und die Gegend ist unheimlich schön." Die Hochschullandschaft müsse jedoch weiter ausgebaut und gepflegt werden, forderte das Schuler-Vorstandsmitglied. Landrat Wolff pflichtete ihm bei: "Wir messen der dauerhaften Stärkung des Kreises größte Bedeutung bei." Das erste Investorenforum sei dabei ein "toller Impuls" gewesen.



Informationen aus erster Hand

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Oberstes Ziel ist Ausbildungsabschluss

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Der Stauferkreis wirbt um Investoren

Kreis Göppingen.  Der Landkreis wirbt um neue Investoren. Ein Veranstaltung in Uhingen soll Unternehmern ein Engagement im Stauferkreis schmackhaft machen.

Landrat Edgar Wolff macht ernst mit seiner Ankündigung, aktive Standortpolitik zu betreiben. Zu den ersten Maßnahmen gehört das Investorenforum am Montag, 19. Juli, im Uhinger Uditorium. Es soll potenziellen Investoren einen Überblick über ihr Engagement im Landkreis Göppingen geben. Vertreter aus 14 Städten, Gemeinden und Zweckverbänden werden aus erster Hand über das aktuelle Angebot an freien und bebauten Gewerbeflächen und Ansiedlungsmöglichkeiten informieren.

Veranstalter ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen (Wif) in Kooperation mit der Kreissparkasse Göppingen. Beginn ist um 17.15 Uhr mit einem "Come-Together". Anschließend findet eine Podiumsdiskussion statt mit Dr. Rudolf Wieser, Mitglied des Vorstands der WMF, Dr. Wolfgang Baur, Mitglied des Vorstands von Schuler, und Peter Zimmermann, Geschäftsführer der August Mink KG. Moderator ist Dr. Walter Rogg, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH. Nach der Diskussion präsentieren sich die Aussteller an Ständen, und es gibt Gelegenheit zu intensiven Gesprächen.

Landrat Wolff ist überzeugt, dass der Kreis für Investoren genügend Chancen bietet: "Der Landkreis Göppingen, als Teil der prosperierenden Region Stuttgart an der A 8 und B 10 sowie in der Nähe des Flughafen Stuttgart und der Landesmesse gelegen, bietet mit dieser verkehrsgünstigen Lage gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen." Auch gibt es in unserer landschaftlich reizvollen Gegend bereits viele erfolgreiche Traditionsunternehmen und Firmen mit Weltgeltung.

Info Anmeldung ist möglich bis spätestens 12. Juli, per Fax an (07161) 60 64 9-25 oder per E-Mail an projektassistenz@wif-gp.de.



Ein Forum für Investoren im Kreis

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Auch Heldele setzt auf Windenergie

Salach.  Gut 50 Interessenten aus Ingenieurwesen, Weiterbildung, Politik und Verbänden haben den Heldele-Windkraft-Workshop in Salach besucht. Tenor: Weltweit ist das Potenzial für Windkrafttechnologie enorm.

"Die Mittel-, Niederspannungs- und Installationstechnik, die Offshore-Windparks benötigen, haben wir im Haus", sagt der Leiter des Kompetenzcenters Technology bei Heldele, Georg Thomas. Mit der Heldele-Stiftung hatte er die Idee zu dem Workshop und war überrascht von der großen Resonanz der Teilnehmer. Diese Multiplikatoren helfen ihm, bekannter zu machen, dass das Unternehmen die Lösungen hat, die vor allem Großanlagen mit fünf und mehr Megawatt Leistung brauchen. Diese werden vor allem auf dem Meer betrieben, wo bis zu 4500 Volllaststunden pro Jahr realistisch sind - zum Vergleich: In Baden-Württemberg liegt dieser Wert etwa an der Albkante bei 2000. Heldele hat zudem das Know-how, diese sensible Technik auch im Umfeld von Kälte, Feuchte und Korrosion zu installieren und fehlerfrei zu betreiben.

Siegfried Heier, Professor im Forschungsbereich Windkraft an der Universität Kassel, unterfütterte das Thema mit Fakten: So wird sich der Weltstromverbrauch bis 2050 zwar verdoppeln, der Zuwachs werde aber komplett regenerativ produziert. Der Anteil der Windkraft am Gesamtmix steige allein in Deutschland von derzeit zehn auf dann bis zu 25 Prozent. Die USA hätten Deutschland, das aktuell Anlagen mit einer Gesamtleistung von 26 Gigawatt am Netz hat, bereits 2009 überholt. Die Chinesen würden Deutschland 2011 übertreffen.

Waren die Generatoren ursprünglich auf Gleichstrom ausgerichtet, wechselten immer mehr Anbieter auf Drehstrom, weil sich dadurch Schwankungen in der Stromproduktion, bedingt durch Windböen oder den Turmschatten, glätten ließen. Solange die Technik nur bei Anlagen bis 1,5 Megawatt beherrschbar war, hatten dänische Hersteller einen Weltmarktanteil von 60 Prozent. Deutsche Lieferanten, die Anlagen bis 2,5 Megawatt störungsfrei bauen konnten, setzten sich ab 2002 durch. Weil aber die Getriebe- und Umrichterverluste immens waren, lag die Lösung in der doppelt gespeisten Asynchronmaschine, über die nur 30 Prozent der Leistung geschleust werden müssen.

Dies wiederum minimierte die Bauteile, so dass Anlagen mit noch größerer Leistung gebaut werden konnten. Heute typisch sind Anlagen mit 2,5 MW Leistung und einer Rotorspannweite von 80 Metern. Mittlerweile sind die größten Anlagen auf fünf, sechs oder sieben Megawatt ausgelegt, deren Gondeln aber samt Rotoren bis 350 Tonnen wiegen. "Die aktuelle Herausforderung ist, das Gewicht der Gondeln deutlich zu reduzieren", so Heier.

Sein Ziel: Die Gondel von zwei MW-Anlagen auf 50 Tonnen zu begrenzen. Der technische Ansatz liege darin, die 15 Umdrehungen der Rotoren pro Minute auf 100 im Generator hochzufahren, um diesen so massiv zu verkleinern. Ein zwischengeschaltetes Planetengetriebe entkopple zudem die Rotorschwingung im Generator. Zwei-MW-Anlagen können zudem in Fertigbauweise per Lkw zur Montage angeliefert werden. Die Gondel, die auf Chassisbasis im Werk bestückt wird, passt gerade noch auf einen Auflieger. Die drei Rotorblätter fasst ein zweiter Lkw, und die aus zwei Zoll starken Blechen gerollten und geschweißten Turmteile können gerade noch unter Brücken durch befördert werden.

Neu an das Netz angeschlossene Anlagen müssen aber auch Kraftwerksaufgaben übernehmen, um die Netzsicherheit zu gewährleisten, so die Botschaft des Workshops.

Gerade an dieser Schnittstelle hat die Salacher Heldele GmbH wichtiges Know-how bei Umrichtern für zwei Synchron-Teilgeneratoren. Über eine Master-Arbeit waren Heiers Lehrstuhl und die Firma Heldele sowie die Heldele-Stiftung zusammen gekommen.

Weiteres Thema für beide Partner: Die Netzkapazität lasse sich erhöhen, wenn man die Spannung reguliert. So werde es interessant, die attraktiven Mittelmeerküsten Afrikas mit ihren hohen Volllaststunden zu nutzen und den Strom über einen Ring von Spanien bis Syrien nach Europa zu leiten. pm




Arge Fortbildung

Kreis Göppingen. Die Jahresversammlung der Arbeitsgemeinschaft für berufliche Fortbildung fand im Helfensteinsaal im Landratsamt statt. Vor der internen Sitzung stellte Reiner Lohse von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft die Ergebnisse aus dem Kreisentwicklungsprozess vor. Brigitte Kreß, Hauptamtsleiterin im Landratsamt und zuständig für die Personalentwicklung/das Personalwesen gab einen Einblick in die Qualifizierungsangebote, die die Beschäftigten des Landratsamtes nutzen können. Landrat Edgar Wolff erklärte, dass es ihm, als einem der größten Arbeitgeber im Landkreis Göppingen, wichtig ist, dass für seine 920 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter "ein vielfältiges und reichhaltiges Angebot zur Verfügung steht." In der internen Jahresversammlung der Arbeitsgemeinschaft stand auch die Wahl des Vorsitzenden und des Kassierers an. Achim Miller wurde als Vorsitzender ebenso bestätigt wie Wolfgang Merkle als Kassierer. Die Leiterin des Regionalbüros der Arbeitsgemeinschaft für berufliche Fortbildung Ulrike Goldschmitt-König gab ihren Rück- und Ausblick über ihre Tätigkeit ab. Als nächste Aktion erwähnte sie die landesweite Weiterbildungstour der Regionalbüros.



Wandel nicht verschlafen

Kreis Göppingen.  Dem Fahrzeugmarkt steht der größte Strukturwandel seiner Geschichte bevor. Dem Elektroauto gehört die Zukunft. Für die Zuliefererindustrie in der Region ergeben sich Chancen aber auch Gefahren.

Auf die Region Stuttgart als Geburts- und Kernregion der Automobilindustrie wird sich der Wandel hin zu elektrischer Antriebstechnik auswirken. Dies war Kernthema des 3. Göppinger Produktionsforums, das die Kreissparkasse Göppingen gemeinsam mit dem Kompetenznetzwerk Mechatronik, der IHK und der Wirtschaftsförderung des Landkreises Göppingen organisiert hatte. In insgesamt vier Vorträgen wurde das Thema Elektromobilität vom Standpunkt der Produktionstechnik beleuchtet.

Thematisiert wurde beispielsweise der Weltfahrzeugmarkt, der aus europäischer Sicht als gesättigt angesehen wird. Doch in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) ist der Fahrzeugmarkt noch immer ein Wachstumsmarkt. Experten gehen davon aus, dass sich die Anzahl aller auf der Welt fahrenden Fahrzeuge mindestens verdoppeln wird - mit entsprechenden Folgen für den Ölpreis.

Das elektrisch angetriebene Fahrzeug wird deswegen auf jeden Fall kommen, darin waren sich alle Referenten einig. Die nur endlich vorhandenen Ölreserven machen diesen Wechsel vorhersehbar. Ein Handlungsbedarf ist zwar vorhanden, der aber sehr viel weniger dringend ist, wie wir alle denken. Aktuell vorgestellte Prognosen sehen den Anteil von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen bei etwa zehn Prozent im Jahr 2020.

Beispielsweise rechnet Dr. Schmidt-Sandte von der Robert Bosch GmbH weiter mit einer Dominanz der Verbrennungsmotoren in den nächsten 20 Jahren. Im Nutzfahrzeugbereich wird diese Dominanz sogar noch länger vorhalten. Immer wieder wurden die Referenten auch gefragt, ob Deutschland den Trend Elektromobilität und Hybridisierung des Fahrzeugs verschlafen hat. Einheitlich haben alle Referenten diese Frage mit einem "Jein" beantwortet.

Zwar haben die Hersteller nur wenig Mittel auf die Entwicklung von elektrischen Antrieben gesetzt. Dafür wurden die bestehenden Technologien so weit optimiert, dass, nach einem Beispiel von Professor Dr. Willi Diez aus Geislingen, heutige Dieselfahrzeuge gegenüber vergleichbaren Hybridfahrzeugen bessere Verbrauchs- und Emissionswerte vorweisen können. Im Bereich der Verbrennungsmotoren sehen Experten noch immer ein erhebliches Potenzial zur Effizienzsteigerung.

Dr. Aßfalg, Geschäftsführer von Allgaier, und Dr. Vilser, Geschäftsführer von Eberspächer, haben als Vertreter von mittelständischen Zulieferern aufgezeigt, dass sie mit ihren Unternehmen den Trend Elektromobilität schon früh erkannt haben. Diese Unternehmen sind nun in der Lage, mit ihrem Know-how die Fahrzeughersteller bei der Entwicklung neuer Antriebs- und Fahrzeugkonzepte zu unterstützen und weiterhin Arbeitsplätze in der Region zu halten.

Insgesamt wurde beim 3. Göppinger Produktionsforum deutlich, dass die Zulieferer die Elektromobilität keinesfalls verschlafen haben. Mit der Elektromobilität lässt sich aktuell noch kein Geld verdienen. Daher setzen die Zulieferer vor allem auf die Produkte und Dienstleistungen, die von den Märkten nach wie vor nachgefragt werden. Mögliche Gefahren und Risiken der Elektromobilität haben die Zulieferer aber schon identifiziert, ebenso die Chancen, die dieser Wandel mit sich bringen wird. pm



Bildung ist Schlüsselfaktor

Göppingen.  Rund 2000 Besucher sind gestern zur Bildungsmesse in die Göppinger Werfthalle gekommen. Heute ist die Messe von 9 bis 16 Uhr geöffnet - mit vielen Themen zu Aus-, Fort- und Weiterbildung.

"Bildung ist das Thema Nummer eins", sagte Landrat Edgar Wolff gestern in seinem Grußwort bei der Eröffnung der Bildungsmesse in der Werfthalle. Bereits am ersten Tag waren rund 2000 Besucher gekommen. Sie haben sich bei den Ausstellern und in den zahlreichen Vorträgen und Workshops ausgewiesener Experten umfangreiche Tipps und Informationen holen können.

"Wir freuen uns sehr, dass trotz Wirtschaftskrise so viele Unternehmen mit dabei sind, die sich mit viel Engagement präsentieren", sagt Ulrike Goldschmitt-König, Sprecherin des Initiatorenkreises, der die zweitägige Veranstaltung auf ein Neues angestoßen hat. "Zwar sind einige Industriebetriebe dieses Mal nicht mit dabei", berichtet Goldschmitt-König, dafür konnten zahlreiche neue Aussteller begeistert werden, die eine sehr große Vielfalt in den verschiedenen Berufsfeldern bieten. "Mit der kreisweiten Bildungsmesse in der Werfthalle sollen die Kräfte gebündelt werden und auf einer kompakten Veranstaltung viel zeigen", erklärt Goldschmitt-König. Für Landrat Edgar Wolff ist "Bildung der Schlüsselfaktor zum beruflichen und persönlichen Erfolg" - und darum sei die Bildungsmesse auch so wichtig für die Menschen in der Region. Der Landkreis biete viele Möglichkeiten, sich persönlich weiterzubilden.

Dazu zählen Angebote wie die Volkshochschulen, Bildungseinrichtungen, Hochschulen und Akademien wie beispielsweise die Malik-Akademie der Schloss-Filseck-Stiftung, die auf der Messe die Kreativitätstechnik der Sechs-Hüte-Methode in einem der vielen hochkarätigen Workshops vorstellt. Wie lebendig und generationenübergreifend die Bildungslandschaft in Göppingen ist, zeigen Projekte wie die Kinder-Uni der Hochschule Esslingen in Göppingen und die Uni der Generationen des Stadtseniorenrats. Die Möglichkeit des lebenslanges Lernen ist ein großes Stück Lebensqualität, von dem die Bürger profitieren, sagt Wolff. Gerade in schwierigen Zeiten sei es wichtig, in Bildung zu investieren.

Das meint auch Dr. Peter Saile, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer. "Bildung ist die Zukunftsinvestition schlechthin. Die Messe bietet konkrete Ausbildungsangebote", weiß Saile und macht jungen Menschen Mut, sich an den Ständen in der Werfthalle um einen Ausbildungsplatz zu bemühen. Bei allen Schwierigkeiten in der Wirtschaft sei es aber schon jetzt absehbar, dass es in den nächsten zwei bis drei Jahren zu einem noch massiveren Fachkräftemangel kommt, als er ohnehin schon herrsche.

"Die Zahl der 15 bis 18-Jährigen sinkt in der Region um rund 30 Prozent", sagt Saile. Die Unternehmen beweisen mit ihren Ständen auf der Bildungsmesse die notwendige Weitsicht, um sich für die Zukunft zu rüsten.

"Mit ihrem breiten Portfolio sei die Bildungsmesse eine ideale Ergänzung zu den kleineren Messen in der Region, die in verschiedenen Städten und Gemeinden veranstaltet werden", lobte Oberbürgermeister Guido Till gestern bei der Eröffnung der Messe. In der Werfthalle seien es eben nicht nur Ausbildungsthemen, sondern vor allem auch die Fort- und Weiterbildung, die im Fokus stehen. Er unterstreicht, wie wichtig der Stadt Göppingen die Bildungsthemen sind.

Gestern waren es vor allem Schulklassen und Schüler, die sich in der Werfthalle umgeschaut haben. "Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden", sagt Ulrike Goldschmitt-König und dankte der Medienagentur Staufen plus, die für die Organisation der Messe verantwortlich ist. Heute erwarten die Messe-Macher weitere zahlreiche Gäste.

"Nicht nur für Schülerinnen und Schüler, die mit ihren Eltern kommen, sondern auch für die Eltern selbst gibt es Interessantes zu entdecken", sagt Goldschmitt-König.

Die Bildungsmesse sei, so Oberbürgermeister Till, ein wichtiger Impuls für die Weiterbildung und Berufswahl. Die gute Resonanz zeige, dass sich sowohl der Standort Werfthalle als auch das Konzept sehr positiv entwickelt hat.



Bürgermeister geben Versprechen ab

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Informationen über Mittelstandsmesse

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"Die Messe ist ein Mix für alle Interessen"

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Wichtiges angepackt

Geislingen.  In komprimierter Form hat Wirtschaftsförderer Reiner Lohse in einem engagierten Vortrag den Geislinger Gemeinderat gestern auf den aktuellen Stand gebracht, wie es um die Umsetzung des Strukturgutachtens und der Leuchtturmprojekte im Kreis Göppingen bestellt ist. Von 20 Einzelprojekten, die bis zum Jahr 2015 elf Millionen Euro gekostet hätten, würden immerhin elf umgesetzt, sagte Lohse. Fünf seien zurückgestellt, vier habe der Kreistag abgelehnt. Die wichtigsten Dinge, die jetzt realisiert werden, sind aus seiner Sicht, dass über neue Personalstellen die Standortkommunikation gestärkt und ein Innovationscoach eingestellt wird. Nur verlängerte Werkbank, aber wenig Forschung und eigene Produkte, geringer Service, unterdurchschnittliche Exportquote, wenig Patente, wenig Hochqualifizierte, kein zukunftsfähiger Branchenmix: Diesen Ursachen einer mangelhaften Dynamik des Landkreises, der noch stark am Strukturwandel laboriert, soll auf fünf wichtigen Handlungsfeldern konkret begegnet werden (Leuchttürme). Ein fürs obere Filstal besonders relevanter Ansatzpunkt sei der Tagestourismus samt der Gesundheitsindustrie, betonte Lohse.



Jetzt schon Strahlkraft Gewerbepark vorgestellt - Neuer Interessent

Türkheim / Stuttgart. 

Als interessanten Standort für innovative Technologien zur Bioenergie-Erzeugung hat die Wirtschaftsförderung des Kreises Göppingen (WiF) bei der internationalen Fachmesse Clean Energy & Passivehouse (CEP) in Stuttgart den interkommunalen Gewerbepark Schwäbische Alb bei Türkheim vorgestellt. Bei dem parallel zur Messe stattfindenden Fachkongress, der 4. Internationalen Anwenderkonferenz für Biomassevergasung, stellte EVF-Projektleiter Peter Naab vor rund 150 Kongressteilnehmern das Pilotprojekt Technologieplattform Bioenergie und Methan (TBM) vor. Das bundesweit einmalige TBM-Pilotprojekt beweist schon vor Baubeginn seine Strahlkraft. Die 17,3 Millionen Euro teure Anlage zur Holzvergasung wird von Bund und Land mit 4,5 Millionen Euro bezuschusst.

Der Gewerbepark wurde im Rahmen eines Sponsorenpakets beim Kongress beworben. "Diese Zielgruppe ist nicht zufällig gewählt, entwickelt sich doch der Gewerbepark Schwäbische Alb immer mehr zu einem ausgewiesenen Standort für regenerative Energien", betont Landrat Edgar Wolff. Auch die Schradenbiogas GmbH & Co. KG hat sich ein Grundstück im Gewerbepark gesichert und will dort eine Biogasanlage bauen. Ziel der WiF ist es, weitere Investoren aus dem engeren und weiteren Technologiebereich regenerativer Energien an dem Gewerbepark-Standort bei Türkheim anzusiedeln. Der verspreche Neuansiedlern ein Netzwerk, Kontakte und Synergieeffekte, betont WiF-Chef Reiner Lohse. An der Angel habe man einen weiteren Interessenten: Er züchtet Algen, um daraus Sprit zu gewinnen. pm/rod



"Wir rücken unsere Bauern in Rampenlicht"

Mit einem neuen Veranstaltungsformat will die Medienagentur Staufen plus die Lücke schließen, die durch das Aus der Schwäbischen Woche entsteht. Wir sprachen mit Geschäftsführer Mario Bayer.

Herr Bayer, Sie kündigen für 2011 den "Göppinger Herbst" an. Was dürfen wir da erwarten?

MARIO BAYER: Wir möchten eine landwirtschaftlich geprägte Messe mit dem Schwerpunkt regionale Produkte verbinden mit einem großen Erntedankfest. Der Stauferpark mit Werfthalle und Dr.-Herbert-König-Platz bietet hierzu ideale Möglichkeiten.

Gibt es für eine solche Landwirtschaftsschau in unserem industriell geprägten Landkreis denn einen Markt?

BAYER: Den gibt es sehr wohl, denn die Land- und Forstwirtschaft spielen in unserem Kreis doch eine große Rolle. Denken Sie nur an die vielen Milchbauern oder auch Mastbetriebe. Unsere Landschaft wird zudem geprägt von den Streuobstwiesen und von herrlichen Wäldern. Zudem gibt es zahlreiche namhafte Betriebe, die im wahrsten Sinne des Wortes die Früchte der Natur verarbeiten. Diesen Unternehmen wollen wir mit unserer neuen Veranstaltung gerade im Herbst eine Plattform bieten.

Sie denken an eine Neuauflage der Regionalmesse "Göppinger Genuss", die vor einigen Jahren in Uhingen stattgefunden hat?

BAYER: Ja, diese Messe, die damals von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises und der NWZ aus der Taufe gehoben wurde, hatte ein in sich schlüssiges Konzept. Anbieter regional produzierter Lebensmittel konnten dort in einem ansprechenden Ambiente ihre Produkte vorstellen. An diese Idee wollen wir anknüpfen. Außerdem gab es auf der "Schwäbischen Woche" das "Schaufenster Landwirtschaft" mit einem ähnlichen Ansatz. Wir stellen uns vor, beides - also "Göppinger Genuss" und "Schaufenster Landwirtschaft" - zusammenzuführen. Ergänzen würden wir dies gern mit einer Ausstellung von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten.

Das wäre aber eine reine Messe. Sie aber haben bislang immer von einem Fest gesprochen.

BAYER: Ja, in der Tat. Wir wollen diese neue Messe - wir denken hier an vier Tage - mit einem zünftigen Fest verbinden und dabei ganz bewusst auch traditionelle und bäuerliche Werte einfließen lassen. Deshalb ist es uns wichtig, dass bei diesem Fest die Kirchen mit dabei sind und auch jene Vereine, die Traditionen hochhalten und Brauchtum pflegen. Kurzum: Wir möchten ein großes Erntedankfest um die Messe herum veranstalten und unsere Bauern ins Rampenlicht rücken.

Wie soll das konkret aussehen?

BAYER: Für Details ist es sicher noch zu früh, aber einige Pflöcke haben wir schon eingeschlagen. Nach unseren Vorstellungen wollen wir die Messe in der Werfthalle und in ihrem unmittelbaren Umfeld veranstalten. Auf dem Dr.-Herbert-König-Platz wollen wir ein Festzelt aufbauen, das zum Beispiel Musik- und Trachtenvereinen auch eine Möglichkeit bietet, sich vorzustellen. Außerdem möchten wir die Kirchen bitten, hier einen ökumenischen Erntedankgottesdienst zu gestalten. Um das Festzelt herum soll es einen Rummelplatz mit Karussells und attraktiven Fahrgeschäften geben. Letztlich denken wir auch an einen großen Festumzug zum Thema Erntedank.

Wie weit sind Ihre Pläne konkret gediehen?

BAYER: Wir fangen jetzt damit an, unsere Ideen umzusetzen. Wir werden mit allen Beteiligten Gespräche führen und mit interessierten Firmen, Gruppen und Vereinen Kontakt aufnehmen. So lange nicht klar war, wie es mit der "Schwäbischen Woche" weitergeht, konnten wir das Konzept nicht weiter verfolgen. Deshalb werden wir mit unserem Veranstaltungsformat erst 2011 einsteigen können. Wir brauchen diese Vorlaufzeit einfach.

Haben Sie mit Ihrem Konzept der "Schwäbischen Woche" den Todesstoß versetzt?

BAYER: Nein, das sicher nicht. Wir hatten lediglich bei der Stadt Göppingen angefragt, ob eine Verschiebung der "Schwäbischen Woche" möglich wäre. Diese Messe fand stets Mitte Oktober statt und belegte mit Auf- und Abbau den gesamten Monat. Da war für eine weitere Veranstaltung kein Platz mehr. Wir wussten seinerzeit ja nicht, dass die Veranstalter der "Schwäbischen Woche" sich vom Standort Göppingen gänzlich verabschieden. Im Gegenteil, wir waren davon ausgegangen, dass die "Schwäbische Woche" weiterhin stattfindet und wir hätten unser Veranstaltungsformat davor oder danach platzieren können.

Was hat Ihrer Meinung nach zum Ende der "Schwäbischen Woche" geführt?

BAYER: Da muss man einen Blick auf den Markt werfen: Verbrauchermessen wie die "Schwäbische Woche" haben sich überlebt, weil sich das Kundenverhalten verändert hat. Der Verbraucher informiert sich heute gezielter, weshalb Fach- oder Themenmessen einen großen Zulauf haben. Eine Rolle spielt dabei sicher auch das Internet als Informationsquelle. Auch hat sich das Umfeld verändert. Früher war eine Verbrauchermesse das Schaufenster der Wirtschaft einer ganzen Region. Heute gibt es in fast jeder Gemeinde eine Handwerker- und Gewerbeausstellung.

Kritiker führen an, dass eine Messe über neun Tage, also über zwei Wochenenden, zu lang ist.

BAYER: Da haben die sicher Recht. Da überlegen es sich die Aussteller zwei Mal, ob sie eine solche Messe buchen. Schließlich ist das eine Kostenfrage. Die Standmitarbeiter fehlen ja nicht nur neun Messetage in der Firma, sondern mit Standauf- und -abbau fast zwei Wochen. Da muss ein sehr gutes Messegeschäft gemacht werden, um diese Kosten wieder reinzuholen.

Sie machen mit Ihren zwei- bis dreitägigen Messen dagegen gute Erfahrungen?

BAYER: Ja, unsere Themenmessen kommen bei Verbrauchern wie Ausstellern gut an. Nehmen Sie als Beispiel die Gesundheitsmesse "Vitawell". Mit etwas über 60 Ausstellern hatten wir an zwei Tagen knapp 5000 Besucher - und nur zufriedene Gesichter. Bei einem solchen Konzept können sich auch kleinere Betriebe einen Messeauftritt erlauben. Genau das wollen wir auch ermöglichen.

Und wie ehrlich sind die Besucherzahlen?

BAYER: Die Zahlen, die wir bekanntgeben, sind durch und durch ehrlich. Es bringt ja nichts, sich selbst etwas vorzumachen oder immer nach neuen Rekorden zu schielen. Ein Messebesuch ist immer von vielen Faktoren abhängig. Einer zum Beispiel ist das Wetter. Bei Schnee und glatten Straßen hätten wir sicher weniger Besucher bei der "Vitawell" gehabt. Wir wissen aber auch aus Untersuchungen, wie hoch das Besucherpotenzial in unserem Einzugsgebiet für unsere Messen insgesamt ist. Und da können wir zufrieden feststellen, dass wir das bei den zurückliegenden Messen fast immer ausgeschöpft haben.

Laufen sich nicht auch Fachmessen wie Sie sie veranstalten, irgendwann tot?

BAYER: Da muss man die Entwicklung genau beobachten und flexibel reagieren. Wenn sich abzeichnet, dass ein Thema nicht mehr geht, muss man möglicherweise den Turnus ändern oder es ganz absetzen. Da gilt es, rechtzeitig zu reagieren. Darüber hinaus sollen unsere Messen ja nicht nur informieren, sondern auch Unterhaltung und Erlebnis für die ganze Familie bieten. Deshalb legen wir beispielsweise auch Wert darauf, dass wir auf unseren Messen eine qualifizierte Kinderbetreuung haben oder auch das gastronomische Angebot stimmt.

Welche Messen führen Sie von "Staufen plus" durch?

BAYER: In eigener Regie veranstalten wir neben der "Vitawell" noch die Messe "Bauen - Wohnen- Modernisieren" und die "Auto-Emotion". Die Baumesse veranstalten wir jetzt vom 19. bis 21. März bereits zum dritten Mal. Die Automesse im April erlebt ihre zweite Auflage. Für die "Bildungsmesse" wurde unsere Agentur mit der Durchführung beauftragt. Mit dem "Werftrock" im Juli versuchen wir, ein Veranstaltungsformat vor allem für Schüler und Jugendliche mit landesweiter Ausstrahlung zu etablieren. Derzeit gibt es auch Gespräche darüber, dass wir Themenmessen auch in anderen Landkreisen organisieren.

Ist der Stauferpark als Messe- und Veranstaltungsort ausbaufähig?

BAYER: Die Kombination von Werfthalle und Dr.-Herbert-König-Platz ist natürlich ideal. Göppingen kann sich glücklich schätzen, dass die Werfthalle durch das Engagement von Johannes Krauter erhalten und saniert werden konnte. Und es war eine richtige Entscheidung von Krauter, die Halle einer multifunktionalen Nutzung zuzuführen. Der Standort Stauferpark ist für Messen und Veranstaltungen noch ausbaufähig. Allerdings gibt es Veranstaltungsformate, die sich dort auch nicht realisieren lassen. Hier wird man dann auf andere Hallen in oder um Göppingen zurückgreifen müssen.



Der Landkreis unterstützt Gesundheitspark

Kreis Göppingen.  Der Kreis hat Mittel bis zu einer Höhe von 10 000 Euro für die Erstellung einer Marktstudie für den Gesundheitspark Albtrauf bewilligt. "Damit wollen wir ein deutliches Signal des Aufbruchs für die anderen Projektpartner setzen", erklärt Landrat Edgar Wolff. Das regionale Netzwerk von Gesundheitsdienstleistern aus den Landkreisen Göppingen und Esslingen habe sich nach der Ablehnung des Förderantrags auf Bundesebene nicht entmutigen lassen. Nach dem Motto "Jetzt erst recht" sei weiter am Konzept gearbeitet worden. Neben Themen wie krankhaftes Übergewicht seien noch Herz-Kreislauf und psychosomatische Erkrankungen in den Leistungskatalog aufgenommen worden. In einem nächsten Schritt soll eine externe Beratungsgesellschaft nun einen Businessplan ausarbeiten, der eine Realisierung des "Gesundheitspark Albtrauf" zum Inhalt hat. Für WiF-Geschäftsführer Reiner Lohse ist es vor allem wichtig, dass der Businessplan eindeutig Aufschluss gibt, "ob es wirtschaftlich Sinn macht, in den Gesundheitspark Albtrauf zu investieren und ab wann sich das Konzept finaziell eigenständig tragen kann". Der Schirmherr der Messe Vitawell und Geschäftsführer der Kreiskliniken Göppingen, Professor Jörg Martin, hingegen wünscht sich "den Effekt der Annäherung aller Kliniken und ihrer Betreiber in den Kreisen Göppingen und Esslingen".



Landkreis fördert Gesundheitspark

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Leuchtturm-Projekte kippen

Ernüchterung nach den Haushaltsberatungen im Kreistag: Von den Vorschlägen, die von Arbeitsgruppen zu den Leuchtturmprojekten im Kreisentwicklungsplan gemacht wurden, bleibt nicht mehr viel übrig.

Kreis Göppingen. Einen "Aufbruch im Stauferkreis" hatte sich Altlandrat Franz Weber gewünscht, als er vor einem Jahr in der Akademie Bad Boll den Startschuss für den Kreisentwicklungsprozess gab und hochkarätig besetzte Arbeitsgruppen motivierte, Vorschläge für ein neues Profil für den Landkreis zu machen. Die gingen zügig ans Werk und legten wenige Wochen später ihre Ideen zu den fünf Leuchtturmprojekten und zum Thema Standortkommunikation auf den Tisch. Für deren Umsetzung hätte der Landkreis allerdings viel Geld locker machen müssen. Auf fast zehn Millionen Euro summieren sich die Kosten für die Leuchtturmprojekte bis zum Jahr 2014.

Mit den Vorschlägen der Arbeitsgruppen wollte der Landkreis ursprünglich den Strukturwandel forcieren. Doch davon ist nach den Etatberatungen nicht viel übrig geblieben. Zwar beteuerten die Kreisräte allenthalben die Notwendigkeit, den Strukturwandel voranzutreiben, nur Geld wollten die Politiker mit Blick auf die allgemein desolate Haushaltslage dafür nicht ausgeben. So wurden die so genannten Leuchtturmprojekte von den Kreispolitikern radikal zusammengestrichen. "Mit gutem Gewissen kann man da heute nicht mehr von Leuchttürmen reden", beklagte ein Kreistagsmitglied die Streichwut seiner Kollegen. Am schlimmsten getroffen hat es übrigens den Leuchtturm Familie. Hier blieb von den Vorschlägen der Arbeitsgruppe gar nichts mehr übrig, nachdem der Verwaltungsausschuss auch die angedachte Servicestelle für Kinderbetreuung in letzter Runde gestrichen hatte.

Ähnlich beim Bereich Bildung. Zwar bestreitet kein Kreisrat die Bedeutung der Bildung für den Strukturwandel - mit seinem Bildungsniveau bei den Beschäftigten liegt der Landkreis im Vergleich zu anderen deutlich hinten -, doch mit Investitionen halten sich die Kreispolitiker zurück. Zuletzt stand auch das von der Arbeitsgruppe vorgeschlagene Bildungsbüro auf der Kippe. Im letzten Moment wurde die Entscheidung darüber nochmals vertagt.

Durchgewunken hat der Kreistag jene Vorschläge aus den Arbeitskreisen, die so gut wie nichts kosten. So zum Beispiel der Innovationscoach - dessen Aufgaben soll das Personal der Wirtschaftsförderungsgesellschaft übernehmen - oder die vertiefende Zusammenarbeit mit den Hochschulen.

Deutlich zusammengestrichen wurden auch die Vorschläge für die Standortkommunikation. Hier hatte der Arbeitskreis einen jährlichen Finanzbedarf von 1,2 bis 1,5 Millionen Euro ermittelt. 110 000 Euro blieben nun übrig.



Rückenwind für den Gesundheitspark Albtrauf

Kreis Göppingen. Der Landkreis will das Projekt "Gesundheitspark Albtrauf" weiter vorantreiben. Der Verwaltungsausschuss des Kreistags habe für eine Marktstudie bis zu 10 000 Euro bewilligt, erklärte Landrat Edgar Wolff gestern im Vorfeld der Gesundheitsmesse "Vitawell". "Damit wollen wir ein deutliches Signal des Aufbruchs für die anderen Projektpartner setzen", erklärte der Kreischef. Nicht entmutigen ließ sich das Netzwerk von Gesundheitsdienstleistern aus den Kreisen Göppingen und Esslingen nach der Ablehnung des Förderantrages auf Bundesebene. Nach dem Motto "jetzt erst recht" wurde weiter am Konzept gearbeitet und neben Themen wie krankhaftem Übergewicht (Adipositas) noch Herz-Kreislauf und psychosomatische Erkrankungen in den Leistungskatalog aufgenommen. Jetzt soll eine externe Beratungsgesellschaft nun einen Businessplan ausarbeiten. Seitens der Wirtschaftsförderungsgesellschaft ist für Geschäftsführer Lohse wichtig, dass der Businessplan Aufschluss gibt, ob es wirtschaftlich Sinn macht in den Gesundheitspark Albtrauf zu investieren. Der Geschäftsführer der Kreiskliniken Göppingen, Professor Jörg Martin, der auch Schirmherr der Gesundheitsmesse ist, wünscht sich dass sich über den Gesundheitspark die Kliniken und ihre Betreiber in den Landkreisen Göppingen und Esslingen annähern.



Führen in stürmischen Zeiten

Bad Boller Unternehmergespräch: Immer nur Vollgas funktioniert nicht - Gestresste Chefs, schlechtes Betriebsklima

Wie können Führungskräfte stürmische Zeiten erfolgreich bewältigen? Antworten darauf gab das 14. Bad Boller Unternehmergespräch "Der Alltag siegt - was wirklich zählt" in der örtlichen Kreissparkasse.

Bad Boll. Hart am Wind. Die Segel sind zum Zerreißen gespannt. Gischt spritzt über die Reling. An Bord wird es ungemütlich. Ohne klaren Kurs, Organisation, Regeln und die richtige Kommunikation gerät die Mannschaft schnell in Seenot. Mit eindringlichen Bildern stimmte der Direktor für Firmenkunden bei der Kreissparkasse Göppingen, Thomas Wolf, mehr als 100 Zuhörer auf auf das 14. Bad Boller Unternehmergespräch ein - eine gemeinsame Veranstaltung der Kreissparkasse, der Voralbgemeinden und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WIF).

Schnell zu reagieren, bescheinigte Wolf beim Bild des Segelschiffs, sei zwar eine "tolle Möglichkeit, um aus der Krise zu kommen." Immer nur Vollgas zu fahren, funktioniere aber nicht über einen längeren Zeitraum. Dies gelang dem englischen Polarforscher Ernest Shackleton. Der blieb 1914 mit seinem Schiff im Packeis stecken, überwinterte mit seiner Mannschaft auf dem Eis und holte mit einer Nussschale Hilfe.

Um Vorbilder ging es auch in dem anschließenden Impulsreferat von Kristina Roth. Sie ist systemische Beraterin, Coach und Journalistin und durch SWR-Talk-Sendungen bekannt. Für den SWR leitet sie das Referat Coaching und Konfliktberatung.

Eine entscheidende Rolle in krisenhaften Situationen und bei Veränderungsprozessen spielt die Kommunikation, führte Roth aus. Führungskräfte, so weiß sie aus ihrer Praxis, erlebten den Alltag zunehmend als Karussell, das sich immer schneller dreht. Bei all den Vorgaben und Zahlen, die es zu erfüllen gilt, menschelt es auch noch, müssen Konflikte bewältigt werden. Manche Führungskräfte stoßen deshalb an Grenzen: "Ich bin doch kein Seelendoktor", "So habe ich mir das Führen nicht vorgestellt", bekommt Roth beim Coaching zu hören. "Der Erfolg verliert an Wert, wenn die Gesundheit auf der Strecke bleibt", warnt sie. Umgekehrt belegen Umfragen, dass immer mehr Mitarbeiter innerlich emigrieren. "Es fehlt an Vertrauen und fairem Umgang", stellt Roth fest. Wie aber vermeiden, dass aus dem "Abenteuer Führung" ein Albtraum wird?

Der Aufbau einer Kultur der gegenseitigen Wertschätzung in Unternehmen ist Roth zufolge einer der wichtigsten Kriterien für den Unternehmenserfolg. Statt den Mitarbeitern ständig nur Fehler unter die Nase zu reiben. Das "Zerstörerischste, was Chefs ihren Mitarbeitern antun können", seien Spott und Verletzungen.

Bei der Gratwanderung zwischen der Verantwortung für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens und der Fürsorge: den Mitarbeitern Respekt entgegenbringen, aber auch die Schwächen offen ansprechen. Gezieltes Fragen helfe dabei. Wie schätzt der Mitarbeiter seine Leistung selbst ein? Was kann er noch besser machen? Bei ihren Ausführungen bezog sich Roth auf die Ergebnisse der Hirnforschung: Erfolgserlebnisse brennen sich ebenso schnell in das Organ wie der Schrecken.



Unternehmergespräch

Bad Boll. Beim 14. Bad Boller Unternehmergespräch für mittelständische Unternehmen, das die Kreissparkasse in Zusammenarbeit mit den Voralbgemeinden und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises veranstaltet, geht es morgen um das Thema " Moderne Führung im Mittelstand". Referenten sind die Journalisten Kristina Roth und Bankdirektor Thomas Wolf. Beginn 19.30 Uhr in der Kreissparkassen-Filiale in Bad Boll.



Chance Gesundheitspark

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Ein "ehrbarer Kaufmann" sagt Ade

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"Besonderer Mann mit Stil"

Kreis Göppingen.  Stabwechsel bei der Kreissparkasse Göppingen: Im Beisein der Spitzen der deutschen Sparkassen-Organisation wurde gestern Abend Vorstandsvorsitzender Jürgen Hilse verabschiedet. Nachfolger ist Hariolf Teufel.

Großer Bahnhof für einen der Großen in der deutschen Sparkassen-Organisation. In der Salacher Stauferlandhalle wurde gestern Abend Jürgen Hilse in den Ruhestand verabschiedet. Welche bedeutende Rolle der 66-Jährige im Landkreis aber auch in der baden-württembergischen und deutschen Sparkassen-Landschaft spielte, dokumentierte die Gästeschar, die dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden der Göppinger Kreissparkasse Lebewohl sagte.

Der Präsident der Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Heinrich Haasis, erklärte in seiner Laudatio, dass Hilse in seinen Ämtern stets die Eigenständigkeit der Sparkassen verteidigt habe. Hilse habe viele wichtige Impulse gegeben, sei oft ein Vordenker gewesen und habe mit die Grundlagen für die heutige Stabilität der Sparkassen-Organisation geschaffen. "Er hat uns einen Sparkassen-Kompass mit auf den Weg gegeben", würdigte Haasis Hilses Wirken in den Gremien. Der Göppinger Vorstandsvorsitzenden sei bei harten Verhandlungen stets ein Brückenbauer und ausgleichender Moderator gewesen, der freundlich und nie verletzend, aber in der Sache hart diskutiert habe. Hilse habe stets hohe Maßstäbe an seine Arbeit gesetzt und nach der Devise "Qualität ist das Anständige" gehandelt. So habe er das Bild des ehrbaren Kaufmanns verkörpert.

Als "einen besonderen Mann mit Stil" charakterisierte der Präsident des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg, Peter Schneider, Jürgen Hilse, der in vielerlei Hinsicht der erfolgreichste - und dienstälteste - Vorstandsvorsitzende einer baden-württembergischen Sparkasse gewesen sei. Bis zum Bundesobmann der deutschen Sparkassen-Vorstände habe es noch keiner aus dem Land gebracht, zollte Schneider dem scheidenden ersten Mann der Göppinger Kreissparkasse Respekt. Hilse habe nie den öffentlichen Auftrag der Sparkasse aus dem Auge verloren und das Göppinger Instituts im Landkreis fest verankert. 47,5 Prozent aller Haushalte hätten mit der Kreissparkasse eine Hauptbankverbindung. Dies seien fast zehn Prozent mehr als im Landesdurchschnitt hob Schneider die Marktposition der Bank hervor. Hilse habe in vielen Bereichen Denkanstöße gegeben und Projekte vorangetrieben. Die Kreisparkasse Göppingen sei in den vergangenen Jahren oft Vorreiter gewesen. "Sie haben uns viel gegeben", bedankte sich Schneider und verlieh Hilse die große baden-württembergische Sparkassen-Medaille.

Zuvor hatte schon Landrat Edgar Wolff in seiner Eigenschaft als Verwaltungsratsvorsitzender der Kreissparkasse Hilses Initiativen gewürdigt. Dabei hob er besonders die Gründung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wif), die Zukunftsinitiative der Kreissparkasse als Vorläufer zum Kreisentwicklungsplan, und den Innovationspreis hervor. Hilse übergebe zudem eine kerngesunde Kreissparkasse. "Die einzige Baustelle, die er hinterlässt ist die des Neubaus der Zentrale in Göppingen." Hilse, der im kommenden Jahr in die Geschäftsführung der Schloss-Filseck-Stiftung wechselt, bedankte sich bei seinen Wegbegleitern und den Kunden, die ihm und der Kreissparkasse über viele Jahre hinweg die Treue gehalten haben. Sein Nachfolger, Dr. Hariolf Teufel, rief dazu auf, die Stärken des Stauferkreises für die Herausforderungen der Globalisierung zu nutzen. Die Kreissparkasse sei bereits ein wahrer, existierender Leuchtturm, der Orientierung gebe.Die Feier wurde musikalisch vom Musikverein Salach, dem Jazzpianisten Martin Schrack und von Ingrid Schneider und Jürgen Rothfuß umrahmt.



Förderprogramm für Erfinder

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Wirtschaftsförderung bietet Innovationstag

Kreis Göppingen.  Baden-Württemberg ist das erste Bundesland, das im Rahmen eines Modellvorhabens Innovationsgutscheine an kleine Unternehmen ausgibt und somit deren Innovationsvorhaben finanziell unterstützt. Für dieses Modellvorhaben stehen im Rahmen des Zukunftsprogramms Mittelstand jährlich drei Millionen Euro zur Verfügung. Bislang haben landesweit erst 300 Unternehmen einen solchen Innovationsgutschein abgerufen. Die Bewilligungsquote bei einwandfreien Anträgen liegt bei 85 Prozent. Mehr als zwei Drittel der Anträge wurden von Unternehmen gestellt, die bisher noch nicht mit Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen kooperiert haben.

Im Landkreis Göppingen haben jedoch bisher lediglich 14 Unternehmen einen Gutschein in Höhe von bis zu 7500 Euro in Anspruch genommen, obwohl mehrere tausend Unternehmen antragsberechtigt wären. Aus diesen Gründen wird ein sogenannter "Innovationstag" veranstaltet. Er findet statt am Montag, dem 30. November, um 17 Uhr in der Aula der Hochschule Göppingen, Robert-Bosch-Straße 1, 73037 Göppingen. Die Teilnahme ist nach Anmeldung bei der Wirtschaftsförderung unter Telefon: (07161) 60 64 90 kostenlos.



    Gesundheitspark Albtrauf wird weiterverfolgt

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    Leuchttürme sollen strahlen

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    Leuchttürme: Noch keine Entscheidung

    Kreis Göppingen. Keine Entscheidung hat der Verwaltungsausschuss des Kreistags gestern über die Standortkommunikation im Stauferkreis getroffen. Erst in der nächsten Verwaltungsausschuss-Sitzung am 22. Januar 2010 will das Gremium über jene vorgeschlagenen Maßnahmen aus dem Kreisentwicklungsgutachten entscheiden, die den Kreis Geld kosten. Somit wurde auch keine Entscheidung darüber getroffen, wo die Stelle angesiedelt werden soll - im Landratsamt, bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises (WiF) oder als eigene Gesellschaft. Zuvor sollen die Fraktionen dazu im Rahmen der Haushaltsberatungen Stellung beziehen. Durchgewunken hat der Ausschuss dagegen jene Vorschläge, die dem Kreiskämmerer keine Kosten verursachen.

    Demnach gelten ein Innovationscoach zur Unterstützung kleinerer und mittlerer Betriebe, die Präsentation von kreisinternem bei der Messe Clean Energy Power und Motek sowie ein kreiseigenes Investorenforum - alles Aufgaben der WiF und damit für den Kernhaushalt des Kreises unrelevant - als sofort umsetzbar.

    Nicht befürwortet werden von Landrat und der Kreisverwaltung dagegen die vorgeschlagenen Maßnahmen wie ein Förderprogramm für familienfreundliches Wohnen, ein Gutachten zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs und eine kreiseigene Schülerferienbetreuung. stro



    Muntermacher für den Standort

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    DIE GEWINNER DES INNOVATIONSPREISES

    Drei mit je 4000 Euro dotierte Hauptpreise gingen an folgende Firmen:
     
    Tandem, ein Dreh-Fräs-Bearbeitungszentrum, entwickelt vom Maschinenbauer Stama in Schlierbach. Dr. Achim Feinauer erläuterte, dass die Aufträge im Maschinenbau um 70 Prozent und mehr eingebrochen seien. Käufer fänden sich derzeit nur für innovative Produkte, die es dem Käufer ermöglichen, selbst neue Endprodukte herzustellen. Das leistet die 20 Tonnen schwere und fünf Meter hohe "Tandem", deren Entwicklung knapp zwei Millionen Euro gekostet hat. "Tandem" kann hochkomplexe Bauteile in kürzester Zeit herstellen.
     
    Clipmaster 3, ein medizinisches Gerät, entwickelt von der Süßener Firma Carl Stahl. Die Diplomarbeit des Mechatronikstudenten und jetzigen Stahl-Produktentwicklers Christian Hummel bildete vor fünf Jahren den Ausgangspunkt: Nun ist ein Endoskopiegerät sehr erfolgreich am Markt, das durch einen Arbeitskanal von 2,8 Millimetern Durchmesser mit drei Klammern in schneller Folge Blutungen im Magen-Darm-Trakt stillen kann. Das kann lebensrettend sein, bisherige Geräte waren viel langsamer, betont Hummel.
     
    Der Power Monitor des Elektro-Kommunikations-Technikdienstleisters Heldele aus Salach. Dabei handelt es sich um ein kompaktes, transportables und versandfähiges Gerät zur Messung und Fehlersuche bei Spannungsverzerrungen im elektrischen Netz komplexer Systeme. Das neue Netzanalysegerät lässt sich vor Ort in aller Welt einfach bedienen, Heldele bedient sich dann der Fernabfrage, ein Servicefachtechniker muss also nicht anreisen, betont Georg Thomas.
     
    Die beiden mit je 1500 Euro dotierten Sonderpreise erhielten:
     
    Das "Bildungsnetzwerk des lebenslangen Lernens" der Akademie der Kaufmännischen Schule Göppingen. Die Akademie schließt im Berufsbereich die Lücke zwischen Volkshochschule und Hochschule, befand die Jury. Die Akademie kooperiert mit vielen lokalen und internationalen Bildungspartnern und strebt maßgeschneiderte, qualitativ anspruchsvolle Angebote, insbesondere in der beruflichen Weiterbildung, an. Wie Dr. Dieter Kassner erläuterte, vermittelt die Akademie aber auch Auslandspraktika und bietet eine Elternschule, Prüfungsvorbereitungen und vieles mehr an. Innerhalb dieses Jahres stieg die Zahl der Kursteilnehmer um 40 Prozent.
     
    "KonTra, IT wie noch nie" von der Geislinger Softwareschmiede Supra quam. Wie Eberhard Stirm erläuterte, gelang seiner Firma jüngst der Durchbruch und Markterfolg bei Banken wie der LBBW mit diesem Programm für Kontotransaktionen. rod



    Hoffnungsvolles Signal

    Innovationspreise verliehen - Landrat: Nie waren sie so wertvoll wie heute

     

    Das ist ein hoffnungsvolles Signal für den Wirtschaftsstandort Kreis Göppingen: Für den Innovationspreis gingen 42 Bewerbungen ein - eine beachtliche Zahl. Die Jury vergab nun drei Haupt- und zwei Sonderpreise.

    RODERICH SCHMAUZ

    Kreis Göppingen. Als "Hoffnungsträger für den Stauferkreis" und "Mutmacher für den Arbeits- und Wirtschaftsstandort" hat Landrat Edgar Wolff den Innovationspreis und seine Ergebnisse gewürdigt. "Nie war er so wertvoll wie heute", sagte Wolff, als am Mittwochabend in Geislingen in feierlichem Rahmen fünf Preisträger bekannt gegeben und die mit insgesamt 15 000 Euro dotierten Auszeichnungen vergeben wurden. Viele Repräsentanten aus Kommunalpolitik und Wirtschaft kamen zu dieser Präsentation der prämierten Neuentwicklungen und Erfindungen in die Räume der Kreissparkasse am Sternplatz.

    42 Bewerbungen waren eingegangen, eine stolze Zahl, gerade im Vergleich zu anderen, überregionalen Innovationswettbewerben, merkte Hausherr und Jurymitglied Jürgen Hilse an. "Der Innovationspreis hat sich prächtig entwickelt", konstatierte er. Zum achten Mal seit 1996 wurde er vergeben. Berücksichtigt wurden Neuentwicklungen und Neuerungen der vergangenen drei Jahre, die sich bereits am Markt bewährt haben müssen.

    Landrat Wolff erinnerte an neun Studien, die dem Landkreis Göppingen Entwicklungsdefizite und mangelnde Innovationskraft ankreiden. Lösungsansätze diskutiere man ja derzeit mit den "Leuchtturmprojekten". Mit der Verleihung des Innovationspreises und den "tollen Leistungen" der Preisträger richte sich der Blick auf den halb vollen Teil des Glases, meinte Wolff. Er unterstrich, wie wichtig Tüftler- und Erfindergeist seien, Ideenreichtum und unternehmerischer Mut. Welch hohen Stellenwert Innovationen und neue Produkte für die WMF als Markenunternehmen und Marktführer hatten und haben, erläuterte deren Vorstandsvorsitzender Thorsten Klapproth in seinem Festvortrag. Gerade in der gegenwärtigen Krise investiere die WMF mehr denn je, über 30 Millionen Euro. Ähnlich wie Designpreise, von denen die WMF jährlich zehn bis 15 zuerkannt bekommt, seien echte Neuentwicklungen wichtige Alleinstellungsmerkmale und Qualitätsausweise: "Innovationen machen die Marke stark." 48 Prozent ihres Umsatzes von rund 800 Millionen Euro macht die WMF nach den Worten ihres Vorstandschefs mit Produkten, die es vor vier Jahren noch gar nicht gab.

    Als sehr wichtige Innovation der jüngsten Zeit stellte Klapproth Cromargan protect heraus. 80 Jahre nach dessen Erfindung und Einführung als preiswertem Silberersatz sei es gelungen, mit Cromargan protect eine Metalloberfläche noch härter als Edelstahl zu erzeugen.



    Der Landkreis sucht das Machbare

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    Leuchttürme im Stauferkreis

    Ergebnisse der Arbeitsgruppen im Kreistag vorgestellt

     

    Reiner Lohse, Wirtschaftsförderer des Kreises, hat jetzt dem Kreistag die "Leuchttürme" aus dem Kreisentwicklungsgutachten vorgestellt. Über konkrete Schritte entscheidet das Gremium im November.

    KARL-HEINZ STROHMAIER

    Kreis Göppingen. "Leuchttürme" sollen den Kreis voranbringen. Wie diese im Kreisentwicklungsgutachten empfohlenen Projekte inhaltlich aussehen sollen, damit haben sich in den vergangenen Monaten eine Reihe von Arbeitsgruppen befasst. Jetzt hat der Wirtschaftsförderer des Kreises Reiner Lohse die Ergebnisse im Kreistag vorgestellt. Welche Projekte nun umgesetzt werden sollen, darüber wird der Kreistag im November erste Entscheidungen treffen.

     

    Drei Ideen hat die Arbeitsgruppe Standortkommunikation ausgearbeitet: Sie schlägt eine Kommunikationsstelle vor, die den ganzen Kreis einbezieht.Dabei soll es vornehmlich um die Steigerung des Bekanntheitsgrads des Stauferkreises gehen. Der Inhaber dieser Stelle soll ein Kommunikationskonzept erarbeiten. Zudem soll ein RAL-Gütezeichen "Wirtschaftlicher Landkreis Göppingen" geschaffen werden.

     

    Innovationen sind zu begleiten - mit einem Innovationscoach. Zu diesem Ergebnis kommt die Arbeitsgruppe des Leuchtturmprojekts 1 "Innovation/Forschung und Entwicklung/Cluster-Management". Im Leuchtturmprojekt 2 "Gewerbeflächenmarketing und Investorenakquisition" schlägt die Arbeitsgruppe die Teilnahme an Messen wie Clean Energy Power und Motek vor; weiter ein Investorenforum, die Ausweisung neuer großer Gewerbeflächen und ein Immobilienportal bei der Region.

     

    Leuchtturmprojekt 3 nennt sich "Bildung und Qualifikation". Die Ideen: Qualifizierungsprogramm von Erzieherinnen und Grundschullehrerinnen, Bildungscoach Migrantenfamilien, Vermittlung von Bildungsverständnis für Eltern mit Migrationshintergrund, passgenaue Integration von benachteiligten Hauptschülern beim Übergang in den Beruf, Bildungskonzept Mint, das der Vernetzung von vorhandenen und neuen Bildungsaktivitäten in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik dient, kreisbezogener Bildungsführer für Aus- und Weiterbildung.

     

    "Göppingen - ein Landkreis für Familien" ist Leuchtturmprojekt 4. Die Vorschläge: Förderprogramm für familienfreundliches Wohnen, kreisweite Schulkinderferienbetreuung, Gutachten zur Verbesserung des ÖPNV und kreisweite Servicestelle für Kinderbetreuung.

     

    Bleibt als Nummer 5 noch das Leuchtturmprojekt "Tourismusentwicklung im Kreisgebiet". Hier soll zunächst das touristische Potenzial analysiert, dann die vorhandene Tourismusinfrastruktur erhoben und schließlich eine Marketing- und Kommunikationskonzept entwickelt werden.

    Mittel sind im Etat 2010 für die Leuchtturmprojekte noch nicht eingestellt. Landrat Edgar Wolff erklärt das so: "Wir wollten der politischen Entscheidung des Kreistags nicht vorgreifen." Jetzt haben im November die Kreistagsfraktionen in Sachen "Leuchttürme" erste Entscheidungen zu treffen.



    Den letzten beißen die Hunde

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    Innovationspreis 2009

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    Kreis soll neue Stärken entwickeln

    Runder Tisch zur Wirtschaftsförderung

    Auf die Felder Elektromobilität, regenerative Energien, Gesundheit und Tourismus soll sich die Wirtschaftsförderung des Kreises konzentrieren.

    CHRISTINE UNCKEL

    Rechberghausen. Fast 20 Vertreter von Gemeinden, Kreis, Region und Wirtschaft diskutierten im Feuerwehrsaal in Rechberghausen über die Entwicklung der Wirtschaftsförderung - eine Runde, die es so noch nicht gegeben hat. Zusammengebracht hat sie Peter Hofelich, der seine Ämter in der Region aufgibt und zum Abschied Bilanz ziehen und Ausblicke ermöglichen wollte. 15 Jahre war er Vorsitzender des Aufsichtsrats in der Wirtschaftsförderung der Region (WRS). Er hinterlasse eine riesengroße Lücke, bescheinigte ihm WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg.

    Der Rückblick fiel ausführlich aus. Standortentwicklung habe man betrieben, so Rogg, vieles begründet oder gefördert: Messenauftritte und das Interkommunale Gewerbegebiet Schwäbische Alb, das Kompetenznetzwerk Mechatronik, das Vorbild für ganz Deuschland sei, den Masterplan Landschaftspark Albtrauf, und den Gesundheitspark Albtrauf, der jetzt erstmal in der Schwebe hängt. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung im Kreis, Dr. Reiner Lohse, sieht in der Biogasanlage bei Türkheim eine Weiche für die Zukunft gestellt. Erste Firmen für regenerative Energieformen siedeln sich bereits an. Auch der Gesundheitspark sei eine Zukunftsperspektive. Göppingen sei insgesamt zu maschienenbaulastig. "Da muss neu gedacht werden." IHK-Geschäftsführer Dr. Peter Saile hofft auf den Aufschwung, der die Konjunktur wieder hochreißt. Den S-Bahn-Anschluss des Kreises hält er für genauso unerlässlich wie das Kompetenznetzwerk Mechatronic. "Der Standort für die Naherholung und Wellness ist günstig, wenn auch nicht für jemanden, der zwei Wochen Urlaub macht." Bernd Rattay von der IG Metall warnt: "Wenn Strukturwandel stattfindet, gehen Arbeitsplätze verloren." Dienstleistungen seien outgesourced worden, was Schuler und Allgaier früher selbst erledigt hätten, werden jetzt von Fremdfirmen gemacht. Auch der neue Trend zu Elektrofahrzeugen vernichte erstmal Arbeitsplätze, weil Teile wie Kolben und Kupplungsghäuse nicht mehr gebraucht würden. Rattay mahnte auch "Rezepte zur Finanzierung" an. Banken verlangten Zinsen bis über zehn Prozent, "Geld, das man für den Strukturwandel dringend bräuchte." Das könne sich kein Betrieb leisten. Mit kleineren Betrieben setzten sich die Banken gar nicht mehr an einen Tisch. Gesagt wurde auch: "Heute können Absolventen von der Hochschule direkt in die Kurzarbeit übernommen werden." Das führe dazu, dass wieder mehr junge Menschen studieren. Landrat Edgar Wolff zeigte sich optimistisch: "Von der Wirtschaftsförderung wird viel getan." Es mangle nur an der Umsetzung, besonders bei den Leuchtturmprojekten. Auch er nannte die S- Bahn als einen der wichtigsten Pläne. Bedenken müsse man bei allem besonders den Klimawandel, den Strukturwandel und den demographischen Wandel. Dazu passten die Felder regenerative Energien, Elektromobilität, Gesundheit und Tourismus. Wolff kann sich vorstellen, dass diese Gesprächsrunde zu einer "Initialzündung" wird.



    Herbstcamp für Berufswahl

    Hunderte Praktikumsplätze im Angebot

    Die Erfolgsveranstaltung "Herbstcamp" geht in die zweite Runde. Mehr als 500 Praktikumsplätze stehen im Landkreis zur Verfügung.

    Kreis Göppingen. In den Herbstferien können Schüler im gesamten Landkreis Göppingen Ausbildungsberufe, Studiengänge und Berufsbilder kennen lernen. Die Berufsorientierungstage mit dem Titel "Herbstcamp" richten sich an Jugendliche ab 14 Jahren. Mehr als 40 Unternehmen und Einrichtungen aus Göppingen und der Umgebung öffnen vom 26. bis 30. Oktober ihre Pforten.

    Jugendliche können ihre individuelle Mischung aus Betriebsbesichtigungen und Seminaren erstellen. "Was soll aus mir mal werden? Welcher Beruf könnte mir liegen?" Lösungen auf diese Fragen sollen die jungen Leute vor Ort finden. Das Herbstcamp-Initiatorenteam aus Mitarbeitern der Wirtschaftsförderung der Stadt Göppingen und des Landkreises, dem Regionalbüro für berufliche Fortbildung Esslingen/Göppingen, der Volkshochschule Göppingen und den Weiterbildungszentren GARP und BBQ Berufliche Bildung hat bei über 40 Firmen rund 500 Praktikumsplätze aufgetan. Dabei haben die Initiatoren offene Türen eingerannt, erzählt Christine Kumpf, Leiterin der Wirtschaftsförderung der Stadt Göppingen: "Die Unternehmen, die sich vergangenes Jahr am ersten Herbstcamp beteiligt hatten, waren so begeistert, dass sie auch für 2009 ihre Zusage gegeben haben. Darüber hinaus konnten wir noch weitere Betriebe gewinnen, so dass sich in diesem Jahr die Zahl der beteiligten Unternehmen verdoppelte." Ulrike Goldschmitt-König, Leiterin des Regionalbüros für berufliche Fortbildung, fügt hinzu: "Jugendliche haben die Gelegenheit in die Branchen Verwaltung, Gesundheit, Pflege, Handwerk und Industrie hinein zu schnuppern. Sie können unter 70 Ausbildungsberufen und 22 Studiengängen auswählen". In dem Seminar "Berufswahl und Zufall? Nein danke!" des Bildungszentrums GARP im Stauferpark kommen am 29. Oktober von 9 bis 13 Uhr, die Teilnehmer ihren Fähigkeiten, Vorstellungen und Wünschen auf die Spur. Ein Gesprächsabend der BBQ unter dem Titel: "Wie begleite ich meine Tochter/meinen Sohn auf dem Weg zum Beruf?" am 27.Oktober von 18 bis 20 Uhr richtet sich an die Eltern von künftigen Schulabsolventen. Da bei vielen Unternehmen die Bewerbung über das Internet immer wichtiger wird, bietet die VHS ein Seminar "Erfolgreiche Bewerbung im Internet" an. Ebenfalls im Programm hat die VHS den Vortrag "Was kommt nach der Schule? Was Unternehmen und weiterführende Schulen von Schulabgängern erwarten".

    Info

    Das komplette Programm steht in den Herbstcamp-Broschüren, die in den Schulen verteilt werden. Es ist im Internet unter http://www.wirtschaftsfoerderung.goeppingen.de zu finden. Anmelden kann man sich bei der VHS Göppingen unter Telefon:  (07161) 650-800 oder per E-Mail unter vhs@goeppingen.de.

    Weitere Infos beim Regionalbüro für berufliche Fortbildung Telefon:

    (0711) 35 12 3325 oder E-Mail: ulrike.goldschmitt-koenig@vhs-esslingen.de  sowie die Wirtschaftsförderung der Stadt Göppingen, Telefon:  (07161) 650 250 oder E-Mail: ckumpf@goeppingen.de.



    Gesundheitspark abgestürzt

    Überraschende Aus für Forschungsprojekt - Erste Reaktion: Weitermachen

    Die Hoffnungen sind geplatzt: Das Projekt "Gesundheitspark Albtrauf" ist aus dem Wettbewerb um Zuschüsse des Bundesforschungsministerium herausgeflogen. Maßgebend war ein unglücklicher Umstand.

    JÜRGEN SCHÄFER

    Bad Boll/Rechberghausen. Die Hoffnungen waren zuletzt schon getrübt. Aber jetzt ist es trotzdem ein Schlag für ein ganzes Netzwerk von Beteiligten, dass ihr Projekt "Gesundheitspark Albtrauf" kein bundesweites Forschungsprojekt mit 9,5 Millionen Zuschüssen wird. Aus Berlin kam die Mitteilung, die Region Stuttgart liege zu nahe an der Region Neckar-Alb, die bereits einen Preisträger stellt. Der Raum von Stuttgart bis Tübingen sei als gemeinsame Region zu betrachten, und da dürfe nur einer zum Zug kommen. Man wolle die Forschungsmittel bundesweit streuen. Für Dr. Matthias Knecht, federführend bei der Gesundheitsregion Stuttgart, kommt dieses Reglement aus heiterem Himmel. "Das hat uns zuvor niemand gesagt", erklärt er. Es seien beide Anträge aus den Regionen Neckar-Alb und Stuttgart ohne jeden Hinweis zur Endrunde von 20 Bewerbern zugelassen worden. Die Tübinger sind dann mit ihrem Projekt "Regenerative Medizin" unter den Siegern gelandet, die restlichen 18 wurden auf eine zweite Runde vertröstet. Die läuft schon eine Weile - und jetzt kam der Ausschluss für die Region Stuttgart. Für den Gesundheitspark Albtrauf und weitere 13 Teilprojekte aus der Region, die alle ein Thema in vielen Facetten behandeln: Wie kann man gefährliches Übergewicht therapieren und vermeiden? Für Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Stuttgart, ist der Ausschluss wie eine Klausel, die "im Kleingedruckten" stecke. "Man darf sich fragen, ob das in Ordnung ist", grantelt er, und nennt die Entscheidung "leicht unfair". Kritisch äußert sich auch Landrat Edgar Wolff: "Wir sind herausgekegelt worden." Die erste Enttäuschung ist aber schon überwunden. Bei der Region blickt man nach vorne. "Jetzt erst recht", lautet der Standpunkt von Dr. Knecht, "wenn ich sehe, was wir für ein tolles Netzwerk mit über hundert Partnern entwickelt haben, dann sollten wir weitermachen." Rogg pflichtet bei: "Es kommt nicht darauf an, beleidigt zu sein. Was wir haben, ist echt gut, eine echte gemeinschaftliche Leistung."

     

    Über diese Perspektive wird bereits morgen mit Teilprojektleitern gesprochen. Die Stimmung scheint positiv. IHK-Geschäftsführer Dr. Peter

    Saile: "Wir sind soweit wie noch nie, wir sollten schauen, ob wir es mit eigenen Mitteln stemmen könnten." Immerhin sind allein für den Gesundheitspark Albtrauf 1,6 Millionen Euro bereitgestellt worden und für die weiteren Projekte nochmal acht Millionen. Auch von Seiten des Landkreises kommt Zustimmung. Landrat Wolff hält den Bereich Gesundheit für zukunftsweisend. Dr Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung im Kreis: "Die Ausgangsvoraussetzungen sind sehr gut, wir sollten jetzt nicht nachlassen. Mit dem Geld kann man einiges bewegen."

     

    Zur Debatte steht auch, ob es beim Thema gefährliches Übergewicht bleibt.

    Knecht kann sich vorstellen, es um die betriebliche Gesundförderung zu erweitern. Das wäre interessant für die Reha-Klinik Bad Boll, die bisher außen vor war.



    Praktikumsbörse wird wieder eröffnet

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    Was kann die Region am Albtrauf bewegen?

    SPD-Räte vor Ort - Gesundheitspark ungewiss

    Vor Ort machte sich die SPD-Fraktion des Regionalparlaments in Bad Boll ein Bild vom Albtraufgängerweg und diskutierte unter anderem die Themen Landschaftspark und Gesundheitspark Albtrauf.

    Bad Boll. Die Aufgaben des Verbandes Region Stuttgart sind mit dem Ziel, die Region lebenswert, wirt-schaftlich leistungsstark und ökologisch intakt zu erhalten, gesetzlich festgeschrieben. Gemeinden im ländlichen Raum kritisieren allerdings oft, dass Entscheidungen des Regionalparlaments ohne Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten getroffen würden und beklagen die Einschränkung ihrer Planungshoheit. "Man muss raus, um Konflikte zu lösen", meint Peter Hofelich von der SPD-Fraktion, "und wir machen das gern und öfters". Jetzt ließ er sich mit Fraktionskollegen in Bad Boll von Bürgermeister Hans-Rudi Bührle über die Entwicklung des von der Region geförderten Albtraufgänger- und -guckerwegs informieren. In das von sechs Gemeinden in Angriff genommene Projekt sind mittlerweile 25 Kommunen eingebunden, es ist zur Basis für das Ziel "Landschaftspark Albtrauf" geworden. Hofelichs Frage: "Was kann man weiter bewegen, auch seitens der Region?" beantwortete Reiner Lohse von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises. "Um die Schwäbische Alb als Marke zu etablieren, und für den Tourismus interessant zu machen, muss man weg von dem landschaftsbezogenen Denken. Übergreifendes muss gestärkt werden."  Bei der Diskussion kamen konkrete Vorschläge, wie Vorhandenes verbessert und mehr Anreize für Tagestourismus und Naherholung geschaffen werden könnten. Themen waren die Koordination der Wegenetze, der Ausbau von Kooperationen und infrastrukturellen Notwendigkeiten, wie der öffentliche Nahverkehr. An den Albtraufliegern am Schützenhaus lehnend, genossen die Gäste den Blick auf die drei Kaiserberge. "Faszinierend", meinte Regionalrätin Renate Seibold-Völker aus dem Rems-Murr-Kreis. "Nicht nur der Blick, auch der interkommunale Gedanke." Beim anschließenden Treffen im Kurhaus standen die Themen Gesundheitspark und betriebliche Gesundheitsförderung im Vordergrund. Dr. Matthias Knecht, bei der Wirtschaftsförderung der Region zuständig für Gesundheitswirtschaft, berichtete, dass leider immer noch nicht klar sei, ob aus dem Berliner Fördertopf Geld für den anvisier-ten Gesundheitspark fließen wer-de. "Ein Thema, das offenbar Geduld braucht", kommentierte Hofelich und stellte die Frage, ob Fördergelder als "Schmiermittel" für das Projekt unerlässlich seien oder ob Teile auch sonst umgesetzt werden könnten. Bürgermeister Bührle verwies darauf, dass die Netzwerke und Kontakte, die bisher entstanden seien, auf jeden Fall beibehalten würden. Knecht bekundete den Willen der Region, sich im Rahmen der Möglichkeiten einzubringen. "Gesundheit ist das Thema der Zukunft und man sollte nicht nur auf Automotiv setzen."



    Zittern um Gesundheitspark

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    Die Innovationspreis-Jury hat die Qual der Wahl

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    Neues Konzept für Tourismusmesse

    Künftig unter dem Dach der Regio Stuttgart?

    In die Diskussion um die regionale Touristikmesse in Fellbach hat sich laut der "Wirtschaftsförderung im Kreis" (Wif) die Regio Stuttgart eingeklinkt.

    Kreis Göppingen .  Die Messe "Abenteuer Region" im April in Fellbach überraschte die Veranstalter mit einem Defizit von 108 000 Euro (wir berichteten). Das Konzept der Tourismusschau brachte gleich drei Landkreise zusammen, nämlich Esslingen, Göppingen und den Rems-Murr-Kreis.

    Die Messe war als Kooperationsprojekt dreier Landkreise zwar ein Erfolg, dennoch, so heißt es in einer Pressemitteilung der Wirtschaftsförderung im Landkreis Göppingen (Wif), gebe es Verbesserungspotenzial. Vor allem die Besucherzahlen, die nur unwesentlich höher waren als bei der von der Wif in kleinerem Stil 2007 in Salach organisierten Tourismusmesse, werden als verbesserungswürdig bezeichnet, so Wif-Chef Reiner Lohse. So sehe das auch der Regio Geschäftsführer Klaus Lindemann.

    Unter 10 000 Besuchern brauche man erst gar nicht anzufangen, soll sich Lindemann kürzlich gegenüber der Presse geäußert haben. Außerdem wolle die Regio Marketing die Messe jetzt unter ihr Dach nehmen, "und dann wird das eine andere Geschichte", zitiert die Wif den Geschäftsführer der Regio Stuttgart. Das Konzept soll auf den Prüfstand. Die Eröffnung nur für geladene Gäste umzusetzen, war eher unglücklich. Zusätzlich sollen zukünftig die Bürgermeister und Tourismusfachleute mit einem Workshop bedient werden, erklärt Lohse in seiner Mitteilung.

    Klaus Lindemann hatte bei der Messe 2007 in Salach im Rahmen eines Fachkongresses vor 70 Bürgermeistern und Tourismusfachleuten selbst referiert. Im Anschluss an diesen Fachkongress waren damals die Pforten für die Öffentlichkeit geöffnet worden.Lohse steht nach eigenen Angaben dieser Entwicklung bei einer künftigen Tourismusmesse "völlig offen" gegenüber. "Wir sind gern bereit, unser Know-how auch in die dritte regionale Touristikmesse einfließen zu lassen, soweit das gewünscht ist."



    S-Bahn macht den Landkreis attraktiver

    Untersuchung sieht wirtschaftliche Vorteile

    Eine Untersuchung zu den wirtschaftlichen Auswirkungen einer S-Bahn in den Kreis Göppingen hat IHK-Geschäftsführer Dr. Peter Saile vorgestellt.

    KARL-HEINZ STROHMAIER

    Kreis Göppingen. Die Göppinger IHK-Bezirkskammer war es, die den Wunsch einer S-Bahn in den Kreis Göppingen immer gefördert und unterstützt hat. Aus gutem Grund, wie Geschäftsführer Peter Saile jetzt bei der Vorlage einer Untersuchung der wirtschaftlichen Folgewirkungen einer S-Bahn betont: "Das Filstal wird dadurch als Wirtschafts- und Wohnstandort aufgewertet."

    Die Untersuchung hatte eine Expertengruppe des Verbands Region Stuttgart, der Wirtschaftsförderung des Kreises und der Region, des Landkreises und der IHK ausgearbeitet. Zusammenfassend sagt Saile: "Die S-Bahn-Anbindung steigert und fördert die Attraktivität der Region als Wohnstandort, als Standort für Unternehmen und Arbeitsplätze, die zentralen Einkaufsstandorte, des Immobilienmarktes, die Hochschulstandorte Göppingen und Geislingen, des Kreises Göppingen als vielseitigen Naherholungsraum der Region Stuttgart. Zudem, so Saile fördere die S-Bahn-Anbindung das regionale Bewusstsein, die regionale Zugehörigkeit und das Zusammenwachsen und sie verhindere oder vermindere die Abwanderung von Einwohnern und Unternehmen aus dem Kreis. So würden vor allem Orte im Filstal ohne Regionalzughalte ihre Attraktivität steigern können. Vorteile durch die S-Bahn sieht die Untersuchung auch im Tourismus. Gerade am Wochenende werde durch den regelmäßige Halbstundentakt die Erreichbarkeit der Filstalkommunen verbessert. Dazu benötige es dann ergänzende, regelmäßige Buslinien zu touristischen Zielen. Attraktive Tarifangebote (VVS-Tageskarte, VVS-Gruppenangebote) förderten den Tagestourismus innerhalb der Region Stuttgart und eröffneten auch dem Radtourismus im Stauferkreis größere Chancen. Tatsächlich geht die Untersuchung offensichtlich davon aus, den Kreis Göppingen voll in den Verkehrs- und Tarifverbund der Region Stuttgart (VVS) zu integrieren. Dazu gibt es unterdessen unterschiedliche Vorschläge. Als vollwertiges Mitglied werden pro Jahr und zehn Millionen Euro fällig, zudem muss der Kreis auch an der Finanzierung von Stuttgart 21 beteiligen Dafür wären alle Busstrecken und Bahnstrecken innerhalb des Kreises und im VVS-Gebiet mit einem Ticket nutzbar. Das Streckennetz des Verbundes, das bisher in sieben Preiszonen eingeteilt ist, müsste dann wegen der großen Entfernung von Geislingen nach Stuttgart auf neun erweitert werden. Zu klären ist auch, was der Kreis als "Eintrittsgeld" bezahlen müsste, um überhaupt in den Verbund aufgenommen zu werden und von den vorhandenen S-Bahn-Infrastrukturen profitieren zu können. Regionaldirektion Jeanette Wopperer bringt da eine "weniger institutionalisierte Variante der Vollintegration" ins Spiel: "Der Kreis könnte seine Tarifverluste für die Anwendung des VVS-Tarifs selber tragen, wäre also nicht Vollmitglied im VVS. Dafür entfiele die anteilige Beteiligung an den massiven Grundlasten und der regionalen Verkehrsumlage." Wopperer kündigte an, dass der Verkehrsausschuss der Region die Ergebnisse Ende September bewerten werde. Als weitere Schritte seien Gespräche mit dem Land notwendig, sowohl was die Förderfähigkeit angehe als auch die Umwandlung möglicher Regionalbahnverbindungen zu Gusten der S-Bahn.



    Innovation: 42 Firmen bewerben sich

    Kreis Göppingen. Mit 42 Bewerbungen um den Innovationspreis des Landkreises endete die Frist am 3. Juli. "Das Ergebnis stabilisiert sich quantitativ und qualitativ auf sehr hohem Niveau seit der ersten Ausschreibung vor 14 Jahren", freut sich Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF) des Landkreises. Doch nicht nur mit der Anzahl und der Leistungsfähigkeit der eingereichten Bewerbungen zeigt sich der WiF-Geschäftsführer sehr zufrieden. "Wir haben eine ausgewogene Verteilung von technischen zu dienstleistungsorientierten und sozialen Projekten mit innovativem Charakter", erklärt Lohse. Gerade im produktionsgeprägten Landkreis Göppingen zeigen sich zunehmend auch Anzeichen eines Strukturwandels hin zur Dienstleistung. Überwiegend haben sich Einzelbetriebe aus Industrie und Dienstleistung mit weniger als 750 Beschäftigten mit Sitz im Landkreis Göppingen am Innovationspreis beteiligt, obwohl alle Unternehmensgrößen zugelassen waren. Betriebe aus Handwerk und Handel sind kaum vertreten. In den nächsten Wochen werden die Beiträge gesichtet und bewertet. Die Preisverleihung findet am 4. November in der Kreissparkasse Geislingen statt.

    Der Preis ist mit insgesamt 15 000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre ausgeschrieben.



    Kreisprojekte für die Zukunft

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    Beratung im Herbst

    Meilenstein beim Kreisentwicklungsprozess

    Kreis Göppingen. Arbeitsgruppen des Kreisentwicklungsprozesses präsentieren ihre Ergebnisse vor dem Koordinierungsausschuss. Die Vorstellung und Beratung der Ergebnisse erfolgt im Herbst im Kreistag. Das kündigte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises, Reiner Lohse, jetzt vor dem Kreistag an.

    Der Kreisentwicklungsprozess, so Lohse, sei an einem Meilenstein angelangt. Die Arbeitsgruppen aus den sechs Leuchtturmprojekten hätten ihre Arbeit abgeschlossen. Insgesamt seien 20 Einzelprojektvorschläge ausgearbeitet worden. Landrat Edgar Wolff sicherte seine Unterstützung zu, dass im weiteren Verlauf des Kreisentwicklungsprozesses verantwortungsvoll und sorgfältig mit den Ergebnissen umgegangen wird, um eine maximale Nachhaltigkeit zu erzielen. Dieses Meinungsbild werde nun in den Kreistag eingespeist. Völlig offen, so Lohse weiter, sei bisher, welche Projektvorschläge dann vom Kreistag verabschiedet werden. Bei der angespannten Haushaltslage wäre es ein großer finanzieller Kraftakt, wenn alle Projekte beschlossen werden würden. Immerhin stehe ein Finanzierungsvolumen von 10,9 Millionen Euro bis 2015 zur Debatte, von denen 9,1 Millionen Euro auf den Landkreis entfallen.

    Sicher sei jedoch auch, dass ohne zusätzliche Investitionen kaum Verbesserungen der geforderten wirtschaftlichen Dynamik zu erwarten sein werden. Im Vorfeld der Entscheidungsfindung gehe es darum Synergien bei Haushaltsplanansätzen für 2010 zu generieren. Schon heute stehe fest, dass große Erwartungen an die Ergebnisse der Kreistagsberatung gestellt werden.



    Wir setzen hier auf unsere Ressourcen

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    Krise als Chance nutzen

    Bildungsmesse in der Werfthalle: Schon 2000 Besucher am ersten Tag

    Bereits nach dem ersten Tag der Göppinger Bildungsmesse ist klar: Das Motto "Bildung zum Anfassen" kommt an und wird von den Ausstellern gelebt. Am ersten Tag kamen mehr als 2000 Besucher.

    Göppingen. Die Besucher der Bildungsmesse gehen begeistert durch die Werfthalle und schauen sich an den zahlreichen Ständen an, was rund um das Thema Ausbildung, Fort- und Weiterbildung wichtig ist. In ihren Eröffnungsreden betonten Landrat Edgar Wolff, Oberbürgermeister Guido Till und Dietmar Stengele vom Wirtschaftsministerium, wie wichtig eine gute Ausbildung für die Zukunft eines jeden Einzelnen ist. Krisen müssten junge Bewerber als Chance nutzen, um ihre Zukunft dennoch auf ein gutes Fundament zu stellen. Auch Messe-Schirmherr, Staatssekretär Dietrich Birk, ist überzeugt, dass Aus-, Fort- und Weiterbildung die Schlüssel für die Karriere sind.

    Der Initiatorenkreis um die Wirtschaftsförderung des Landkreises, der Arbeitsgemeinschaft für berufliche Fortbildung, der Volkshochschule Göppingen, der Wirtschaftsförderung der Stadt Göppingen und der Industrie- und Handelskammer ist von der Realisierung des Messeprojekts angetan. Sprecherin Ulrike Goldschmitt-König begeistert: "Die Messe ist gigantisch".

    Mit einem Angebot aus verschiedenen Branchen und verschiedener Bildungseinrichtungen haben sich die Besucher gestern über die vielen Möglichkeiten im Bereich Job und Karriere informiert. Die neun Gebote für die richtige Bewerbung und eine eigene Bewerbungsmeile für Leute, die als Berufseinsteiger viele Fragen haben, gibt es ebenso, wie Antworten für die persönliche Weiterbildung. Neben der "Bildung zum Anfassen" gab es gestern auch "Magie zum Anfassen": Illusionist Farid, bekannt aus der TV-Show "Street-Magic" hat mit seinen Tricks die Gäste und Aussteller an den Messeständen verblüfft. "Die Welt ist voller Illusionen", sagt der Magier. Dennoch sollten sich die Jugendlichen keine machen, was ihre Ausbildung betrifft. Man müsse seine Ziele immer verfolgen und verwirklichen. Ganz realistisch. An den Ständen geben die mehr als 70 Aussteller viele Ratschläge, wie man zu seinem Traumberuf kommt. Dabei ist die Messe nicht nur für Schüler interessant, die sich über Berufe informieren wollen bzw. eine Ausbildung suchen. Vor allem auch diejenigen, die sich beruflich verändern wollen, haben hier die Möglichkeit, sich aus erster Hand zu informieren. Nicht nur theoretisches Wissen wird dabei vermittelt, sondern auch die Praxis gezeigt. Zu sehen sind zum Beispiel Motorteile. An einem Stand zeigen Azubis eines Lebensmittelmarkts in einem Muster-Laden, wie qualitativ hochwertig sie arbeiten und wie praxisnah die Ausbildung im Einzelhandel ist. In der Mechatronik-Stadt Göppingen präsentieren sich auch die Hochschulen im Landkreis und informieren über technische und betriebswirtschaftliche Studiengänge. Die Unternehmen, die auf der Messe mit dabei sind, denken noch weiter und können sich auch vorstellen, die Mitarbeiter der Zukunft anzuwerben.

    Info

    Die Bildungsmesse in der Werfthalle im Göppinger Stauferpark ist heute von 9 bis 18 Uhr geöffnet.



    Bildung zum Anfassen

    Messe in der Werfthalle beginnt am Freitag

    Göppingen. Ganz nach dem Motto "Bildung zum Anfassen" präsentiert sich die zweite Bildungsmesse am Freitag und am Samstag in der Werfthalle mit einer Vielzahl von interessanten Berufsfeldern, die es in Zusammenarbeit mit zahlreichen Firmen direkt zum Anfassen gibt: von der Mechatronik über Physiotherapie bis hin zur Bundeswehr.

    Neben den Firmen werden sich auch viele Bildungseinrichtungen präsentieren, die eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten. 40 Workshops und Vorträge stehen ebenfalls auf dem Programm. Auf der Aktionsbühne werden unter anderem Live-Coaching und Modenschau zu erleben sein. Farid, ein angehender Jurist, ist als magischer Illusionist durch die TV-Show "The next Uri Geller" bekannt geworden. Eröffnet wird die Bildungsmesse am Freitag, 10. Juli, um 9.30 Uhr durch Landrat Edgar Wolff, OB Guido Till und Dr. Werner Bruns, Leiter der Abteilung Mittelstand im Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg. Die Initiatoren der Bildungsmesse sind die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen, die Wirtschaftsförderung und die Volkshochschule der Stadt Göppingen, die Arbeitsgemeinschaft für berufliche Fortbildung "fit durch Fortbildung" mit seinem Regionalbüro und die IHK Region Stuttgart, Bezirkskammer Göppingen. Öffnungszeiten: Freitag 9 bis 20 Uhr, Samstag 9 bis 18 Uhr. Eintritt: 2 Euro, ermäßigter Preis (Schüler und Studenten): 1 Euro Anmeldung für Gruppen und Schulklassen sowie weitere Informationen:

    Telefon:  (07161)50 438 33.



    Abgabefrist endet

    Kreis Göppingen. Bisher wurden zehn Bewerbungen den Innovationspreis für den Stauferkreis abgegeben. Die Abgabefrist endet am 3. Juli. Weitere 30 Bewerber befinden sich in der Bearbeitung im internetgestützten Bewerbungsportal. "Die eingereichten Projekte sind auf einem hohen qualitativen Niveu", freut sich Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises, die zusammen mit der Kreissparkasse den Preis auslobt. Der Preis der zum achten mal vergeben wird, ist mit 15.000 Euro dotiert.



    Beim Tourismus zeigt sich die EU spendabel Gelder für "Leader plus" und "Albaufstieg"

    Auch wenn Kritiker meinen, die EU bringe uns nur Auflagen und Nachteile:Bei der Tourismusförderung im Raum zeigt sich Brüssel spendabel.

    THOMAS HEHN

    Region "Leader plus" und "Albaufstieg 2005" - diese beiden Stichworte zeigen, dass die Europäische Union nicht nur mit Bürokratie und Auflagen verbunden sein muss, sondern unserer Region auch sichtbaren Nutzen bringen kann.So hat die EU im Rahmen des Programms "Leader plus" allein in den Jahren 2000 bis 2006 insgesamt 247 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die Lebensqualität in ländlichen Regionen Deutschlands zu verbessern. Profitiert haben davon unter anderem die Gemeinden, die an der Lokalbahnstrecke von Amstetten nach Gerstetten liegen. Zwischen Amstetten und Gerstetten wurden an allen fünf Bahnhöfen große Übersichtstafeln aufgestellt, die neben Informationen zur Lokalbahn der Ulmer Eisenbahnfreunde unter anderem auch auf diverse Ausflugsziele, Rad- und Wanderwege sowie Einkehrmöglichkeiten entlang der Bahnstrecke hinweisen. Die letzte Thementafel wurde Mitte Oktober am Stubersheimer Bahnhof enthüllt. Darüber hinaus wurden mit Leader-Mitteln in Gerstetten der Bahnhof mit seinem Riffmuseum auf Vordermann gebracht, eine Reihe von Festivals (die kulturelle "Alb-Partie") unterstützt sowie der Ausbau einer Scheune zum Kleinkunsttheater im Ortsteil Erpfenhausen finanziell gefördert. Ein weiteres Programm, mit dem die EU Vorhaben in der Region unterstützt, ist der "Albaufstieg 2005". Zur Stärkung des Mittelbereichs Geislingen wurden aus dem EFRE-Programm über die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis (WiF) knapp 55 000 Euro bewilligt für ein Kompetenznetzwerk Gesundheit und Wellness einschließlich einer Touristikmesse (20 500 Euro) die Ausrichtung einer Genussmesse (5000 Euro) einen als Reiseführer angelegten Gesundheitsführer (9100 Euro) ein Kommunikationskonzept für die Gesundheits- und Tourismuswirtschaft (18 200 Euro) die Ausrichtung der Messe "Jung und Gesund" (1900 Euro). Das bislang jüngste europäische Förderprogramm ist die "Eule": Dabei können insgesamt zehn Voralbgemeinden darauf hoffen, als "Leuchtturmprojekte" unterstützt zu werden. Die Kommunen wollen Konzepte entwickeln, wie sie sich in den Bereichen umweltfreundliche Mobilität, Nachhaltigkeit und regenerative Energien weiter entwickeln können. In der ersten Phase sollen dafür bis zu 150 000 Euro an EU-Fördermitteln bereitgestellt werden.



    Bildung zum Anfassen in der Werfthalle Messe vom 10. bis 11. Juli im Stauferpark

    Nur noch wenige Wochen, dann eröffnet die Göppinger Bildungsmesse in der Werfthalle mit einem attraktiven Vortrags- und Rahmenprogramm.

    CONSTANTIN FETZER

    Göppingen Die Vorbereitungen laufen und das Programm nimmt Gestalt an. Es ist nicht mehr lange bis zur zweiten Bildungsmesse in der Hohenstaufenstadt, die am 10. und 11. Juli in der Werfthalle im Stauferpark stattfindet. "Hier gibt es deutlich mehr Platz und somit viele Möglichkeiten", berichtet Birgitta Zeller von der NWZ-Medienagentur Staufen plus, die für die Messe verantwortlich zeichnet. Veranstaltet wird die Messe von der Wirtschaftsförderung des Landkreises in Kooperation mit mehreren Partnern.

    Die neuen Möglichkeiten wollen die Macher nutzen: "Es wird ein umfangreiches Rahmenprogramm geben", sagt Ulrike Goldschmitt-König vom Regionalbüro für berufliche Fortbildung, die als Projektleiterin die Fäden zusammenhält. Neben zahlreichen Workshops und Vorträgen wird es auch ein Event-Forum geben, auf dem zum Beispiel Persönlichkeitscoach Ulrich Semle aus Wäschenbeuren die Besucher schulen wird. "Bildung zum Anfassen" lautet das Motto der zweiten Bildungsmesse. Auf der "Bewerbermeile" werden sich Unternehmen vorstellen, die zum Beispiel das richtige Outfit für das Bewerbungsgespräch haben. Dazu gibt es einen Friseur, der Tipps für das richtige Styling gibt oder auch Experten, die einen Bewerbungsmappencheck machen. "Egal ob man sich für eine Ausbildung oder nach einer Weiterbildung für einen anderen Job bewirbt - diese Tipps helfen", verspricht Ulrike Goldschmitt-König. Die Resonanz der Unternehmen aus der Region ist recht gut, berichtet Birgitta Zeller von Staufen plus. "Die Firmen haben genügend Weitblick, um sich auch auf die Zeit nach der Wirtschaftskrise vorzubereiten", sagt Birgitta Zeller.

    Bereits jetzt sollten die Weichen gestellt werden und kompetente Mitarbeiter angeworben werden. "Die Bildungsmesse ist eine einmalige Möglichkeit, sich direkt bei seinen potentiellen Mitarbeitern vorzustellen", sagt Birgitta Zeller und ruft die Firmen auf, sich mit einem Stand auf der Bildungsmesse zu beteiligen. Noch seien wenige Plätze frei. "Es gibt viele Informationen zur Weiterbildung", sagt Ulrike Goldschmitt-König. Denn gerade in der Wirtschaftskrise müsse jeder einzelne seine Chance nutzen, um sich persönlich weiterzubilden. Die Zeit, die Arbeitnehmern durch Kurzarbeit oder gar den Jobverlust entsteht, könne man damit sinnvoll überbrücken.

    Info

    Das Vortragsprogramm und weitere Infos zur Bildungsmesse am 10. und 11.Juli gibt es jetzt unter http://www.messe-gp.de/bildung2009. Firmen können sich unter Telefon:  (07161) 5043833 anmelden..



    Erstes Resümee fällt "vorsichtig positiv" aus

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    "Hier ist es noch schöner als in der Toskana"

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    Windkraft belebt Märkte

    MAG-Spitze zur Strategie in der Krise

    Zum zweiten Mal luden das Netzwerk Mechatronik, IHK, Wirtschaftsförderung und Kreissparkasse zum Produktionsforum - im Zeichen der Krise

    CEZAR MÄNDLE

    Göppingen. "Die Unternehmen im Kreis haben in den schwierigen Fahrwassern der aktuellen Krise ihre Segel richtig gesetzt", eröffnete Hariolf Teufel, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Göppingen, das nunmehr zweite Göppinger Produktionsforum im Saal der Kreissparkasse in Göppingen. Gleichwohl müsse man nach Meinung des Präsidenten von MAG Europe, Markus Grob, noch mit einer zweijährigen Schwächephase rechnen. "2011 hoffen wir auf eine Belebung der Märkte", sagte Grob vor Vertretern der Firmen aus dem Kreis. Neue Impulse werden aus China und Indien erwartet. Grob stellte während seines Vortrags fest, dass die Branche der Maschinenbauer seit jeher starken zyklischen Schwankungen unterworfen sei. Der jetzigen abrupten Abnahme der Aufträge könne die MAG im Konzern mit einer Reihe von Maßnahmen begegnen. Zum einen durch technologische Innovationen wie einem Früherkennungssystem von Engpässen in den Maschinen oder der Optimierung der Energieeffizienz. Zum anderen komme beim Kunden das Konzept des Full-Service-Partners gut an. Darüber hinaus profitiere die Firma davon, dass sie Know-How in verschiedenen Bereichen besitze. "Die Übertragung der Verarbeitungskompetenz von Composite-Werkstoffen aus dem Flugzeugbau in die Automobilindustrie spielt bei uns eine wichtige Rolle", erläuterte er die Vorteile des breiten Produktionsspektrums. Auch Göppingen könnte von dieser Strategie profitieren: Bei Boehringer soll ein Kompetenzzentrum entstehen. Eher langfristig angelegt sind Investitionen in die alternativen Energien. Die spielten bei den Kunden schon heutzutage eine wichtige Rolle. Windkraft und Solartechnik werden nach Meinung Grobs in Zukunft dem Unternehmen auch finanziell weiterhelfen. Anzeichen für die Bedeutung dieser Märkte gebe es jetzt schon: "Das weltweite Marktvolumen der Windturbinen ist mit 66 Milliarden Euro um 13 Milliarden Euro höher als das von Werkzeugmaschinen." Im Anschluss daran gab Wolfgang Horn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender für die Bereiche Technik und Entwicklung, Einblicke in die Bedeutung des Aufbaus einer Firmenphilosophie, ehe Jürgen Fleischer, Vorstandschef der MAG Europe auf die Kooperationen mit Hochschulen und anderen Unternehmen einging. Dabei verglich er Vor- und Nachteile der Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand und mahnte zur Weitsicht: Fachkräfte müssten bei Hochschulen geparkt werden, damit sie nach der Krise wieder eingesetzt werden könnten.

     

     



    Werbung für das "Abenteuer Region"

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    Chance für Firmen

    Landkreis schreibt Innovationspreis aus

    Kreis Göppingen.Innovative Produkte und Dienstleistungen, die in Betrieben im Landkreis Göppingen entwickelt wurden, können mit dem Innovationspreis 2009 ausgezeichnet werden.Der Preis ist mit insgesamt 15 000 Euro dotiert und wird von der Kreissparkasse Göppingen zusammen mit der WiF-Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen ausgeschrieben. Teilnehmen können alle Unternehmen und auch Unternehmensnetzwerke aus dem Kreis Göppingen, unabhängig von der Betriebsgröße. Die innovativen Produkte, Verfahren, Dienstleistungen oder Formen der jeweiligen Unternehmensorganisationen sollten innerhalb der Jahre 2007 bis 2009 auf dem Markt eingeführt worden sein. Neben den Unternehmen der gewachsenen Industrien sind besonders Vertreter aus den Branchen Handel und Dienstleistung aufgefordert, sich am Wettbewerb zu beteiligen. Über die Vergabe des Preises entscheidet der Innovationsausschuss der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WiF, dem folgende Personen angehören: Jürgen Hilse, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Göppingen, Professor Dr. Heinz Trasch, Vorstandsvorsitzender der Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung und Reiner Lohse, Geschäftsführer der WiF. Die Preisvergabe erfolgt in feierlichem Rahmen im November.

    Info

    Bewerbungsschluss für den mit 15 000 Euro dotierten Innovationspreis des Landkreises Göppingen ist der 3. Juli. Bewerbungsunterlagen stehen zum Download bereit unter          http://www.innovationspreis-gp.de

     



    Innovationspreis für findige Unternehmen

    GÖPPINGEN  (cls). Der Landkreis Göppingen lobt nun zum achten Mal den mit insgesamt 15 000 Euro dotierten Innovationspreis aus. Bewerben können sich Unternehmen aus dem Kreis Göppingen, die in den vergangenen drei Jahren innovative Produkte auf den Markt gebracht haben. Vom kommenden Mittwoch, 15. April, an können die interessierten Betriebe ihre Unterlagen über das Onlineportal des Innovationspreises einreichen. Die Bewerbungsfrist endet am Freitag, 3. Juli. Wer von den Bewerbern tatsächlich mit einen Preis bedacht wird, darüber befindet eine Jury, in der neben dem Wirtschaftsförderer des Landkreises Göppingen , Reiner Lohse, auch der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse , Jürgen Hilse, sowie der Vorstandsvorsitzende der Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung, Heinz Trasch, angehören. Der Innovationspreis wird von der Kreissparkasse und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreise (WiF) gemeinsam ausgeschrieben. Er wird alle zwei Jahre verliehen. Damit sollen vor allem die kleinen und mittleren Industrie- und Handwerksbetriebe im Landkreis Göppingen in ihren Bemühungen unterstützt werden, sich gegen die Konkurrenz in sich immer schneller wandelden Märkten zu behaupten. Vor zwei Jahren hatten sich 50 Betriebe um die Auszeichnung beweorben. Damals waren von den Juroren drei Innovationspreise sowie fünf Sonderpreise vergeben worden.

    www.innovationspreis-gp.de



    Briefverteilzentrum trotzt der Krise

    Andere Salacher Firmen weniger optimistisch

    Auch die Salacher Unternehmen stehen im Zeichen der Krise. Lediglich das Briefverteilzentrum blickt verhalten optimistisch in das Jahr 2009.

    Salach Das Kommunale Forum der SPD befasste sich mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise in Salach. Reiner Lohse, Wirtschaftsförderer des Landkreises, führte in das Thema mit einem Blick in das kürzlich fertig gestellte Wirtschaftsgutachten für den Landkreis ein. Man müsse die augenblickliche Wirtschaftskrise von der schon länger währenden Strukturkrise unterscheiden. Geringe wirtschaftliche Dynamik, ein geringer Anteil an Forschung und Entwicklung, ein unterdurchschnittlicher Anteil an Hochqualifizierten, sowie kein zukunftsfähiger Branchenmix kennzeichneten hier seit Jahren die Situation.

    Den Blick auf die überschaubare Zukunft richteten die Firmenvertreter. Bei der Emag, einem Hersteller von Werkzeugmaschinen, kennt man Höhen und Tiefen. Mit Kurzarbeit, Flexi-Konten und Urlaubsabbau soll jetzt gegengesteuert werden, so Emag-Betriebsratsvorsitzender Ralf Fiala. Allerdings könne die Kfz-Abhängigkeit die Situation noch schwieriger machen. Auch Heldele-Geschäftsführer Bernd Forstereuter sah, dass das Investitionsvolumen in der Kfz-Industrie gekürzt werde. Er hoffe, dass das Konjunkturpaket greift. Das heute gut diversifizierte Unternehmen muss dem Preisverfall trotzen, Insolvenzen bei Kunden verschmerzen und das Auslandsgeschäft forcieren. "Wir müssen uns öffnen", so sein Appell, der nicht nur dem eigenen Unternehmen galt.

    Peter Kupka, Inhaber eines Kleinbetriebes und Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins, sah für die kleinen inhabergeführten Betriebe noch keine dramatische Situation. Er erwartet aber, dass sich bei diesen das Eintreffen der Krise eher nach hinten verschiebt. Andreas Springer-Kieß, Betriebsratsvorsitzender im Briefverteilzentrum hatte für die dortigen 500 Beschäftigten, die meisten in Teilzeit, für 2009 keine Befürchtungen. Das Geschäft mit Briefen laufe überraschend gut. Und für den Standort Salach könne man optimistisch sein, weil in eine neue Maschinengeneration investiert werde. Er appellierte an die Kommunen, die bei der Post tarifvertraglich abgesicherten Beschäftigungsverhältnisse mit ihren Aufträgen auch zu stabilisieren. Zum von der Bundesregierung angestoßenen Konjunkturprogramm errechnete Werner Staudenmayer, dass knapp 300 000 Euro für Investitionen in Bildung und Betreuung für Salach abrufbar seien.

     



    "Ruck durch den Landkreis"

    "Es muss ein Ruck durch den Stauferkreis gehen", erklärte Landrat Franz Weber zum Auftakt des Strukturwandelprozesses in Bad Boll. Der Kreis müsse die wirtschaftliche Dynamik früherer Jahre zurückgewinnen

    RÜDIGER GRAMSCH

    Kreis Göppingen Großer Bahnhof in der Evangelischen Akademie Bad Boll. Rund 70 Repräsentanten aus allen gesellschaftlichen Gruppen im Landkreis treffen sich zur Auftaktveranstaltung zum Kreisentwicklungsprozess. Dieser soll am Ende den neugewählten Gemeinderats- und Kreistagsgremien sowie dem neuen Landrat aufzeigen, wodurch der Stauferkreis jene wirtschaftliche Dynamik zurückgewinnen kann, die er einst in den 50er- und 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatte. Grundlage für den Prozess, der von Falk Schöller von der Akademie Bad Boll moderiert wird, bildet das jüngste Strukturgutachten, das der Kreistag bei der Steinbeis-Stiftung in Auftrag gegeben hatte und das neben einem analytischen Teil auch mögliche Themenfelder aufzeigt, mit denen der Kreis wieder an Wirtschaftskraft gewinnen kann.
     
    Landrat Franz Weber beklagte zu Beginn der Veranstaltung den zu geringen Anteil an Forschung und Entwicklung, der in den Unternehmen betrieben werde. Viele Betriebe seien lediglich die verlängerte Werkbank großer Firmen, weshalb eine starke Wertschöpfung aus innovativen Produkten im Landkreis fehle. Zudem habe der Kreis eine zu geringe Exportquote und es fehle an hochqualifizierten Mitarbeitern. Auch kämen viel zu wenig Patentanmeldungen aus dem Stauferkreis. Dies sei vor 40 oder 50 Jahren noch anders gewesen. Weber machte auch die Schuldigen für diese Entwicklung aus. In vielen Betrieben seien Managementfehler gemacht worden. Mit seiner Analyse verteidigte Weber auch den Gutachter-Auftrag an die Steinbeisstiftung. "Wir wissen jetzt endlich etwas über die Ursachen, warum wir in der Region so schlecht dastehen", verteidigte Weber den Auftrag für das Gutachten. Auch den Zeitpunkt, die Vorschläge der Experten jetzt umzusetzen, hält Weber mit Blick auf die bevorstehenden Gemeinderats- und Kreistagswahlen im Juni sowie den neuen Mann auf dem Stuhl des Landrats für wichtig. So könnten die neuen Mandatsträger sich mit Amtsantritt gleich um die Umsetzung der Vorschläge kümmern. Der Landrat machte aber auch deutlich, dass in diesem Prozess die Politik nur die Rahmenbedingungen verbessern könnte.
     
    Ohne das engagierte Mittun der Unternehmen könne der Strukturwandel nicht vollzogen werden. Darüber hinaus seien alle "gesellschaftlich relevanten Kräfte" gefordert, den Entwicklungsprozess mitzutragen. "Es muss ein Ruck durch den Landkreis gehen", sagte Weber. Die Anwesenden bildeten im Anschluss die sechs von einem Koordinierungsausschuss vorgeschlagenen Arbeitsgruppen für die Themenbereiche Innovation, Gewerbeflächenmarketing, Bildung, Landkreis für Familien, Tourismus und Standortkommunikation. Die Gruppen sollen bis Juni in drei Sitzungen zu den Themenbereichen Vorschläge erarbeiten, die dann dem neuen Kreistag zur Beschlussfassung vorgelegt werden sollen



    Startschuss für den Aufschwung des Kreises

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    Bildungsmesse findet wieder statt

    Initiatoren holen sich"Staufen plus" ins Boot

    Die Göppinger Bildungsmesse kommt zurück: Im Juli wird es eine Neuauflage geben - diesmal in der Werfthalle. Partner ist die Medienagentur Staufen plus, ein Tochterunternehmen der NWZ.

    CONSTANTIN FETZER

    Kreis Göppingen Der Stauferkreis braucht eine regionale Bildungsmesse - da sind sich die Initiatoren einig, die sich für die Neuauflage der erfolgreichen Veranstaltung stark gemacht haben. Im Juli soll es soweit sein.

    "Die Nachfrage von allen Seiten ist da", berichtet Ulrike Goldschmitt-König vom Regionalbüro für berufliche Fortbildung. Ende vergangenen Jahres hatte die Wif überraschend erklärt, die bereits angekündigte Bildungsmesse nicht mehr veranstalten zu können und hat sie kurzerhand abgesagt. Zahlreiche Bildungsträger haben mit Bestürzung reagiert und nun gehandelt.

    Mehrere Bildungseinrichtungen haben sich nun zu einer Interessengemeinschaft formiert: "Wir wollen die Bildungsmesse erhalten", sagt Christine Kumpf, Wirtschaftsförderin der Stadt Göppingen. "Diese Veranstaltung soll sich als Bildungsmesse für den ganzen Landkreis verstehen", sagt Hanspeter Erne von der IHK, der seine Mitgliedsunternehmen aufruft, hier zu den Themen Aus- und Fortbildung aktiv zu werden und die Messe zu unterstützen.

    Auch Wolfgang Merkle, Leiter der Göppinger Volkshochschule, freut sich auf die Bildungsmesse im Juli: "Die Stadt und der Landkreis darf seine attraktiven Weiterbildungsangebote nicht verstecken." Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wif, ist froh über diese Entscheidung: "Die erste Bildungsmesse war ein voller Erfolg. Es freut uns, dass wir nun doch eine Neuauflage erleben können." Vom 10. bis 11. Juli wird nun also in der Werfthalle die zweite Bildungsmesse für den Landkreis stattfinden. Als Partner haben sich die Initiatoren die NWZ-Medienagentur "Staufen plus" ins Boot geholt. "Wir freuen uns, dass wir mit unserem Knowhow und unseren Ressourcen an dieser Stelle unterstützen können", freut sich auch Mario Bayer, Geschäftsführer der Agentur Staufen plus. Schwerpunkt soll neben dem klassischen Ausbildungsbereich vor allem auch die Fort- und Weiterbildung sein, kündigen die Initiatoren an. Zudem soll es ein umfangreiches Workshop- und Vortragsangebot sowie ein attraktives Rahmenprogramm geben.

     



    Stauferkreis soll in die erste Liga

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    Vorbereitung läuft

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    Finanzkrise lässt auch Mittelstand nicht kalt

    Kontroverses Unternehmergespräch in Bad Boll

    Was bedeutet das Finanzmarktchaos für den Mittelstand? So lautete die brandaktuelle Frage beim Unternehmergespräch in Bad Boll. Experte Gernot Griebling zeigte ausführlich die Situation im Schatten der Krise auf.

    URSULA RESCH

    Bad Boll Zum 13. Mal fand das Unternehmergespräch der Wirtschaftsregion Voralb statt, das sich mit aktuellen Unternehmerthemen zur Austauschbörse zwischen Wirtschaft, Kommune und Wirtschaftsförderungsgesellschaft "Wif"entwickelt hat. Vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise war das Thema klar: Was bedeutet die Krise für den Mittelstand in der Region heute und morgen? Und wie sieht die Realwirtschaft in deren Schatten aus? Hierzu hatten Thomas Wolf von der Kreissparkasse, der Vorstand Dr. Hariolf Teufel und der Geschäftsführer der "Wif", Reiner Lohse, den Experten für volkswirtschaftliche Fragen und Trends, Gernot Griebling von der LBBW, der in Wäschenbeuren wohnt, gewinnen können. Der Abteilungsleiter bot einen umfassenden und für die mehr als 100 Unternehmer nicht besonders hoffnungsvollen Ausblick, zumindest nicht für die nächsten zwei, drei Jahre.

    Für Handwerker sowie klein- und mittelständische Unternehmen hänge viel von der Entwicklung ab, betonte der Verbandsvorsitzende des GVV Raum Bad Boll, Friedrich Buchmaier. "Wir müssen uns dem Thema stellen, mit Halbwissen kommen wir nicht weiter", so Buchmaier, der die Anwesenheit auch aller Bürgermeister des Verbandes zum Thema bezeichnend fand.

    Gernot Griebling betonte, dass es nicht helfe, die Augen vor der unangenehmen Wirklichkeit zu verschließen, er sich aber der Bemerkung Dr. Teufels, die Stimmung sei schlechter als die Lage, nicht anschließen könne. Dies verdeutlichte er anhand von Zahlen und Fakten, die mancher bisher wenig oder gar nicht genau kannte. Zunächst jedoch ging es daran zu verdeutlichen, warum es zur Krise überhaupt kam. Anschaulich und verständlich ging er in die USA, wo nachlassendes Risikobewusstsein beim Hypothekenneugeschäft leichtfertig zu Forderungsausfällen geführt hat.

    Hinzu kam, dass die faulen Kredite nicht auf den eigenen Büchern behalten wurden, sondern weiterverkauft wurden. Eine "Subprime-Blase" die geplatzt ist. Die Folgen sind bekannt, die USA befinden sich nun in einer außergewöhnlichen Rezession, da keine zweite Volkswirtschaft so von Krediten abhängig sei. Griebling hat keine Hoffnung, dass sich das Bild in nächster Zeit positiv verändert. Die Rettungspakete für Banken seien in aller Interesse, da sonst ein systemischer Zusammenbruch passiert wäre, der ungleich größere Folgen nach sich gezogen hätte. Allerdings stocke die Kreditvergabe zwischen den Banken. Für die nächsten zwei bis drei Jahre sieht er die Kreditvergaben auch an Unternehmer als rückläufig an. Positiv sei jedoch, dass Kredite günstiger werden.

    In der Gesprächsrunde herrschte bei den Unternehmern Betroffenheit, und es wurde Kritik an den laschen Kontrollsystemen der Banken laut. Aus Sicht schwäbischer sicherheitsorientierter Unternehmermentalität ein unbegreifliches Vorgehen. Warum trotz Vorwarnungen und Analysen so spät reagiert wurde - diese Frage stellte sich nicht nur einer. Zudem fragten sich die Unternehmer, ob das Ende der Fahnenstange bei den Hiobsbotschaften überhaupt erreicht sei, vor allem im Hinblick auf kommende Forderungsausfälle der Banken im Kreditkartenbereich. Eine zufriedenstellende Antwort darauf fiel auch dem Experten Griebling schwer- zumal er selbst bei der LBBW arbeitet. Analysten hätten es schwer, zu negativen Entwicklungen Gehör zu finden, solange es noch gut läuft. 2009 sieht er als sehr schwieriges Jahr kommen - und er erkennt auch keine Aussicht auf Verbesserung für 2010.

     



    In den Traumjob schnuppern

    Das erste Herbstcamp ist vorbei: Jugendliche nutzen die Ferien zur Berufsorientierung

    Das erste Herbstcamp ist vorbei - und es war ein voller Erfolg. In den Ferien konnten Jugendliche in verschiedene Berufe reinschnuppern.Zahlreiche Firmen und Organisationen waren mit dabei.

    Von Constantin Fetzer

    Es ist kein bequemer Beruf, die Arbeitszeiten sind ungewöhnlich, du arbeitest dann, wenn andere vielleicht Party machen oder ihr Wochenende genießen. Klingt nicht nach einem Traumjob. Hotelfachleute und Köche müssen für ihren Beruf geboren sein. Das wurde den rund 30 Jugendlichen, die ihre Herbstcamp-Zeit im Badhotel Stauferland verbracht haben, schnell klar. Dennoch: Die Azubis im Badhotel würden sich sofort wieder für einen Job in der Gastronomie entscheiden, wie sie den Teilnehmern berichten.

    Doch ein echter Traumjob? Die meisten Herbstcamp-Teilnehmer sind jedenfalls Feuer und Flamme: "Ich kann gut mit Menschen umgehen, bin freundlich und aufgeschlossen", sagt Timo Faltin. Darum sei Hotelfachmann genau der richtige Beruf für ihn - auch die verschiedenen Aufgaben findet der 15-Jährige interessant. Caroline Sonn möchte später in die Gastronomie. Hotelfachfrau möchte die 16-Jährige Gymnasiastin werden, vielleicht danach eine entsprechende Weiterbildung machen. Sicher ist das freilich noch nicht. Bis dahin vergehen noch einige Jahre und Praktika.

     Dennoch haben sie beim Herbstcamp in ihren Traumjob schnuppen können.

    So haben das in den Herbstferien rund 200 Jugendliche gemacht, die zu dem Projekt verschiedener Bildungsträger gekommen waren. In kleinen und größeren Gruppen haben sie sich in der Berufswelt und in verschiedenen Betrieben umgeschaut. Sowohl die WMF als auch die Kaiser-Brauerei haben in Geislingen Angebote gemacht. In und um Göppingen waren sowohl große Firmen wie Allgaier und Märklin mit dabei, aber auch kleinere Betriebe wie "Heatec" oder die Göppinger Stadtentwässerung. "Vor allem die praktischen Berufe waren gefragt", berichtet Wolfgang Merkle, Leiter der Volkshochschule, bei dem die Fäden für das Herbstcamp zusammenliefen.

    Oftmals gab es gar Wartelisten nach dem Anmeldeschluss. Chris Zöller war gleich bei mehreren Herbstcamp-Events dabei. Der 14-Jährige hat in der Vinzenz-Klinik in Bad Ditzenbach den Physiotherapeuten über die Schulter geschaut. "Das hat mir gut gefallen", sagt der 14-Jährige. Überhaupt finde er es gut, dass man sich in den Herbstferien die verschiedenen Berufe ansehen kann. Auch bei den 3D-Experten von "Madness" waren die Herbstcamp-Schüler - und Chris Zöller wieder mit dabei. "Das sieht alles sehr interessant aus", sagt er. Auch Marcus Seiler, ebenfalls 14 Jahre alt, hat bei Madness reingeschnuppert.

    Wie entstehen Animationen? Wie werden die kleinen Filme geplant, die später mit speziellen Programmen zum Leben erweckt werden? Die zwei Jungs und vier Mädels hören aufmerksam zu. Marcus Seiler schaut genau hin. So wie er es auch bei der Kreissparkasse und bei der Polizei gemacht hat.

    Dort war er ebenfalls zu Gast und hat sich erkundigt, wie die Jobs hier so sind. Sein Fazit? "Gar nicht so einfach", sagt er. Und auch, wenn ihn die Arbeit der Kreativen bei Madness sichtlich fasziniert: Die Polizei interessiert ihn nun wohl doch am meisten. Da gibt es Action. "Ich weiß nicht, ob ich acht Stunden nur in einem Büro vor dem Computerbildschirm sitzen möchte", sagt Marcus. Aber es hätte ja sein können, dass er sich doch noch anders entscheidet, wenn es ihm woanders ganz besonders gut gefallen hat.

    Genau das war das Ziel des ersten Herbstcamps. Die Jugendlichen sollten ganz unverbindlich in die Firmen schauen können und sich je nach Interesse direkt vor Ort ein Bild machen. Das Konzept ging sichtlich auf - die Jungs und Mädels haben einiges gesehen. "Wir haben versucht, ein breites Spektrum verschiedener Berufe anbieten zu können", sagt Wolfgang Merkle von der VHS. Genau das scheint das Geheimnis des Erfolgs zu sein. Vor allem sei es klasse, wie einzelne Betriebe aufgrund der hohen Nachfrage noch kurzfristige Zusatztermine angeboten haben.

    Eigentlich hätte die Aktionswoche "Herbstakademie" heißen sollen, dass war den Machern aber zu bieder. Darum also "Camp", auch wenn mancher sich darunter zunächst vielleicht ein Zeltlager oder ähnliches vorgestellt hat.Die Jugendlichen jedoch waren froh, dass sie keine Zelte aufstellen mussten, sondern die Ausbildungsleiter oder Firmenchefs Löcher in den Bauch fragen durften. Denn nun weiß der eine oder die andere, dass sie ihren Traumjob gefunden haben - oder eben doch nicht.

    Info

    Das Herbstcamp ist ein Projekt der Göppinger Volkshochschule in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Göppingen, der Wirtschaftsförderung des Landkreises, dem Bildungszentrum Garp, der BBQ Berufliche Bildung gGmbH und dem Regionalbüro für berufliche Fortbildung.

     



    Landkreis wird 70 Jahre alt

    Gebildet aus den Oberämtern Geislingen und Göppingen

    Der Kreis Göppingen besteht jetzt seit 70 Jahren. Er wurde 1938 aus den Oberämtern Geislingen und Göppingen gebildet. Heute um 19 Uhr findet dazu eine Feierstunde im Landratsamt statt.

    KARL-HEINZ STROHMAIER

    Kreis Göppingen

    Der Kreis Göppingen wurde zum 1. Oktober 1938 aus den früheren Oberämtern Geislingen und Göppingen gebildet. Die Nationalsozialisten waren dabei aber lediglich die Vollender einer Gebietsreform, die zuvor von der württembergischen Landesregierung angestrebt worden war. Der Zusammenschluss führte zu einem leistungsfähigen Landkreis. Er konnte deshalb die schweren Aufgaben nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich meistern. Als einer von nur drei Landkreisen in Baden-Württemberg überstand er die Kreisreform von 1973 ohne größere Gebietsveränderung.

    Heute wohnen in 38 Städten und Gemeinden über 256 000 Einwohner. Mit den beiden Kliniken in Göppingen und Geislingen, der Kreissparkasse, der Kreisbau Filstal und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft deckt der Landkreis wichtige Servicefelder für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die Wirtschaft der Region ab. Diese Einrichtungen gelten als moderne Dienstleistungsbetriebe. Dies gilt auch für die Beruflichen Schulen in der Trägerschaft des Landkreises und den Abfallwirtschaftsbetrieb und das Landratsamt.

    Die Landkreise sind vom Gesetzgeber her zur Erfüllung bestimmter öffentlicher Aufgaben verpflichtet worden - den so genannten Pflichtaufgaben. Daneben ist es den Landkreisen aber freigestellt, im Rahmen seiner Ausgleichsfunktion zusätzliche öffentliche Aufgaben zu übernehmen. In diesem Falle spricht man dann von freiwilligen Aufgaben.

    Der Landkreis Göppingen trägt demnach Verantwortung für:

    · die soziale Sicherung

    · die Kinder- und Jugendhilfe

    · das berufliche Schulwesen und das Sonderschulwesen

    · das Krankenhauswesen

    · die Kreisstraßen

    · den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)

    · die Kulturpflege

    · die Abfallwirtschaft

    · den Umweltschutz

    · das Bauwesen

    · Sicherheit und Ordnung im Straßenverkehr.



    Berufe schnuppern im Camp

    In den Herbstferien öffnen 25 Unternehmen ihre Tore für Schulabgänger

    200 Jugendliche ab 14 Jahre können in den Herbstferien einen Eindruck von ihrem künftigen Beruf gewinnen. 25 Firmen aus dem Landkreis beteiligen sich an dem Herbstcamp und öffnen ihre Tore für Schüler.

    JENS GIESELER

    Göppingen Das Leben als Koch scheint angenehm zu sein, glaubt man den Fernsehshows. Doch tatsächlich haben Köche einen langen und körperlich anstrengenden Arbeitstag. "Viele Jugendliche haben völlig falsche Vorstellungen von ihrem Traumberuf", sagt Achim Miller vom Plochinger Bildungzentrum Garp, das sich vom 27. bis 31.Oktober an dem Herbstcamp beteiligt. Die Folge: falsche Berufswahl, Frustrationen in der Lehrzeit oder gar Lehrabbruch. Jeder fünfte Ausbildungsvertrag werde gekündigt, sagt Nina Zastrow vom Bonner Wissenschaftsladen. Das mache sich im Lebenslauf gar nicht gut, so der Garp-Mann. Für diese Jugendlichen werde es schwierig, eine zweite oder dritte Stelle als Auszubildender zu finden.

    Um Schülern in der frühen beruflichen Orientierungsphase Einblicke in Ausbildungsinhalte und den beruflichen Alltag zu ermöglichen, bieten 25 Unternehmen aus dem Landkreis erstmals ein so genanntes Herbstcamp an. Das geht von Betriebsführungen, Gesprächen mit Ausbildungsleitern und Azubis bis zu teilweise kostenpflichtigen Seminaren mit kleinen praktischen Arbeiten. Gemäß dem Motto sollen die Jugendlichen schnuppern, erleben und trainieren. "Denn ohne praktische Erfahrung stehen sie hilflos und überfordert vor der passenden Berufswahl," sagt Miller.

    Bereits seit Jahren bietet die Volkshochschule (VHS) Hauptschülern zwei Seminare an. Doch das war Leiter Wolfgang Merkle zu wenig. Zusammen mit der Wirtschaftsförderung der Stadt und des Landkreises, der BBQ (Bildungsverbund Berufliche Qualifikation), der Garp und der regionalen Arbeitsgemeinschaft berufliche Fortbildung sprach er zunächst Unternehmen im Landkreis an. Demnächst gehen Informationen an Schulen, 14- bis 18-jährige Schüler sowie deren Eltern. Der 52-jährige VHS-Leiter ist vom Erfolg des Projektes überzeugt. Erste Anmeldungen sind schon eingegangen und die Beteiligten haben für 2009 bereits eine Wiederholung geplant. "Das Herbstcamp ist für Betriebe und Schüler eine tolle Möglichkeit", meint auch die städtische Wirtschaftsfördererin Christine Kumpf. Gerade Schüler mit schlechten Noten könnten im direkten Kontakt mit ihrem Engagement bei Ausbildungsleitern punkten. Allein auf Grund des Zeugnisses würden sie sonst vermutlich ausgesiebt.

    Mit den steigenden Ansprüchen der Unternehmen und rückläufigen Zahlen von Schulabgängern wandelt sich der Ausbildungsmarkt. 2008 bildete Garp erstmals mehr als 200 Auszubildende für Mitgliedsunternehmen aus. Doch landesweit seien in diesem Jahr etliche Lehrstellen unbesetzt geblieben, sagt Miller. Die Unternehmen sind vor allem auf der Suche nach geeigneten Lehrlingen mit einem guten Schulabschluss. Industrie und Handwerk klagen über mangelnde Sprachkenntnisse und fehlendes mathematisch-technisches Verständnis der Schüler. Deshalb gibt es besonders in Modeberufen wie Industriekaufmann und Mechatroniker einen Run auf die guten Schulabgänger. "Ganz schwer haben es dagegen Handwerker", so Miller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft berufliche Bildung im Landkreis. Er prognostiziert ihnen zunehmende Schwierigkeiten bei der Nachwuchssuche.

    Beteiligt sind neben Global Playern wie WMF caritative Einrichtungen wie das Christophsheim oder kleinere Betriebe wie die Medienagentur Madness. "Wir suchen einen interessierten Abiturienten, den wir als Mediengestalter oder 3D-Artisten ausbilden können", sagt Agenturinhaber Axel Berne. Kreativität ist gefragt. Dafür verspricht der 44-Jährige seinem künftigen Azubi eine aussichtsreiche Berufsausbildung. Besonders mit virtuellen Animationen für die Industrie hat sich das zwölfköpfige Göppinger Unternehmen einen Namen gemacht. Trotzdem tat sich die Agentur 2007 mit der Suche schwer. Große Firmen ziehen bei den Jugendlichen besser, vermutet Berne. Deshalb beteiligt er sich am Herbstcamp, um Interessierte direkt anzusprechen.

    Weitere Infos zum Herbstcamp bei der Volkshochschule Göppingen, Telefon:

    (07161) 650800, vhs@goeppingen.de.

    Das Programmheft zum Herbstcamp im Internet unter http://www.goeppingen.de oder als Broschüre bei allen Kooperationspartnern. Schriftliche Anmeldung bis 17. Oktober an VHS Göppingen, Mörikestraße 16, 73033 Göppingen.

     

     



    Die "Wif" packt die Umzugskartons aus

    Neue Räume in der Göppinger Grabenstraße - Nähe des Landratsamtes vorteilhaft

    Die Wirtschaftsförderung des Landkreises hat neue Räume bezogen. Künftig wird die "Wif" in der Göppinger Grabenstraße ihre Büros haben. Noch sind aber nicht alle Umzugskartons ausgepackt.

    CONSTANTIN FETZER

    Göppingen In den vergangenen Tagen haben Wif-Chef Reiner Lohse und seine Mitarbeiter kräftig angepackt: Sie sind von der Robert-Bosch-Straße in die Stadtmitte umgezogen. Rund 200 Kartons haben sie ein und wieder ausgepackt - nicht alle sind schon leer. 2500 Akten haben sie aus den Schränken geräumt - auch diese haben wieder einen Platz gefunden. In den ehemaligen Räumen der Wohnbau GmbH, in denen zuletzt eine Zeitarbeitsfirma eine Niederlassung hatte, hat die Wirtschaftsförderung nun ein neues Zuhause gefunden. "Es war für uns wichtig, dass wir in der Nähe unserer beiden größten Partner sind", erklärt Lohse. So seien nun das Landratsamt und die Kreissparkasse, mit denen die Wirtschaftsförderer eng zusammenarbeiten, zu Fuß zu erreichen. Das sei ein großer Vorteil im Vergleich zum Standort in der Robert-Bosch-Straße im Gebäude des Transferzentrums Mikroelektronik (TZM).

    Dort hat sich die Wif freilich auch wohl gefühlt, allerdings benötigt das TZM die Räume nun selbst. Im Juni hatte die Unternehmensgruppe "Eberspächer" einen Teil des TZM übernommen - inklusive 42 Mitarbeitern.

    Die Professoren Jürgen van der List und Heinz Osterwinter hatten 1991 im Umfeld des Hochschulstandorts Göppingen das TZM als Industriedienstleister gegründet, um den Wissenstransfer zwischen Lehre, Forschung und Wirtschaft zu stärken. Die neue Unternehmensstruktur erfordere aber auch eine klare räumliche Trennung. So greift das TZM nun auf die ehemaligen Räume der Wif zurück. Also wird auch hier indirekt Wirtschaftsförderung betrieben: Denn nun hat das TZM und Eberspächer Platz, um in Göppingen weiter zu wachsen.

    Der Umzug in die neuen Räume sei ohne Probleme verlaufen - die neue Telefonanlage und das Computer-Netzwerk waren rechtzeitig startklar, freut sich Reiner Lohse.

    Jetzt kann sich das Team mit vollem Schwung in neuen Büros auf kommende Projekte vorbereiten.

    Info

    Die neue Anschrift und die neue Rufnummer der Wirtschaftsförderung des Landkreises Göppingen (Wif) lauten:

    Grabenstraße 42, 73033 Göppingen Telefon:  (07161) 6064 9-0, Fax: (07161)6064 9-25

     



    Dicke sollen am Albtrauf Pfunde verlieren

    Wirtschaftsförderung des Kreises Göppingen beteiligt sich am Projekt Gesundheitsregion

    GÖPPINGEN. Die Wirtschaftsförderung des Kreises Göppingen strickt an einem Konzept für einen Gesundheitspark Albtrauf. Damit sollen die Angebote für an Fettleibigkeit erkrankte Menschen gebündelt werden.

    Von Carola Fuchs

    Es geht um eine Menge Geld. Zu Beginn diesen Jahres hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung den Wettbewerb Ge­sundheitsregionen der Zukunft ausgelobt. Ge­sucht werden dabei bis zu fünf Regionen, die die Akteure in der Gesundheitsbranche zu­sammenführen und deren Aktivitäten bündeln. Die fünf Gesundheitsregionen, die bei dem Wettbewerb am Ende die Nase vorn haben mit ihren Konzepten, können aus dem Vollen schöpfen. Für die Realisierung ihrer Ideen stellt das Ministerium insgesamt 40 Millionen Euro bereit. Das Thema Gesundheit werde in Deutschland zu sehr als Kostenfak­tor wahrgenommen, begründete die Ministerin Annette Schavan (CDU) den Vorstoß. Dabei sei die Gesundheitswirtschaft mit mehr als vier Millionen Beschäftigten hierzu­lande die größte Branche.

    Mit im Rennen ist auch die Region Stuttgart. Die regionale Wirtschaftsförderung hat zusammen mit der Universität Hohenheim die Bewerbung mit einem Programm gegen Adipositas, also gegen Fettleibigkeit, initiiert. Die erste Hürde hat die Region bereits genommen. Von den 85 Bewerbungen hat das Bundesministerium auch das Konzept der Region in die engere Wahl genommen und 100 000 Euro für die weitere Ausarbeitung der Vorschläge zur Verfügung gestellt. Insgesamt sind 20 potenzielle Gesundheitsregionen der Zukunft noch im Rennen. Die Entscheidung, wer am Ende die Nase vorn hat, soll im Frühjahr nächsten Jahres fallen.

    Das Konzept gegen Fettleibigkeit, mit dem sich die Region Stuttgart um die Fördermittel bemüht, umfasst acht Bausteine. Einer davon ist der Gesundheitspark Albtrauf, an dem auch der Kreis Göppingen und der Kreis Esslingen beteiligt sind. Im Einzelnen beteiligen sich nach Angaben von Reiner Lohse, dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen (Wif), neben Lohses Kollegen aus dem Kreis Esslingen die Bäder- und Kurindustrie mit den drei Bäderkommunen Bad Boll, Bad Ditzenbach und Bad Überlongen, die dort ansässigen Thermen und Kurkliniken, die hiesige Industrie- und Handelskammer sowie die Sportregion. Die Idee des Gesundheitsparks: fettleibige Menschen sollen alle Hilfsangebote entlang des Albtraufs nutzen kön­nen und dabei medizinisch begleitet werden. Das passt umso besser, als sich die Wif schon seit mehr als zehn Jahren bemüht, das Profil des Landkreises im Gesundheitsbereich zu schärfen. Schließlich gibt es im Kreis Göppingen neben den drei Bädergemeinden auch verschiedene Naturheilmittelhersteller wie etwa die Wala GmbH in Bad Boll. Zudem richtet die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt an ihrem Geislinger Standort zum kommenden Wintersemester einen Bache­lor-Studiengang Gesundheits- und Touris­musmanagement ein. Der Andrang auf die 40 Studienplätze ist groß. Bis Ende Juli hatten sich knapp tausend Bewerber um einen Studi­enplatz in Geislingen bemüht. Die IHK ist ebenfalls mit im Boot, weil Reiner Lohse sich von dem Projekt auch einen Schub für die betriebliche Gesundheitsvorsorge verspricht. Vor zehn Jahren, sagt der Wif-Geschäftsführer, „wollte die Wirtschaft davon noch nichts wissen". Mittlerweile aber beginnt man zu erkennen, dass gesunde Mitarbeiter zufriedene und leistungsfähigere Mitarbeiter sind.



    Experten beim Produktionsforum Göppingen in der Kreissparkasse

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    Deggingen kehrt in die WiF zurück

    Deggingen 2001 trat die Gemeinde Deggingen aus der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF) im Landkreis Göppingen aus, weil sie auf dem Weg zur Haushaltskonsolidierung auch bei kleinen Ausgaben sparen musste. Nun tritt sie wieder bei, nicht zuletzt, um etwas für den Tagestourismus im Ort zu tun, aber auch, um Firmen in einem weiteren Umkreis auf den Wirtschaftsstandort Deggingen aufmerksam zu machen. WiF-Geschäftsführer Reiner Lohse stellte den Gemeinderäten die Arbeit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft vor, die in der Vergangenheit auch schon etliche Degginger Firmen beraten habe. Die WiF vermittle auch den Zugang zu großen Anbieterverzeichnissen. Der Jahresbeitrag für die Kommune beläuft sich auf 1100 bis 1200 Euro. Erscheinungsdatum: Samstag



    Bildung zieht

    Mehr als 4000 Besucher bei neuer Messe


    Kreis Göppingen  Mehr als 4000 Besucher, eine restlos gefüllte Göppinger Stadthalle und zufriedene Aussteller. Das ist das Resümee der ersten kreisweiten Bildungsmesse. Rose Köpf-Schuler vom Wirtschaftsministerium beglückwünschte die Veranstalter nach einem ausgedehnten Rundgang durch die Messe "Bildung 2008": "Ich war schon auf vielen Bildungsmessen, aber selten habe ich eine derart professionelle Präsentation erlebt." Bis in den frühen Nachmittag an beiden Messetagen strömten immer wieder Schüler im Klassenverbund zur "Bildung 2008". Sie informierten sich über mögliche Ausbildungsberufe oder Studienangebote. Am späten Nachmittag kamen viele Schüler nochmals gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern auf die Messe und vertieften Ihre Eindrücke.
     
    "Mehr Schüler gehen nicht mehr", stellte Rudi Bauer von der Polizeidirektion Göppingen fest, der auf der Messe für den Polizeiberuf warb. Dennoch ist ihm aufgefallen, dass einige Schulen aus dem oberen Filstal nicht vertreten waren. Auch die Weiterbildungsangebote stießen auf reges Interesse, und besonders gefragt waren die Vorträge des Schweizer Gedächtnistrainers Gregor Staub.



    Bildungsangebote locken

    Messe zählt am ersten Tag 2000 Besucher - Heute bis 18 Uhr geöffnet

    Mehr als 2000 Besucher waren gestern bei der ersten Bildungsmesse in der Stadthalle. Noch heute können sich Interessierte dort ausführlich und aus erster Hand über Aus- und Weiterbildungsthemen informieren.

    CONSTANTIN FETZER

    Göppingen  Ein gelungener Auftakt für die erste kreisweite Bildungsmesse, die gestern in der Stadthalle begonnen hat. Mehr als 2000 Besucher waren nach Angaben des Veranstalters, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises, (Wif) gekommen. Projektmanager Matthias Scholz ist sichtlich zufrieden: "Die Resonanz der Leute und Aussteller ist sehr positiv."
     
    Am Vormittag waren es vor allem Schüler, die sich an den 80 Ständen umgesehen hatten. Nachmittags sind auch viele Erwachsene gekommen, die sich für ihre Kinder informiert haben - oder nach Weiterbildungsmaßnahmen gefragt haben. Ganze Schulklassen warteten bereits kurz vor der Eröffnung bereits vor der Stadthalle. Alle wollen sich rund um das Thema Aus- und Weiterbildung informieren. Die Aussteller haben sich viel einfallen lassen. Vor allem das Thema Fußball-Europameisterschaft wird an vielen Ständen aufgegriffen. Ein Unternehmen hat gar einen Tischkicker bereitstehen, an dem die eine oder andere Partie gespielt werden kann. "Wir sind begeistert, wie sich die Aussteller ins Zeug gelegt haben", sagt Matthias Scholz. Und die geben das Lob gerne zurück: "Es ist sehr professionell organisiert", sagen gleich mehrere Firmenvertreter im Einklang. Auch die Landespolitik ist mit der Messe sehr zufrieden. "Bildung ist das Megathema schlechthin", sagt Rose Köpf-Schuler, die als Vertreterin des Wirtschaftsministeriums der Messe die besten Wünsche von Minister Ernst Pfister auf den Weg gegeben hat. "Ich bin sehr beeindruckt, was hier auf die Beine gestellt wurde", sagt sie. Auch das Rahmenprogramm sei sehr attraktiv. Es sei gut, dass es eine solche Veranstaltung gibt. Denn durch den Fachkräftemangel fehle der Wirtschaft jedes Jahr rund 18 Milliarden Euro - dem müsse entgegengesteuert werden. "Dieses Problem löst sich nicht von alleine", sagt Rose Köpf-Schuler. Diese Herausforderung sei das Gebot der Stunde. "Das Ministerium kann nur Anreize schaffen - aber umgesetzt werden muss die Problemlösung im einzelnen", sagt Rose Köpf-Schuler. Gerade kleine Betriebe müssten motiviert werden, künftig auszubilden. Bildung sei eine sinnvolle Investition in die Zukunft.
     

    Auch Bürgermeister Jürgen Lämmle sieht in der qualifizierten Ausbildung junger Menschen die Voraussetzung für eine positive Entwicklung des Standorts. Darum habe dies die Stadt Göppingen in den vergangenen Jahren bei vielen Projekten gefördert. Die große Beteiligung der Firmen zeige, wie wichtig den Unternehmen gute Bildung ist. Qualifizierte Mitarbeiter seien gefragter denn je. "Die Messe ist eine ideale Möglichkeit um sich auf kurzen Wegen zu informieren", meint Lämmle.
     
    Heute können sich Interessierte noch bis 18 Uhr von der Messe begeistern lassen. Der Erfolg sei bereits jetzt so groß, dass eine weitere Auflage sicher geplant werde, sagt Projektleiter Matthias Scholz von der Wirtschaftsförderung. Ob das jedoch bereits im nächsten Jahr sein wird, lässt er offen.
     



    Mit Gesundheit steht der Kreis im Finale

    Kreis Göppingen  Das Forschungsprojekt "Gesundheitspark Albtrauf", bei dem vor allem Leistungsanbieter der Gesundheitswirtschaft aus dem Landkreis Göppingen beteiligt sind, ist Teil im Konzeptantrag der Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart und der Universität Hohenheim, beim Wettbewerb "Gesundheitsregionen der Zukunft" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, bei dem die Region im Finale steht. Thematisch im Mittelpunkt des Antrages steht gesundheitsgefährdendes Übergewicht. Der Kreis Göppingen verfügt über ein sehr engmaschiges Netz aus verschiedensten Dienstleistern, die u.a. im Bereich der Kliniken, Bädern, Naturheilmittelherstellern, Ärzten und Therapeuten angesiedelt sind und ein ganzheitliches innovatives Konzept aus Ernährung, Bewegung, Beratung, Telemedizin zur Therapie bei Fettleibigkeit aber auch zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge erstellen sollen.
     
    WiF-Geschäftsführer Reiner Lohse freut sich über den Erfolg, ins Finale gekommen zu sein. Eines der Projektziele ist die Entwicklung eines Ressorts "Gesundheitspark Albtrauf". Dieser neue touristische Ansatz würde es Nachfragern erlauben, sich im Gesundheitspark wie in einem Art "(Ferien-)Club" zu bewegen und unterschiedlichste Dienstleistungen innerhalb des Parks abzurufen.



    Mobilität bewegt - auch ihre Probleme Diskussionsrunde bei der Automobilschau

    Mobilität bewegt die Menschen. Die vielfältigen Probleme, die damit zusammenhängen, bewegen ebenso. Das zeigte eine Diskussionsrunde zur Eröffnung der sechsten Geislinger Autoshow.

    RODERICH SCHMAUZ

    Geislingen Zu einem "Mobilitätsforum" hatte Hochschullehrer Hannes Brachat am Samstag Spätvormittag auf das Gelände der Geislinger Autoschau eingeladen, die unter der Ägide des Automobilwirtschafts-Professors organisiert wird. In Vertretung des Oberbürgermeisters erläuterte Holger Scheible den aktuellen Planungsstand in Sachen B 10-Umgehungsstraße: "Die entscheidende Phase hat begonnen". Wie vor 150 Jahren der Bau der Geislinger Steige und der Eisenbahnstrecke, so hänge bis heute das Wohlergehen der Stadt von ihrer Verkehrserschließung ab, gab Scheible zu bedenken. Jetzt gelte es, die Umgehungsstraße möglichst aus einem Guss zu planen und in einem Zug von Kuchen um Geislingen herum bis auf die Alb (Geislingen Ost) zu realisieren. Den letzten Abschnitt will der Bund allerdings erst im Jahr 2025 finanzieren.

    Wirtschaftsförderer Reiner Lohse, der im Kreis Göppingen Defizite bei der Internationalisierung und Exportquote sowie bei neuen Arbeitsplätzen sieht, kündigte an, dass in Kürze die Ergebnisse des Strukturgutachtens öffentlich vorgestellt würden. Für den Raum Geislingen sieht er wichtige Ansatzpunkte, um wirtschaftlich voranzukommen, eng mit der Hochschule verknüpft. Lohse wies auf drei Entwicklungsfelder hin:

    · Um die Automobilwirtschaft können sich Dienstleistungen entwickeln.

    · Das neue Lehrangebot Tourismuswirtschaft kann den heimischen Tourismus mit seinen Naherholungsangeboten befruchten. "Wir im Kreis Göppingen sind die grüne Lunge der Region Stuttgart", sagte Lohse. Mit Blick auf die drei Badgemeinden erkennt er hier noch "viel Potenzial".

    · Wenn sich bei den Ansiedlungen im Gewerbepark Schwäbische Alb bei Türkheim der Schwerpunkt Bioenergie abzeichnet, kann hier wiederum der Studiengang "Energie- und Recyclingmanagement" wertvolle Dienste leisten.

    Professor Brachat wies darauf hin, dass sich seit der Öffnung der Grenzen nach Osten der Lkw-Verkehr auf deutschen Straßen verdoppelt habe und er sich, so die Prognosen, bis 2025 noch einmal verdoppeln wird. "Wir werden alle - Personenautos und Lastwagen - im Stau stehen", klagte da Dr. Micha Lege, Geschäftsführer der Geislinger Spedition Wiedmann und Winz. Fernstraßen müssten dringend ausgebaut werden, aber es verfalle sogar das bestehende 12 000 Kilometer lange Autobahnnetz. Überspitzt formulierte es Lege so: "Wir in Deutschland planen eine neue Straße, um nach 25 Jahren vor dem Bundesverfassungsgericht zu landen und nach 30 Jahren festzustellen, dass kein Geld für Straßenbau da ist." 100 Milliarden Euro Steuern würden die Spediteure pro Jahr an den Fiskus abführen - nur 5 Milliarden würden für den Straßenbau verwendet, kritisierte Lege. Mit 1,5 Millionen Euro schlägt bei Wiedmann und Winz die 33-prozentige Spritpreiserhöhung zu Buche, Kraftstoffe machen 25 Prozent der Produktionskosten aus, schilderte der Geschäftsführer diese Auswirkung. Pro Jahr zahle die Spedition über eine Million Euro Maut. Brachat beschrieb die Lage für die Automobilwirtschaft ähnlich. Die explodierenden Benzinpreise würden dem Autoverkauf schaden - mit allen weiteren Konsequenzen für die Wirtschaft. Brachat kritisierte, dass die Steuerquote am Benzin 70 Prozent beträgt und die Mineralölkonzerne zuletzt gigantische Gewinne ausgewiesen hätten. Autofahrern rät der Hochschullehrer zu spritsparenden Autos und spritsparender Fahrweise. Eine Umrüstung der Automobile auf Autogas amortisiere sich meist relativ schnell. Mit seinem augenzwinkernden Verbesserungsvorschlag erntete Scheible zum Abschluss allgemeine Zustimmung und Applaus: Die Spedition Wiedmann und Winz solle ihre Kraftfahrzeug-, Mineralöl-, Öko- und alle weiteren Steuern direkt an die Stadtkasse Geislingen überweisen. Für diesen Fall versprach Scheible eine zweckgebundene Verwendung. "Dann bauen wir die neue B 10 selbst."



    Wirtschaftsförderung und Hochschulen gemeinsam

    Kompetenzen sollen ergänzt werden - Unternehmen wollen zentrale Ansprechpartner Kreis Göppingen Gemeinsam an einem Strang ziehen und so den größtmöglichen Nutzen bieten - das wollen die Wirtschaftsförderer im Kreis Göppingen. Zusammen mit Hochschulen und dem Kompetenzzentrum Mechatronik wollen sie künftig ein Netzwerk bilden. "Die Unternehmen legen wert auf einen zentralen Ansprechpartner, der ihnen bei den unterschiedlichsten Fragestellungen kompetent aber neutral und unverbindlich zur Verfügung steht", schildert WiF-Geschäftsführer Reiner Lohse und Koordinator des Netzwerkes den Bedarf der Wirtschaft. Unterstützung aus einer Hand bietet der Verbund bei Themen wie Technologie- und Wissenstransfer, Gewerbeflächen, Fördermittel, Diplomarbeiten, Labornutzung, Absolventen, Schutzrechte und vielen Themen mehr aus Betriebswirtschaft und Technik. Sechs Partner haben ihre Kompetenzen gebündelt, informieren und stimmen sich über jeweilige Aktivitäten ab, um im Verbund des Netzwerks schneller und effizienter agieren zu können.



    Messe soll Appetit auf Lernen machen

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    "Fertige Konzepte gibt es nicht"

    PORTRÄT / Tourismusbeauftragte des Landkreises hat ihre Stelle angetreten

    Handwerk beim Kurdirektor von Oberammergau erlernt - Stauferkreis begeistert

    Barbara Troßbach hat ihr Büro bezogen. Für die 25-Jährige ist es der erste Schritt ins Berufsleben, für ihren Arbeitgeber, den Landkreis Göppingen, ist es ebenfalls Neuland, denn die Stelle der Tourismusbeauftragten wurde neu geschaffen. Sie soll unter anderem den Stauferkreis bekannter machen.

    SIGRID BALKE

    KREIS GÖPPINGEN Ihr Interesse für Tourismus bekam sie in die Wiege gelegt, ihr Handwerk erlernte sie im Studium bei einem Professor, der Kurdirektor in Oberammergau war. Begeistern ließ sie sich für ihre neue Aufgabe nach einer Tour durch den Stauferkreis, "der völlig anders ist, als die Gegend aus der ich komme", schwärmt Barbara Troßbach. Seit Anfang Januar ist sie Tourismusbeauftragte für den Landkreis Göppingen; ihr Vater ist in der gleichen Funktion im benachbarten Ostalbkreis tätig. "Meine Heimat ist also gar nicht weit entfernt", stellt die 25-Jährige fest, die in Aalen zusammen mit ihren beiden Schwestern aufgewachsen ist. Nicht nur für sie ist die erste Anstellung etwas Neues, sondern auch für den Tourismus im Kreis. Zum ersten Mal gibt es für diesen bedeutenden Wirtschaftszweig eine eigene Stelle. "Ideell bin ich damit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wif) des Landkreises, finanziell dem Landratsamt zugeordnet", beschreibt Barbara Troßbach den Spagat zwischen unternehmerischem Marketingdenken und dem kommunalen finanziellen Rahmen. "Was möglich ist, steht und fällt mit den Finanzen", verweist Barbara Troßbach auf die Bedeutung des Budgets. Ihr Arbeitsplatz befindet sich im Gebäude der Wif und ist ideal für die direkte Kommunikation mit den Wegbereitern der Tourismusförderung in den Reihen der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Deren Erfahrungen will die junge Tourismusmanagerin nutzen und unter Berücksichtigung bestehender Strukturen weiterentwickeln und vor allem koordinieren. In der zierlichen, unkompliziert wirkenden Person steckt genügend Selbstbewusstsein, aber auch die nötige Gelassenheit, um die neue Aufgabe zielstrebig, mit dem nötigen Fingerspitzengefühl und in kleinen Schritten anzugehen und Positionen zu vertreten. Vorläufig beschäftigen sie allerdings noch die vielen Eindrücke, die Vorstellungsrunde bei den Bürgermeistern und Verkehrsämtern, das neue private und berufliche Umfeld, die Zusammenarbeit mit Kollegen statt Kommilitonen, das ungewohnte Gefühl Managerin statt Studentin zu sein. An "richtiges" Arbeiten ist momentan noch nicht zu denken. Allerdings gehört auch Sightseeing im Stauferkreis zu ihrer Arbeit. Bei einer "Kaffeefahrt", wie sie es lachend nennt, haben Kollegen von der Wif ihr die touristischen Sehenswürdigkeiten des Stauferkreises gezeigt. "Ich habe die Landschaft aus dem Blickwinkel eines Erholung suchenden Gastes gesehen und war hin und weg", erzählt sie von der Tour, die sie von Adelberg bis Wiesensteig kreuz und quer durch den Stauferkreis führte. Mit dem geschulten Blick einer diplomierten Tourismusmanagerin sah Troßbach auch das touristische Potenzial, das es zu vermarkten gilt. Unabhängig von Kreisgrenzen plädiert sie für eine "grenzüberschreitende" Vermarktung, deren Gemeinsamkeiten die Landschaft oder verbindende Themen sein sollten. Wie so etwas aussehen könnte, hat die 25-Jährige während des Studiums an der Hochschule in Kempten vor allem bei jenem Professor und Kurdirektor gelernt, der den Studienschwerpunkt Destinationsmanagement unterrichtete. Ein Au-pair-Aufenthalt in England, Praxissemester in Spanien und Frankreich sowie ein Praxissemester bei einer Münchner Veranstaltungsagentur haben ihren Blick für die Stärken einer Region zusätzlich geschärft. Umgesetzt hat sie das erstmals in ihrer Diplomarbeit mit dem Titel "Donaukulturpfad", einem länderübergreifenden Kulturmarketing der verschiedenen Anrainerstaaten. "Fertige Konzepte kann es natürlich nicht geben", schränkt Barbara Troßbach ein, "jede Region ist anders und erfordert ein eigenständiges Marketing." Nach ihrer Wahl, bei der sie sich gegen 50 Mitbewerber durchsetzen konnte, folgte bald der Umzug von Aalen nach Göppingen. "Sobald sich der Stress der ersten Wochen gelegt hat, möchte ich wieder im Orchester mitspielen" - die Göppinger können sich auf eine neue Geigerin freuen.



    Das Herzblut der Volkswirtschaft

    INNOVATIONSPREIS 2007

    Feierliche Übergabe der Auszeichnungen im Göppinger Landratsamt

    Professor Trasch Heinz: Innovationen sind kein Wahlfach, sondern ein Pflichtfach

    Zum siebten Mal haben die Wirtschaftsförderungsgeselschafts des Kreises Göppingen und die Kreissparkasse Göppingen den Innovationspreis vergeben. Jetzt wurden die Auszeichnungen in feierlichem Rahmen im Landratsamt übergeben.

    KARL-HEINZ STROHMAIER

    KREIS GÖPPINGEN Der Innovationspreis im Kreis Göppingen ist längst ein Renner geworden. Seine siebte Ausgabe wurde jetzt in feierlichem Rahmen im Göppinger Landratsamt an acht Gewinner übergeben. Hauptpreise mit 3 000 Euro dotiert gab es für die Firmen Mink, Rehm und Teatec; Sonderpreise gingen an Mittendrin e.V., Margarethe Ostheimer, Heldele Stiftung, Landauer und Satek. Doch bevor es um Technik ging, hatte die Musik ihre Zeit. Nach fetzigen Rhythmen bewies die Chor Company aus Heiningen unter Leitung von Jürgen Rothfuss bei der Interpretation des Stauferkreises-Liedes, dass er durchaus auch getragenes Liedgut beherrscht. Landrat Franz Weber verwies auf den Sinn des Innovationspreises, der jene Kräfte stärken soll, die mit ihren Ideen den Landkreis nach vorne brächten. Professor Dr. Heinz Trasch, Vorstandsvorsitzender der Steinbeis-Stiftung und Mitglied der Jury, der sonst noch Kreissparkassenchef Jürgen Hilse und der Chef der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreises, Reiner Lohse angehörten, stellte in seinen Festvortrag seine eigene Auffassung zur Gestaltung von Innovationen vor. Deutlich machte er dieses: "Innovationen sind kein Wahlfach, sondern Pflichtfach - für Unternehmen müssen sie eine Selbstverständlichkeit sein." Denn ein Unternehmer müsse immer bessser werden, wolle er gut bleiben. Innovationen seien das Herzblut einer dynamisch-attraktiven Volkswirtschaft. So gesehen herrsche ein regelrechter Innovationsdruck, so sagte Trasch. Bei den Innovationsprozessen, so der Steinbeis-Chef weiter, entstehe eine Wertschöpfungskette. Das beginne mit Wissen, das durch Neugierde generiert werde. Dann folge die Idee der Querdenker. Daraus resultiere dann die Entwicklung in einem teamfähigen kreativen Team, ehe Ingenieure und Techniker das Produkt herstellten. "Bei den Ideen und der Entwicklung, so der Professor, "da mangelt es bei uns." Um Innovationshemmnisse abzuräumen, müssten die Rahmenbedingungen verändert werden, vor allen Dingen sollten mehr junge Menschen Technik studieren. Wichtig sie aber ebenso, die Angst vor neuen Technologien abzubauen. Die Hauptpreise überreichte anschließend Jürgen Hilse, die Sonderpreis übergab Reiner Lohse. Zusätzlich zum Geldpreis von 300 bzw. 1200 Euro durften sich alle acht Preisträger über ein Bild der Göppinger Künstlerin Friederike Groß freuen.



    Steinbeis-Chef: Wir brauchen mehr Spinner

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    Bildungsmesse im Juni

    WIRTSCHAFT / Vorgespräch mit Ausstellern

    KREIS GÖPPINGEN Zu einer Vorbesprechung für die im Juni geplante Bildungsmesse in der Stadthalle Göppingen lädt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (Wif) interessierte Aussteller am Donnerstag, 24. Januar, 19 Uhr, auf Schloss Filseck ein. Die Messe soll alle Altersschichten über Aus-, Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten im Landkreis informieren. Vor dem Hintergrund des schlechten Abschneidens des Landkreises bei verschiedenen Rankings in puncto Bildung sieht Wirtschaftsförderer Reiner Lohse in der Messe einen wichtigen Beitrag, das Thema in den Blickpunkt des Interesses zu rücken.



    Die Sieger: Mink, Rehm und Heatec

    INNOVATIONSPREIS 2007 / Über 50 Firmen haben sich beworben

    Gestern Abend wurden die Preisträger im Göppinger Landratsamt ausgezeichnet Bereits zum siebten Mal wurden gestern Firmen aus dem Landkreis im Rahmen des Innovationspreises ausgezeichnet, den Kreissparkasse und Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises ausgeschrieben haben.

    KARL-HEINZ STROHMAIER KREIS

    GÖPPINGEN Der Innovationspreis 2007 ist vergeben. Gestern Abend wurden die drei Preisträger - die Firma August Mink KG aus Göppingen und die Firmen Heatec Thermotechnik GmbH und Rehm GmbH & Co. KG aus Uhingen - im Göppinger Landratsamt ausgezeichnet. Sonderpreise gingen an die Heldele Stiftung Salach, an die Landauer GmbH in Göppingen, an Mittendrin e.V. in Göppingen, an die Margarethe Ostheimer GmbH in Zell u.A. und an die Satek GmbH in Salach. Insgesamt wurden unter den Gewinnern 15 000 Euro vergeben. So gab es für die Preisträger je 3000 Euro sowie ein Original-Werk der Künstlerin Friedrike Groß, für die Sonderpreise gab es jeweils 1200 Euro. Bereits zum siebten Mal hatte die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis mbH (WiF) und die Kreissparkasse Göppingen den Innovationspreis ausgeschrieben. Bewerben konnten sich Unternehmen aus dem Landkreis unabhängig von der Beschäftigtenzahl, die innovative Produkte, Verfahren, Organisationsformen, Projekte oder Dienstleistungen entwickelt und zur Marktreife gebracht haben. Die eingereichten Innovationen sollten zwischen 2005 und 2007 entstanden sein und sich am Markt bewährt haben. Die eingereichten Bewerbungen wurden im Dialog mit dem jeweiligen Unternehmen durch die Projektleiter der WiF aufbereitet und anschließend durch den WiF-Innovationsausschuss begutachtet und auf ihren Innovationsgehalt, ihre Umsetzbarkeit und ihr gesamtwirtschaftliches Potenzial überprüft. Gestern Abend wurden im Göppinger Landratsamt die Preise übergeben. Nach der Begrüßung durch Landrat Franz Weber zog Professor Dr. Heinz Trasch, Vorstandsvorsitzender der Steinbeis-Stiftung, die Gäste im Hohenstaufensaal mit seinem Festvortrag in seinen Bann. Ein Wort zu den Preisträgern: Die August Mink KG in Göppingen-Jebenhausen ist bereits 160 Jahre alt und produziert Bürsten für verschiedene Einsatzbereiche. Mink ist mittlerweile zur größten technischen Bürstenfabrik der Welt gewachsen. Die Heatec Thermotechnik GmbH in Uhingen ist auf die Entwicklung und Konstruktion von Funktionsbaugruppen bei Gasgeräten spezialisiert. Seit dem Jahr 2000 gehört Heatec zur Dungs-Gruppe in Urbach. Die Produktpalette von Rehm GmbH u. Co. KG in Uhingen reicht von konventionellen und Impulslichtbogen-MIG/MAG-Anlagen über WIG- und Elektroden-Schweißgeräte bis hin zu Zubehör.



    Außergewöhnliche Leistungen im Blick

    INNOVATIONSPREIS 2007 / Festakt am Montag

    Die Verleihung des 7. Innovationspreises des Landkreises Göppingen am kommenden Montag bildet auch den Auftakt der Veranstaltungen zum 70. Geburtstag des Landkreises, der sich durch das ganze Jahr ziehen wird.

    GÖPPINGEN Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF) für den Landkreis Göppingen und die Kreissparkasse Göppingen werden am kommenden Montag die Innovationspreise 2007 ab 19 Uhr im Landratsamt übergeben. Innovationen sind ein Schlüsselfaktor für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg und ein Garant für Beschäftigung. Der Landkreis Göppingen ist geprägt von kleinen und mittleren Unternehmen der Industrie und des Handwerks, die mit ihrer Innovationskraft und ihrem hohen technologischen Standard zur Wettbewerbsfähigkeit des Standortes beitragen. Der im Zweijahresrhythmus ausgeschriebene und mit insgesamt 15 000 Euro dotierte Innovationspreis hat sich inzwischen zu einem wichtigen Instrument der Innovationsförderung im Landkreis etabliert. Jürgen Hilse, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Göppingen, und Reiner Lohse, Geschäftsführer der WiF, werden die Preisträger am Montag, 21. Januar im Landratsamt Göppingen vorstellen und ehren. Professor Dr. Heinz Trasch von der Steinbeis-Stiftung wird nach der Begrüßung durch Landrat Franz Weber den Festvortrag halten. Mit dem Innovationspreis 2007 werden innovative Unternehmen mit ihren Produkten, Dienstleistungen, Verfahren und Organisationen für hervorragende Leistungen ausgezeichnet.



    Innovationspreis ist heiß begehrt

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    Zwei neue Stellen mit Frauen besetzt

    GÖPPINGEN. Barbara Troßbach ist die neue Tourismusbeauftragte im Kreis. Nadine Krepstakies soll sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern. Und Zuschussmöglichkeiten finden. Der Verwaltungsausschuss hat die beiden neuen Stellen jetzt besetzt.

    Zwei Damen haben sich gegen eine Vielzahl von Konkurrenten um die beiden neu geschaffenen Stellen im Landratsamt durchgesetzt. Für die 75-Prozent-Stelle eines und einer Tourismusbeauftragten hatten sich 51 Bewerber gemeldet. Den Posten hat die 25 Jahre alte Barbara Troßbach bekommen. Die junge Frau aus Aalen studiert Tourismusmanagement an der Fachhochschule in Kempten und arbeitet zurzeit an ihrer Diplomarbeit. Ihre Stelle im Landratsamt, die vorerst auf drei Jahre befristet ist, wird sie voraussichtlich am 1. Januar antreten. Der Arbeitsplatz ist bei der Abteilung Wirtschaftsförderung des Landkreises angesiedelt.

    Der zweite Neuzugang im Landratsamt ist die 30-jährige Nadine Krepstakies. Sie soll künftig die Öffentlichkeitsarbeit forcieren. Das zweite Aufgabenfeld ihrer 100-Prozent-Stelle in Göppingen soll die „Förderarbeit“ sein. Im Wesentlichen soll ihre Aufgabe dabei sein, nach Zuschussmöglichkeiten auf regionaler oder europäischer Ebene für Projekte und Maßnahmen zu suchen. Nadine Krepstakies stammt aus Schlierbach, wohnt aber zurzeit noch in Pforzheim. Dort ist die der Stabstelle der Oberbürgermeisterin zugeordnet. Krepstakies, die sich gegen 30 Mitbewerber durchsetzen konnte, hat unter anderem ein Aufbaustudium in europäischem Verwaltungsmanagement in Kehl absolviert.    



    Hilfe für junge Unternehmer

    WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG / WiF unterstützt bei aufkommenden Fragen und Problemen Geschäftsführer Reiner Lohse: "Wünschen uns noch viel mehr Wirtschaftsjunioren"

    Für die Göppinger Wirtschaftsförderung sind engagierte Wirtschaftsjunioren ein wesentlicher Standortfaktor.

    CONSTANTIN FETZER

     "Wir wünschen uns, dass es noch viel mehr Wirtschaftsjunioren gibt", sagt Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen (WiF). Es sei wichtig, dass sich junge Unternehmer austauschen können und so bei ihrem Tun unterstützt werden. Daneben bindet auch die WiF die Wirtschaftsjunioren nach Kräften ein: "Wir haben die jungen Unternehmer auch bei unserem Innovationspreis berücksichtigt", berichtet Lohse. Diese Auszeichnung prämiert fortschrittliche Entwicklungen in den verschiedensten Branchen. Die Wirtschaftsförderung will für Unternehmen und Unternehmer da sein, wenn Fragen aufkommen und Probleme bestehen. So wurde bereits ein Marketingkonzept für einen Handwerker erstellt, das Qualitätsmanagement eines kleinen Maschinenbauunternehmens installiert, ausländische Vertriebspartner werden gesucht und gemeinsam mit den Städten und Gemeinden im Kreis Göppingen der richtige Standort für eine neue oder bestehende Firma gesucht. Ganz gleich ob es technische Problemlösungen sind oder einfach nur wirtschaftliche Fragen: Die Wirtschaftsförderung ist für die Firmen und deren Chefs im Landkreis da. Mit Projekten wie der geplanten Bildungsmesse im nächsten Jahr, den Göppinger Maschinenbautagen, einer regionalen Touristikmesse und nicht zuletzt auch die Beteiligung bei der regelmäßigen Existenzgründer-Veranstaltung Gründergrotte - die auch von der NWZ mit initiiert wurde - setzt sich die Wirtschaftsförderung für den guten Standort im Stauferkreis ein. INFO Die WiF ist ein Tochterunternehmen des Landkreises. Getragen wird die WiF aus Zuschüssen der Kreissparkasse, des Landkreises und den Städten und Gemeinden des Landkreises.



    "Frauen sind der Megatrend"

    BERUF / Frauenwirtschaftstage beginnen am Donnerstag

    "Frauen und Technik - na klar". So lautet eine der Überschriften der Frauenwirtschaftstage. Gleichberechtigung steht oft nur auf dem Papier. Dies zu ändern, ist Ziel der Veranstaltungsreihe.

    KREIS GÖPPINGEN "Frauen sind der Megatrend des 21. Jahrhunderts und werden in den nächsten Dekaden zunehmend den Ton in der Wirtschaft angeben", sagt der bundesweit bekannte Trendforscher Matthias Horx. Im ganzen Land werden in den nächsten Tagen Frauenwirtschaftstage veranstaltet, um diesem Trend nachzuspüren - auch im Kreis Göppingen. Griffige Titel haben sich die Macher einfallen lassen. "Luftschloss oder Chance - Frauen gründen Unternehmen", lautet die Überschrift der Veranstaltung zu Beginn - am Donnerstag, 25. Oktober, ab 19.30 Uhr, im Saal der Göppinger Kreissparkasse. Anmeldung unter: f.winsauer@landkreis-goeppingen. de Am Freitag begeben sich Interessierte im Businesshaus im Göppinger Stauferpark auf die Spur der Gleichberechtigung und der immer noch großen Defizite bei der Verwirklichung: Frauen arbeiten in spezifischen Feldern und verdienen weniger. Mit Blick auf die Gleichstellung und den bevorstehenden Fachkräftemangel wollen die Teilnehmer einen Blick in die Zukunft werfen, Vorurteile abbauen und Chancen darstellen. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen zu erarbeiten . Um 15.30 Uhr startet die Veranstaltung, die von Reiner Lohse, Wirtschaftsförderer des Landkreises, moderiert wird. Um 15.40 Uhr beginnt der Vortrag mit dem Titel "Wird die Arbeitswelt weiblich?" von Heidrun Schulz, Leiterin der Göppinger Agentur für Arbeit. Um 16 Uhr heißt es "Technik sucht Frau" von Professor Stefani Maier, von der Hochschule Esslingen. Um 16.20 Uhr beantwortet Melanie Bajan, Geschäftsführerin einer Göppinger Metallbearbeitungsfirma, die Frage: "Wie behaupte ich mich in einer technisch geprägten Männerdomäne?". Um 16.50 Uhr beleuchtet Professor Heidemarie Seel von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen die "Karriereaussichten für Frauen in der Wirtschaft" und um 17.10 Uhr Reiner Lohse die "Nachwuchsförderung in technischen Berufen". Um 18 Uhr schließt sich ein so genanntes "World Café" an. Zu konkreten Fragestellungen werden in kleinen Gruppen Handlungsempfehlungen erarbeitet. Anmeldung: ulrike.goldschmitt-koenig@vhs-esslingen.de .



    Enger Kontakt wichtig

    ORTSTERMIN / Gemeinderat besichtigt Firma Schmatzer

    Der Birenbacher Gemeinderat hat seine Reihe von Betriebsbesichtigungen örtlicher Firmen fortgesetzt. Dieses Mal war das Gremium bei der Firma Rainer Schmatzer Industrieservice am Schützenhof zu Besuch.

    BIRENBACH Die Birenbacher Gemeindeverwaltung ist bestrebt, engen Kontakt zu den örtlichen Betrieben zu pflegen. Daher finden regelmäßig Firmenbesichtigungen statt. Dieses Mal warfen Bürgermeister Klaus Heininger, der Gemeinderat sowie Reiner Lohse, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Göppingen (Wif), einen Blick hinter die Kulissen der Firma Rainer Schmatzer Industrieservice. "Die örtlichen Gewerbebetriebe sind ein wichtiger Bestandteil unserer Infrastruktur. Wohnortnahe Arbeitsplätze sind trotz steigender Mobilität ein bedeutender Standortfaktor für die Entwicklung und Attraktivität unserer Gemeinde", sagte Heininger. In seinen Produktionsräumen erläuterte Schmatzer sein Aufgabenspektrum und die Produktpalette der 1993 gegründeten Firma. Der Schwerpunkt liegt bei Kabelkonfektionen mit der Anfertigung von Steckerleitungen und Kabelsätzen für den Maschinenbau. Dabei werden auch Bedien- und Steuerpulte sowie Klemmkästen nach den jeweiligen individuellen Anforderungen angefertigt. Schmatzer betonte dabei, dass die Lieferung von Kabelschlepps mit allen Komponenten geleistet wird. Dabei bietet die Firma umfangreiche Installationspakete. Zu ihren Kunden zählen Maschinenbaufirmen, die Automobilindustrie, Maschinenüberholer und Servicefirmen. Wif-Geschäftsführer Reiner Lohse zeigte sich beeindruckt vom hohen Qualitätsstandard und den individuellen Lösungsansätzen der Firma. "Vor allem die hohe Serviceleistung und der Trend Neuverkabelungen von Gebrauchtmaschinen mit dem so genannten Retrofitting wird bei den Maschinenbaufirmen immer gefragter", bestätigte der Wirtschaftsförderer die steigende Nachfrage in diesem Bereich.m



    50 Bewerber auf der Liste

    INNOVATIONSPREIS

    Mit 50 Bewerbungen um den Innovationspreis des Landkreises Göppingen endete die Frist am 21. September. Das teilt die Wirtschaftsförderung (WiF) des Kreises mit.

    KREIS GÖPPINGEN "Das Ergebnis stabilisiert sich quantitativ und qualitativ auf sehr hohem Niveau seit der ersten Ausschreibung vor zwölf Jahren", freut sich Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF) des Landkreises. Doch nicht nur mit der Anzahl und der Leistungsfähigkeit der eingereichten Bewerbungen zeigt sich der WiF-Geschäftsführer in einer Pressemitteilung sehr zufrieden. "Wir haben eine ausgewogene Verteilung von technischen zu dienstleistungsorientierten und sozialen Projekten mit innovativem Charakter", erklärt Lohse ergänzend. Überwiegend haben sich Einzelbetriebe aus Industrie und Dienstleistung mit weniger als 750 Beschäftigten mit Sitz im Landkreis Göppingen am Innovationspreis beteiligt. In den nächsten Wochen werden jetzt alle Beiträge gesichtet und bewertet. Die Preisverleihung findet dann am Sonntag , dem 21. Januar nächsten Jahres, im Landratsamt in Göppingen statt. Der Preis, mit dem bereits zum siebten Mal Unternehmen im Kreis Göppingen für innovative Produkte, Verfahren, Dienstleistungen oder Organisationsformen ausgezeichnet werden, ist mit insgesamt 15 000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre von der Kreissparkasse und der Wirtschaftsförderung ausgeschrieben.



    Bisher 20 Bewerbungen

    INNOVATIONSPREIS

    KREIS GÖPPINGEN Bisher gibt es 20 Bewerbungen für den Innovationspreis 2007 des Landkreises. Die Bewerbungsfrist endet am 21.September. "Die bis dato eingereichten Projekte sind wieder auf einem sehr hohen qualitativen Niveau", sagt Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wif) des Landkreises. Bisher haben sich Einzelbetriebe vor allem aus der mittelständischen Industrie beteiligt. "Wir würden es sehr begrüßen, wenn auch Betriebe aus Handel, Handwerk und Dienstleistung mit Sitz im Landkreis Göppingen unabhängig von der Unternehmensgröße sich bewerben würden", so Lohse. Der Preis, mit dem zum siebten Mal Unternehmen im Kreis Göppingen für innovative Produkte, Verfahren, Dienstleistungen oder Organisationsformen ausgezeichnet werden, ist mit insgesamt 15 000 Euro dotiert und eine Gemeinschaftsinitiative der Kreissparkasse und der Wif.Informationen unter Telefon: (07161)5023 585 und im Internet unter http://www.innovationspreis-gp.de.



    Göppingen setzt auf Gesundheit

    Landkreis will mit neuem Kompetenzzentrum Profil schärfen
     
    Göppingen - Im Bereich Gesundheit will sich der Kreis Göppingen künftig "profilieren und positionieren", erklärt Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises. Noch in diesem Herbst soll deshalb ein Kompetenzzentrum Gesundheit und Wellness eingerichtet werden.

    VON BIRGIT KLEIN

    Auf dem Gebiet scheint die Region noch gehörigen Nachholbedarf zu haben. Allein in der Hotellandschaft gebe es nur wenige Häuser mit einem eigenen Wellnessbereich, sagt Klaus Lindemann, Geschäftsführer der Stuttgart-Marketing GmbH. Gesundheit und Wellness seien aber nicht bloß eine vorübergehende Modeerscheinung, betont der Marketing-Chef, der sogar von einem "Segment der Zukunft" spricht. Erst recht mit Blick auf die demografische Entwicklung mit einer immer älter werdenden Bevölkerung. "Gesundheit wird viel, viel wichtiger genommen", so Lindemann.

    Nach seiner Einschätzung ist der Kreis Göppingen "prädestiniert" für ein Kompetenzzentrum Gesundheit und Wellness - dank der Landschaft und der bereits bestehenden Bäder: Bad Ditzenbach, Bad Boll, das derzeit für rund sechs Millionen Euro umgebaut wird und in zwei Etappen am 1. November dieses Jahres und im März 2008 eröffnet wird, und Bad Überkingen. Dort soll für rund 25 Millionen Euro Investitionskosten ein neues Bad samt Hotel entstehen. Der Heilbäderverband erarbeitet derzeit für Überkingen ein Konzept.

    Im Herbst dieses Jahres treffen sich die potenzielle Mitstreiter des geplanten Gesundheitsnetzwerkes. Dazu gehören neben Badbetreibern, Ärzten und Krankenkassen auch Naturheilmittelhersteller. "Wir versuchen, sie unter ein Dach zu bekommen", sagt Reiner Lohse, Geschäftsführer des Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen (WiF).

    Durch die Erfahrungen mit dem Kompetenzzentrum Mechatronik hat Lohse schon sehr konkrete Vorstellungen davon, unter welchen Bedingungen ein solches Netzwerk nur funktionieren kann: "15 bis 20 Betriebe muss man haben, sonst macht es keinen Sinn." Auch an Mitgliedsbeiträgen komme man nicht vorbei. Erfolgsgaranten sind aus Lohses Sicht außerdem eine Geschäftsstelle und ein "hauptamtlicher Kümmerer".

    Unterstützt werden die Göppinger bei ihrem Vorhaben auch von der Wirtschaftsförderung des Verbands Region Stuttgart, die das Thema Gesundheit als ein Betätigungsfeld entdeckt hat. Deren Geschäftsführer Walter Rogg hat aber nicht nur die Erholungssuchenden im Blick. Eine weitere Zielgruppe des geplanten Gesundheitsnetzwerkes sind auch Betriebe, die erkannt haben, etwas für die betriebliche Gesundheitsvorsorge ihrer älter werdenden Belegschaft tun zu müssen - und zwar für den Körper und Geist. Alle Angebote sollen über eine Datenbank abgerufen werden können.
     



    Kreistag - Tourismusförderer kommt im Herbst

    LANDKREIS. Der Stauferkreis Göppingen bekommt einen Tourismusförderer. Der Kreistag billigte in seiner letzten nicht öffentlichen Sitzung die neue 75-Prozent-Stelle. Die zunächst auf drei Jahre befristete Position soll noch im Herbst besetzt werden. Kreisräte sehen in der neuen Position einen Betrag zur Unterstützung des Strukturwandels im Landkreis. Angesiedelt werden soll die Stelle bei der kreiseigenen Wirtschaftsförderung (Wif).



    Wirtschaftsförderung wird aufgestockt

    GÖPPINGEN (eas). Der neue Tourismusbeauftragte des Kreises Göppingen wird die Wirtschaftsförderung (Wif) des Landkreises verstärken. In seiner jüngsten Sitzung hatte der Kreistag die Einrichtung dieser 75 Prozent Stelle beschlossen. Unklar war bis zuletzt lediglich, ob der noch zu findende Tourismusförderer beim Landratsamt oder bei der Wif angesiedelt wird. Diese Entscheidung ist jetzt gefallen. „Nachdem  die Wif viel Pionierarbeit für die Tourismusförderung geleistet hat, ist es nur konsequent und richtig, diese Arbeit für die nächsten drei Jahre finanziell und personell aufzustocken“, sagte der Landrat Franz Weber zur Begründung.



    Tourismusförderer kommt im Herbst

    KREISTAG / Neue Stelle soll zur Wirtschaftsförderungsgesellschaft

    Fachkraft wird jetzt gesucht - Position ist zunächst auf drei Jahre befristet

    Der Stauferkreis Göppingen bekommt einen Tourismusförderer. Der Kreistag billigte in seiner letzten nicht öffentlichen Sitzung die neue Stelle. Die Position soll noch im Herbst besetzt werden.

    RÜDIGER GRAMSCH

    KREIS GÖPPINGEN Noch in diesem Jahr soll der Tourismusförderer im Stauferkreis seine Arbeit aufnehmen. In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause beschloss der Kreistag, dass diese neue 75-Prozent-Stelle geschaffen wird. Sie ist zunächst auf drei Jahre befristet. Die Position wird in diesen Tagen ausgeschrieben. Kreisräte sehen in der neuen Position auch einen Beitrag zur Unterstützung des Strukturwandels im Landkreis.
     
    Angesiedelt werden soll die neue Stelle bei der kreiseigenen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wif). Die hat in einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung die Entscheidung des Kreistags begrüßt. "Nachdem die Wif viel an Pionierarbeit für die Tourismusförderung im Landkreis Göppingen geleistet hat, ist es nur konsequent und richtig, diese Arbeit nun für die nächsten drei Jahre finanziell und personell aufzustocken", erklärte Geschäftsführer Reiner Lohse. Und weiter heißt es: "Wir können nun die geeignete Person suchen und die inhaltliche Tätigkeit mit den bereits vorhandenen Aktivitäten der Wif zusammenführen."
     Die Wif ist seit 1995 inhaltliches und organisatorisches Vorbild für viele andere Wirtschaftsförderungseinrichtungen bundesweit. Bei Themen wie Stärkung der Innovationskraft, Aufbau eines Netzwerkes der Gesundheitswirtschaft und Initiativen gegen den Ingenieurmangel hat auch die Region Stuttgart von den Erfahrungen der Wif profitiert.
     
    Im Gegenzug hat die Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart (WRS) die Wif in das EU-Förderprojekt "Albaufstieg 2005" einbezogen oder Hilfestellung bei der Vermarktung von Gewerbeflächen geleistet.
     
    Die Wif selbst hatte erst im Februar in Salach die Tourismusmesse organisiert, auf der die Freizeitangebote im Landkreis erstmals gebündelt vorgestellt werden konnten. Parallel dazu wurde ein Reiseführer über den Stauferkreis aufgelegt. Eine Neuauflage der Messe sei jedoch auch aus personellen Gründen vorerst nicht möglich, hatte Wif-Projektleiter Matthias Scholz erst kürzlich erklärt und darauf verwiesen, dass die Wif vorrangig andere Projekte zur Wirtschaftförderung betreuen muss.
     
    Landrat Franz Weber, Aufsichtsratsvorsitzender der Wif, hebt den Anspruch der kreiseigenen Gesellschaft hervor. "Durch die sehr enge Kooperation mit der Steinbeis-Stiftung steht dem Kreis exklusiv das Know-how einer weltweit agierenden Entwicklungs-, Beratungs- und Weiterbildungseinrichtung zur Verfügung. Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal in der Region Stuttgart."
     



    Ein wichtiges Signal

    KOMMENTAR:



    RÜDIGER GRAMSCH

    Der Stauferkreis bekommt einen Tourismusförderer. Der Kreistag hat mit seiner Entscheidung ein ebenso wichtiges wie richtiges Signal gesetzt. Das Geschäft mit Urlaubern, Kurgästen, Naherholern und Tagungsteilnehmer unterm Hohenstaufen muss genau so engagiert gefördert werden wie der Maschinenbau.
     
    Der Landkreis hat nicht nur seine drei Bädergemeinden, sondern darüber hinaus eine attraktive Landschaft mit immer neuen Freizeitangeboten. Die Einstellung eines Tourismusförderers ist nach der immensen Vorarbeit, die die Experten in der Tourismus-Initiative Stauferkreis (Workshop der Busunternehmer, Gaststätten-Wettbewerb, Sommer der Ver-Führungen) und bei der Wirtschaftsförderung - Wif - (Tourismusmesse, Reiseführer, Gesundheits-Netzwerk) geleistet wurde, nur konsequent. In der neuen Stelle können diese Aktivitäten gebündelt werden.
     Die neue Kraft soll zudem vom Fach sein, also auch die Klaviatur der Angebotsgestaltung und Vermarktung spielen können. Das ist auch vor dem Hintergrund der geplanten Hotels in Göppingen und der Bäder-Projekte im Voralbgebiet gut. Lange genug wurde hier nur handgestrickt. Dass der Kreistag für die Mammutaufgabe keine Vollzeitstelle geschaffen hat, ist noch ein Schönheitsfehler, der sich korrigieren lässt. Wichtig ist, dass die neue Kraft professionell arbeiten kann. Die Anbindung an die Wif macht daher Sinn.
     



    Landkreis will den Tourismus stärken

    Stelle für Spezialisten beschlossen – Wirtschaftsförderer regt Webportal und Bäderkarte an

    GÖPPINGEN. Erstmals seit 20 Jahren wird es im Kreis Göppingen wieder einen Tourismusförderer geben. Der Kreistag hat einer auf drei Jahre befristeten Stelle zugestimmt. Ob sie bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft angesiedelt sein wird, ist noch unklar.

    Von Corinna Meinke

    Reiner Lohse, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Göppingen, freut sich über den Beschluss. Schließlich ist dem Marketingfachmann schon lange klar, dass der Tourismus eine Branche im Kreis ist, die deutliche Wachstumsmöglichkeiten hat. Wachsen kann nach seinen Worten vor allem die Zahl der Übernachtungen, die seit Jahren bei rund 460 000 stagnieren. Die neue Messe sieht Lohse als großes Zugpferd, von dem auch der Kreis Göppingen bei den Übernachtungen profitieren könne, schließlich sei der Weg ins Filstal genauso nah wie der in die Stuttgarter Innenstadt. Schon die erste Messe auf den Fildern habe so viele Gäste in den Kreis gebracht, dass die Bettenkapazität beispielsweise in Bad Boll gleich erschöpft war. Lohse plädiert deshalb auch für ein weiteres Hotel in Göppingen und fordert die Stadt auf, sich endlich für den Tagungstourismus zu öffnen.

    Vier wichtige Arbeitsfelder nennt Lohse, für die sich der neue Tourismusförderer einsetzen sollte: Der Kreis Göppingen muss eine eigene touristische Identität entwickeln und die zahlreichen Angebote bündeln, die die Kontakte zu den Tourismusverbänden und Einzelanbietern müssen gepflegt werden, der Kreis braucht ein eigenes touristisches Webportal, und schließlich müssen neue Ideen und Produkte wie beispielsweise eine Bäderkarte für die drei Heilbäder initiiert werden. Lohse geht davon aus, dass die Tourismusförderung sehr eng an die Wirtschaftsförderungsgesellschaft angekoppelt sein wird. Die Zeit sei auch deshalb reif, da die Kreise Esslingen und Rems-Murr ebenfalls im Begriff seien, eine Tourismusförderung zu installieren.

    Reiner Ruf verspricht sich von einem Tourismusförderer mehr Gehör im regionweiten Konzert der Kommunen. Der Bürgermeister der Gemeinde Rechberghausen, die mit publikumswirksamen Sommerausstellungen die Kunstfreunde lockt, sieht kreisweit vor allem bei den Bäderkommunen Entwicklungschancen. Hier müsste die Infrastruktur noch verbessert werden. Große Hoffnungen setzt Ruf auch in das Projekt Landschaftspark Schurwald, mit dem viele interessante Ziele für Tagestouristen und Wanderer beworben werden könnten. Auch Bad Überkingens Bürgermeister Martin Joos hofft auf mehr Gäste im Kreis Göppingen. Seine Kommune plant gerade den Ausbau des Thermal-Mineralbades. Zudem soll das bestehende Hotel erweitert werden. Gedacht ist an ein Viersternehaus mit 190 Betten.



    Ökoprojekt für Betriebe

    In Geislingen startet Ecofit

    GEISLINGEN. Ökologisch handeln und dabei Geld sparen, lautet die Devise von Donnerstag an in Geislingen. Die Stadt ermöglicht es kleineren Betrieben aus dem Kreis Göppingen, beim betrieblichen Umweltschutz auf den neuesten Stand zu kommen.

    Von Sabine Riker

    Umweltschutz ist ein Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt, auch in den Unternehmen. Nach Ebersbach beteiligt sich deshalb die Stadt Geislingen als zweite Kommune im Kreis Göppingen an dem Landesprojekt Ecofit. Die Stadt will kleineren Unternehmen und Dienstleistern die Chance geben, im ökologischen Bereich nachzurüsten. Mit dabei sind auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WiF) und die Beratungsgesellschaft Arqum aus München, die das Projekt begleitet.

    Der Umweltschutz in den Betrieben spare nicht nur bares Geld, sondern diene nicht zuletzt auch der Rechtssicherheit, erklärt die Wirtschaftsbeauftragte der Stadt Geislingen, Brigitte Jansen. Denn die Unternehmen seien dazu verpflichtet, die geltenden gesetzlichen Auflagen einzuhalten. Gerade für die kleineren Firmen sei dies oft schwierig, weil ihnen häufig die erforderlichen Kenntnisse fehlten und sie auch nicht das Geld dazu hätten, einen Umweltbeauftragten zu engagieren.

    Doch nicht nur die rechtliche Seite des Umweltschutzes wird erörtert. Die Teilnehmer des Projekts werden zudem in mehreren Workshops über die verschiedensten Aspekte des Themas informiert. Der Bogen spannt sich dabei vom Abfallmanagement über Möglichkeiten des Energiesparens bis zum sparsamen Einsatz von Wasser. Außerdem nimmt ein Umweltberater der Beratungsgesellschaft Arqum die jeweiligen Unternehmen unter die Lupe und erhebt alle umweltrelevanten Daten. Auf deren Basis entwickelt er gemeinsam mit Mitarbeitern einen Maßnahmenkatalog, der peu à peu umgesetzt werden soll.

    An dem Projekt in Geislingen nehmen nicht nur Betriebe und Dienstleister teil. Auch die Stadt selbst will von Ecofit profitieren. So sollen das Abfallmanagement und der Bauhof genau auf Verbesserungspotenziale untersucht werden. Am Schluss des Projekts erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat. Ecofit gilt im Übrigen auch als Vorstufe zum Zertifikat Ökoaudit. Bei dem ersten Workshop am Donnerstag, der um 13 Uhr beginnt, wird das Projekt noch einmal vorgestellt. Nach einem Stehempfang um 14 Uhr werden die Ziele festgelegt und Umweltteams gebildet.



    Betriebe suchen dringend Ingenieure

    Aufgrund der guten konjunkturellen Entwicklung haben die ansässigen Unternehmen wieder einen hohen Bedarf an Fachkräften, hauptsächlich Ingenieuren. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen (Wif) stellte jetzt Möglichkeiten vor, dem Fachkräftemangel zu begegnen.

    LANDKREIS Großes Jammern in den Betrieben. Vor allem Ingenieure sind Mangelware. Schon greifen die ersten Unternehmer aus dem Stauferkreis zu unkonventionellen Lösungen. Der eine hat gleich ein ganzes Ingenieurbüro in Nordrhein-Westfalen aufgekauft, der andere die Ingenieure aus einem in Insolvenz gegangenen Betrieb nahe Wuppertal übernommen und ihnen in der Nähe ihres bisherigen Arbeitsplatzes ein Büro eingerichtet. Bundesweit fehlt ein gesamter Abschlussjahrgang an Ingenieuren. Um die wenigen, die auf dem Arbeitsmarkt zu bekommen sind kämpfen die kleinen und mittelständigen Unternehmen im Kreisgebiet gegen die Konzerne oft auf verlorenem Posten. Über 20 Unternehmen folgten der Einladung der Wif in die Hochschule Göppingen zur Informationsveranstaltung, bei der Dekan Rainer Würslin über verschiedene Möglichkeiten der Kontaktaufnahme mit den Studierenden, Nutzung der Laboreinrichtungen sowie der Umstellung auf Bachelor und Master Abschlüsse, referierte. Im Anschluss an den Vortrag wurden mit den Anwesenden verschiedene Module diskutiert, an den Ingenieursnachwuchs heranzukommen. Besonders gut angekommen sind die Vorschläge, im November eine Kontaktmesse zu veranstalten.



    Metzger rät zu mehr regionaler Planung

    POLITIK / Podiumsveranstaltung der Grünen

    Die Grünen machten jetzt bei einer Podiumsdiskussion mit dem Wirtschafts- und Finanzexperten Oswald Metzger die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises zum Thema. Der Landtagsabgeordnete riet zu mehr regionaler Planung.

    GÖPPINGEN Das Publikum in der Göppinger Stadthalle wird es nicht ungern vernommen haben. Der auch für die eigene Partei oft unbequeme grüne Politiker attestierte dem Kreis, der in Rankings der Region zuverlässig hinten rangiert, gar nicht mal so schlecht aufgestellt zu sein. Metzger verwies neben der Metallbranche und den Zulieferern für die Autoindustrie vor allem auf die "sehr intakte Landschaft" und riet dazu, Kirchturmpolitik zugunsten eines Mehr an regionaler Planung aufzugeben. "Vielleicht erreicht es einmal den Kreistag", schloss er seinen rhetorischen Schnelldurchlauf durch die Themen der deutschen Wirtschaft. Der Landtagsabgeordnete hatte mit der Globalisierung begonnen, streifte die Schwellenländer China und Indien, die "uns die Harke zeigen", kam immer wieder auf seinen eigenen Wahlkreis Biberach zurück, ging kurz auf die Beschäftigung weiblicher Mitarbeiter ein, um beim Mindestlohn anzukommen, den er ablehnt. "Menschen setzen Dinge in Gang, nicht Gutachten", kommentierte er das Gutachten, mit dem das Landratsamt der Wirtschaft im Kreis aufhelfen will und empfahl eine Coachinggruppe, die die wirtschaftliche Fortentwicklung auf die Geleise setzt. Christine Kumpf von der Wirtschaftsförderung der Stadt Göppingen brachte den spezifischen Blickwinkel der Kommune ein. Man versuche, die vorhandenen Kompetenzen am Ort zu behalten und Netzwerke zu schaffen - mit dem Ziel, diese Kompetenzen nach außen zu tragen. Peter Saile von der Industrie- und Handelskammer betonte, dass nicht so sehr der Abbau von Arbeitsplätzen das Problem sei, sondern der "ganz eklatante Ingenieurmangel" und die geringe Dynamik. Damit war das Podiumsgespräch beim eigentlichen Thema des Abends angekommen, nämlich dem Strukturwandel. "Wir sind mitten drin", meinte Reiner Lohse von der Wirtschaftsförderung des Kreises und beschrieb die Handlungsfelder der Zukunftsinitiative. Das könne etwa die Einführung der Mechatronik in neue Branchen sein. Die Beiträge der 30 Zuhörer entsprachen der Spannweite der angesprochenen Themen. Der Göppinger Grünen-Stadtrat Christoph Weber wies auf miteinander konkurrierende Ziele wie Tourismus einerseits und Gewerbe auf der anderen Seite hin. FDP-Kreisrat Hans-Georg Frey mahnte eine bessere Verkehrserschließung des oberen Filstals an, stieß aber damit bei Metzger auf wenig Gegenliebe. Mit den Verweis auf den eigenen Wahlkreis kam dieser zu dem Schluss: "Der Zusammenhang zwischen Verkehrserschließung und Wirtschaftswachstum ist nicht zwingend."



    Ein bisschen großzügiger sein

    STRUKTURWANDEL / Expertenrunde diskutiert Ideen

    An Ideen, wie die Strukturkrise des Stauferkreises zu überwinden ist, fehlt es nicht. Das wurde bei einem Expertengespräch des CDU-Kreisverbandes deutlich. Teilnehmer der hochkarätig besetzten Runde forderten dabei auch mehr Großzügigkeit und Risikobereitschaft.

    KREIS GÖPPINGEN An den Strukturproblemen des Landkreises Göppingen gibt es nichts zu deuteln. Landrat Franz Weber, der in der Expertenrunde mit den CDU-Bundes- und Landtagsabgeordneten aus dem Kreis teilnahm, kündigte an, dass der Verwaltungsausschuss des Kreistages am 6. Juli über das schon heftig diskutierte Strukturgutachten entscheiden soll. Die Expertise soll aber jetzt auch Handlungsfelder aufzeigen, über die die Krise zu meistern ist. Auf einige der möglichen Handlungsfelder wurde in dem Gespräch eingegangen. Sparkassen-Chef Jürgen Hilse forderte eine Stärkung des Kompetenznetzwerkes Mechatronik, das bei großzügiger Ausstattung mit Finanzmitteln zu einem in Europa führenden Zentrum ausgebaut werden könnte. Die Mechatronik bezeichneten er wie auch Wirtschaftsförderer Reiner Lohse und IHK-Geschäftsführer Peter Saile als Schlüsseltechnologie, die - von den Firmen genutzt - zu Neuentwicklungen führen kann. Hilse: "Mechatronik heißt, dass es in der Bohrmaschine künftig einen Chip gibt, der verhindert eine unter Putz liegende Leitung anzubohren." Der Gesundheitsbereich sei ein weiteres Feld, auf dem der Stauferkreis sich profilieren könnte, waren sich Hilse, Lohse und der Betriebsleiter der Ditzenbacher Vinzenztherme, Michael Skorzak einig. Chancen für den Tourismus im Landkreis sieht der Boller Bürgermeister Hans-Rudi Bührle . Der Göppinger Oberbürgermeister Guido Till warnte davor, das Heil nur im Dienstleistungsbereich zu sehen. "Wir brauchen auch die Produktion. Ohne Produktion keine Dienstleistung". Es gelte, bestehende Unternehmen zu pflegen: "Wenn die einmal ihren Standort verlassen haben, kommen sie nicht mehr zurück". Hans Binder von der gleichnamigen Unternehmensgruppe in Böhmenkirch, sprach die Probleme bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter an "Ingenieure sind so gut wie nicht mehr zu bekommen", bedauerte er. Vom konjunkturellen Aufschwung profitiere derzeit das Handwerk überhaupt nicht, stellte Kreishandwerksmeister Jürgen Schmid fest. Im Gegenteil: Die Bautätigkeit sei deutlich zurückgegangen, was auch an der fast um die Hälfte zurückgegangenen Zahl der Baugenehmigungen deutlich werde. Als Chance für den Stauferkreis sieht Ulrich Weiss (Leonhard Weiss) ein besseres Miteinander der Städte und Gemeinden um gemeinsam die Stärken herauszustellen. Die Landtagsabgeordnete Nicole Razavi will die Idee der Technologieplattform Biogas für das Gewerbegebiet Türkheim weiter verfolgen. Ihr Kollege Dietrich Birk machte sich dafür stark, die "Leuchtturmprojekte" wie die Märklin-Erlebniswelt, Frisch Auf oder den Tigerentenclub für den Stauferpark zu vermarkten. Die Forderung nach einem Kommunikationskonzept wurde von mehreren Teilnehmern in der vom Bundestagsabgeordneten Klaus Riegert geleiteten Diskussion erhoben.



    Innovationspreis für Firmen im Kreis

    GÖPPINGEN. Zum siebten Mal haben die Kreissparkassen und die Wirtschaftsförderung (WiF) im Landkreis jetzt den Göppinger Innovationspreis ausgeschrieben. Der Preis ist mit 15 000 Euro dotiert. Der Bewerbungsschluss ist am 21. September.

    Von Klaus Nonnenmacher

    Teilnehmen können alle Unternehmen und Unternehmensnetzwerke aus dem Landkreis Göppingen, und zwar neuerdings auch unabhängig von der Betriebsgröße. Bisher waren Betriebe mit mehr als 500 Mitarbeitern vom eigens zur Förderung des Mittelstands geschaffenen Innovationspreis ausgeschlossen. „Da es aber nur eine Handvoll größere Unternehmen im Kreis sind, haben wir jetzt beschlossen, den Wettbewerb ganz zu öffnen“, erklärt Matthias Scholz von der WiF.

    Über mangelnde Teilnahme hatte man sich aber auch in den Vorjahren nicht beklagen können. Zuletzt hatte sich die dreiköpfige Jury mit 50 Bewerbungen auseinander gesetzt. Sie besteht aus Jürgen Hilse, dem Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Göppingen, Professor Heinz Trasch, dem Vorstandsvorsitzenden der Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung und Reiner Lohse, dem Geschäftsführer der WiF.

    Preisgekrönt werden innovative Produkte, Verfahren, Dienstleistungen oder Unternehmensorganisationen der vergangenen zwei Jahre. Die Preisvergabe erfolgt in feierlichem Rahmen im Januar kommenden Jahres. Die Bewerbungsunterlagen können telefonisch bei der Göppinger WiF unter der Nummer 07161 5023-585 bestellt werden oder unter www.innovationspreis-gp.de.



    Tolle Produkte sind gesucht

    INNOVATIONSPREIS

    KREIS GÖPPINGEN Innovative Produkte und Dienstleistungen, die in Betrieben im Kreis Göppingen entwickelt wurden, können mit dem Innovationspreis 2007 ausgezeichnet werden. Der Preis ist mit insgesamt 15 000 Euro dotiert und wird von der Kreissparkasse Göppingen zusammen mit der WiF-Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen ausgeschrieben. Teilnehmen können alle Unternehmen und auch Unternehmensnetzwerke aus dem Landkreis Göppingen - unabhängig von der Betriebsgröße - deren innovative Produkte, Verfahren, Dienstleistungen oder Formen der Unternehmensorganisation innerhalb der Jahre 2005 bis 2007 auf dem Markt eingeführt wurden. Neben den Unternehmen der gewachsenen Industrien sind besonders Vertreter aus den Branchen Handel und Dienstleistung eingeladen sich zu beteiligen. Über die Vergabe des Preises entscheidet der Innovationsausschuss der WiF, dem folgende Personen angehören: Jürgen Hilse, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Göppingen, Prof. Dr. Heinz Trasch, Vorstandsvorsitzender der Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung und Reiner Lohse, Geschäftsführer der WiF. Die Preisvergabe erfolgt in feierlichem Rahmen im Januar 2008. Bewerbungsschluss ist der 21. September 2007. Bewerbungsunterlagen: Telefon: (07161) 50 23 585 oder über http://www.innovationspreis-gp.de.



    Psychologie im Verkauf

    GÖPPINGEN Die "Gründergrotte", der Treffpunkt für Existenzgründer und Jungunternehmer, öffnet wieder am Donnerstag, 3. Mai, ihre Pforten. Beginn ist um 19.30 Uhr. Veranstaltungsort ist die "Wache" im Stauferpark. Das Impulsreferat hält Matthias Scholz von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wif). Er spricht über die Psychologie im Verkauf und wie Manipulation zu erkennen. Danach besteht die Möglichkeit, Gespräche mit Vertretern der Trägerorganisationen zu führen. Neben der WiF sind das die Agentur für Arbeit, die Wirtschaftsförderung der Stadt Göppingen, die IHK, Wirtschaftsjunioren Göppingen, Kreissparkasse, Volksbank, VHS sowie die NWZ.



    Salach will Kräfte bündeln

    MARKETING / Premiere für Wirtschaftsforum

    Salach will Kräfte bündeln

    Lenkungsgremium soll koordinieren Neugierde hat 40 Selbstständige und Gemeinderäte am Donnerstag geleitet, sich im evangelischen Gemeindehaus zu treffen. Es ging darum, was die 570 Betriebe am Ort künftig gemeinsam mit Kommune und Vereinen machen könnten. LEONHARD FROMM SALACH Wilhelm Wahl von der Heldele GmbH, Manfred Gebauer vom gleichnamigen Aktiv-Frischmarkt, Michael Haide vom IT-Haus Schmid & Partner oder Dieter Übele vom Autohaus Schmid - außer Emag und Briefverteilzentrum Salach waren die lokalen Schwergewichte beim 1. Salacher Wirtschaftsforum vertreten. "Ich war einfach neugierig, was sich hier entwickelt", meint etwa Thomas Herp vom gleichnamigen Ingenieurbüro. Und der Göppinger Apotheker Helmut Wälde, der seit wenigen Wochen in der Kommune seine vierte Apotheke betreibt, sagt: "Es ist immer wichtig, Kontakte zu knüpfen." Die grundsätzliche Bereitschaft aller Beteiligter, sich zum Wohl der Kommune einzubringen, wird bei den lockeren Gesprächen vor und nach den Vorträgen von Bürgermeister Bernd Lutz, Kreiswirtschaftsförderer Reiner Lohse und dem Vorsitzenden des Handels- und Gewerbevereins, Peter Kupka, deutlich. Allen Beteiligten ist bewusst, sie stehen nicht nur mit ihren Firmen, Produkten und Dienstleistungen im regionalen Wettbewerb, auch die Kommune selbst mit ihren Gewerbeflächen, Kinderbetreuungseinrichtungen, Bau- und Arbeitsplätzen, ihrer Kaufkraft und ihrer Einzelhandels- und Verkehrsinfrastruktur konkurriert mit anderen Standorten. Deshalb wollen Lutz und Kupka unter dem Dach der "Salach Marketing" ein Lenkungsgremium installieren, das Termine und Aktivitäten von Kommune, Vereinen und Firmen nicht nur koordiniert und gemeinsam bewirbt. So könnten bei Firmenjubiläen Vereine die Bewirtung übernehmen und Programmpunkte gestalten. Oder zum Weihnachtsmarkt kann das Sortiment abgesprochen werden, um ein breiteres Angebot zu machen. Dabei kann sich die örtliche Wirtschaftssubstanz trotz der Insolvenz der Papierfabrik mit ihren 200 verlorenen Jobs sehen lassen: Neben Göppingen ist Salach im Kreis die einzige Kommune, in die mit 635 Personen mehr Beschäftigte ein- als auspendeln. Insgesamt stellen die 570 Betriebe und Selbstständigen 3150 Arbeitsplätze und zahlen 1,8 Millionen Euro Gewerbesteuer. Zum Vergleich: Mit 940 000 Euro fördert die 7800-Einwohner-Kommune jährlich die Kinder- und Ganztagsbetreuung ab dem 1. Lebensjahr, um den Eltern Berufstätigkeit und Familie zu ermöglichen. Neben drei Hektar Gewerbefläche in zwei Parzellen, sowie den Gewerbebrachen Schachenmayr und Papierfabrik hat die Gemeinde Salach in Brühl und Kaffeegasse Bauplätze für Familien. Mit dem Weiterbau der B10 Richtung Geislingen kann Salach bei der Verkehrsanbindung immer besser punkten. Dass die Gemeinde aber Imageprobleme hat, machen wiederum die Gespräche am Rande dieses ersten Wirtschaftsforums deutlich: So tun sich die Betriebe schwer, Fach- und Führungskräfte aus der Region in den S-Bahn-freien Raum zu locken. In Arbeitskreisen will Bernd Lutz nun Kontakte und Themen vertiefen.



    Thema Verkaufstricks

    Die "Gründergrotte", der Treffpunkt für Existenzgründer und Jungunternehmer, öffnet kommenden Donnerstag um 19.30 Uhr in der Wache im Stauferpark wieder ihre Pforten.

    GÖPPINGEN Das Impulsreferat bei der "Gründergrotte" am kommenden Donnerstag, 19.30 Uhr, in der Wache im Stauferpark hält Matthias Scholz von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wif). Er spricht über die Psychologie im Verkauf, wie Verkäufer durchschaut werden, wie Manipulation zu erkennen ist und wie geschickter verhandelt werden kann. "Die gängigen Tricks im Verkauf sollte man kennen, nicht unbedingt um sie selbst anzuwenden, aber auf jeden Fall um es zu merken, wenn sie an einem selbst angewandt werden", so Scholz. Es gibt viele und unterschiedlichste Faktoren warum letztlich eine Kaufentscheidung getroffen wird. Meistens bleiben diese Taktiken dem Käufer verborgen. Zurück bleibt höchstens eine gewisse Unzufriedenheit. Kaum einer ahnt, dass er Opfer von einem gezielten Prozess der Einflussnahme wurde. Was also führt dazu, dass eine Person tut, was eine andere möchte? Und welches sind Techniken, die solche Faktoren effektiv einsetzen. Danach besteht die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und Gespräche mit Vertretern der Trägerorganisationen der "Gründergrotte" zu führen. Neben der WiF sind das die Agentur für Arbeit, die Wirtschaftsförderung der Stadt Göppingen, die IHK, Wirtschaftsjunioren Göppingen, Kreissparkasse, Volksbank, VHS professionell sowie die NWZ.



    Ideen für Teilnehmer

    Göppinger Maschinenbautage: Überregionaler Erfolg / Gute Stimmung

    Von Ronald Geiger

    15 Referate entlang der gesamten Prozesskette von der Maschine über das Werkzeug bis zu Software und Messtechnik haben 250 Entwickler und Vertriebsleute bei den Göppinger Maschinenbautagen gehört.

    Dass die Stimmung in der Branche gut ist, belegen Zahlen des Vereins des Deutschen Werkzeugbaus (VDW), die der Frankfurter Geschäftsführer Helmut von Monschaw in Göppingen vortrug. Demnach steigerte die Branche, die 65 000 Beschäftigte in ihren Stammbelegschaften hat, ihren Umsatz binnen vier Jahren um 26 Prozent. Für 2007 erwartet der VDW einen Umsatz von 11,5 Milliarden Euro aufgrund des guten Bestelleingangs. Fünf Prozent dieses Volumens dürften auf den Kreis Göppingen entfallen.

    Die Teilnehmer, die aus dem gesamten deutschsprachigen Raum kamen, lobten die Prominenz der Referenten, die etwa von Daimler-Chrysler, Siemens, Bosch Rexroth oder Zeiss kamen, und den Teilnehmern praxisnah aufzeigten, was sie anbieten müssen, um auch künftig im Geschäft zu bleiben. Anbieter wie Stama, EMAG oder MAPAL gaben tiefe Einblicke in ihre Strategien, mit denen sie Billigkonkurrenz aus Fernost Paroli bieten. Service, Flexibilität und Verfügbarkeit einerseits, aber auch beherrschbare Komplexität andererseits lauten die Schlagworte, hinter denen sich viele Anregungen für die Zuhörer verbargen.

    Der Geschäftsführer des Wangener Mineralguss-Anbieters Epucret, Volker Jackisch, und Reiner Lohse von der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landkreises Göppingen, hatten den Kongress organisiert. Denn das Filstal ist wie kein anderer Landkreis bundesweit so sehr von mittelständischer Werkzeugmaschinenkompetenz geprägt. Ein Grußwort sprach am Mittwoch zur Eröffnung Landrat Franz Weber, der am Freitag im Kreistag über Wachstumsstrategien für die Region diskutierte.

    Für den Kongress waren international 30 000 Adressen angeschrieben und 100 000 Euro professionelle Organisation samt rustikaler Abendveranstalter und Messezeitung investiert worden, die über Gebühren nun wieder hereinkamen.   



    „Dem Landkreis fehlt die Dynamik“

    Neuer Wettbewerb geplant – Auch ökologische und soziale Aspekte berücksichtigen

    Wirtschaftlich steht der Landkreis Göppingen nicht schlecht da, doch es fehlt ihm an Dynamik. So zumindest lautet das Fazit der Initiatoren des Zukunftsworkshops. In der gestrigen Sitzung des Kreistages wurden deren Zukunftsinitiative für den Landkreis vorgestellt.

    HANS STEINHERR

    KREIS GÖPPINGEN   Das Wichtigste kam zum Schluss: „Lasst uns arbeiten – Analysen haben wir genug“, erklärte Professor Werner Ziegler, Prorektor der FH Nürtingen-Geislingen und einer von fünf Initiatoren des Zukunftsworkshops. Seit Mai 2005 geht dieser in Arbeitskreisen der Frage nach, wie die Wirtschaftsstruktur des Landkreises voran gebracht werden kann. 

    Erste Erkenntnisse über die Ausgangssituation im Kreis wurden gestern im Kreistag vorgestellt. Sie resultieren aus bereits vorliegenden Bewertungen. „Und sie lassen einen roten Faden erkennen“, meinte IHK- Geschäftsführer Peter Saile. „Wirtschaftlich gesehen steht der Landkreis gar nicht so schlecht da, doch es fehlt ihm an Dynamik“. Platz 250 von bundesweit 439 auf ihre Zukunftschancen hin untersuchten Landkreisen. In den innovativen, den in die Zukunft gerichteten Leitbranchen Automobil, Elektrotechnik, IT und Software sei der Kreis nicht und lediglich im Bereich Maschinenbau erkennenswert vertreten. Die Dichte von Firmenneugründungen mit gerade 2,2 auf 1000 Einwohner sei viel zu niedrig, so Peter Saile. „Es gilt die Stärken nach außen zu kommunizieren“, verdeutlichte Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung im Kreis. Er zeigte Überlegungen bezogen auf die Felder „Unternehmerfreundliche Verwaltung“, „Kommunikation“, „Innovationsförderung“  und „Finanzierung“ auf und wie man sich damit befasst habe, wie Wertschöpfung entstehen könne.

    Die Einführung von Lotsen in den Rathäusern als Anlaufstellen für Firmen und Firmengründer ist ein erstes Ergebnis davon. „Der Workshop muss wiederholt werden“, so Professor Ziegler. „Was bringt unseren Landkreis voran?“ soll auch ein von Ziegler angekündigter neuer Wettbewerb der NWZ erkennen lassen. Eine zügige Umsetzung forderte er und eine Entscheidung darüber, wer was einzuleiten habe. Dies könne nur mit der professionellen Hilfe eines Moderators geschehen. Das Wann, Wer und Was beschäftigte auch die Kreisräte. Für Peter Feige (SPD) bedeutete die Vorstellung der Zukunftsinitiative nicht viel mehr als eine Bestandsfassung. Er wollte wissen: „Stimmen all die Fakten und Daten in den vorliegenden Strukturanalysen? Hat man sich damit auch beschäftigt?“ Der Ebersbacher Bürgermeister Edgar Wolff (Freie Wähler) gab zu bedenken, dass man sich auch Gedanken über Zukunftsfähigkeit unter sozialen und ökologischen Aspekten machen müsse.    



    Analyse der Gegenwart soll Weg in die Zukunft ebnen

    Zukunftsinitiative präsentiert Göppinger Kreistag ihre Ergebnisse zur wirtschaftlichen Situation des Kreises

    GÖPPINGEN. Zwei Jahre lang hat sich eine Zukunftsinitiative mit den Ursachen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Kreises Göppingen befasst und nach Lösungen gesucht. Der Erkenntnisgewinn ist eher gering: Man brauche jemanden, der sich kümmert.

    Von Carola Sauer

    Es gibt eine Vielzahl von Analysen der wirtschaftlichen Situation der Landkreise im Land. Eines haben alle gemeinsam. Der Kreis Göppingen kommt dabei, was seine wirtschaftliche Dynamik, das Wachstum innovativer und beschäftigungsintensiver Branchen und damit seine Zukunftsfähigkeit anbelangt, nicht besonders gut weg. Vor zwei Jahren hatte die Kreissparkasse Göppingen deshalb eine Zukunftsinitiative angeregt. 25 Vertreter aus den Bereichen Verwaltung, Wirtschaft,  Bildung und Medien haben sich daraufhin zusammengesetzt und vier Felder, in denen Handlungsbedarf bestehe, definiert: die kommunalen Verwaltungen müssten unternehmerfreundlicher, das Marketing der Stärken des Kreises verbessert und die Förderung von Innovationen durch die Gründung von Netzwerken gestärkt werden, sagte Reiner Lohse, der Geschäftsführer der kreiseigenen Wirtschaftsförderungsgesellschaft gestern bei der Präsentation im Kreistag. Zudem müsse im bereich Finanzierung geklärt werden, wie man mehr Göppinger zu Firmengründungen ermuntern könne.

    Daraus leitete die Gruppe eine zentrale Forderung ab. „Wir brauchen jemanden, der sich kümmert“, sagte Werner Ziegler, der Prorektor der Fachhochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Man benötigte einen externen Berater, der den Prozess moderiere, vorantreibe und die Umsetzung der erarbeiteten Ziele kontrolliere. Unnötig sei hingegen  eine weitere Bestandsanalyse. „Bei uns sind sich die Herren Gutachter einig“, was die Bewertung der Stärken und Schwächen anginge, sagte Ziegler.

    Die Stärken und Schwächen des Landkreises fasste Peter Saile, der Geschäftsführer der Göppinger Industrie- und Handelskammer, noch einmal zusammen. Der Kreis profitiere zurzeit von der guten Konjunktur, dies dürfe aber über erhebliche Strukturprobleme nicht hinwegtäuschen. Im bundesweiten Vergleich schneide der Kreis gut ab, innerhalb der Region Stuttgart hingegen nehme er den hintersten Platz ein. Dabei spiele die starke Abhängigkeit von der Automobil- und Maschinenbaubranche eine Rolle. Diese zähle zwar zu den Leitbranchen, in denen Deutschland im internationalen Vergleich gut aufgestellt sei. Es seien aber keine beschäftigungsintensiven Bereiche, im Gegenteil: Dort werde die Automatisierung voranschreiten. Es fehle an innovativen Wachstumsbranchen und an unternehmensnahen Dienstleistungen, die sich in den Nachbarkreisen als Jobmotor erwiesen hätten. Außerdem gebe es überdurchschnittlich wenige Existenzgründungen. Bei einer Unternehmensbefragung der IHK hatten Firmen den Kreis als landschaftlich attraktiven Standort mit hohem Freizeitwert und bis Göppinger guter Verkehrsanbindung bewertet, aber die schlechte Innovationsfähigkeit , Defizite in der Verkehrsinfrastruktur und ein negatives Stimmungsbild montiert: Der Göppinger an sich jammere gerne.

    Der Kreistag indes, der sich gestern zweieinhalb Stunden Zeit nahm für das Thema, möchte auf eine weitere Analyse nicht verzichten. Über die Zustandsbeschreibung hinaus soll sich diese mit den Ursachen befassen und Handlungsempfehlungen geben. Die Expertise soll im Mai in Auftrag  gegeben werden. Die Freien Wähler und die Grünen möchten dabei auch soziale und ökologische Aspekte berücksichtigt wissen.      



    Lob für Konzept und Veranstalter

    „Mit dieser Veranstaltung haben sie eine Benchmark gesetzt, die kaum mehr zu toppen sein wird“, umschrieb gestern nach dem Schlusswort von Volker Jackisch ein Teilnehmer der Maschinenbautage die Stimmung.

    Leonhard Fromm

    GÖPPINGEN   15 Referate in zwei Tagen, 33 Messestände, fünf Betriebsbesichtigungen und ein zünftiger Abend am Donnerstag im Uhinger Gerber-Bräu lagen gestern hinter den 250 Werkzeug-Maschinenbauern, die aus dem gesamten deutschsprachigen Raum nach Göppingen gekommen waren. Von der internationalen Beflaggung vor der Stadthalle, bis zur Messezeitung, die gestern morgen verteilt wurde und teils Erinnerungsfotos von der Party des Vorabends illustriert war, stimmten alle Details, die einen professionellen Kongress auszeichnen.

    Tausende getauschte Visitenkarten zeugen von der Hochwertigkeit der Kontakte, die man hier knüpfen konnte. Egal, ob mit den Referenten von Bosch Rexroth, Siemens und Daimler-Chrysler oder Vertriebsexperten, die – gerade zurück aus Russland, Indien oder Mexiko – Kollegen wertvolle Ansprechpartner ausländischer Fabriken nennen konnten oder Kooperationen besprachen. So hatten sich Epucret- Chef Volker Jackisch und Reiner Lohse, Geschäftsführer der kreiseigenen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF) den Kongress vorgestellt. Kraftvoll und dynamisch sollten ihre Maschinenbautage werden, die sie mit einem fünfköpfigen Team gut ein Jahr lang vorbereitet hatten. International 30 000 Adressen hatten sie über ihre Kontakte zusammengetragen, angeschrieben und teils nachtelefoniert. Hochkarätige Referenten wurden über Jackischs  Netzwerk ausgespäht und für Göppingen gewonnen. Denn Qualität von Referenten und Qualität und Quantität der Zuhörer stehen bei solchen Veranstaltungen in engem Wechselverhältnis. Und nachdem auch die Fachpresse den Göppinger Branchentreff angekündigt hatte und immer mehr Details über Resonanz und Konzept deutlich wurde, drängten sich auch Aussteller auf den fahrenden Zug, um in Foyer oder kleinem Saal der Stadthalle noch einen Stand zu bekommen.

    Rund 100 000 Euro wurden für die Veranstaltung ausgegeben und über die Teilnehmer wieder eingenommen. Hinzu kommen die Personalkosten bei WiF und Epucret. „Entweder man macht es richtig oder man kann es ganz sein lassen“, meinte gestern ein sehr zufriedener Lohse, der mit Jackisch und anderen im Herbst 2005 den Flop der ersten Maschinenbautage ausgewertet hatte. Diese bestanden letztlich aus der Addition mehrerer Hausmessen mit ein paar Vorträgen als Schnittpunkt. Dieses Mal drehte der eindeutige Veranstalter WiF, beraten von Epucret, das Konzept herum. Im Mittelpunkt standen Referate, die die gesamte Branche vom Kleinbetrieb bis zum Konzern ansprachen und die gesamte Prozesskette in den Blick nahmen: vom Maschinenbau über den Werkzeugbau bis zu Messtechnik und Software. Aussteller und Betriebsbesichtigungen bei Stama, Boehringer, Jung, AGIE (Schorndorf), Ex-Cell-O und Epucret dienten als Ergänzungen – wie die Kongress-Party im Gerber-Bräu, die dem Bedürfnis nach Geselligkeit gerecht wurde.  



    Ein wichtiges Forum

    Kommentar: Maschinenbautage von Rüdiger Gramsch

    Die Göppinger Maschinenbautage haben den Stellenwert des Werkzeugmaschinenbaus im Stauferkreis eindrucksvoll unterstrichen. Nach der zweitägigen Veranstaltung darf man getrost feststellen, dass die Experten der Branche auch im Hochlohnland Deutschland gute Zukunftschancen einräumen, wenn es ihr gelingt, sich auf ihre Stärken zu besinnen. Innovation, Präzision und Service lauten da die Schlagworte, um Billigprodukten aus China und anderen Schwellenländern Paroli zu bieten.

    Der globalisierte Markt ist gewiss nicht einfach, doch die Firmen aus dem Filstal haben sich in den vergangen Jahren international gut positioniert. Dabei ist auch die Erkenntnis gewachsen, dass die Konkurrenz nicht im eigenen Landkreis sitzt. Ein offener Informationsaustausch untereinander, wie er jetzt bei den Maschinenbautagen gepflegt wurde, ist vorbildlich. Nur gemeinsam werden sich die deutschen Maschinenbauer behaupten können.

    Die hochkarätig besetzte zweitägige Veranstaltung in der Göppinger Stadthalle hat deutlich gemacht, dass die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises der Branche ein wichtiges Forum gegeben hat. Die hervorragend  organisierte Tagung, für die es viel Lob gab, ist ein gelungener Beitrag zur Wirtschaftsförderung und Bekenntnis des Kreises zu den ansässigen Unternehmen. Jetzt ist es wichtig, die Maschinenbautage in Göppingen zu etablieren.



    Asien macht Filstal mächtig Druck

    „Wir referieren hier, damit Sie wissen, was sie liefern müssen, um im Geschäft zu bleiben“, beginnt ein Referent. Im Halbstundentakt hören seit gestern 250 Maschinenbauer und Zulieferer Anwenderberichte und Problemlösungen.

    Leonhard Fromm

    GÖPPINGEN   Der Erfolg der Maschinenbautage basiert auf drei Säulen: Die Prominenz der Referenten, die vom Frankfurter Geschäftsführer des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) bis zum Berliner Planungsleiter der Daimler-Chrysler AG reicht. Der Qualität der Vorträge, die über technische und strategische Veränderungen der Branche informieren. Und die Resonanz von 250 Unternehmern, von denen nur ein Viertel aus dem Kreis Göppingen kommt. Das Gros ist zur Freude der Hoteliers teils aus Norddeutschland, Österreich und der Schweiz angereist.

    Dieser Erfolg ist umso beachtlicher als bundesweit täglich Seminare und Kongresse um Teilnehmer aus dem Maschinenbau und branchennaher Dienstleistung buhlen und die Besucher 380 Euro für die beiden Tage entrichten. Dass die Stimmung gut ist, belegen Zahlen von VDW- Geschäftsführer Helmut von Monschaw. Demnach steigerte die Branche ihren Umsatz binnen vier Jahren um 26 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro, die auf Grund des guten Bestelleingangs für dieses Jahr erwartet werden. Fünf Prozent dieses Volumens dürfte auf den Kreis Göppingen entfallen. Insgesamt beschäftigt die Branche 65 000 Mitarbeiter. Hinzu kommen Zeitarbeiter und Subunternehmer. Der Auslastungsgrad liegt laut von Monschaw bei 91 Prozent. Ab 88 Prozent gelte es als sehr gut. Die Folge sind teils bereits Engpässe bei Lieferung und Service, zumal es an qualifizierten Fachkräften fehle.

    Zwar liegt der Weltmarktanteil Deutschlands an Werkzeugmaschinen noch bei 17 Prozent, hinter Japan mit 22 Prozent, doch China habe bereits 12 Prozent. Und auch Russland, Indien, Südkorea, Türkei, Brasilien oder Mexiko holten auf. Die Referenten zeigten ihre Überlebensstrategie für den weltweiten Wettbewerb auf, die in immer komplexeren Maschinen- und Fertigungskonzepten, Standardisierung, Modularisierung und Mix der Produktionsstandorte von Europa und Asien liegen. Gestern Abend traf sich das Plenum gesellig im Uhinger Gerber-Bräu. Heute enden die Maschinenbautage, die die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WiF) und der Wangener Epucret- Geschäftsführer Volker Jackisch ausrichten. Viel Lob der Besucher finden Organisation, Logistik und Rahmenprogramm.       



    „Innovationspotenzial nutzen“

    Interview mit Franz Weber

    Heute beginnen in Göppingen die Maschinenbautage, die von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WiF) organisiert werden. Über die zweitägige Veranstaltung, zu der über 250 Teilnehmer erwartet werden, sprachen wir mit Landrat Franz Weber.

    Herr Weber, es ist ziemlich ungewöhnlich, dass ein Landkreis als Veranstalter von technisch orientierten Fachkonferenzen tätig wird. Was hat Sie dazu veranlasst?

    WEBER: Die heutige Dynamik weltweiter Märkte und die damit einhergehende Verschärfung des internationalen Wettbewerbs erhöhen den Innovations- und Leistungsdruck für Unternehmen und Regionen. In unserem Landkreis – traditionell ein Zentrum des Werkzeugmaschinenbaus – ist dies deutlich spürbar. Ich habe die Initiative von Entscheidungsträgern der regionalen Wirtschaft, die Göppinger Maschinenbautage durchzuführen, sehr gern aufgegriffen. Wir wollen die Innovationspotenziale der Werkzeugmaschinenbauer aus dem Landkreis Göppingen deutlich machen und mit unserer Unterstützung einen praktischen Beitrag zur regionalen Wirtschaftsförderung leisten.

    Nun besteht da eigentlich kein Mangel an produktionsorientierten  Tagungsveranstaltungen in Deutschland. Woher kommt Ihr Optimismus, dass dieser Fachkongress angenommen wird?

    WEBER: Sicher gibt es viele Veranstaltungen, die jedoch, so ist mein Eindruck, überwiegend sehr akademisch angelegt sind und damit häufig den Anwender und Nutzer von Produktionstechnik nicht erreichen. Unsere Zielgruppe ist die gesamte Branche, also Hersteller, Händler und Käufer von Werkzeugmaschinen. In Vorträgen unserer Referenten werden konkrete Trends und Innovationen für die betriebliche Fertigung vorgestellt, die bei Firmenbesichtigungen und Hausmessen dann auch angeschaut werden können.

    Das Tagungsmotto lautet: „Werkzeugmaschinen für Ihre Fertigung – produktiv, präzise, preiswert.“ Netter Slogan oder tatsächlich Programm?

    WEBER: Ganz klar Programm. Erstens: Wir konzentrieren uns auf Werkzeugmaschinen. Zweitens: Wir sprechen Leute an, die mit diesen Maschinen in ihrer Fertigung Teile herstellen und drittens werden wir darüber diskutieren, ob Werkzeugmaschinen aus Hochlohnländer soviel produktiver und präziser sind wie sie mehr kosten, also ihren Preis wert sind.

    Wie wichtig sind für Sie die Referenten der Tagung?

    WEBER: Ich bin sehr glücklich über die Zusage des Geschäftsführers des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken, Helmut Monschaw, der die aktuelle Situation des deutschen Werkzeugmaschinenbaus vorstellen wird. Vertreter der Automobilindustrie sowie des Werkzeug- und Formenbaus werden über ihre produktionstechnischen Anforderungen und innovative Werkzeugmaschinen berichten.

    Sind auch regionale Firmen bei dieser Tagung präsent?

    WEBER: Ja, ich freue mich, dass namhafte  Referenten führender Maschinenbauer und Zulieferer aus unserem Kreis Landkreis, aber auch aus der Nachbarschaft dabei sind. Zum Beispiel von Stama, Ex-Cell-O, Boehringer, Körber Schleifring, Agie, Emag und Zeiss. Aber auch Bosch und Siemens sind mit von der Partie.

    Es gibt bei den Maschinenbautagen Referate und Hausmessen. Was wird den Teilnehmern noch geboten?

    WEBER: Ergänzt wir die Tagung durch eine umfangreiche Poster und Exponatausstellung im Foyer der Göppinger Stadthalle, in der die Vortragenden und viele regionale Unternehmen ihre Neuigkeiten vorstellen werden. Auch an den gesellschaftlichen Teil der Veranstaltung wurde gedacht. So wird es am ersten Tag einen Maschinen- Abend geben, der im „Gerber Bräu“ stattfinden wird.    



    Internationales Treffen der Maschinenbauer

    Am Mittwoch beginnen in Göppingen die zweiten Maschinenbautage des Kreises

    GÖPPINGEN. Etwa 270 Gäste aus sechs Nationen werden in dieser Woche in Göppingen erwartet. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises veranstaltet die zweiten Maschinenbautage. Dieses Mal stehen Fachvorträge im Vordergrund.

    Von Carola Sauer

    Die Premiere vor zwei Jahren war etwas holprig verlaufen. Statt vieler kleiner Hausmessen einzelner Firmen hatte die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Göppingen (WiF) die Bemühungen der örtlichen Maschinenbauunternehmen in einer zentralen Leistungsschau bündeln wollen. Doch das Besucherinteresse war eher verhalten und manche der teilnehmenden Firmen eher enttäuscht: Die Wif habe für die Veranstaltung zu wenig geworben, so der Vorwurf. Die erwiderte die Kritik. Die Unternehmen hätten bei Ihrer eigenen Kundschaft zu wenig die Werbetrommel gerührt für die Veranstaltung, die zum Zentralen Maschinenbauplatz werden soll. Schließlich sind im Landkreis Göppingen zahlreiche namhafte Maschinenbauunternehmen zu Hause. Die Tagung soll Käufer und Hersteller hochwertiger Produktionstechnik zusammenbringen und ihnen ein Podium verschaffen.

    Für die Neuauflage der Maschinenbautage haben Reiner Lohse von der WiF und seine Kollegen deshalb ein neues Konzept erarbeitet. Das Marketing hat die WiF zentral organisiert. Und die Präsentationen der einzelnen Firmen im Rahmen  ihrer Hausausstellungen stehen diesmal nicht so sehr im Vordergrund wie Fachvorträge, für die die Wif Experten aus dem In- und Ausland gewonnen hat. In mehreren Fachblättern ist auf die Maschinenbautage, die am Mittwoch eröffnet werden, hingewiesen worden. Das schlägt sich in der Resonanz wieder. Nach Angaben von Lohse haben sich 270 Teilnehmer aus der Bundesrepublik, aus Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, aus Österreich und aus Spanien zu dem zweitägigen Kongress angemeldet.

    Die zweiten Maschinenbautage werden morgen um 10 Uhr in der Göppinger Stadthalle von Landrat Franz Weber eröffnet. Anschließend spricht Helmut von Monschaw, der Geschäftsführer des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken, über die aktuelle Situation des Werkzeugmaschinenbaus. Bis 17 Uhr werden in der Stadthalle dann Vorträge zu den unterschiedlichsten Maschinenbaubereichen gehalten.

    Dabei geht es um Zustandsbeschreibungen und Zukunftsaussichten der Branche. Achim Feinauer, der Geschäftsführer der Schlierbacher Stama- Maschinenfabrik, hält um 14 Uhr einen Vortrag über „Wirtschaftliche Fertigung Im Hochlohnland – Lösungen zur Standortsicherung“. Am Donnerstag, 22. März, werden zwischen 9 und 12 Uhr Vorträge gehalten. Parallel zu den Fachreferaten wird eine Poster- und Exponatausstellung angeboten. Außerdem öffnen sechs Unternehmen am Donnerstag ihre Pforten für die Konferenzteilnehmer.

      



    Austausch über neue Trends

    In der Stadthalle Göppingen beginnen morgen, Mittwoch, die Maschinenbautage. Zu der zweitägigen Veranstaltung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF) haben sich rund 250 Teilnehmer aus ganz Deutschland und dem benachbarten europäischen Ausland angesagt.

    GÖPPINGEN   Die Göppinger Maschinenbautage sollen ein Forum bieten, auf dem Trends und Neuigkeiten in der Branche ausgetauscht werden, so der WiF- Geschäftsführer Reiner Lohse. Dass die Vertreter der führenden Maschinen- und Werkzeugbaufirmen in Göppingen tagen, hat für Landrat Franz Weber, Schirmherr der Veranstaltung, seinen Grund. Der Landkreis sei jeher ein Zentrum des Werkzeugmaschinenbaus und deshalb sei hier der Innovations- und Leistungsdruck der Firmen bei dem sich verschärfenden Wettbewerb deutlich spürbar.

    Viel Prominenz wird zu der Tagung in der Göppinger Stadthalle erwartet. So wird Helmut von Monschaw, der Geschäftsführer des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (Frankfurt) zum Auftakt der Tagung aktuelle Situationen des deutschen Werkzeugmaschinenbaus beleuchten. Über die produktionstechnischen Herausforderungen der Automobilindustrie spricht der Planungsleiter von Daimler- Chrysler, Günther Hoffmann (Berlin). Dr. Wolfgang Leonhardt, der Geschäftsführer des Graveurbetriebs Leonhardt in Hochdorf will in seinem Referat die Anforderungen der Werkzeugmacher an die Werkzeugmaschinenindustrie formulieren. Auch Vertreter im Stauferkreis ansässiger Firmen werden zu den Teilnehmern sprechen. Dr. Manfred Berger, der Geschäftsführer von Ex-Cell-O in Eislingen, wird über Kernkompetenzen für zukünftige Produktionstechnik referieren, Dr. Achim Feinauer, der Geschäftsführer der Stama Maschinenfabrik in Schlierbach wird sich mit der wirtschaftlichen Fertigung im Hochlohnland auseinandersetzen. Dr. Leo Schreiber, der Leiter Technologie der Boehringer Werkzeugmaschinen in Göppingen, stellt hochproduktive Fertigungstechnologien vor, Norbert Hessbrüggen, Geschäftsführer der Emag in Salach spricht über die lückenlose Technologiekette für ganzheitliche Fertigungslösungen. Weitere Referenten der Tagung kommen aus Hamburg, Genf, Erlangen oder Oberkochen.

    Zum Rahmenprogramm der Veranstaltung gehört ein „Maschinenabend“ im Gerber Bräu in Uhingen am Mittwoch und die Möglichkeit von Betriebsbesichtigungen und des Besuchs von Hausmessen bei Stama in Schlierbach, Boehringer und K. Jung in Göppingen, AGIE in Schorndorf, Ex-Cell-O in Eislingen und Epucret in Wangen.



    Ohne Karten bequem durch die Landschaft

    ALBTRAUFWEG / Neuer Anreiz für Touristen

    An zwei Flanken im Kreis sind derzeit Bemühungen im Gange, das Naherholungsangebot aufzupeppen: Der Raum Voralb strickt an einem durchgängigen Albtraufweg von Aichelberg bis Gammelshausen, die Schurwaldgemeinden am Kaisersträßle.

    BORIS-MARC MÜNCH DÜRNAU

    Ein Grund zu Eifersüchteleien? Der Dürnauer Bürgermeister und Verbandsvorsitzender im Raum Bad Boll, Friedrich Buchmaier, verneint dies: "Ich sehe es durchaus positiv, wenn zwei so unterschiedliche Landschaften ihren Charakter hervorstellen und insgesamt Bewegung in Sachen Naherholung entsteht. Das kann sich durchaus ergänzen." Mit Interesse verfolgt der Verbandsvorsitzende des Raums Bad Boll auch die Aktivitäten der WIF, eine Fremdenverkehrsmesse auf die Füße zu stellen. "Ich finde es gut, was dort auf den Weg gebracht wurde, dies könnte auch unsere Sache unterstützen", sagt Buchmaier und kann sich vorstellen, die Fühler zum Landkreis auszustrecken. Wege verknüpfen Währenddessen wird im Voralbgebiet fleißig an einem durchgängigen Albtraufweg gestrickt. Erklärtes Ziel der Verbandsgemeinden ist es, einen Weg zu schaffen, der seinen Namen verdient, den man, so Buchmaier, "ohne großes Kartenstudium und tiefes Fachwissen nutzen kann." Es geht nicht darum, neue Wege zu bauen, sondern die vorhandenen durch entsprechende Beschilderung zu verknüpfen, attraktiver zu gestalten und den Wanderer auf Angebote wie Aussichtspunkte oder Naturdenkmäler aufmerksam zu machen. Über den Albtraufweg hinaus denkt die Verbandsgemeinschaft an die Vermarktung einzelner Produkte, die für die Landschaft der Voralb mit ihren Streuobstwiesen charakteristisch sind, wie zum Beispiel Apfelsaft, Brot oder Holzspielzeug. "Wir wollen das Projekt auf breiter Basis weiter entwickeln und Nägel mit Köpfen machen", betont Buchmaier. Region gibt Zuschuss Die finanziellen Grundlagen dafür sind gegeben, da die Region den Zuschussantrag über 14 000 Euro genehmigt hat. Konkrete Gedanken zur Umsetzung macht sich der Arbeitskreis Albtraufweg bei seiner Sitzung am 13. März in Boll. Es treffen sich Vertreter aus den Gemeinden, der Landwirtschaft, des Forstes, des Naturschutzes, der Wirtschaft sowie die Sprecher verschiedener Bürgergruppen, unterteilt in verschiedene Arbeitsgruppen. Aus der bunten Zusammensetzung wird ersichtlich, dass den Initiatoren an einer breiten Bürgerbeteiligung gelegen ist. Sobald die Hausaufgaben gemacht sind, werden die Ergebnisse zusammengetragen. Dies soll noch vor der Sommerpause geschehen, bevor es dann an die Umsetzung im Feld geht. Ein wunden Punkt gibt es noch: die Absage Aichelbergs. Schließlich ist Aichelberg das von der Autobahn weithin sichtbare Eingangstor in den Raum. "Der Ort ist ein wichtiger Schlüssel in der Gesamtkonzeption", räumt Buchmaier ein. "Wir setzen darauf, dass Aichelberg noch mitmacht", sagt Buchmaier.



    1. Touristikmesse im Kreis Göppingen

    Die erste regionale Touristikmesse des Landkreises Göppingen war aus Sicht der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF) und der teilnehmenden Tourismusbetriebe erfolgreich.

    Rund 400 Messebesucher informierten sich Anfang Februar in der Salacher Stauferlandhalle über das touristische Angebot im Landkreis Göppingen. "Für uns hat sich die Messe aboslut gelohnt", berichtet Hans-Ulrich Kauderer vom Badhotel in Boll. Viele konkrete Anfragen habe es gegeben - auch von außerhalb des Göppinger Landkreises. Diese Einschätzung bestätigt ebenso Andreas Brucker vom Hotel Seminaris in Boll, der selbst vom großen Andrang positiv überrascht war. Fast 70 Aussteller aus den Bereichen Hottelerie, Gastronomie, Outdoor, Event und Wellness hatten die Vielfalt des Naherholungskreises präsentiert.

    "Mit der Messe  wollen wir den Baknntheitsgrad des Landkreises als Naherholungsgebiet steigern", sagt Organisator und Wirtschaftsförderer Reiner Lohse. Die WiF hat die von der Europäischen Union geförderte Veranstaltung ins Leben gerufen . Als nächstes soll die MEsse außerhalb des Landkreises stattfinden.  



    Touristikmesse ist ein Erfolg

    Neuauflage schon im Visier

    SALACH. Zufriedene Aussteller und eine volle Stauferlandhalle – besser hätte die erste regionale Touristikmesse im Kreis Göppingen den Veranstaltern zufolge nicht laufen können. Rund 5000 Besucher waren dazu am Wochenende nach Salach geströmt.

    Von Klaus Nonnemacher

    Was vorsichtig als Versuchsballon gedacht war und Matthias Scholz von der Wirtschaftsförderung des Landkreises in den vergangenen 3 Monaten intensive Vorarbeit abverlangt hatte, gilt seit gestern als Erfolgsmodell. „Die Touristikmesse ist der absolute Renner. Sie bekommen in der näheren Umgebung der Halle keinen Parkplatz mehr“, jubelte Scholz gestern. Aus der ganzen Region und sogar aus dem bayrischen Nachbarland seien die Besucher herbeigeströmt. Und zwar gezielt, wie Scholz beobachtet hat. „Das ist nicht die Laufkundschaft, die mal einen Prospekt mitnimmt, weil man ohnehin schon einmal da ist, wie auf der CMT“, sagt der Wirtschaftsförderer.

    Genau darauf hatten die 60 Anbieter aus dem Kreis Göppingen, vom Hotel bis zum Kurbetrieb, vom Reiseveranstalter bis zum Reiterhof, spekuliert. „Für uns ist diese Messe hier genau das richtige Podium. Zu uns kommen nicht unbedingt Touristen aus ganz Deutschland. Aber für die Region sind wir schon ein lohnendes Erholungsziel“, hatte unter anderen der Adelberger Bürgermeister, der auf der Messe für sein kommunales Freizeitzentrum mit Wellenbad warb, als Parole ausgegeben. Selbst die Regiomarketinggesellschaft  war vom dem Zuspruch auf der Salacher Touristikmesse überrascht worden. Obwohl zweimal nachgefordert, waren sämtliche Prospekte an ihrem Stand am frühen Sonntagnachmittag vergriffen.

    „Es ist bis jetzt noch nicht einmal abzusehen, welche Schwerpunkte am meisten nachgefragt werden“, erklärte Scholz. zu groß sei der Andrang an allen Ständen, als dass sich einzelne Publikumsattraktionen ausmachen ließe. Ob beim schwäbischen Albverein oder beim Überkinger Badhotel, die Besucher standen Schlange. Auch der Fachkongress, der der Messe am Freitag vorangegangen war, war Matthias Scholz zufolge bestens angenommen worden. Die Tipps zu Themen wie Ferienwohnungen, Gesundheitstourismus oder der Ausblick auf die Perspektiven der Branche fanden beim Fachpublikum ebenso Anklang wie das bunte Rahmenprogramm der Messe mit geführten Wanderungen, Diaschauen und GPS- Vorführungen bei den Besuchern.

    Eine Neuauflage er regionalen Touristikmesse wird es Matthias Scholz zufolge auf jden Fall geben. Zumal einige Anbieter aus dem Kreis, die sich an diesem Wochenende nur mit einem Banner zufrieden gegeben hatten, beim nächsten Mal unbedingt auch mit einem eigenen Stand dabei sein wollen. Möglicherweise wird das Konzept der Messe aber ausgeweitet. Vertreter der Nachbarkreise, insbesondere des Kreises Esslingen, hatten die Salacher Messe mit Interesse verfolgt. „Eine gemeinsame Touristikmesse würde Sinn machen“, meint Scholz, der aber in den kommenden Tagen zunächst die Erfahrungen dieses Wochenendes auswerten will, bevor er weitere Prognosen trifft.



    Besucherstrom reißt nicht ab

    Die erste regionale Touristikmesse der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Göppingen (WiF) in der Salacher Stauferlandhalle hat die Veranstalter überwältig. Die Besucher strömten in Scharen, um sich über das touristische Angebot im Landkreis zu informieren.

    Iris Ruoss

    SALACH   WiF- Geschäftsführer Reiner Lohse sammelt Fragebögen ein, verteilt Gummibärchen und andere Süßigkeiten, beantwortet Fragen der Besucher. „Es ist überwältigend“, freut sich Lohse angesichts des nicht abreißen wollenden Besucherstroms, der in die Halle drängt. Jeder, der die erste regionale Touristikmesse besucht, bekommt einen Fragebogen in die Hand gedrückt. „Damit können wir genau auswerten woher die Besucher kommen und welche Angebote sie am meisten interessieren“, erklärt Lohse. Beim Durchblättern der Zettel kommt er zu dem Ergebnis: „60 Prozent der Besucher sind aus dem Landkreis, der Rest sind auswärtige.“ Das Ziel der Messe ist klar: Man will über den Landkreis hinaus über das breit gefächerte Angebot in punkto Tourismus informieren und vor allem die Bewohner der Region Stuttgart animieren, Ausflüge in die Göppinger Gegend zu machen. „Wir wollen gezielt Tagesausflügler und Kurzzeittouristen ansprechen“, erklärt Lohse.

    Dass sich der Landkreis mit dem breit gefächerten Freizeitangebot nicht verstecken muss, wird beim Rundgang schnell deutlich. Da gibt es Outdoorangebote wie Wander, Mountainbiken oder Nordic-Walking. genauso wie vieles im Bereich Wellness und Gesundheit oder auch Kultur und Gastronomie. Im Freien wollen sich sehr viele Besucher ganz praktisch etwa in den Umgang mit GPS einführen lassen oder an geführten Wanderungen teilnehmen.

    Auch die Aussteller sind begeistert von den vielen Besuchern. „Der Messeauftritt hat sich gelohnt“, da sind sich viele einig. Den nächsten Gedanken hat man bei der WiF schon im Hinterkopf. „Wir haben angedacht, die Touristikmesse auch in anderen Landkreisen durchzuführen, um unser Angebot bekannter zu machen“, erklärt Lohse.

    Zu diesem Thema wurde am Freitag eine Fachtagung veranstaltet. Das Fazit erklärt der Geschäftsführer: „Alle waren sich einig, dass man mehr auf Tourismus in unserer Region setzen muss.“ Bei der Eröffnung hatte ein Vertreter des Wirtschaftsministeriums das inzwischen abgeschlossene Projekt Albaufstieg 2005 gelobt. Am Freitag und Samstag hatte man Rund 2400 Besucher gezählt. „Wir haben unsere Erwartungen bei 4000 Besuchern angesetzt“, meint Lohse, und er war sicher, dass diese Zahl bis gestern Abend erreicht wurde.



    Auf Entdeckungstour durch den Landkreis

    Anbieter warten auf der Touristikmesse mit Neuheiten auf – Viele Besucher am ersten Tag

    SALACH. Im Kreis Göppingen kann man wandern, Gleitschirmfliegen, eine Kur machen, reiten, Hochseilklettern und vieles mehr. Die erste regionale Touristikmesse in Salach bietet einige Neuheiten, für Abenteurer ebenso wie für Naherholungssuchende.

    von Klaus Nonnenmacher

    Gerade erst ist die große Touristikmesse in Stuttgart vorbei, da eröffnen in der Salacher Stauferlandhalle 60 Anbieter eine ganz neue Messe. Schon gestern strömten die Besucher zur Überraschung der Organisatoren in die Halle, die am Freitagnachmittag mit weniger Andrang gerechnet hatten. Enttäuscht wurde keiner. Der Landkreis hat touristisch für jeden etwas zu bieten, auch Geheimtipps für Daheimgebliebene sind dabei.

    Natürlich buhlen in der Stauferlandhalle die Bädergemeinden Bad Boll, Bad Ditzenbach und Bad Überkingen um die Gäste und auch Adelberg mit seinem Kloster und dem Wellenhallenbad Montemaris, dessen Innenausstattung auf der Bühne der Messehalle zum Nachempfinden originalgetreu nachgebildet ist. Auch das große Tagungshotel Seminaris  in Bad Boll heischt an einem Stand um Aufmerksamkeit. Umworben werden eigentlich die Tagungsgäste. Dass dort ein Brunch angeboten wird und dass man diesen mit einem Kletterkurs im Hochseilgarten verbinden kann, wissen nur wenige.

    Ebenso offenbart der Stand von Mode und Kosmetik Ramminger ungeahnte Einblicke in die Naherholungsangebote , die ansonsten am Albtrauf von den Veranstaltern wie den Badhotels, der schwäbischen Landpartie oder den Tourismusinitiativen Helfensteiner Land oder Stauferland geprägt sind. „Wir bieten auch Mode bis Größe 56. Für viele Frauen hat das auch was mit Wohlfühlen zu tun“, erklärt Barbara Ramminger. Schließlich habe eben nicht jede eine elfengleiche Figur. Ganze Wochenendpakete, die Einkaufen, unterschiedliche kosmetische Behandlungen, Massagen sowie einen Thermalbadbesuch mit einem Überraschungsmenü im Hotel umfassen, bietet sie an.

    Nebenan klopfen Kinder am Stand der Geopark-Infostelle Fossilien aus dem Schiefer. Der schwäbische Albverein präsentiert sein neuestes Angebot, Wandertipps Online. Mit einem Internetangebot macht auch Bernd Drahola auf sein Unternehmen aufmerksam. Die blaue Wand nennt er seine Plattform, auf der Wandertipps, Mountainbiketouren, Skaterstrecken und mehr ins Netz gesetzt werden sollen . Das kostenlose Angebot soll ständig aktualisiert und ausgetauscht werden.

    Für die Freizeitsportler gibt es offenbar im Kreis Göppingen ungeahnte Möglichkeiten. Bernd Adler aus Salach zeigt normalerweise nur im Internet Präsenz. In der Stauferlandhalle hat er erstmals einen Messestand. Mit ihm kann man Skitouren machen, Sechstausender in Nepal besteigen oder Klettern lernen. Nebenan bietet Peter Böhringer von con-la-natura seine Dienste an – vom Extrem-Outdoor-Seminar bis zum Freiluftkindergeburtstag oder Ballonfahren.

    „Für uns ist das hier genau die richtige Plattform“, haben gestern viele Aussteller bestätigt. „Der Urlaub und das Abenteuer kann schon wenige Schritte vor der Haustür beginnen“, so könnte das Motto lauten.

     



    Touristische Infrastruktur gefördert

    Der Fachkongress auf der regionalen Tourismusmesse in Salach eröffnete gestern Richard Drautz, Staatssekretär im Stuttgarter Wirtschaftsministerium.

    KREIS GÖPPINGEN / SALACH  „Es wäre schön, wenn der heutige Fachkongress und die Idee dieser Pilotmesse impulsgebend auch für die anderen Landkreise in der Region Stuttgart wirken und der Schulterschluss zu einer regionalen Touristikmesse für die Gesamtregion gelingen könnte.“ Mit diesen Worten schloss gestern in Salach Staatssekretär Richard Drautz (FDP) vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium seine Grußadresse zum Fachkongress im Rahmen der regionalen Touristikmesse in Salach. Noch bis Sonntag präsentieren sich dort in der Stauferlandhalle 50 Aussteller mit 80 themenorientierten Angeboten. Bei einem Fachkongress ging es gestern um ein breites Themenspektrum zu Fragen des Fremdenverkehrs und der Nacherholung im Landkreis Göppingen und der Region.

    „Mir ist daran gelegen, dass wir die im Tourismus und in den Dienstleistungen liegenden Chancen und Wachstumspotenziale wahrnehmen und nutzen“; sagte eingangs Drautz. Dazu leiste der Fachkongress einen konkreten Beitrag.

    Der Staatssekretär betonte, dass Baden-Württemberg bundesweit im Übernachtungstourismus nach Bayern auf dem zweiten, im Tagestourismus nach Bayern und Nordrhein-Westfalen auf dem dritten Rang liege. Mehr als 407 Millionen Tagesgäste gab es 2005 im Land, auf der schwäbischen Alb waren 2005 rund 63 Millionen Tagesreisen. „Für den Landkreis Göppingen können 15,8 Tagesreisen pro Übernachtung angenommen werden“, informierte Drautz weiter.

    Der Staatssekretär betonte jedoch, dass weiter Kunden gewonnen und mit attraktiven Angeboten geworben werden müssten. Von Januar bis November 2006 hätten die Ankünfte im Land um 2,1 Prozent, die Übernachtungen um 0,6 Prozent zugenommen. Als einziger Landkreis der Region habe Göppingen mit dieser Entwicklung nicht schritt halten können, deshalb seien vermehrte Anstrengungen zur Behauptung im touristischen Wettbewerb erforderlich. Dazu leiste der Fachkongress und die Messe einen wichtigen Beitrag.

    „Dies ist für das Land aber auch Ansatzpunkt zur Unterstützung der touristischen Infrastruktur im Landkreis“, erklärte Richard Drautz. So wurden im Kreis Göppingen im Rahmen der kommunalen Projektförderung von 1998 bis heute insgesamt vier touristische Infrastrukturvorhaben mit rund 2 Millionen Euro bezuschusst. Im Kreis Göppingen sind 30 Städte und Gemeinden mit 86 Maßnahmen in den Programmen zur städtebaulichen Erneuerung vertreten. Insgesamt werden dafür 152,84 Millionen Euro bereitgestellt.



    Göppingen gibt sich gastlich

    70 Aussteller bei erster Touristikmesse

    Salach, Kreis Göppingen – Mit rund 4000 Besuchern rechnet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen (WiF) bei der ersten regionalen Touristikmesse. 70 Aussteller präsentieren bis Sonntag den „Naherholungskreis Göppingen“:

    VON ANNETTE MOLL

    Die Erlebnis-Schwerpunkte wie Wandern, Radfahren, Geologie, Kultur, Wellness oder Gastronomie werden auf zehn Themeninseln präsentiert. „An diesem Charakter wollen wir festhalten“, sagt WiF- Geschäftsführer Reiner Lohse. Denn die Themenbündelung hält er für sinnvoller als den „Gemischtwarenladen CMT“.

    Salach ist die erste Gastgebergemeinde. Vom nächsten Jahr an soll die Göppinger Tourismusmesse durch die Region Stuttgart touren: „Wie ein Wanderzirkus“, so Lohse. Erwünscht sei, dass sich andere Landkreise , Städte und Gemeinden dann einklinken und so ein bunter Mix auf der Messe entstehe. Landrat Franz Weber eröffnete am Freitag als Schirmherr die Veranstaltung mit einem Fachkongress, bevor sich die Aussteller der Öffentlichkeit präsentierten. Optisches Highlight ist das mediterrane Erlebnisbad Montemaris (Adelberg), das sich per Digitaldruckphotos auf die Bühne der Stauferlandhalle gebeamt hatte. Das Bad wurde im Juni 2006 nach einem Umbau des alten Wellenbades neu eröffnet.

    Wer es rasanter mag: Uhingen stellt seine einzige Outdoor- Kartbahn in Süddeutschland vor, im Doppelsitzer nahm Lohse zur Eröffnung neben Kristine Baur Platz, Haupt- und Kulturamtsleiterin der Stadt Wiesensteig. Berge, Birnen, Barbarossa – so lautet der Untertitel der Messe. Die Angebote dazu gibt es ebenfalls in Salach. Reiner Lohse hält den Landkreis Göppingen ideal für einen Kurz- oder Zweiturlaub. Ganz besonders ziehe das Thema Geologie/ Saurier, das alle Altersschichten und Zielgruppen anspreche.



    Zeigen, was der Kreis zu bieten hat

    Morgen wird Landrat Franz Weber die erste regionale Touristikmesse für den Kreis Göppingen in Salach eröffnen. 50 Aussteller mit etwa 80 themenorientierten Angeboten werden sich präsentieren. Darüber hinaus gibt es ein Vortrags- und Rahmenprogramm.

    MICHEAL RAHNEFELD

    KREIS GÖPPINGEN/ SALACH   In der Stauferlandhalle in Salach (Staufeneckstraße) wird Landrat Franz Weber morgen, Freitag, kurz nach 11 Uhr die erste regionale Touristikmesse für den Kreis Göppingen eröffnen (wir berichteten bereits). Organisiert wurde die von der EU unterstützte Messe von der Wirtschaftsförderung des Landkreises (WiF) im Rahmen einer Tourismuskampagne, die unter anderem auch durch die Tourismusinitiative Stauferkreis (TiS) gestützt wird. Erst dieser Tage wurde dazu der neue Reiseführer „Berge, Birnen, Barbarossa“ für den Naherholungskreis Göppingen vorgestellt (wir berichteten). Zusätzlich wurde ein neues Internetportal www.filisa.de installiert.

    Hotels, Restaurants, Outdoor- Veranstalter, Kommunen, Wellness- Anbieter und andere Aussteller präsentieren in Salach bis 4. Februar ein vielfältiges Naherholungsangebot zwischen Albtrauf und Schurwald, Dreikaiserberge und Voralb. denn in dieser Region sind den unterschiedlichsten Aktivitäten kaum Grenzen gesetzt. Ob Wandern, Radfahren, Nordic-Walking, Skilauf, Klettern, Fliegen und Reiten, ob Wellness oder Natur pur, Führungen und regionale Besonderheiten kulinarischer art, nichts ist unmöglich, wie bei der Messe bewiesen werden soll. „Mit der Messe wollen wir die Region als Naherholungskreis bekannter machen“, sagt Reiner Lohse von der WiF. Dazu soll unter anderem auch ein Fachkongress dienen, bei dem es zehn Referate für Fachpublikum geben wird. Ein Vortragsprogramm mit sich wiederholenden Beiträgen ist genauso geplant wie ein Rahmenprogramm mit GPS- Vorführungen der Tanzgruppe Magna Civitas.

    Kinder werden auf der Messe durch das Göppinger Haus der Familie Villa Butz betreut. Auch ein Gastrobereich ist eingerichtet, teilt Reiner Lohse mit. Zur Zielsetzung der Messe führt Lohse an: Stärkung des Kompetenznetzwerks Gesundheit im Landkreis Göppingen; den Landkreis als Naherholungskreis positionieren und profilieren, die Einbringung von Fachpublikum und breiter Öffentlichkeit, die Schaffung einer Kommunikationsplattform, die Darstellung der Leistungserbringer aus der Tourismuswirtschaft, der Aufbau einer interdisziplinären Zusammenarbeit. Das Potenzial für Nachhaltigkeit sei vorhanden, ergänzt Lohse, der in der Messe auch einen Modellcharakter für die Region Stuttgart sieht, was von Regio Marketing Stuttgart bestätigt wird. Unterstützt werden soll mit der Messe auch der Antrag der Hochschule (HfWU) Geislingen beim Wissenschaftsministerium für einen Studiengang Tourismuswirtschaft.

    Im Rahmen der Eröffnung am Freitagmorgen um 11 Uhr werden neben Schirmherr Landrat Franz Weber auch Sabine Pfisterer von der EU- Kommission und Richard Drautz, Staatssekretär im Stuttgarter Wirtschaftsministerium, sprechen. Salachs Bürgermeister Bern Lutz eröffnet die Messe für die Öffentlichkeit am Freitagnachmittag um 14.30 Uhr . Ab 15 Uhr ist dann der Publikumsverkehr zugelassen.



    Eine Premiere mit besonderem Konzept

    Von Freitag bis Sonntag öffnet die Salacher Stauferlandhalle für die erste regionale Touristikmesse im Landkreis Göppingen ihre Pforten. Veranstalter ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen.

    Iris Ruoss

    SALACH   Die erste regionale Touristikmesse hat ein erklärtes Ziel: Man will zeigen, dass der Stauferkreis vielfältige touristische Angebote für Tagesausflügler, Kurz- und Zweiturlauber und Freizeittouristen zu bieten hat. Die Messepremiere wartet gleich mit einem besonderem Konzept auf. Die verschiedenen Messeangebote sind zu so genannten Themeninseln strukturiert zusammengefasst.

    Themen der Touristikmesse sind Wandern, Essen und Trinken, sowie Übernachten Kultur, Nordic Walking, Museen, Geologie, Mountainbike, Gesundheit und Wellness, Führungen und Outdoor, die ein besonders breites Spektrum umfasst. „Der Gedanke der Messe ist, das riesige Angebot zu bündeln und darzustellen“, erklärt Projektleiter Matthias Scholz.

    Als Naherholungsgebiet für die Region biete man ein ideales Gelände für unterschiedliche Freizeitaktivitäten, sagt Landrat Franz Weber. Ob Wandern, Radfahren oder Klettern, Fliegen, Reiten oder Golfspielen, die Möglichkeiten zu attraktiver Freizeitgestaltung sind schier unerschöpflich. Auch kulturelle und kulinarische Erlebnisse hat der Kreis in großer Zahl zu bieten, nicht zu vergessen die geschichtlichen Themen, denen man sich vor Ort anschaulich widmen kann.

    Die regionale Touristikmesse ist für die Aussteller eine Präsentationsplattform, wo sie mit Interessierten ins Gespräch kommen können. „Insgesamt sind 70 Anbieter präsent“, sagt Scholz. Aber auch die Messebesucher kommen auf Ihre Kosten, denn in der Stauferlandhalle können sie drei Tage lang das breit gefächerte Angebot des Kreises unter die Lupe nehmen und Informationen aus erster Hand sammeln. Der Reiseführer für den Kreis ist schon erschienen, zur Messe gibt es einen Katalog mit den buchbaren Angeboten der Region. „Wir wollen einfach Lust auf mehr machen“, meint Scholz.

    Die regionale Touristikmesse ist für die Wirtschaftsförderungsgesellschaft ein Pilotprojekt, das man noch weiter entwickeln will. Zu diesem Zweck findet im Rahmen der Messe ein Fachkongress mit regionalen Tourismusexperten statt. „Unsere Messe soll Vorreiter sein für andere Landkreise,“ erklärt Scholz.

    Man sucht ganz gezielt den Austausch, um später vielleicht eine gemeinsame Tourismusmesse der lokalen Anbietern in Stuttgart auf die Beine zu stellen.



    Entdeckungsreise durch Kultur und Landschaft

    Einen Zugang zu Sehenswürdigkeiten und Landschaften des Kreises will der Reiseführer „Berge, Birnen, Barbarossa“ bieten. Mit lebendigen Reportagen und vielen Bildern beleuchtet das Buch Hintergründe zu Kultur und Natur des Filstals.

    EVA BECK

    Kreis Göppingen „Ein Oktobermorgen oberhalb von Schlat am Albtrauf. Nebelschwaden lassen das Filstal wie einen Fjord erscheinen und wecken Assoziationen an das Jurameer vergangener Zeiten. Unten im Dorf kräht ein Hahn. Im Osten erhebt sich die Sonne über die blaue Wand der schwäbischen Alb.“ So beginnt das Kapitel „Streuobst, Heide, Waldgeschichten“ im Reiseführer „Berge, Birnen, Barbarossa“, den die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen jüngst herausgegeben hat. In dem kurzen Abschnitt wird deutlich, dass die Autoren des Buches einen neuen, modernen Zugang zu ihren Themen suchen – und zu ihren Lesern. Die erwartet kein trockenes Sammelsurium an Fakten, sondern ein lebendiges erzähltes Porträt der Region.

    Zunächst fällt die übersichtliche Einteilung auf: Die drei Kapitel und der Serviceteil sind farblich untergliedert, Stichpunkte am Rand verhelfen zu einem schnellen Überblick. Vor allem aber besticht der Reiseführer durch auffallend schöne, aussagekräftige Fotografien und konsequent gut aufbereitete Informationen: in Form von Grafiken, Karten, Infokästen, Zeichnungen, historischen Bildern.

    Unter dem Titel „Straße der Staufer“ nimmt der Autor den Leser im ersten Kapitel mit in das vor Mittagshitze flimmernde Palermo. Hier, in der Kathedrale, liegt Friedrich der II., der Enkel des Stauferkaisers Barbarossa, begraben. Und schon ist man mitten in der Geschichte des Mittelalters, deren europäische Verflechtungen unterhaltsam beleuchtet werden – einschließlich bemerkenswerter Geschichten am Rande, Details um Burgen, Klöster, Kirchen, Menschen und Zusammenhänge. Eine Entdeckungstour durch Natur und Landschaften bietet das Kapitel „Streuobst, Heide, Waldgeschichten“. Hier gibt es interessante Wanderrouten zu entdecken – wieder mit vielen Themen, die am Wegesrand liegen: Der Leser erfährt Wissenswertes über die Schlater Champagnerbratbirne, aus der ein bekannter Schaumwein destilliert wird. Oder aus der Welt der Vögel, Kräuter, Blumen in den Wacholderheiden an den Hängen des Goißentäles. „Tatort Schwäbische Alb“ – hinter dem Titel des dritten Kapitels verbergen sich Einzelheiten aus 200 Millionen Jahren Erdgeschichte. Die Fischsaurier-Funde in Eislingen sind ein großes Thema, die Zeit, als durch das Gebiet der Schwäbischen Alb Fische, Amphibien und Schildkröten durch ein tropisches Meer schwammen.  Der Service-Teil des Buches enthält Ausflugstipps mit Detailkarten, Tipps für Kultur- und Sportbegeisterte, Naturliebhaber und Wellness- Fans.

    „Berge, Birnen, Barbarossa“ bietet besonders für Ausflügler, Touristen und Wanderer einen guten, informativen Überblick und Einstieg in Kultur und Landschaft des Kreises. Und: Er macht Lust, sich eingehender mit dessen Geschichte und Frühgeschichte zu befassen. 

    INFO: Berge, Birnen Barbarossa. Der Reiseführer für den Naherholungskreis Göppingen, 144 Seiten, Preis: 12,90 Euro, ISBN: 978-3-936682-08-3

    Auslieferung über Hampp Verlag www.hamppverlag.de

    Informationen unter www.filisa.de



    Über Sauerwasser, Streuobst und Elefanten

    Der Reiseführer für den Naherholungskreis Göppingen hat selbst Eingeweihten noch etwas zu bieten

    GÖPPINGEN. „Berge, Birnen, Barbarossa“, so heißt der neues Reiseführer für den Landkreis Göppingen. Von heute an ist das 144 Seiten umfassende Werk im Buchhandel erhältlich. Nicht nur für Erholungssuchende aus der weiteren Umgebung gibt es darin zu entdecken.

    Von Andreas Pflüger

    Was hat ein Elefant im Wappen der Helfensteiner zu suchen? Wie kommt das Streuobst vom Baum in die Flasche? Wo gibt es Sauerwasser, und auf welche Weise lassen sich diese Stellen zu einer Radtour verbinden? Auf derartige Fragen gibt es künftig Antworten. Und das auch noch in kompakter, gebundener, allgemein verständlicher  Form. Manchmal, wie etwa beim Rüsseltier im herrlichen Siegel, sind dabei den Spekulationen Tür und Tor geöffnet. Manchem, wie etwa bei der Heilbrunnenrunde auf dem Drahtesel, gibt es allerdings auch ganz konkrete Anleitungen und Beschreibungen samt der dazugehörigen Landkarte.

    All diese Informationen finden sich in einem neuen Reiseführer über den –im Untertitel so genannten- Naherholungskreis Göppingen wieder, der auf eine Initiative der Wirtschaftsförderung des Landkreises hin entstanden ist. In vier Kapitel haben die Verantwortlichen das 144-seitige Werk unterteilt. Beginnend bei der altehrwürdigen Straße der Staufer geht es über Entdeckungen auf den Wiesen, auf der Heide und im Wald hinauf und tief hinein in den Tatort Schwäbische Alb. Abgerundet wird das Buch, für das Angelika Bruder und Martin Brückner verantwortlich zeichnen, durch einen kurzen, nach Rubriken sortierten Serviceteil.

    Dieser würde, da konkrete Öffnungszeiten und Kontaktdaten fehlen, normalerweise Anlass zur Kritik bieten, wäre da nicht ein ergänzender Katalog. Denn in dieser kostenlos erhältlichen Broschüre werden auf weiteren 90 Seiten die touristischen Angebote für das Jahr 2007 konkret vorgestellt. Da sich Termine und Ansprechpartner manchmal schneller ändern, als Bücher gemeinhin verkauft werden, hat man sich für diese Lösung entschieden, da der Katalog Jahr für Jahr neu aufgelegt werden kann und soll.    

    So ist der Reiseführer selbst, der den Titel „Berge, Birnen, Barbarossa“ trägt, auch viel mehr als eine willkürliche Aneinanderreihung unterschiedlicher Sehenswürdigkeiten. Er ist ein Lesebuch für Fremde und für Einheimische gleichermaßen. Durch die vielen Geschichten und Reportagen mehrerer Koautoren eröffnen sich neue und ungewohnte Perspektiven, selbst wenn Unvermeidliches und Altbekanntes geschildert oder beschrieben wird. Erzählt wird deshalb auch nicht nur von schönen Landschaften und bemerkenswerten kulturellen  Errungenschaften im Landkreis. Darüber hinaus geht es auch um die Menschen, die dort leben, um Spannendes am Rande der ausgetretenen Pfade und letztlich sogar um Kochrezepte.

    Und auch, wenn man nicht unbedingt von Geheimtipps sprechen kann, so sind die ausführlicher beschriebenen Streifzüge, etwa durch den Schurwald, zum Steinernen Haus oder rund um den Boßler, alles anderen als gewöhnlich. Obendrein sind die einzelnen Artikel reich bebildert. Das Layout ist ansprechend, aber nicht mit Effekten überfrachtet. Hilfreich sind zudem die Landkartenausschnitte, die einzelne Touren übersichtlich machen und ein Nachwandern oder -fahren zum Kinderspiel werden lassen. Abgerundet wird der gute Gesamteindruck durch die anschaulichen Grafiken, die vor allem im geologischen Part verwendet werden.

    Denn selbst wenn der beflissene Leser gewusst hat, dass der heutige Zeugenberg Hohenstaufen, vor vielen Millionen Jahren noch ein Tal gewesen ist, oder dass der Aichelberg der einzige Vulkanschlot weit und breit war, so ist es doch kein Fehler, wenn einem diese Besonderheiten nicht nur textlich, sondern auch bildlich erläutert werden.

    Lässt man am Ende der Lektüre die Seiten nochmals durch die Finger gleiten, stimmt es einen fast ein bisschen traurig, dass der Winter nun doch kommen soll.

    Von heute an ist der Reiseführer „Berge, Birnen, Barbarossa“ zum Preis von 12,90 Euro im Buchhandel erhältlich Das 144 Seiten starke, gebundene Buch trägt die ISBN- Nummer 978-3-936682-08-3.  



    Selbst die EU schickt eine Vertreterin

    Tourismusmesse in Salach

    SALACH. Die erste regionale Touristikmesse, die vom 2. bis zum 4. Februar in Salach im Landkreis Göppingen stattfindet, erfreut sich einer großen Beliebtheit. Knapp 70 Aussteller sind bereits angemeldet. Auch der Fachkongress am Freitag ist fast ausgebucht.

    Von Andreas Pflüger

    Keine zwei Wochen nach dem Ende der CMT auf dem Stuttgarter Killesberg findet in Salach eine regionale Tourismusmesse statt. „Wenn die Besucher in gleichem Maße in die Stauferlandhalle strömen wie die Anbieter, können wir mehr als zufrieden sein“, sagt Reiner Lohse, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung des Landkreises Göppingen (WiF). Er ist im Augenblick jedenfalls bester Dinge, dass die lokale Leistungsschau schon bei der Premiere „eine runde Sache“ wird. Die Halle selbst sei mit den Ständen der inzwischen knapp 70 Aussteller – vom Campingplatz- bis zum Skiliftbetreiber ist alles vertreten – bereits gut gefüllt, berichtet Lohse. „Aktuell gibt es noch Gespräche mit einigen Wohnmobilherstellern aus der Gegend, die ihre Produkte eventuell im Außenbereich präsentieren wollen.“

    Auch der Fachkongress „Regionale Touristikmesse“ zum Auftakt der Veranstaltung am Freitag, 2.Februar, ist mit 80 Teilnehmern annähernd ausgebucht. Interesse daran zeigt sogar die Europäische Union. Eine Vertreterin der  EU-Kommission wird von Brüssel nach Salach reisen. Bei dem Kongress soll es unter anderem darum gehen, ob eine derartige Tourismusmesse als Modell für eine die gesamte Region Stuttgart präsentierende Schau taugen könnte und wie die Expertensicht die touristischen Perspektiven der Gegend überhaupt einschätzen.

    „Doch natürlich kommen auch alle anderen Besucher, die sich für Naherholung im Stauferland oder aber für Wellness- und Kurzurlaube interessieren, auf ihre Kosten“, betont Lohse. Zudem, so fügt der WiF –Geschäftsführer hinzu, habe man für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm samt einer umfassenden Kinderbetreuung durch das Göppinger Haus der Familie gesorgt.

    An jedem Messetag wird der Schwäbische Albverein eine geführte Wanderung anbieten. Außerdem gibt es, ebenfalls täglich, theoretische und praktische Einführungen in die Anwendung von GPS-Geräten. Darüber hinaus führt die Gruppe Magna Civitas historische Tänze auf. Samstags und sonntags, jeweils um 13 Uhr, ist überdies ein Vortrag von Reinhold Schön zum Thema „Vom Ammonit zum Natur-Fango“ zu hören.

    Die regionale Touristikmesse in Salach läuft vom 2. bis zum 4. Februar. Geöffnet ist die Stauferlandhalle freitags von 15 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr. Detaillierte Informationen und das Programm der Veranstaltung gibt es im Internet unter der Adresse www.filisa.de .



    "Appetit machen auf den Kreis Göppingen"

    TOURISMUS / Neuer Reiseführer für Stauferland 

    Direkt an der Druckmaschine bei Maurer Druck und Verlag in Geislingen wurde der neue Reiseführer für den Kreis Göppingen von Landrat Franz Weber und Autor Martin Brückner vorgestellt. Titel des Buches, das ab 24. Januar erhältlich ist: "Berge, Birnen, Barbarossa"

    MICHAEL RAHNEFELD

    KREIS GÖPPINGEN . Zusammen mit Reiner Lohse von der Wirtschaftsförderung des Kreises als Herausgeber und Carl-Otto Maurer jun. von Maurer Druck und Verlag in Geislingen präsentierten Landrat Frnaz Weber und Autor Martin Bürckner jetzt den Hard-Cover-Band "Berge, Birnen, Barbarossa" - der neue Reiseführfer für den Landkreis Göppingen. Man wolle mit dem Buch (Auflage 3000), das, wie der dazugehörige 90-seitige Katalog "Touristische Angebote 2007" (Auflage 15 000), bei Maurer gedruckt und durch die EU über "Albaufstieg 2005" zu 50 Prozent mitfinanziert wurde, die Wortmarke "Naherholungskreis" prägen, sagte Lohse. Denn Ziel ist es, auf die touristischen Angebote im Stauferkreis aufmerksam zu machen, was in Kombination mit dem neuen Internetportal http://www.filisa.de verwirklicht werden soll.

    "Wir wollen Appetit machen auf den Kreis Göppingen", ergänzt Martin Brückner, in dessen Agentur "Dignus" in Boll das Werk mit Unterstützung etlicher Fachleute und Ko-Autoren entstanden ist. Das Konzept war, Dinge anzureißen und mit Bestehendem oder Historischem zu verbinden, erläutert Brückner. Als Ansprechpartner dienten dazu die Menschen vor Ort. Zudem gibts im Buch viele Ausflugstipps, die mit Detailkarten ausführlich beschrieben sind. So gelingt dem Reiseführer eine Verbindung zwischen erkenntnisreichem Lesespaß und konkreten Erlebnissen vor Ort.

    Werbende Funktion

    Auch Landrat Weber freut sich über das Buch, das im Rahmen der Tourismusinitiative für den Stauferkreis jetzt werbende Funktion haben soll und hoffentlich großen Absatz findet. Der Landrat selbst hat zum Buch mit der Geschichte der Staufer beigetragen. Autor Martin Brückner spricht er ein Kompliment aus, dass es ihm gelungen ist, zwischen Geschichte und Gegenwart im Kreis eine Brücke zu schlagen. Freude zeigte Franz Weber auch darüber, dass die Printmedien bei Maurer Druck und Verlag in Geislingen hergestellt wurden. Das Buch war in Ansichtsexemplaren auch auf der am Sonntag zu Ende gegangenen CMT in Stuttgart vorgestellt.

    INFO Berge, Birnen, Barbarossa: Der Reiseführer für den Naherholungskreis Göppingen; 144 Seiten, gebunden, mit vielen farbigen Abbildungen und Kartenmaterial; Preis: 12,90 Euro, ISBN: 978-3-936682-08-3



    Über Berge, Birnen und Barbarossa

    REISEFÜHRER

    Franz Weber, Landrat des Landkreises Göppingen, und Reiner Lohse von der Wirtschaftsförderung des Landkreises stellen morgen den neuen Reiseführer für den Naherholungskreis Göppingen vor. Das Buch trägt den Titel "Berge, Birnen, Barbarossa".

    KREIS GÖPPINGEN  Landrat Franz Weber und Reiner Lohse präsentieren die ersten druckfrischen Exemplare des neuen Reiseführers direkt an der Presse der Druckerei Maurer, die das Buch produziert hat. "Berge, Birnen, Barbarossa lässt den Landkreis für Erholungssuchende in einem neuen Licht erscheinen", kündigt Landrat Weber an, "denn das Buch stellt interessante Menschen vor und schildert auf lebendige Weise die Sehenswürdigkeiten unserer Kultur und Natur." Reiner Lohse sieht in dem Reiseführer einen wichtigen Schritt, um den Landkreis Göppingen als Naherholungsregion bekannter zu machen: "Gemeinsam mit einem Katalog touristischer Angebote und der Touristikmesse vom 2. bis 4. Februar in Salach gehen wir hier neue Wege", so der Geschäftsführer. Mit seinen Reportagen eröffnet "Berge, Birnen, Barbarossa" einen neuen Zugang zu Sehenswürdigkeiten und bemerkenswerten Landschaften. Eine Tour entlang der "Straße der Staufer" mit ihren Burgen, Kirchen und Klöstern zeigt die europäische Verflechtung der mittelalterlichen Herrscherfamilie auf. Eine lebendige Geschichte über den "Tatort Schwäbische Alb" schildert die Entwicklung der Region über die letzten 200 Millionen Jahre, stellt die neuesten Fischsaurier-Funde ebenso vor wie die Grundlagen von Thermal- und Mineralwasser.

    INFO "Berge, Birnen, Barbarossa": Der Reiseführer für den Naherholungskreis Göppingen;144 Seiten, gebunden, mit zahlreichen farbigen Abbildungen und detailreichem Kartenmaterial; Preis: Euro 12,90.



    „Vielfalt im Naherholungskreis Göppingen präsentieren"

    Reiner Lohse und Matthias Scholz von der Wirtschaftsförderung des Landkreises wollen regionale Tourismusangebote vernetzen

    GÖPPINGEN. Drei Wochen vor der ersten regionalen Tourismusmesse, die von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Göppingen (WiF) organisiert wird, hat am Samstag in Stuttgart die CMT begonnen. Andreas Pflüger wollte vom Wif- Geschäftsführer Reiner Lohse und vom Projektleiter Matthias Scholz wissen, ob und wie diese Plattform für die Eigenwerbung genutzt wird.  

    Herr Lohse, Herr Scholz,  zur CMT auf dem Killesberg werden 180 000 reiselustiger Besucher, vorwiegend aus der Region Stuttgart, erwartet. Weshalb hat der Landkreis, der sich ja in zunehmendem Maße als Tourismusstandort profilieren möchte, dort keinen eigenen Stand?

    Reiner Lohse: Bisher gibt es im Landkreis keinen Ressort, dem die Aufgabe der Tourismusförderung zukommt. Die Tourismusverbände, denen ja einzelne Kreisgemeinden angehören, werden aber sehr wohl auf der CMT vertreten sein. Doch vielleicht ist diese große Messe ja auch gar nicht das ideale Forum, um die Angebotsvielfalt im Naherholungskreis Göppingen zu präsentieren.

    Aber ein wenig Werbung für die vom 2. bis zum 4. Februar stattfindende regionale Leistungsschau könnte doch nicht schaden.

    Matthias Scholz: Werbung für unsere Angebote können wir natürlich nicht genug machen. Deshalb haben wir alle Teilnehmer unserer Touristikmesse, die zugleich Aussteller auf der CMT sind mit umfangreichem Werbematerial ausgestattet. Auf diese Weise sind wir sogar an mehreren Stellen präsent und können dadurch die Besucher verschiedener Stände gleichzeitig ansprechen.

    Wäre es nicht sinnvoll, potenziellen Kunden - schließlich richtet sich die Messe in Salach vorwiegend an die Reisenden aus der Region - direkt anzusprechen?

    Reiner Lohse: Doch, natürlich. Je individueller die Ansprache, desto effektiver. Deshalb wird in den Kundengesprächen Auf Der CMT auch auf die regionale Messe aufmerksam gemacht. Zusätzlich werden fast 400.000 Haushalte im Ostteil der Region Stuttgart unseren Messe-Flyer bekommen. Begleitend hierzu  werden 50 Radiospots geschaltet. Abgerundet wird die Kampagne durch das Regionalfernsehen, das direkt von unserem Fachkongress mit Tourismusexperten aus der gesamten Metropolregion Stuttgart und anschließend von der Eröffnung in Salach berichtet.

    Wie steht es mit dem neuen Reiseführer und dem aktuellen Reisekatalog für den Landkreis Göppingen?

    Matthias Scholz: Diese beiden Medien sind die ergänzenden Module der dreistufigen Kommunikationskampagne, die von der WiF entwickelt wurde. Dabei soll der 144-seitige Reiseführer, der am 19. Januar erscheint, in und über die Region hinausstrahlen, Interesse wecken und auf den Kreis aufmerksam machen. Die zweite Stufe bildet der Reisekatalog mit 90 Seiten ganz konkret buchbarer touristischer Angebote. Die Erstauflage von 15.000 Stück ist schon fast vergriffen. Wir konnten aber noch so viele zurückhalten, dass jedem Reiseführer ein Reisekatalog beigelegt werden kann.

    Am entsprechenden Material und am Angebot mangelt es anscheinend nicht. Was also fehlt dem Kreis zum Durchbruch?

    Scholz: Zum einen noch ein Stück mehr Selbstbewusstsein, eine touristisch attraktive Region zu sein. Zum anderen müssen die Anbieter vernetzt und ihre Angebote gebündelt werden, um dem Gast die Vielfalt bequem und übersichtlich präsentieren zu können.

    Lohse: Pakete und Kombinationen von Angeboten werden gerne angenommen.Wenn diese Ebene erreicht wird, bedarf es einer nachhaltigen Pflege dieser erarbeiteten Strukturen sowie eines schlüssigen werblichen Konzeptes um die Angebote über die Region hinaus bekannt zu machen. Leider gibt es derzeit aber noch keine Einrichtung oder gar einen Anbieter, der sich dieser Aufgabe annimmt. Die WiF jedenfalls besitzt momentan keinen Auftrag diese Aufgabe dauerhaft auszuüben.

    Welche Bedeutung hat in diesem Kontext die regionale Touristikmesse?

    Lohse: Die regionale Touristikmesse ist hoffentlich die Initialzündung für das Feuerwerk, das abgebrannt werden muss um vom Zukunftsmarkt Tourismus bei uns im Kreis profitieren zu können. Durch die Messe soll Aufmerksamkeit erzeugt und ein Netzwerk geschaffen werden. Wenn jedoch keine weiteren Investitionen in die Marke „Naherholungskreis Göppingen“ tätigt, wird es sicher ein Strohfeuer bleiben.

    Wie viele Aussteller nehmen an der Premiere teil und was erwarten diese von ihrem Mitwirken?

    Scholz: An der ersten regionalen Touristikmesse sind mehr als  60 Anbieter beteiligt, die zum Teil mehrere Angebote präsentieren. Selbstverständlich hoffen alle auf viele interessierte Besucher. Insgesamt konnten wir schon in der Vorbereitungsfase eine sehr gute Stimmung unter den Ausstellern beobachten. Einige haben sich bereits zu Kooperationen zusammengeschlossen und bieten Kombinationen ihrer Angebote als Pakete an. Allein diese Entwicklung ist durchaus schon ein Erfolg.

    Was würde die Wif bei Ihrer Bilanz am 5. Februar gerne sagen?

    Lohse: Zunächst ist es wichtig, dass die Veranstaltung gut angenommen wird. Dadurch würden wir in der Region Stuttgart einen höheren Bekanntheitsgrad erreichen und unser Image als Naherholungskreis verbessern. Darüber hinaus begünstigt ein Erfolg der Messe die Motivation der Anbieter sich noch intensiver zu engagieren. Treffen diese beiden Faktoren Faktoren ein, hat der Landkreis Göppingen beste Vorraussetzungen, sich im Zukunftsmarkt Tourismus erfolgreich zu behaupten.

    Und wie viele Besucher müssen dafür nach Salach kommen?

    Scholz: Nachdem wir diese Veranstaltung so intensiv wie noch keine andere beworben haben können es ruhig 5.000 Besucher werden. Aus unseren Erfahrungen von anderen Messen in ähnlicher Größenordung bringen aber schon zwischen 2.000 und 3.000 Besucher viele neue Kontakte für die Aussteller.



    Kulturhalle erhält eine neue Marketingkonzeption

    Eislinger Räte wollen sich im kommenden Jahr um Ideen für eine bessere Auslastung kümmern

    EISLINGEN. Die neue Stadthalle lässt sich die Stadt Eislingen im Kreis Göppingen pro Jahr 487 500 Euro kosten. Um den Betrag zu senken, will man die Wirtschaftlichkeit verbessern. Ein neues Marketingkonzept soll eine höhere Auslastung der Halle erreichen.

    Von Klaus Nonnemacher  

    „Die beste Wirtschaftlichkeit erhält man. Wenn man die Stadthalle schließt“, erklärte Gerd Fischer (Freie Wähler) im Gemeinderat, wohl wissend, dass dies natürlich nicht in Frage kommt. Schließlich hat die Stadt lange genug auf die Halle hingearbeitet, die im Februar 2004 endlich eingeweiht werden konnte. „Seither kommt die Stadthalle gut an, die Veranstaltungen unserer Theaterreihen sind immer besser besucht“, sagte Alois Eichhorn, der Leiter des Kulturamts.

    Im ersten Betriebsjahr war die Halle an 136 Tagen belegt, im zweiten bereits an 147 Tagen. In diesem Jahr wurde eine weitere Theaterreihe an Wochenende eingerichtet. Sie ergänzt die gut besuchte Theater- und Kabarettreihe am Mittwoch. Mittwochs kamen bis zu 591 Besucher. Die Fortsetzung im Frühjahr haben schon 333 Zuschauer abonniert. Die Wochenendreihe lief Eichhorn zufolge erwartungsgemäß verhalten an. Nur bis zu 170 Besucher wurden verzeichnet. Die Saurierausstellung, die im Sommer dieses Jahres während der Theaterpause in der Halle war, hat mit 50 000 Besuchern für Rekordzahlen gesorgt.

    Insgesamt sprach die Verwaltung von einem erfreulichen Trend. Doch: es sei nichts so gut, als das man es nicht noch verbessern könnte, räumte der Bürgermeister Günther Frank ein. Das Marketingkonzept der Stadthalle steht auf dem Prüfstand und soll überarbeitet werden. „Das ist natürlich schwierig“, sagte Eichhorn. Man müsse sich im klaren darüber sein, dass man die Halle unter dem Arbeitstitel Bürgerhaus eindeutig für kulturelle Veranstaltungen und insbesondere auch als Haus für die Vereine konzipiert und gebaut habe. Letzteres bedinge, dass man bei der Wirtschaftlichkeit automatisch Abstriche machen müsse. Günther Frank stieß in der Gemeinderatssitzung in dasselbe Horn. „Wir haben ein Konzept für die Halle, sonst hätten wir ja auch kein Raumprogramm für den Wettbewerb aufstellen können.“ Der Schwerpunkt auf den kulturellen Veranstaltungen bedeute aber auch, dass „wir viele Nebenräume, die man für Hausmessen oder größere Tagungen bräuchte, nicht haben“, sagte Alois Eichhorn anschließend.

    Man habe nun auf Empfehlung der Wirtschaftsförderung des Landkreises mit Thomas Knubben vom Institut für Kulturmanagement an der pädagogischen Hochschule Ludwigsburg einen Fachmann gewonnen, unter dessen Moderation die Stadt ein neues Marketingkonzept erarbeiten wolle, erklärte Eichhorn.

    Einigen Räten war damit die Ausrichtung aber schon zu sehr auf den Kulturbereich ausgelegt. Sie befürchten, dass die Frage nach der Wirtschaftlichkeit auf der Strecke bleibt. Die Verwaltung verwies jedoch auf die Erfahrung Thomas Knubbens, der unter anderem lange Jahre das Kulturamt der Stadt Fellbach geleitet hatte und Kulturreferent in Ravensburg war.

    Knubben wird im kommenden Jahr mehrere Workshops abhalten, bei denen die Verwaltung  und die Stadträte neue Konzepte entwickeln sollen, um die Kosten zu minimieren und das Angebot zu maximieren. Die Räte pochten inhaltlich vor allem auf eine bessere Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen. Man solle die Programme intensiv miteinander absprechen. Vielleicht seien sogar Kooperationen denkbar. Bis zum kommenden Herbst soll das Konzept stehen.  



    Gute Erfahrungen mit Ecofit- Projekt

    GÖPPINGEN. Sechs Unternehmen aus dem Landkreis Göppingen sowie die Stadt Ebersbach haben sich für die Umwelt fit gemacht. Das Pilotprojekt im Rahmen des Landesförderprogramms Ecofit ist jetzt abgeschlossen.

    Von Andreas Pflüger

    Sie haben Wasser, Gas und Strom gespart, sehr bewusst Abfälle getrennt sowie auf die eine oder andere Autofahrt verzichtet. Maßnahmen, die für viele Privathaushalte längst selbstverständlich sind, haben durch das Projekt Ecofit auch in sechs Unternehmen aus dem Kreis Göppingen sowie bei der Stadt Ebersbach endgültig Einzug gehalten.

    Initiiert von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises und von der Ebersbacher Stadtverwaltung, ist das Kooperationsmodell, das als Pilotversuch durch ein Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg unterstützt worden ist, inzwischen beendet.

    Mit den Erfahrungen und dem Verlauf der insgesamt acht Workshops zeigte man sich sowohl bei der Göppinger Kreissparkasse als auch bei der Großhandelsgesellschaft Medipha in Geislingen, dem Ebersbacher Textilmaschinenbauer Zinse, den Zahntechnikern von Dentaltraub in Göppingen und bei der Ebersbacher Pflegeeinrichtung „Dienste für Menschen“ im Rahmen der Abschlussbesprechung durchweg zufrieden.

    Für die Schlierbacher Maschinenfabrik Stama fungierte Uli Dopatka als Ecofit- Projektleiter. Sein Fazit fiel ebenfalls positiv aus: „Die Sensibilisierung  der Mitarbeiter für das Thema Umweltschutz und der Erfahrungsaustausch zwischen den beteiligten Unternehmen wird auch in Zukunft noch Verbesserungspotential fördern.“ Bei der Stadt Ebersbach haben das Raichbergschulzentrum und die Stadtwerke die Elemente aus dem Umweltmanagement angewendet. „Dabei wurde nicht nur ökologisch gearbeitet, sondern auch noch die Wirtschaftlichkeit erhöht“, lobte Bürgermeister Edgar Wolff.



    Stauferkreis ins Gespräch bringen

    WIRTSCHAFT / Kommunikationskonzept soll Informationsfluss sicherstellen

    Zukunftsworkshop sieht in professioneller Öffentlichkeitsarbeit wichtigen Beitrag

    Den Stauferkreis Göppingen als Wirtschaftsstandort ins Gespräch bringen - das soll ein Kommunikationskonzept sicherstellen, an dem derzeit gearbeitet wird. Wie es umgesetzt wird, soll im Januar 2007 vorgestellt werden.

    KREIS GÖPPINGEN Ob auf Bundes-, Landes- oder regionaler Ebene: Der Landkreis Göppingen zeichnet sich stets mit Plätzen im unteren Tabellenteil aus. "Dieser Entwicklung entgegen zu wirken, diente der Göppinger Zukunftsworkshop im letzten Jahr, den wir gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (Wif) und der Kreissparkasse Göppingen veranstaltet haben", berichtete der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Göppingen, Wolf Martin, in der jüngsten Bezirksversammlung. Ein zentraler Hebel zur Verbesserung der Situation ist nach Ansicht der IHK ein Standortkommunikationskonzept, das zurzeit im Rahmen von zwei Diplomarbeiten bei der IHK und der Wif bearbeitet wird, deren Ergebnisse Ende Januar 2007 zur Verfügung stehen werden. Damit sollen die Vorzüge des Landkreises Göppingen als attraktiver Gewerbe- und Wohnstandort mit attraktiver Landschaft und vielfältigen Naherholungsmöglichkeiten herausgestellt werden. "Ziel muss es aber sein, den Landkreis insgesamt in der Region und darüber hinaus mit positiven Attributen zu belegen. Deswegen wird für IHK und Wif im nächsten Jahr die Umsetzung des Standortmarketingkonzeptes eine wichtige Aufgabe sein", betonte Martin. Das Standortkommunikationskonzept setze auf die überregionale Vermarktung. Als konkretes Beispiel nannte Martin die von der Wif organisierte Tourismusmesse in Salach im Februar 2007, bei der die touristischen Vorzüge des Kreises thematisch vorgestellt werden. Geplant sei, mit diesen Themen und dieser Veranstaltung auch in die Städte der Region zu gehen. Damit erst würde der potenzielle Markt für Standortverlagerungen erreicht werden. Martin äußerte sich kritisch zu Informationen, wonach sich die Stadt Göppingen von einer überregionalen Vermarktung des Gewerbegebiets Stauferpark "verabschiedet" haben soll. "Wir brauchen dringend Investitionen und wirtschaftliche Impulse von außerhalb des Landkreises", betonte Martin.



    Mehr Umwelt, wenig Geld

    PROJEKT / Abschluss mit Urkunden für die sieben Teilnehmer

    Stadt Ebersbach war als erste Kommune in Ecofit eingestiegen

    Seit der Abschlussveranstaltung zum Ebersbacher Ecofit-Umweltprojekt haben es die sieben Teilnehmer schwarz auf zartgelb: Eine förmliche Urkunde bestätigt ihnen, Umweltschutz und Kosteneinsparungen erfolgreich unter einen Hut gebracht zu haben.

    URSULA BÖTTCHER EBERSBACH

    Die Stadt Ebersbach war vor einem guten Jahr als allererste Kommune in Baden-Württemberg in das Förderprogramm Ecofit des Landesministeriums für Umweltschutz eingestiegen. Ziel war, Ökonomie und Ökologie zusammenzuspannen. "Mehr Umweltschutz bei minimalen Kosten", nannte das Bürgermeister Edgar Wolff. Reiner Lohse von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises, der die notwendigen Kontakte zur Zielgruppe der kleinen und mittelständischen Betriebe hergestellt hatte, sprach von "Ressourceneinsparung und Prozessoptimierung". Zusammen mit Teilnehmern und Gästen und musikalisch begleitet von Schülern der Jugendmusikschule feierten sie jetzt den Abschluss des Ecofit-Jahres. Die Stadt selbst hatte mit dem Raichberg-Schulzentrum und den Stadtwerken teilgenommen; dazu gesellten sich neben Betrieben aus Göppingen und Geislingen der Textilmaschinenhersteller Zinser, die Schlierbacher Maschinenfabrik Stama und, als Dienstleister eine Ausnahme, das Wohn- und Pflegestift. Nach acht Workshops und viel Arbeit am Schreibtisch und vor Ort im Betrieb konnte der Münchner Umweltberater Uwe Gölz eine erste Bilanz ziehen. Bei 36 verschiedenen Maßnahmen wurden 105 000 Euro investiert. Auf der anderen Seite verhalfen die neuen Wasserrohre, Duschköpfe, Abfallkörbe und Beleuchtungssysteme, Ökofahrstunden und dazu noch ein Überdenken liebgewordener, aber auch energiefressender Gewohnheiten zu Einsparungen über 150 000 Euro. Ganz konkret sind das etwa 67 Tonnen Abfall, 7500 Liter Diesel oder elf Millionen Liter Wasser. Brigitte Martin schilderte den Ecofit-Alltag im Heim und beim ambulanten Dienst. Dem spontanen "Wir machen das" folgten zeitweilig frustrierender Papierwust und viel Überzeugungsarbeit bei Mitarbeitern und Lieferanten. Als Dienstleister habe man vieles erst mühsam erarbeiten müssen, was in der Industrie schon längst aushänge. Doch hat sich das Ecofit-Jahr für die Heimleiterin mehr als gelohnt: "Umweltbewusstes Handeln und Energieeinsparung werden weitergehen."



    Hohenstadt initiiert einen runden Tisch

    TOURISMUS / Professionelle Hilfe zugesichert 

    Auf Tourismus in der höchst gelegenen Gemeinde des Landkreises setzt der Hohenstadter Rat - und hat sich hierbei einer professionellen Hilfe zugesichert.

    BERNWARD KEHLE / HOHENSTADT

    In der jüngsten Ratssitzung in Hohenstadt hat Reiner Lohse von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen (WiF) sein Institut vorgestellt und fand in den Gemeinderäten und den Zuhörern ein dankbares Publikum. Zunächst wartete der Geschäftsführer mit Zahlen zum 643 Quadratkilometer großen Landkreis auf: Von 110 000 Erwerbstätigen sind 75 200 sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Die meisten von ihnen arbeiten im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor. Lohse klärte auf, dass im Kreis viele mittelständische Betriebe beheimatet sind und durch die gute Verkehrsanbindung (A 8) und die Nähe zu Ballungsräumen (Esslingen, Stuttgart) gute Absatzmöglichkeiten bestünden. Die WiF GmbH, der der Landkreis, 35 Gemeinden und die Kreissparkasse angehören, habe das Ziel, kleine und mittlere Unternehmen bei der Umsetzung von Innovationsvorhaben zu stärken, sagte Lohse. Im Anschluss an die interessante Präsentation diskutierte der Gemeinderat über Möglichkeiten von Gewerbeansiedlungen. Große Erwartungen in dieser Hinsicht gebe es nicht, meinte Bürgermeister Klaus Roller, weil nur ein kleines Gewerbegebiet mit 3,1 Hektar vorhanden sei. Wobei nach den Worten des Schultes noch nicht feststeht, ob dieses Gebiet überhaupt bebaut werden darf, weil unter ihm der Tunnel der neuen Autobahn verlaufen soll. Roller: "Deshalb setzen wir mehr auf den Bereich Tourismus." Dass der Tourismus ein zweischneidiges Schwert ist, zeigte sich an der Reaktion von Landwirt und Gemeinderat Uwe Post. Er sieht bei steigendem Tourismus eine Beeinträchtigung der Landwirtschaft. Gemeinderat Werner Simmling wiederum forderte, den Tourismus als Naherholungsgebiet zu fördern und, sollte das Gewerbegebiet nicht bebaut werden können, auf Ausgleichflächen zu versuchen, Kleingewerbe wie Computerbetriebe an Land zu ziehen. Bürgermeister Roller teilte mit, dass Hohenstadt als Gemeinde am Rande des Landkreises mit wenig Einwohnern in Sachen Tourismus einen runden Tisch initiieren will, dem Vertreter der Gastronomie, Landwirtschaft und Naturschutz angehören sollen. Reiner Lohse sicherte zu, an diesem runden Tisch sich konstruktiv einzubringen.



    Tourenangebot stößt auf Interesse

    TOURISMUS / "Schwäbische Landpartie" macht Busunternehmern den Stauferkreis schmackhaft 

    Kontakt soll weiter gepflegt werden - Seniorengemeinschaften als Zielgruppe Die Präsenz der "Schwäbischen Landpartie" bei einer Fachtagung der Württembergischen Busunternehmer könnte für den Kreis Göppingen bezüglich Bustourismus Früchte tragen.

    MICHAEL RAHNEFELD

    KREIS GÖPPINGEN Maria Stollmeier (Bissingen) und Christel Mühlhäuser (Oberwälden) sind noch ganz begeistert: "Die Zusammenstellung konkreter Touren ist genau das, was die Busunternehmer suchen." Die beiden Gästeführerinnen der "Schwäbischen Landpartie" waren am Wochenende mit einem Stand bei der Fachtagung der Württembergischen Busunternehmer auf dem Stuttgarter Killesberg vertreten, wo sie ihren neuen Angebotskatalog für Touren am Fuß der Alb vorstellten. "Die Resonanz war riesig", freuten sich gestern Maria Stollmeier und Christel Mühlhäuser bei einer Sitzung der Tourismusinitiative Stauferkreis (TiS), die ihre Initiative zusammen mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises unterstützt hatte. Und die TiS wird auch weiterhin mit den engagierten Damen "am Ball bleiben", um den Bus-Tourismus im Kreis Göppingen in Schwung zu bringen. "Sie waren sozusagen die Speerspitze", kommentierte TiS-Sprecher Joachim Kopp die Ausarbeitung und Präsentation der Tourenangebote, die für Bus-Touristen geradezu geeignet sind. Jetzt soll das Werben um Bus-Tourismus noch verstärkt werden. Dem Team der beiden Gästeführerinnen wird sich Regina Knaupp von der Geislinger Stadtinformation anschließen, zudem soll weiterhin enger Kontakt zu Ulrich Sihler als Busunternehmer gepflegt werden. Die Schwäbische Landpartie will ihren Angebotskatalog jetzt an die 400 württembergischen Busunternehmer versenden, die an der Tagung teilgenommen haben. Die TiS will den Kontakt zu den Busunternehmern über die Wirtschaftsförderung weiterhin pflegen. Geplant ist für das nächste Jahr ein "Busunternehmer-Event" im Kreis Göppingen. Bei dieser Einladung sollen den Bus-Touristikern besonders schöne Stellen im Kreisgebiet werbend vermittelt werden. Zudem, so empfahl Thomas Straub, solle man weiterhin persönliche Präsenz bei Veranstaltungen dieser Branche pflegen. Eine weitere Idee ist, dem Kreisseniorenrat das Angebotspaket der "Schwäbischen Landpartie" schmackhaft zu machen, da gerade Seniorengruppen begeisterte Bus-Touristen sind.



    Busunternehmer auf Kurs bringen

    TOURISMUS / Schwäbische Landpartie präsentiert neuen Katalog auf Workshop in Stuttgart

    Gästeführerinnen wollen mit 17 Tourenvorschlägen Gruppenreisen forcieren

    RÜDIGER GRAMSCH KREIS GÖPPINGEN

    Mit einem Katalog von Angeboten wollen die Gästeführerinnen der Schwäbischen Landpartie den baden-württembergischen Busunternehmern die Gegend am Fuße der Alb schmackhaft machen. Heute und morgen umwerben sie die Reiseveranstalter bei einem Workshop auf der Messe Stuttgart.

    Die Gästeführerinnen der Schwäbischen Landpartie brechen auf zu neuen Taten. Erstmals bewerben sie ihre Touren, die sie am Fuß der Alb für Gruppen anbieten, offensiv bei einer hochkarätigen Topurismusveranstaltung, dem jährlichen Workshop für baden-württembergischen Busunternehmer auf der Messe am Stuttgarter Killesberg. Eigens für diese Veranstaltung haben die engagierten Gästeführerinnen um Maria Stollmeier (Bissingen) und Christel Mühlhäuser (Oberwälden) mit professioneller Unterstützung einer Werbeagentur einen Katalog zusammengestellt, in dem 17 Tourenvorschläge enthalten sind. Ob "Auf den Spuren von Mörike", das "Wunderbad Boll", "Schlemmen an der Alb", Bierbraukunst in Geislingen" oder "Auf den Höhen des Schurwaldes" - mit konkret beschriebenen Angeboten wollen die Gästeführerinnen ihren Heimat touristisch "verkaufen" und für Gruppen buchbar machen. Der Katalog wurde möglich durch die finanzielle Hilfe der Tourismus-Initiative Stauferkreis" und jenen Unternehmen, mit denen die Schwäbische Landpartie seit Jahren erfolgreich zusammenarbeitet. "Es ist uns sehr wichtig, dass wir hier Tourenvorschläge machen, die wir bereits mehrfach getestet haben und in die unsere Erfahrungen mit eingeflossen sind", erläutern Stollmeier und Mühlhäuser. Und inzwischen konnten die Gästeführerinnen schon reichlich Erfahrungen sammeln. Allein in der nun zu Ende gegangenen Saison wurden rund 80 Touren bei der Schwäbischen Landpartie gebucht. Während man bislang weitgehend auf Anfragen nach Touren reagierte, will die Schwäbische Landpartie nun selbst offensiv um ihre Vorschläge werben. Der Kontakt zum Workshop der Busunternehmer kam über die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Göppingen zustande. Und auf dem Forum er Busunternehmer präsentieren die Gästeführerinnen an einem Stand die Schönheiten und Besonderheiten der Landschaft und stehen zu Verkaufsgesprächen zur Verfügung. Heute Nachmittag kredenzen die Gästeführerinnen am Stand den Busunternehmen zudem noch ein Glas Schaumwein aus der Champagnerbratbirne

    INFO Interessierte können sich den Katalog im Internet herunterladen: http://www.schwaebische-landpartie.de/katalog.pdf



    Der Kreis auf Inseln

    NETZWERK / Erste Tourismusmesse wirft Schatten voraus

    Das touristische Potenzial des Kreises Göppingen wird völlig unterschätzt. Hier setzt die Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft (Wif) an und veranstaltet vom 2. bis 4. Februar die erste Tourismusmesse im Stauferkreis.

    KREIS GÖPPINGEN Um die attraktiven touristischen Angebote des Kreises Göppingen den 2,6 Millionen Einwohnern der Region zu präsentieren, wird die erste lokale Tourismusmesse für die Region Stuttgart im Landkreis Göppingen veranstaltet. Das erklärte Ziel der Messe ist, aufzuzeigen, dass nicht immer gleich die Reise in den Schwarzwald oder ins Allgäu angetreten werden muss, um Erholung zu finden. "Schließlich heißt es auch Naherholung und nicht Fernerholung", wirft Matthias Scholz, Projektleiter der Wif ein. Nicht nur das Naturerlebnis lädt nach Göppingen, sondern auch spannende Ausflugsziele in Kombination mit Industriegeschichte(n). Das Messekonzept sieht vor, dass die verschiedenen Angebote auf so genannten Themeninseln präsentiert werden. Jedem Themenbereich steht ein Experte aus dem Kreis als Themenkoordinator vor, dieser unterstützt die Wif in der Aufbereitung und späteren Präsentation des jeweiligen Themengebiets. Die Eröffnung der Messe wird Richard Drautz (Wirtschaftsstaatssekretär mit dem Schwerpunkt Tourismus) vor Fachbesuchern und Tourismusexperten der Region Stuttgart, vornehmen. INFO Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Telefon: (07161) 5023-585; E-Mail: wif@wif-gp.de



    Das Humankapital "Frau"

    Workshops helfen beim Spagat zwischen Familie und Beruf

    GÖPPINGEN  Der Spagat zwischen Beruf und Familie bereitet vielen Frauen Kopfzerbrechen. Anregungen um beides miteinander zu vereinbaren gibt es auf den Frauenwirtschaftstagen am 20. und 21. Oktober im Business-Haus im Göppinger Stauferpark.

    STEPHANIE AHR

    "Frauen - Lust auf Arbeit, Leben, Liebe, Entwicklung, Sinn" ist das diesjährige Motto der Frauenwirtschaftstage zum Thema "Work-Life-Balance". "Wir wollen dabei die Verzahnung zwischen Beruf und Privatleben in einer sich dynamisch verändernden Welt aufzeigen", schildert Ulrike Goldschmitt-König, Leiterin des Regionalbüros für berufliche Fortbildung. Wie der Spagat zwischen Familie und Beruf zu bewältigen ist können Frauen - aber auch Männer - vom 20. bis zum 21. Oktober im Business-Haus im Göppinger Stauferpark erfahren. Den Auftakt wird am 20. Oktober das Feierabendgespräch bilden. "Hier berichten mehrere Unternehmerinnen aus der Praxis", erklärt Maren Drechsler von der Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung. Dort werde sich auch die Schriftstellerin Linda Jarosch zum Gespräch bereit stellen. Am nächsten Tag stehen drei Workshops auf dem Programm. "Trau dich Frau" nenne sich einer von ihnen, wie Drechsler berichtet: "Dabei geht es um berufliche Um- und Neuorientierung, quasi eine Standortbestimmung für weitere gezielte Maßnahmen." Der zweite Workshop widme sich der Frage, wie und wann Frauen nach der Elternzeit wieder berufstätig werden können. "Immer mehr Frauen wollen wieder in ihren Beruf zurückkehren", stellt die Mitorganisatorin fest. Da heute eine Arbeitszeit von acht bis zwölf illusionär sei, müsse diese Rückkehr geplant werden. "Wir wollen Frauen mit Familie Perspektiven geben und ihnen zeigen, wie sie schon während der Elternzeit aktiv werden können", erläutert Drechsler. Des Weiteren beschäftige sich der Workshop "Frauen - selbst und ständig" mit dem Weg in die Selbstständigkeit. Als Grund für die Initiative führt Ulrike Goldschmitt-König die demographische Entwicklung, den Rückgang der Geburtenrate und das Problem der Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. "Deutschland gehört mit einer Frauenbeschäftigungsquote von 58,6 Prozent zum hinteren Drittel in Europa", verdeutlicht die Leiterin des Regionalbüros für wirtschaftliche Fortbildung: "Dabei zeigen Spitzenreiter wie Schweden und Norwegen, dass sich familienfreundliche Maßnahmen auch betriebswirtschaftlich rechnen." Bedeutend mehr wirtschaftliches Potenzial sieht auch Schirmherrin Saskia Mens von den Göppinger Wirtschaftsjunioren für die Frauen der Region Göppingen. "In den Niederlanden gibt es viel mehr Frauen in Führungspositionen als hier", erklärt die gebürtige Holländerin: "Wir wollen analysieren, warum das so ist und es ändern." Auch Reiner Lohse von der Wirtschaftsförderung des Landkreises bescheinigt den Frauen wichtiges Humankapital: "Wir brauchen die Kreativität und Innovationskraft der Frauen."



    Ökoprogramm für Betriebe

    GEISLINGEN (rik). Ebersbach hat´s vorgemacht, jetzt zieht Geislingen nach. Als zweite Kommune im Kreis Göppingen beteiligt sich die Stadt an einem Umweltschutzprojekt, das es Betrieben ermöglicht, ökologisch zu arbeiten und dabei noch Geld zu sparen.

    Die Ergebnisse der ersten Runde in Ebersbach haben die Geislinger überzeugt. Obwohl das einjährige Landesprojekt noch nicht abgeschlossen ist, konnten die sieben Unternehmen, die sich daran beteiligten, mit einem relativ geringen Aufwand teils erkleckliche Verbesserungen beim Wasser-, Sprit-, Strom- und Erdgasverbrauch erzielen. Davon profitieren nicht nur die Umwelt, sondern auch der Geldbeutel. Zusammen 65 000 Euro haben die Betriebe eingespart, obwohl noch gar nicht alle Verbesserungsvorschläge umgesetzt sind. Jetzt will Geilsingen nachziehen. Bei einer Veranstaltung am 7. November in der Kapellmühle soll „Ecofit“, so heißt das Landesprogramm, vorgestellt werden. Mit dabei sind auch die Wirtschaftsförderungegesellschaft des Landkreises (WiF) und die Münchner Beratungsgesellschaft Arqum.

    Ecofit gibt den Betrieben nicht nur die Möglichkeit sich ein Jahr lang in verschiedenen Seminaren in umweltrelevanten Themen einzuarbeiten. Es kommt auch ein Umweltberater in die Betriebe. Er erstellt zusammen mit den Beschäftigten eine Schwachstellenanalyse und einen Maßnahmenkatalog. Am Schluss des Projekts erhalten die Unternehmen ein Zertifikat. Ecofit gilt als Vorstufe zum Ökoaudit.

    Weitere Informationen gibt es im Rathaus unter der Rufnummer 0 73 31/ 2 43 00



    „Ein besonderes Wasser reicht nicht mehr aus…“

    Wandertage – in 35 Etappen durch die Region: Die schwäbische Badekultur zwischen Panoramasauna und Wirtschaftskraft

    BAD DITZENBACH. Millionen von Menschen eilen täglich durch die Region, meist mit dem Auto oder der Bahn. In diesem Sommer entdecken wir die Langsamkeit wieder. Und tatsächlich, zu Fuß eröffnen sich ganz neue Perspektiven. Folge 26: Die Thermalbäder am Fuße der Alb.

    Von Stefanie Schönfeld

    „Da sind ja gar keine anderen Kinder!“ Die neunjährige Solveig dreht sich enttäuscht zu ihrem Vater um. Auch Solveigs Eltern senken den Altersdurchschnitt in der Vinzenztherme in Bad Ditzenbach im Kreis Göppingen noch beträchtlich. Hauptsächlich ältere Gäste ziehen im Becken ihre Runden.

    Michael Skorzak, der Leiter der Vinzenzklinik und –therme, bestätigt, dass unter der Woche vor allem Senioren und Patienten der Klinik das Thermalbad besuchen. Am Abend jedoch und am Wochenende seien auch Familien und Kinder da. In Bad Ditzenbach bemüht man sich seit einigen Jahren darum, Anreize für das jüngere Publikum zu schaffen. Im Frühjahr und Ende August fand deshalb eine Lange Nacht der Therme statt, am 23.September ist es wieder so weit. „Wir wollen auch ein jüngeres Publikum ansprechen“, lautet das Ziel des Bads, das wie die Klinik zu den Einrichtungen der Barmherzigen Schwestern aus Untermarchtal gehört, die in Stuttgart das Marienhospital betreiben. Vor drei Jahren wurde das Bad umgebaut, seitdem gibt es eine Panoramasauna. Die Mühe scheint sich gelohnt zu haben. Im vergangenen Jahr ist die Besucherzahl um 4,5 Prozent auf 205 000 Gäste gestiegen.

    Der Kampf der Bäder um die Kunden und die Gunst der Krankenkassen ist auch hier am Fuß der schwäbische Alb allgegenwärtig. Die drei Badeorte im Kreis Göppingen, Bad Überkingen (siehe Wanderserie vom Montag), Bad Ditzenbach und Bad Boll, leigen nur wenige Autominuten voneinander entfernt, auch Beuren im Kreis Esslingen ist nicht weit. „Natürlich ist jedes einzelne Bad darauf bedacht, möglichst viele Besucher zu bekommen“, sagt Reiner Lohse, der Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft der Kreises Göppingen. Auf den Touristikmessen in Stuttgart und Berlin treten die drei Bäder aber gemeinsam auf, es gibt ein Bäderbusticket, und auch der Kreis Göppingen setzt auf das Angebot in den drei Gemeinden, um sein Image breiter anzulegen.

    „Wir sind stark vom Maschinenbau geprägt“, sagt Lohse, der dabei an erfolgreiche Firmen wie Allgaier denkt, aber eben auch an Betriebe wie Märklin, die nicht nur positive Schlagzeilen produzieren. Als zweites Standbein will Lohse den Gesundheitssektor ausbauen. „Die Vorraussetzungen, in diesem Zukunftsmarkt voranzukommen, sind gut,“ sagt Lohse. Dazu zählt der Wirtschaftsförderer nicht nur die drei Bäder im Kreis mit ihren Rehakliniken, sondern auch weitere Krankenhäuser, medizintechnische Betriebe und namhafte  Hersteller von Naturheilmitteln wie Wala in Eckwälden bei Bad Boll und das Kräuterhaus St. Bernard in Bad Ditzenbach.  Schon heute würden Betriebsbesichtigungen mit Badbesuchern kombiniert, berichtet Lohse: „ Das ist ein Segment, das wir ausbauen müssen.“

    Der Wirtschaftsförderer des Kreises hat dabei die gesamte Region im Blick. „ Wir leben in einem Einzugsgebiet von 2,5 Millionen Menschen, denen wir Angebote vor ihrer Haustür machen können“, sagt Lohse und fügt hinzu: „Nur ein Bad mit einem besonderen Wasser zu haben reicht nicht mehr aus.“

    Vor Ort hat man das erkannt. Die Bäder, die alle aus den 1970er- Jahren stammen, werden auf Vordermann gebracht. In Ditzenbach wurde schon modernisiert, in Überkingen werden Pläne gewälzt, und in Bad Boll wird gerade gebaut. Im Oktober 2007 soll das neue Thermalmineralbad mit einer Saunalandschaft fertig sein. „Rund 80 Prozent unserer Gäste sind Stammkunden. Sie wissen es zu schätzen, dass man bei uns nicht nur einen Standplatz im Wasser bekommt“, sagt Christoph Stöcker, der Geschäftsführer des Kurhauses. Auch nach dem Umbau soll Bad Boll ein Ort der Ruhe bleiben. Der kleinen Solveig wird das vielleicht nicht gefallen, aber immerhin darf sie ins Wasser. Denn bis ins 19. Jahrhundert waren Kinder in den Thermen unerwünscht.



    "Tourismus benötigt ein Gesamtkonzept"

    POLITIK / Richard Drautz, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, zur Diskussionsrunde in Göppingen 

    Gemeinsam mit dem Staatssekretär Richard Drautz diskutierten Vertreter aus Politik und Gesellschaft über den Tourismus in der Region. Drautz riet zu einem regionalen Gesamtkonzept.

    STEPHANIE AHR / GÖPPINGEN

    Eine kleine, aber hochkarätige Runde war es, die sich im Göppinger Hotel "Hohenstaufen" eingefunden hatte, um Politik aus erster Hand zu betreiben. Gemeinsam mit Richard Drautz, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium des Landes, und Vertretern aus Politik und Gesellschaft wolle man "einen Schritt in die Zukunft machen", wie es Werner Simmling von der FDP formulierte. Vorab machten Redner verschiedener Organisationen Drautz mit den Stärken und Problemen des Kreises aus Sicht ihres Ressorts vertraut. Reiner Lohse, Geschäftsführer der Göppinger Wirtschaftsförderung (Wif) wies dabei auf das neue Tourismuskonzept hin. "Wir planen einen Reiseführer für den Spätherbst", berichtete er. Mit diesem wolle die Wif aus den Perlen der Region, wie der Staufer oder auch der Landschaft, etwas machen. Darüber hinaus sei im Februar die Touristikmesse in Salach geplant, mit der auch Endverbraucher und Multiplikatoren aus der Stuttgarter Region angesprochen werden sollen. "Sie wird themenorientiert aufgebaut sein, damit die Angebotslage für das jeweilige Interesse sofort deutlich wird", erklärte Lohse. "Tourismus ist unsere Chance", stellte auch Werner Heer, Kreisvorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands fest. Drautz sah das ähnlich. Er sprach sich für touristische Einrichtungen aus, die auch von der hiesigen Bevölkerung genutzt werden. Wichtig sei zudem der Informationsgehalt der Prospekte. "Es ist entscheidend, dass der Landkreis und am besten die ganze Region als Einheit auftritt - dafür benötigt man allerdings ein Gesamtkonzept", meinte Drautz. Mit Lohses Ansatz sei der Landkreis auf dem richtigen Weg. "Machen Sie weiter so", ermutigte der Staatssekretär die Anwesenden.



    Erste lokale Tourismusmesse

    WiF für den Landkreis Göppingen: Naherholungsmöglichkeiten sollen besser vermarktet werden

    Es muss nicht immer die große weite Welt sein – auch der Landkreis Göppingen hat einiges zu bieten. Ab 2007 soll im Austausch mit anderen Landkreisen daher ein neues Projekt stattfinden.

    Von Adriana Rossi und Matthias Scholz

    Um die hiesigen attraktiven touristischen Angebote den 2,6 Millionen Einwohnern der Region zu präsentieren, wird vom 2. bis 4. Februar 2007 die erste lokale Tourismusmesse für die Region Stuttgart im Landkreis Göppingen veranstaltet. Das erklärte Ziel der zweitägigen Veranstaltung ist, aufzuzeigen, dass nicht immer gleich die Reise in den Schwarzwald oder ins Allgäu angetreten werden muss, um Entspannung zu finden. Denn zwischen Albtrauf und Schurwald, eingebettet in reizvoller Landschaft, finden sich zahlreiche Schätze, die zum aktiven Erleben einladen: Die günstige Lage am Fuße der Schwäbischen Alb bietet ein für zahlreiche Freizeitaktivitäten ideales Gelände und empfiehlt sich daher als Naherholungsgebiet für die gesamte Region Stuttgart - und darüber hinaus.

    Vielfältiges Angebot

    Ob nun sportliche Betätigungen wie Wandern, Radfahren, Angeln und Reiten, oder Wellness, diverse Führungen und regionale Besonderheiten kulinarischer Art - im Kreis Göppingen finden sich zu diesen und anderen Themen vielfältigste Angebote. So laden neben Naturerlebnissen auch spannende Ausflugsziele beispielsweise in Kombination mit Industriegeschichte(n). »Selbstverständlich kennt jeder in der Region die Fischhalle der Württembergischen Metallwaren Fabrik WMF in Geislingen oder das Märklin-Museum in Göppingen. Aber nicht jeder wird wissen, dass der weltberühmte Medienpreis ›Bambi‹ in der Kunstgießerei Strassacker in Süßen gefertigt wird«, so der Geschäftsführer  der initiierenden Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen (WiF), Reiner Lohse.

    Das Besondere der Messekonzeption ist, dass die verschiedenen Angebote auf so genannten »Themen-Inseln« strukturiert  präsentiert werden. Jedem Bereich steht ein Fachexperte als Koordinator vor. Dieser wiederum unterstützt die WiF in der Aufbereitung sowie in der späteren Präsentation des jeweiligen Gebiets. Während Letztere mit ihrem Stand im Saal der Stauferlandhalle vertreten sein werden, haben im Foyer auch diejenigen eine Ausstellungsmöglichkeit, die keinem bestimmten Bereich zugeordnet werden können, wie etwa Verbände, oder Städte und Gemeinden.

    Um den Einstieg für die erste Messe dieser Art zu erleichtern, werden die Preise für Ausstellerflächen moderat gehalten. Möglich sind diese niedrigen Beträge, weil die Veranstaltung unter anderem mit Fördergeldern der Europäischen Union finanziert wird.

    Pilotprojekt Göppingen

    »Doch kommt der Veranstaltung noch ein Pilot-Charakter zu: Nach der Konzeption sollen sich die Anbieter aus dem Landkreis Göppingen künftig beispielsweise auch in Ludwigsburg auf einer Messe präsentieren - und umgekehrt, also andere Landkreise ihre Highlights bei uns zu vermarkten können«, erklärt Projektleiter Matthias Scholz.

    Nach einer Sitzung Mitte Juli mit all den Koordinatoren, die sich bislang zur Mitarbeit bereit erklärt haben, werden im nächsten Schritt nun die Anbieter touristischer Angebote zu einer ersten unverbindlichen Informationsveranstaltung eingeladen. Aufgrund der Ferienzeit werden für Interessierte zwei identische Paralleltermine angesetzt: am Dienstag, 22. August sowie am Dienstag, 19. September jeweils um 19 Uhr, im Moser-Saal auf Schloss Filseck.

    Wer sich an dem Projekt beteiligen möchte - ob als Koordinator, Aussteller, Sponsor oder Ideenlieferant - möge sich bitte bei der WiF unter Telefon 07161/5023-585 oder via E-Mail an wif@wif-gp.de melden.



    Touristikmesse nimmt Gestalt

    FREMDENVERKEHR / Wirtschaftsförderung treibt Vorbereitungen auf Premiere im Februar voran

    Natur- und Kulturschätze locken - Saurierausstellung beginnt am 2. September

    Die Wirtschaftsförderung des Landkreises bereitet die Touristikmesse im Frühjahr 2007 vor. Jetzt stehen zwei Info-Veranstaltungen an. Die Fußball-WM brachte dem Kreis übrigens 24,7 Prozent mehr ausländische Gäste.

     KREIS GÖPPINGEN. "Unser touristisches Potenzial wird vor allem im Binnenmarkt völlig unterschätzt", glaubt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WIF) des Landkreises. Zusammen mit der Tourismusinitiative Stauferkreis (TIS) plant sie für den 2. bis 4. Februar 2007 in Salach die erste lokale Touristikmesse für den Kreis Göppingen. Ziel der Messe sei aufzuzeigen, dass nicht immer gleich die Reise in den Schwarzwald oder ins Allgäu angetreten werden müsse. "Es heißt ja auch Nah- und nicht Fernerholung", betont Matthias Scholz, Projektleiter der WIF. Zwischen Albtrauf und Schurwald fänden sich Natur- und Kulturschätze in reizvoller Landschaft, die zum aktiven Erleben einladen. Wandern, Radfahren, Wintersport, Nordic-Walking, Angeln, Reiten, Führungen, Wellness, Mountain-Biking, Klettern, Flugsport oder Golf - der Kreis Göppingen biete viele Möglichkeiten.

    Aber nicht nur das Naturerlebnis lade in den Landkreis ein, sondern auch spannende Ausflüge in die Industriegeschichte. Neben der Fischhalle der Geislinger WMF und dem Märklinmuseum in Göppingen zählt Reiner Lohse, Geschäftsführer der WIF, auch die Kunstgießerei Strassacker in Süßen dazu, die den Medienpreis "Bambi" herstellt. Das Besondere der Messekonzeption: Die Angebote werden strukturiert, auf so genannten Themeninseln, präsentiert. Alle Anbieter touristischer Angebote aus dem Kreis werden nun zu Informationsveranstaltungen eingeladen. Eröffnet wird die Touristikmesse 2007 von Richard Drautz, dem für Tourismus zuständigen Staatssekretär im Wirtschaftsministerium.

    Der FDP-Politiker hatte nach der Fußball-WM erklärt, dass das Sportereignis dem Tourismus im Land "einen deutlich spürbaren Schub gebracht hat". Für den Landkreis sieht die WM-Bilanz nach Angaben des Zeitungsdienstes Südwest so aus: Im Juni seien insgesamt 15 156 Besucher registriert worden - 12,8 Prozent weniger als im Juni 2005. 3357 dieser Gäste stammten aus dem Ausland, womit deren Zahl um 24,7 Prozent stieg. Die nächste Attraktion im Landkreis wirft auch schon ihre Schatten voraus: In der Eislinger Stadthalle werden von Samstag, 2. September, an bis zum 29. Oktober in einer umfassenden Schau das Jurameer und mit ihm der sensationelle Eislinger Fischsaurierfriedhof wieder lebendig.

    INFO Info-Veranstaltungen zur Touristik-Messe am 22. August und 19. September, jeweils 19 Uhr, Schloss Filseck. Anmeldung bei der WIF, Telefon: (07161) 5023-585; E-Mail: wif@wif-gp.de



    Mit Reizen soll nicht gegeizt werden

    Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Göppingen nimmt die Touristikmesse in Angriff

    GÖPPINGEN. Mit einer Touristikmesse will die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Göppingen das Urlaubsgeschäft ankurbeln. Die Schau soll nur ein Anfang sein: Die Veranstalter hoffen auf eine Kooperation mit anderen Landkreisen.

    Von Carola Sauer

    Wenn Matthias Scholz über die landschaftlichen Vorzüge des Landkreises Göppingen spricht, gerät der Projektleiter der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF) schnell ins Schwärmen. So viele kleine Perlen gebe es zwischen Hohenstadt und Wäschenbeuren, zwischen Schlierbach und Böhmenkirch zu entdecken – nur wüssten das immer noch zu viel wenige Menschen in der Region Stuttgart. Wem sei schon außerhalb des Kreises Göppingen bekannt, dass der Bambi, der Medien- und Fernsehpreis des Burda- Verlags, seit 48 Jahren in der Kunstgießerei Strassacker in Süßen hergestellt werde?

    Um das zu ändern, wollen die Wirtschaftsförderer des Landkreises diese Perlen zu einer Kette zusammenfädeln und dem Publikum präsentieren. Dazu haben sie eine Idee des Salacher Bürgermeisters Bernd Lutz aufgegriffen. Vom 2. bis zum 4. Februar nächsten Jahres planen Scholz und sein Kollege Reiner Lohse in Salach die erste Touristikmesse des Landkreises. Die Angebote der Aussteller sollen in so genannten Themeninseln gebündelt werden. Die Besucher können sich also gezielt über Bereiche wie Wandern, Wintersport, Nordic Walking, Reiten, Wellness oder Einkaufen im Kreis Göppingen informieren. In der Messebroschüre kann sich jeder Aussteller auf einer Seite präsentieren. Zudem soll noch in diesem Spätherbst ein Reiseführer über den Landkreis erscheinen, der nicht als reine Infoschrift angelegt ist, sondern als Lesebuch mit Geschichten aus dem und über den Kreis.

    Am ersten Tag ist überdies eine Fachtagung geplant, auf der diskutiert werden soll, wie der Tourismus innerhalb der Region Stuttgart angekurbelt werden kann. Denn die Göppinger Messe ist als Impuls für die anderen vier Kreise um die Landeshauptstadt herum gedacht. Matthias Scholz hofft, dass die Nachbarkreise in der Region die Idee aufgreifen- und womöglich in den kommenden Jahren gemeinsame Sache machen.

    Das Ziel, sagt Matthias Scholz, sei eine regionale Touristikmesse, die auch an unterschiedlichen Orten stattfinden könne, auf der die Besucher Tipps für Trips und Kurzurlaube innerhalb des Großraums Stuttgart bekommen. Schließlich sei es am sinnvollsten, die Angebote auch dem Markt entsprechend zu präsentieren. Den Göppingern dürften die Vorzüge ihres Heimatkreises im Wesentlichen bekannt sein. Mit Klaus Lindemann von der Regio Stuttgart Marketing und dem regionalen Wirtschaftsförderer Martin Rogg habe man bereits über diese Idee gesprochen, erzählt Scholz.

    Den Bedarf für eine regionale Touristikmesse, davon ist der Betriebswirt überzeugt, gebe es – trotz der Stuttgarter CMT, auf der sich auch viele Kommunen und Kreise präsentieren. Zum einen deckten sich die CMT- Besucher in erster Linie mit Informationen über Fernziele ein. Außerdem lebten 2,6 Millionen Menschen in der Region, die Naherholungsmöglichkeiten nutzten. „ Auf einer kleineren Messe können wir viel gezielter auf unsere Angebote aufmerksam machen“, sagt Scholz.

    Am 22. August und 19. September können sich die Anbieter der Tourismusbranche aus dem Kreis im Schloss Filseck in Uhingen das Messekonzept erklären lassen. Die beiden Informationsveranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr.



    Nachgefragt: Umweltprojekt

    EBERSBACH.   Die Stadt Ebersbach im Kreis Göppingen beteiligt sich an einem Projekt, das Betrieben den Anreiz gibt, ökologisch zu wirtschaften und dazu den Geldbeutel zu schonen. Sabine Riker hat den Bürgermeister Edgar Wolff gefragt, wieso die Stadt auf diesem Feld aktiv wird.

    Herr Wolff, warum unterstützt die Stadt Ebersbach ein Umweltprojekt, das sich an Wirtschaftsbetriebe und Dienstleister wendet?

    Wir unterstützen dieses Projekt, weil es der Energieeinsparung und dem Umweltschutz dient, und weil es in unserem Fall eine vom Land geförderte Kooperation von privater und öffentlicher Hand ist. Ecofit zeigt exemplarisch, dass wir Kommunen mit unseren Wirtschaftsbetrieben bei den Themen rationeller Umgang mit Energie und umweltgerechtes Verhalten am Arbeitsplatz in einem Boot sitzen.

    Welche Vorteile hat das Programm?

    Das Projekt ist – bei klar begrenztem zeitlichem und finanziellem Aufwand – für alle Beteiligten, aber auch für die Allgemeinheit in mehrfacher Hinsicht vorteilhaft. Deshalb ist die Stadt Ebersbach mit dem Raichberg- Schulzentrum und mit den Stadtwerken dabei. Wir sehen in diesem Projekt nicht zuletzt in einem weiteren Punkt die Umsetzung unseres Leitbilds „ Ebersbach 2010“.

    Was musste die Stadtverwaltung tun, um dieses Förderprogramm des Landes nach Ebersbach zu holen?

    Als wir von diesem Projekt gehört haben, sind wir im Rahmen unseres Ebersbacher Unternehmergesprächs auf unsere Betriebe zugegangen. Nachdem wir mit Unterstützung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Göppingen (WiF) genügend Interessenten gewinnen konnten und eine Förderzusage des Landes hatten, konnte das Projekt starten.

    Ebersbach war die erste Kommune im Land, die ortsansässigen Betrieben die Teilnahme an diesem Projekt ermöglicht hat, Stuttgart hat nachgezogen. Gibt es Reaktionen oder Anfragen aus anderen Städten und Gemeinden?

    Unser Projekt findet mit privaten Betrieben aus Ebersbach, Verwaltungsbereichen der Stadt Ebersbach und Betrieben aus der Umgebung statt. Alle teilnehmenden Unternehmen sind im Übrigen engagiert dabei. Anfragen belegen, dass an diesem Projekt Interesse besteht. Ein Beispiel: Die Stadt Ebersbach wurde für ein gemeinsames Seminar der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden- Württemberg sowie des Umweltministeriums zum Thema „ Einbindung der Wirtschaft in die lokale Agenda“ zu einem Praxisvortrag eingeladen.

    Das Projekt ist fast abgeschlossen. Es endet im Dezember. Wird es ein Nachfolgeprojekt geben?

    Ich hoffe, dass es viele Nachfolgeprojekte geben wird. Wir stehen für Anschlussprojekte in Ebersbach gerne weiter zur Verfügung. Zunächst wollen wir aber das laufende Projekt bis zum Jahresende erst einmal abschließen.



    Ökofitness für die Unternehmen

    Die sieben Betriebe, die sich am Umweltprogramm Ecofit beteiligen, sparen 6500 Euro jährlich

    EBERSBACH.   Umweltschutz muss nichts zusätzlich kosten. Ein Beispiel dafür sind sieben Betriebe aus dem Kreis Göppingen, die sich auf Initiative der Stadt Ebersbach an einem Umweltschutzprojekt beteiligen – und dadurch manchen Euro sparen.

    Von Sabine Riker

    Ecofit heißt das Projekt des Landes, das die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Göppingen und die Stadt Ebersbach gemeinsam an Land gezogen haben, um kleineren Betrieben und Dienstleistern die Möglichkeit zu geben, im betrieblichen Umweltschutz auf den neuesten Satnd zu kommen (siehe auch nebenstehendes Interview).

    Obwohl das Projektjahr noch nicht zu Ende ist, können die Teilnehmer bereits erste handfeste Ergebnisse vorweisen. Mit ihren Verbesserungsmaßnahmen beim Strom-, Sprit-, Erdgas- und Wasserverbrauch entlasten sie die Umwelt um zusammen 97 Tonnen Kohlendioxid. Sie verbrauchen rund elf Millionen Liter weniger Wasser und 6500 Liter weniger Kraftstoff. Der Stromverbrauch wurde um zusammen 79 000 Kilowattstunden gedrosselt – das entspricht dem Jahresverbrauch von 20 Vierpersonenhaushalten. Dieses Engagement für die Umwelt hat dazu auch wirtschaftliche Vorteile: Zusammen sparen die Unternehmen durch die einzelnen Verbesserungen 65 000 Euro im Jahr.

    Ganz umsonst ist der Umweltschutz natürlich nicht zu haben. „ Das bedeutet schon einen zeitlichen Aufwand, ein paar Wochen kommen da schon zusammen“, erklärt Uli Dopatka. Trotzdem ist der Ingenieur einer Schlierbacher Maschinenfabrik von dem Projekt überzeugt. Seine Firma kann künftig bei der Beleuchtung den Stromverbrauch um die Hälfte zurückfahren. Der Aufwand dafür war überschaubar. Das Unternehmen hat mit Reflektoren erreicht, dass auf die Hälfte der Neonröhren verzichtet werden kann. Die Investitionen dafür würden sich in acht, neun Monaten amortisiert haben, schätzt Dopatka.

    Doch nicht nur Industriebetriebe können vom Umweltschutz profitieren. Das Wohn- und Pflegestift in Ebersbach wird in 15 Räumen die Zimmerhöhe verringern und dadurch den Erdgasverbrauch um 1340 Kubikmeter senken. Ferner drosseln neue Duschköpfe den Wasserverbrauch um 220 Kubikmeter. Durch beide Maßnahmen spart die Einrichtung im Jahr rund 1700 Euro. Auch die Stadt Ebersbach hat wertvolle Tipps bekommen. So soll in Raichberg- Schulzentrum die Abfalltrennung verbessert werden. Die Papierhandtücher sollen künftig getrennt erfasst werden. Dadurch fallen 7,5 Tonnen weniger Restmüll an. Außerdem sollen künftig dünnere Leuchtstoffröhren verwendet werden, sodass im Jahr 6700 Euro weniger Stromkosten anfallen. In die Optimierung der Abfalltrennung und die Umrüstung der Beleuchtungsanlage muss die Stadt allerdings 32 000 Euro investieren.

    Welche Maßnahmen für die jeweiligen Betriebe sinnvoll sind, hat ein Umweltberater der Münchner Beratungsgesellschaft Arqum, die das Projekt betreut, gemeinsam mit den Mitarbeitern des jeweiligen Unternehmens erarbeiten. Zuvor waren alle umweltrelevanten Daten erhoben worden. Außerdem wurden in sieben Workshops – ein achter soll noch folgen – über verschiedene Aspekte des Umweltschutzes informiert. Der Bogen spannte sich vom Abfallmanagement über Möglichkeiten des Energiesparens bis zum sparsamen Einsatz von Wasser. Auch rechtliche Aspekte wurden behandelt.

     



    Wachstumsmärkte des 21. Jahrhunderts

    Landkreis Göppingen kann mit Naturheilmitteln und –kosmetik punkten

    Gesundheit und Tourismus sind die Wachstumsmärkte des 21. Jahrhunderts. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen (WiF), Reiner Lohse, sieht in diesen Bereichen das Potenzial für das wirtschaftlich so wichtige zweite Standbein im Landkreis Göppingen.

    Karin Tutas

    Reiner Lohses Metier ist eigentlich der Maschinenbau, der klassische Wirtschaftszweig im Landkreis Göppingen. In den vergangen Jahren hat sich jedoch ein anderes Thema mehr und mehr in den Vordergrund gespielt: Die Gesundheitswelle rollt durchs Land. „ Das Thema Gesundheit in seiner Ganzheitlichkeit ist ein Zukunftsmarkt“, sagt Lohse. Ein Markt, dem der Wirtschaftsförderer gerade im Landkreis Göppingen große Chancen einräumt.

    Lohse hat dabei den so genannten „freiverkäuflichen“ Markt im Auge. „Gesundheitsvorsorge gewinnt immer mehr an Bedeutung“, Vorsorge, die die Kassen nicht bezahlen. Auch die so genannte Komplementärmedizin als Begleitung zur Schulmedizin spiele eine immer wichtigere Rolle. Nicht von ungefähr boomen Gesundheits- Sportarten wie Nordic Walking, Wellness, alternative Therapieformen, Homöopathie und Naturheilmittel. Letzteres sei geradezu eine Kernkompetenz des Landkreises, der ein vielfältiges Angebot an Produkten bietet. Die in diesem Bereich tätigen Unternehmen stellen einen enormen Wirtschaftsfaktor dar. Allein die Wachstumskurve des Arzneimittel- und Naturkosmetikproduzenten Wala in Boll zeigt stetig nach oben, der Umsatz hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt und betrug im vergangen Jahr 75 Millionen Euro. Vor allem die Kosmetik – sie macht allein zwei Drittel des Umsatzes aus – ist weltweit im Höhenflug. Nach Angaben der Branche ist ein Ende der Erfolgsstory Naturkosmetik nicht abzusehen. Auch andere Hersteller wie Biofa in Boll, das Göppinger Pharma- Unternehmen Müller, „Infirmarius Rovit“ in Salach, das Kräuterhaus St. Bernhard in Bad Ditzenbach oder Jungebad in Boll mischen mit ihren Produkten kräftig auf dem Natursektor mit.

    Geballte Kompetenz

    „ Die Kompetenz im Kreis ist riesig“, sagt denn auch Wirtschaftsförderer Lohse. Dies zeigt nicht zuletzt die vor vier Jahren ins Leben gerufene Göppinger Gesundheitsmesse „Vitalis“, die auf Initiative der WiF in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal einen Tag ganz der Naturheilkunde gewidmet hat. Mit großem Erfolg. „ Das Interesse ist riesig“, sagt Reiner Lohse. Die Workshops und Vorträge hätten auch viele Besucher aus der Region Stuttgart angezogen und lenkten die Aufmerksamkeit wiederum auf die Gesundheitsanbieter im Landkreis, die insgesamt immerhin einen Umsatz von zwei Milliarden Euro erzielen.

    Das enorme Interesse der Verbraucher an Naturheilmitteln und naturheilkundlichen Verfahren und die im Landkreis vorhandene Kompetenz gelte es zusammenzubringen. Noch ist es erst ein Grobkonzept, aber im Landkreis reift die Idee der Akademie für Naturheilkunde. „ Der Wissensdurst in der Bevölkerung ist enorm“, sagt Lohse. Auch Ärzte, Apotheker, Heilpraktiker oder Physiotherapeuten hat der Wirtschaftsförderer als Zielgruppen im Auge. Workshops, Vorträge oder Seminare unter dem Dach eines Netzwerks aus Gesundheitsanbietern könnten neue Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis geben. „Das wäre ein Standortmarketing für den Landkreis“, ist sich Lohse  sicher, „aber man muss jetzt aufspringen, wenn man mitmischen will“.

    Viel versprechende Nische

    Nicht zuletzt sieht der Wirtschaftsförderer beim Thema Naturheilkunde die Nische, um auch in Sachen Tourismus punkten zu können. Die Gemeinde Bad Ditzenbach etwa profitiert zunehmend von den guten Geschäften des Kräuterhauses St. Bernhard, dessen Umsatz in den vergangenen zehn bis 15 Jahren jeweils im zweistelligen Bereich gewachsen ist. Allein im vergangenen Jahr kamen in den Laden des Herstellers von Naturprodukten 50 000 Kunden. „Wöchentlich kommen drei bis vier Busgruppen“, berichtet Geschäftsführer Elmar Schulz. Die Kunden kommen nicht nur zum Einkaufen. Das Kräuterhaus bietet auch Vorträge und Führungen an. „Viele Besucher gehen anschließend ins Thermalbad oder zum Kaffeetrinken in den Ort“, beobachtet Waltraud Wachter vom Bad Ditzenbacher Tourismusbüro. Der Boom will das Kräuterhaus St. Bernhard mit einem Kräutergarten und eine weiteren deutlichen Vergrößerung der Verkaufsfläche nebst neuen Vortragsräumen Rechnung tragen. Weitere Touristen für Bad Ditzenbach. Diese bleiben in der Regel einen Tag im Stauferkreis , indes stehen bei der Bädergemeinschaft und Touristikgemeinschaft Stauferland die Tagestouristen und Ausflügler hoch im Kurs. Immerhin 22 Euro bleiben pro Nase in der Regel liegen, wenn Besucher aus dem Mittleren Neckarraum in den Stauferkreis oder auf die schwäbische Alb fahren.

    Dem wurde durch eine Vielzahl von Initiativen Rechnung getragen: Geradezu eine Erfolgsstory schrieb im vergangen Jahr  der „Sommer der VerFührungen“, ein Paket mit 100 Ausflugs- und Veranstaltungsangeboten, das im vergangen Jahr tausende Teilnehmer, zunehmend aus den Nachbarkreisen angelockt hatte.

    Wellness hoch im Kurs

    Hoch im Kurs stehen zudem die Themen Schönheit und Wellness, auch kombiniert mit Sport, Fitness- oder Wanderangeboten. Das Potenzial sei längst nicht erschöpft, sagt Kathrin Falkenberg, in der Reha- Klinik Bad Boll für Marketing zuständig. Noch sei viel zu wenig bekannt, welche Schätze in Form von ortsgebundenen Heilmitteln wie Fango, Thermal- oder Schwefelwasser hier schlummerten. „Es wissen ja nicht mal alle Boller, welche Kompetenzen wir hier vor Ort im medizinischen und therapeutischen Bereich haben“, so die Marketingfrau. Die Rehaklinik, die derzeit ihr Thermalbad ausbaut, wolle künftig noch stärker um Privatkunden werben.

    Auch der jüngste Vorstoß des Verbands Raum Bad Boll zielt darauf ab, die Qualitäten des Raums als Naherholungsgebiet im Sinne eines „sanften Tourismus“ stärker nach außen zu transportieren. Mit Hilfe von Fördergeldern der Region sollen Projekte zur Landschaftsentwicklung angeschoben werden.



    NEUE MESSE / Informationen aus erster Hand - Chance für den Kreis?

    Informationen über die Neue Messe aus erster Hand erhielten Vertreter der Kommune und der Wirtschaft im Kreis in der Stadthalle:

    Stuttgarts Messechef Ulrich Kromer informierte über die Neue Messe auf den Fildern.

    KARL-HEINZ STROHMAIER - KREIS GÖPPINGEN

    Die Frage, ob die Neue Messe Chancen für den Kreis Göppingen bietet, beantwortete Stuttgarts Messechef Ulrich Kromer vor Vertretern von Kommunen und der Wirtschaft im Märklinsaal mit einem klaren Ja. Kromer: "Göppingen hat Chancen. Das sieht man schon daran, das ich in 25 Minuten vom Flughafen hierher gefahren bin." Allerdings, so betonte er auf der Veranstaltung der Wirtschaftsförderung des Landkreises (Wif), "muss man die Chancen auch wahrnehmen. Was Sie daraus machen, ist ihre Sache". Die Neue Messe sei echte Mittelstandsförderung. Aus dem Kreis registriert Kromer 200 Aussteller, die sich regelmäßig auf Messen in Stuttgart präsentieren. Dass die Neue Messe eine Chance für Göppingen sei, belege auch die Tatsache, dass jeder dort umgesetzte Euro im Umfeld das fünf- bis siebenfache an Umsatz auslöse. Präsentieren auf der Messe können sich auch alle Kommunen der Region - zumindest visuell - wie Walter Rogg von der Wirtschaftsförderung der Region sagte. IHK-Geschäftsführer Peter Saile forderte eine bessere Vermarktung des Standorts Filstal: "Wir sind künftig mehr im Fokus." Der abschließende Rat des Göppinger Landrats Franz Weber: Chancen sind dazu da, dass man zugreift."



    Wirtschaft ist Chefsache in den Rathäusern

    IHK-WORKSHOP

    Eine wirtschaftsfreundliche Verwaltung und eine positive Grundstimmung in den Gremien sind sehr wichtig, um die Standortbedingungen im Landkreis zu verbessern, so der Tenor eines Workshops.

    KREIS GÖPPINGEN

    Der Workshop zur wirtschaftlichen Entwicklung im Landkreis war gemeinsam von der Wirtschaftsförderung des Landkreises, der Kreissparkasse und der Industrie- und Handelskammer (IHK) initiiert worden. Das Ergebnis des Workshops präsentierte Wolf Ulrich Martin, Päsident der IHK-Bezirkskammer Göppingen, jetzt anlässlich eines Vortrags von Professor Werner Ziegler, der in der IHK über das Thema "Lotsen für die Wirtschaft - Die kundenorientierte Verwaltung" sprach. Zu den Zuhörern zählten Bürgermeister, Wirtschaftsförderer und Vertreter der Kommunalverwaltungen. Ziegler, Marketingprofessor an der Geislinger FH, begann seinen Vortrag mit dem Ergebnis einer IHK-Unternehmensbefragung, wonach von Seiten der Betriebe die Kooperationsbereitschaft der Verwaltungen durchschnittlich beurteilt wird. Das sei zwar nicht schlecht, zugleich liege in dieser mittelmäßigen Bewertung die Chance für die Kommunen, sich zu profilieren. Die konsequente Einführung eines verantwortlichen Lotsen als Ansprechpartner für die Unternehmen sei wichtig, er müsse als Informator, Katalysator, Mediator, Multiplikator und Koordinator auftreten. "Verwaltungen produzieren Dienstleistungen, und diese Produktion geschieht interaktiv zwischen den Behörden und den Kunden", erläuterte Ziegler. Der Kunde sei Co-Produzent, die meisten "Produktionsfehler" im Dienstleistungssektor beruhten auf Verhaltensfehlern. Ziegler: "Es sollte daher keine Antragsteller oder gar Bittsteller mehr geben, sondern nur noch Kunden, die im Mittelpunkt stehen." Rechberghausens Bürgermeister Reiner Ruf forderte in der Diskussion, viele vorhandene Strukturen kritisch zu überprüfen. Beispielhaft stellte Ruf die Frage, wer etwa Ansprechpartner für Tourismus im Landkreis sei.



    Beim Regieren viel Charme versprüht

    MARKETING / Apfelwein-Regentinnen ziehen nach zwei Jahren Bilanz

    Für das flüssige Gold von den Streuobstwiesen geht es auch an die Waterkant

    Wenn es um Obstwein aus dem Landkreis Göppingen geht, dann waren Apfelweinkönigin Sabine Kaiser aus Salach und Prinzessin Katrin Läpple aus Hattenhofen die ersten Botschafterinnen dieser Spezialität. Jetzt übernimmt Katrin Läpple die Königskrone, eine neue Prinzessin wird gesucht.

    RÜDIGER GRAMSCH

    Zum Göppinger Weinfest Anfang Oktober soll es die Krönung der neuen Obstweinkönigin und der Obstweinprinzessin geben. Vor zwei Jahren initiierten die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Göppingen und die NWZ die erste Wahl der Apfelweinkönigin. Mit dieser Sympathieträgerin wollten beide einem innovativen Produkt aus dem Landkreis Göppingen, dem Qualitäts-Obstwein, zu mehr Publicity verhelfen. Die Krönung von Königin Sabine I. und Prinzessin Katrin I. fand dann auch in festlichem Rahmen bei der Eröffnung der Regionalmesse "Göppinger Genuss" im "Uditorium" durch Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt statt.

    In den beiden zurückliegenden Jahren wurden Apfelweinkönigin wie -prinzessin zu gefragten Repräsentanten des Qualitäts-Obstweins aus dem Landkreis Göppingen. Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftschaftsförderungsgesellschaft, zieht zufrieden Bilanz. "Wir haben das erreicht, was wir uns damals vorgestellt haben". Königin wie Prinzessin waren in den beiden zurückliegenden Jahren engagiert in Sachen Obstwein im Einsatz. Nicht nur innerhalb des Landkreises kredenzten die beiden sympathischen jungen Damen das flüssige Gold von den Streuobstwiesen, sondern auch bundesweit. So war Apfelwein-Prinzessin Katrin auf der Fachmesse "Pro-Wein" in Düsseldorf, Apfelweinkönigin Sabine I. eröffnete gar bei Bremen einen Weinmarkt. Überall wurden die beiden Botschafterinnen aus dem Kreis Göppingen mit offenen Armen empfangen und ernteten ob ihres Fachwissens und ihrer sympathischen Ausstrahlung viele Komplimente.

    Auch im Landkreis waren die beiden Majestäten gefragt. Ob bei öffentlichen Veranstaltungen wie dem Süßener Bummel, bei Verkostungen in gastronomischen Betrieben oder im Fachhandel, ob bei offiziellen Empfängen oder kulinarischen Festivitäten - stets vertraten die beiden jungen Damen mit ihrem Charme die Obstweine aus dem Landkreis Göppingen. Dabei sammelten die beiden jungen Frauen Erfahrungen, die sie nicht mehr missen möchten. Auch neue und interessante Leute lernten sie dabei kennen.

    Der Start der Königinnen-Regentschaft vor zwei Jahren war nicht einfach. Zwar war die Idee in der Theorie schnell geboren, doch zur Umsetzung gehörte noch Geduld. Nach ihrer Bewerbung und Wahl erhielten die beiden Frauen ihre Garderobe, Schärpen und Kronen. Eine intensive Schulung über die Obstweine erübrigte sich. Sabine Kaiser (26) - im Hauptberuf bei Daimler-Chrysler beschäftigt - ist in der Familie der Brennerei Kaiser in Salach aufgewachsen und von klein auf mit Streuobstfrüchten und deren Verarbeitung vertraut. Katrin Läpple (21) aus Hattenhofen wurde im elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb groß und studiert an der Fachhochschule Nürtingen Agrarwirtschaft. Bettina Schiller von der gleichnamigen Werbeagentur in Göppingen, nahm die beiden Majestäten nach ihrer Krönung unter ihre Fittiche und war die erste Zeit für die Vermittlung von Auftritten der beiden zuständig.

    Dass jetzt die Qualitäts-Obstwein-Offensive (QOO) die beiden gekrönten Häupter quasi von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft "übernimmt", ist in den Augen von Reiner Lohse nur folgerichtig. Denn schließlich habe man die Sympathieträger ja wegen des heimischen Obstweins gesucht und da mache es Sinn, dass das Marketing für das Produkt und der Einsatz der Weinköniginnen aus einer Hand erfolge. Ermutigt worden sei die QOO zu diesem Schritt vom örtlichen Handel, der an Einsätzen der Königin Interesse zeigte, um damit für die Regionalität der Produkte zu werben, so Karin Stolz von der Marketinginitiative. Weil - wie vorgesehen - nach dem beruflich bedingten Ausscheiden von Sabine Kaiser nun Katrin Läpple die Königswürde übernimmt, wird nun die neue Obstweinprinzessin gesucht.

     



    Region verstärkt Wirtschaftsförderung

    Kompetenzen im Bereich Tourismus, Gesundheit und Energie im Kreis sollen gebündelt werden

    GÖPPINGEN. Die Region Stuttgart will im Kreis Göppingen weitere Wirtschaftsprojekte fördern. Das hat der Regionaldirektor Bernd Steinacher jetzt vor dem Göppinger Kreistag angekündigt. Unter anderem soll der Gesundheitssektor gestärkt werden.

    Von Klaus Nonnenmacher

    Was die Region für den Landkreis Göppingen macht, wollten die Kreisräte in der jüngsten Sitzung wissen, und der Regionaldirektor Bernd Steinacher stand Rede und Antwort. Nachdem die Region, die sich zu großen Teilen um den Nahverkehr kümmert, in Sachen Bahn aber nur wenig für das Filstal tun könne, wolle man verstärkt auf Maßnahmen der Wirtschaftsförderung setzten, erklärt Bernd Steinacher.

    Hier habe sich bereits einiges getan. Steinacher verwies auf das "Kompetenzzentrum Mechatronik" und das "Kompetenznetzwerk Facility-Management, Dienstleistung rund um die Immobilie", dass an der Fachhochschule in Geislingen angesiedelt ist. Hinzu kämen Projekte der Region wie das Forum Automobilwirtschaft und das IT-Netzwerk, an dem sich allein 100 Firmen aus dem Kreis Göppingen beteiligen würden.

    Darüber hinaus biete der Kreis Göppingen aber weitere Felder, auf denen man die vorhandenen Kompetenzen bündeln könne, erklärte Bernd Steinacher. Insbesondere im Bereich Gesundheit und Wellness verfüge der Kreis mit seinen Kliniken, Bädergemeinden und Unternehmen über ein gutes Standbein, dass es auszubauen gelte. In Verbindung mit den Bemühungen auf den Tourismussektor könne daraus im Kreis Göppingen ein drittes Kompetenzzentrum entstehen.

    Die Akteure der Gesundheitsbranche aus dem Kreis haben zuletzt mit der Gesundheitsmesse Vitalis, auf der mehr als 60 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen präsentierten, ihr Potenzial bewiesen. Mit diesem Pfund lasse sich wuchern, bestätigte Reiner Lohse, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises. Um die Aktivitäten noch besser zu bündeln, will die Region nun die Gründung des Kompetenzzentrums vorantreiben.

    "Als zweites Projekt schwebt uns ein Kompetenznetzwerk Energiewirtschaft vor", kündigte Steinacher zudem an. Auch hier böte der Landkreis eine gute Ausgangslage. Mit der Energieversorgung Filstal (EVF) und den Alb-Elektrizitätswerken (AEW) stünden zwei kompetente Unternehmen im Wettbewerb. "Welches Potenzial der Landkreis darüber hinaus hat, ermitteln wir", so der Regionaldirektor. Das Netzwerk könnte Themen wie Energieeffizienz, Kraft-Wärme-Kopplung und Biomasse beackern.

    Und schließlich wolle die Region auch den Maschinenbau stärken, der in der Region Göppingen traditionell stark vertreten ist. "Wir wollen einen regionalweiten Dialog unter den Unternehmen anstoßen. Der Startschuss dafür wird hier in Göppingen fallen. Dafür brauchen wir aber noch etwas Vorlauf", sagte Bernd Steinacher.



    "Landkreis ist für Wanderer hoch attraktiv"

    FREMDENVERKEHR / Mit speziellen Themen und Strecken wird das touristische Potenzial genutzt

    Der Landkreis Göppingen zieht viele auswärtige Spaziergänger an, die gerne in schönen Landschaften wandern. Dieses touristische Potenzial soll noch stärker ausgeschöpft werden.

    DANIEL GRUPP

    KREIS GÖPPINGEN Autos mit S- oder ES-Kennzeichen, einige auch mit LB dominieren an schönen Wochenenden oder vor Feiertagen oft die Wanderparkplätze in den Städten und Gemeinden am Albrand oder am Rehgebirge. Spaziergänger, Wanderer oder Walker, je nach dem, welche Fortbewegung bevorzugt wird, kommen gerne in den Landkreis, um hier in ihrer Freizeit die Natur zu genießen. Die Einschätzung des Sprechers der Tourismusinitiative Stauferkreis (TIS), Joachim Kopp, dürfte kaum zu widerlegen sein: "Der Landkreis ist für Wanderer hoch attraktiv." Das Potenzial sei ausgezeichnet. Ähnlich sieht dies Matthias Scholz von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises: Es gebe viele Möglichkeiten im Bereich Tourismus. Laut Scholz ist anzustreben, Tourismus und Gesundheit neben dem Maschinenbau zum zweiten Standbein des Kreises zu machen. Entstehen könnte ein Naherholungsgebiet für die Region Stuttgart. Dazu soll im kommenden Frühjahr in Salach die Tourismusmesse für die Region beitragen. Es fahren aber immer noch viele Besucher in den Landkreis, die Landschaft und Rucksackvesper genießen, dann aber wieder abreisen. "Ich sehe das optimistisch. Irgendwann bleiben sie doch hängen", erwartet Kopp. Gerade die Tourismus- und Bädergemeinden lockten mit konkreten Wander- oder Walkingangeboten und könnten steigende Besucherzahlen vermelden. Zum Abschöpfen des Potenzials dienen auch Themenwanderungen. Erfolgreich sind hier die sieben Kommunen, die zusammen die Glaubenswege ausgeschildert haben. Kirchliche Gebäude und spirituell geprägte Orte liegen an den zusammen 180 Kilometer langen Rundwanderwegen. Neben fünf Kommunen des Ostalbkreises beteiligen sich hier Ottenbach und Lauterstein aus dem Kreis Göppingen. Auch die Gastronomie zieht mit und profitiert laut Oliver Franz, Bürgermeister von Ottenbach, von den Glaubenswegen.



    Göppinger Wirtschaftsjunioren erhalten Innovationspreise

    Gleich zwei Unternehmen der Göppinger Wirtschaftsjunioren wurden jetzt von der Wirtschaftsförderung des Landkreises und der Kreissparkasse Göppingen ausgezeichnet.

    Den begehrtesten Innovationspreis erhielt Christian Abt von der Erhardt+Abt Automatisierungstechnik GmbH für die Entwicklung eines gasdichten und gegen aggressive Medien resistenten Roboters, der sich inzwischen bei zahlreichen Pharmaunternehmen im Einsatz befindet. WJ-Vorstandsneuling Daniel Zimmermann freute sich ebenfalls. Unternehmen August Mink KG, Produzent von Industriebürsten, wurde für eine neuartige Walzenbürste, die Ihre Anwendung beim Führen von Folien und Warenbahnen findet, mit einer Auszeichnung bedacht.

    Mehr Infos unter www.wj-goeppingen.de



    Messe "Vitalis": Mehr als 60 Aussteller

    Gesundheit in der zweiten Lebenshälfte ist das Schwerpunktthema auf der vierten "Vitalis" in Göppingen. Die Messe findet vom 5. - 7. Mai in der Stadthalle statt.

    Mit über 60 Ausstellern und Selbsthilfegruppen ist die Gesundheitsmesse "Vitalis" so vielfältig wie noch nie. Zum vierten Mal veranstalten die in der "Gesundheitswelle" zusammengeschlossenen Gesundheitshandwerker aus Göppingen die Ausstellung in der Stadthalle. Im Mittelpunkt steht diese Mal das Thema Gesundheit in der zweiten Lebenshälfte. Zahlreiche Aussteller informieren über das gesunde Älterwerden an ihren Ständen.

    Darüber hinaus präsentiert der Fachhandel aus dem Landkreis Göppingen das Neuste aus dem Gesundheitsbereich und rückt die immer wichtiger werdenden Dienstleistungsangebote in den Blickpunkt.

    Begleitend zur Messe findet an den drei Tagen ein vielfältiges Vortragsprogramm zu Gesundheitsthemen statt, das durch verschiedene Workshops abgerundet wird.

    Bei der  "Vitalis" können die Besucher auch kleine Tests machen, wie hier am Stand der Apotheker.

    Zum Auftakt der Messe veranstaltet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises ihren Naturheilmitteltag.

    Schirmherr der Messe ist wiederum Landrat Franz Weber. Erstmals findet in der Woche nach der Messe (8. - 13. Mai) in der Göppinger Innenstadt die ebenfalls von der Gesundheitswelle organisierte "Vitalwoche" statt, bei der sich auch "Vitalis"-Aussteller mit Aktionen zum Thema Bewegung beteiligen.

    Info: Die "Vitalis" in der Göppinger Stadthalle ist am Freitag 5. Mai von 12 Uhr bis 20 Uhr geöffnet, am Samstag, 6. Mai und Sonntag, 7. Mai von 10 Uhr - 18 Uhr. Eintrittspreise: Tageskarte 3,50 Euro, Kinder bis 16 Jahre frei.



    Nachgefragt: Was sind die Hintergründe?

    Über Insolvenzen im Kreis Göppingen und ihre Hintergründe sprach NWZ-Redakteur Karl-Heinz Strohmaier mit Matthias Scholz von der Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft der Landkreises. Herr Scholz, wie ist die Tendenz bei Insolvenzen im Kreis Göppingen?

    MATTHIAS SCHOLZ: Nachdem im Jahr 2005 die Unternehmenspleiten um fast 30 Prozent zurückgingen, ist jetzt eine weitere Verringerung nicht zu erwarten. Besonders betroffen ist nach wie vor das Handwerk, insbesondere Bau, Transportunternehmen und zunehmend auch Gastronomiebetriebe.

     Matthias Scholz: Insolvenz kann auch eine Chance sein.

    Was sin die Hintergründe der Insolvenzen?

    SCHOLZ: Zahlungsunfähigkeit ist um so schneller erreicht, desto weniger ein Unternehmen über Kapital verfügt. Da eher Einzelunternehmen und neuerdings auch immer mehr Limited gegründet werden, sind hier auch selten Reserven zur Überbrückung von vorübergehenden Liquiditätsengpässen vorhanden. In vielen Fällen verfügen diese Unternehmen nicht einmal über einen Kontokorrentkredit.

    Ist Insolvenz auch als als Chance zu begreifen?

    SCHOLZ: Grundsätzlich sollte jede Krise zunächst einmal als Chance für einen Neuanfang verstanden werden. Besonders wenn die Gründe, die zu einer Insolvenz geführt haben, nicht im eigenen Einflussbereich lagen. Solche Firmen sollten sich nicht entmutigen lassen, durch eine Neugründung eine neue Existenz aufzubauen.



    Wirtschaftsfaktor Kreativ-Branche

    Standortförderung: Ein Projekt des "KulturFreienTreffs" Landkreis Göppingen wird realisiert

    "Stimmt, so etwas haben wir bis jetzt noch nicht", bestätigt Landrat Franz Weber bei der Vorstellung des Projekts "Kultur-Almanach",eine Zusammenfassung aller attraktiven Kulturangebote im Landkreis.

    Von Stephan Kopper

    LANDKREIS GÖPPINGEN. Entstanden war die Sache im Rahmen eines Vortrags von Gernot Imgart im Kreise des zweiten "KulturFreienTreffs" (KFT) im August vergangenen Jahres. An jenem Abend war die zentrale Frage: Wie bringt man Kunst und Wirtschaft im Landkreis Göppingen zusammen? In diesem Zusammenhang erläuterte der ehemalige Medienanwalt und jetzige stellvertretende Geschäftführer der hiesigen Industrie- und Handelskammer (IHK) die Idee des Arbeitskreises "Kulturpaten" im Netzwerk der "Wirtschaftsjunioren" (WJ).

    Voneinander lernen

    "Da Sponsoring alleine nicht mehr ausreicht, sieht dieses Konzept entsprechende Patenschaften vor", so Imgart. Auf diese Weise werde eine gemeinsame Strategie auf den Weg gebracht, bei der beide Seiten voneinander lernen und damit auch voneinander profitieren. "Wir sollten also zunächst versuchen, die Berührungsängste zwischen den Kulturschaffenden und der Industrie abzubauen".

    In der nachfolgenden Diskussion, wie dieser Gedanke konkret umgesetzt werden könne, fiel durch Imgart das Stichwort "Kultur Almanach", so die Initiatorin des monatlichen KFT-Treffs, Adriana Rossi. Die freie Journalistin und "Öffentlichkeitsarbeiterin",wie sie sich selbst scherzhaft bezeichnet, vermisste schon lange eine Austauschmöglichkeit – zum einen der Freischaffenden untereinander, zum anderen zwischen Kultur und Wirtschaft.

    Aber nicht nur der IHK-Vertreter hat sich gefragt: Was tun mit unseren Gästen? "Auch wenn der Landkreis wirklich einiges zu bieten hat, muss man sich erst einmal näher damit beschaffen, und diese Zeit fehlt halt oft. Deshalb wollten wir gleich Nägel mit Köpfen machen – und die Sache schnellstmöglich umsetzen. Also erstellten wir dann Ende Oktober den Plan: Das Ganze wird ein Buch im handlichen DIN A 5-Format, in dem zum einen in alphabetischer Reihenfolge jede Stadt und jede Gemeinde  im Landkreis kurz vorgestellt werden. Nach diesen durchschnittlich drei Seiten haben lokale Kulturschaffende, Vereine, Veranstalter und so weiter die Möglichkeit, sich mit einer eigenen Seite redaktionell zu präsentieren. Der hintere Teil ist für Anzeigen reserviert", erklärt Rossi.

    Derzeit werden die druckfrischen Flyer und Mediendaten verteilt. Redaktionsschluss ist Mitte Mai. Bis dahin sei noch eine Menge an Aufgaben zu erledigen. "Aber es macht auch Spaß. " Der Wermutstropfen: "Wir erhalten für dieses Projekt leider keinerlei finanzielle Förderung. Das liegt vor allem daran, dass alles rund um die Kreativ-Branche noch mit zahlreichen Problemen behaftet ist. Es gibt für uns keine Schublade, keine echten Zuständigkeiten." Weil das aber nicht nur in dieser Region so sei, gründete Rossi zusammen mit einem Gleichgesinnten vor knapp drei Jahren den bundesweiten agierenden "Interessenverein" (IFK). Doch da winkt Rossi ab: "Das ist eine ganz andere Geschichte."

    Mehr Aufmerksamkeit

    Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF) für den Landkreis Göppingen, der das Netzwerk "KulturFreienTreff" von Anfang an begleitet, hakt hier aber nochmals ein. "Zumindest auf lokaler Ebene kann ich bestätigen, dass die Region Stuttgart dem ökonomischen Potenzial von Freiberuflern im Kunst-, Kultur-, und Medienbereich aus dem Kreis Göppingen bislang nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt hat. Mit derlei Projekten wollen wir das ändern. Eine andere Idee, die noch im Raum schwebt, ist die eine Art "Kultur Messe", Aber da steht noch kein konkretes Konzept."

    Weitere Informationen zum Thema gibt es im Internet auf der Seite www.kulturalmanach-gp.de



    Angebote gezielt vermarkten

    TOURISMUS / Erstes Informationsgespräch zu regionaler Freizeitmesse fand großes Interesse

    Wirtschaftsförderung koordiniert - Aussteller gruppieren sich in Themeninseln

    Mehr als 40 Interessenten trafen sich in Salach zu einem ersten Informationsgespräch. Thema: eine regionale Freizeitmesse. Geladen hatte dazu die Wirtschaftsförderung des Landkreises.

    MICHAEL RAHNEFELD

    Die Naherholungs- und Tourismusangebote des Stauferkreises gezielt vermarkten, das soll laut Reiner Lohse, dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung im Landkreis (Wif), mit einer regionalen Freizeitmesse im Frühjahr 2007 in der Salacher Stauferlandhalle erreicht werden. Und das Interesse an solch einer Messe ist groß, wie sich bei dem Info-Abend in Salach zeigte. Mehr als 40 Vertreter aus Fremdenverkehr, Vereinen, Institutionen, Einzelhandel und Landwirtschaft ließen sich in der Stauferlandhalle von Lohse über die geplante Messe und die Wirtschaftsförderung informieren. Lohse wies darauf hin, dass es im Kreisgebiet sehr viele Kleinode gebe, "die es verdient haben, ins Rampenlicht gerückt zu werden". Mit dem "Sommer der Ver-Führungen", den es auch in diesem Jahr wieder geben wird, sei dies im Ansatz bereits gelungen. Jetzt gelte es die Kräfte zu bündeln, um auch in der Region Stuttgart für den Kreis und seinen Freizeitwert zu werben und Tagestouristen oder Kurzurlauber an den Hohenstaufen zu holen. Zielgruppe der Messe sind deshalb neben dem bereits genannten Kreis auch Kulturinteressierte, Familien, Senioren, Sportinteressierte und Singles. Sollte die Messe, die über minimale Standgebühren (150 Euro), Eintrittsgelder und EU-Mittel finanziert wird, erfolgreich sein, ist daran gedacht, auch in andere Landkreise der Region zu gehen. Doch jetzt steht erst einmal Salach an. Damit die Vorbereitung erleichtert wird, hat die Wif Themeninseln (wir berichteten bereits kurz) geplant, für die ein bis zwei Verantwortliche aus dem Anbieterkreis die Koordination übernehmen und als direkte Gesprächspartner der Wif zur Verfügung stehen. Themenbereiche könnten beispielsweise sein: Radeln, Führungen, Nordic Walking, Wellness, Reha, Gesundheit, Angeln, Wintersport, Urlaub auf dem Bauernhof, Geologie oder Wassersport. Am Beispiel der Themenbereiche Wandern, Klettern und Einkaufen machte Lohse den Zuhörern deutlich, wer sich auf der Themeninsel mit wem präsentieren könnte. Während beim Wandern Albverein, Forst, Naturschutzbund und andere gemeinsam auftreten, könnten es beim Einkaufen WMF (Fischhalle), Dr. Scheller und Drogeriemarkt Müller sein, die mit besonderen Einkaufsmöglichkeiten im Kreisgebiet vertreten sind. Lohse machte deutlich, dass der Fantasie dabei eigentlich keine Grenzen gesetzt sind. Natürlich könnte sich eine Firma auch allein präsentieren. Die Grundausstattung für die Messe, sprich Stellwände für Messestände, wird die Wif beisteuern, kündigte Lohse an.



    Touristikmesse für den Kreis

    Premiere im Frühjahr

    SALACH. Eine regionale Touristikmesse soll es im Kreis Göppingen im Frühjahr des nächsten Jahres geben. Darauf haben sich nun bei einer Informationsveranstaltung in Salach rund 50 Interessenten verständigt.

    Von Andreas Pflüger

    Reiner Lohse und Matthias Scholz von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Göppingen (WiF) konnten hochzufrieden sein. Von mehr als 50 Interessenten präsentierten sie ein neues Messeprojekt, das sich an touristischen Einrichtungen und von Freizeitanbietern der Einladung in die Stauferlandhalle nach Salach folgen würden, hatten die beiden Ideengeber selbst nicht erwartet.

    Die erarbeitete Konzeption, einzelne Angebote zum Themenschwerpunkten zusammenzufassen und in so genannten Themeninseln zu präsentieren, kam bei Fachpublikum ebenfalls sehr gut an. Auch die Anregung von Seiten der WiF, die einzelnen Themen durch Experten aus dem Teilnehmerkreis selbst aufbereiten zu lassen, fand Anklang, zumal sich viele der Anwesenden spontan dazu bereit erklärten, diese Aufgaben zu übernehmen. „Das erleichtert uns natürlich die Koordination, wenn wir zu einzelnen Bereichen einen zentralen Ansprechpartner haben“, sagte der WiF-Geschäftsführer Lohse.

    So konnten die ursprünglich ins Auge gefassten Themenbereiche Wandern und Klettern, Welness, Rehabilitation und Gesundheit, Kultur und Historie, Radfahren, Nordic Walking, Angeln, Führungen sowie Einkaufen in der anschließenden Gesprächsrunde sogar noch um zwei Vorschläge erweitert werden. Angedacht ist jetzt, eine Themeninsel unter dem Stichwort Gastronomie und Beherbergung sowie eine weitere zum Wintersport einzurichten. Auf Grund der guten Resonanz auf das vorgestellte Konzept wird die WiF nun direkt in Vorbereitung der Messe einsteigen, die auf das Frühjahr 2007 angesetzt ist.

    Reiner Lohse warf seinen Blick aber noch weiter in die Zukunft. „ Wünschenswert wäre, dass sich die Messekonzeption in der Region Stuttgart als Wanderveranstaltung mit wechselnden Anbietern etabliert“, sagte er. Damit könne man die reichhaltige und einzigartigen Angebote, die es in der Region für Touristen und Kurzurlauber gebe, wesentlich besser vermarkten.

    Informationen über die geplante Touristikmesse gibt es bei der WiF telefonisch unter der Nummer 07161/ 5023585.



    Innovationspreis - Was bewirkt dieser Preis?

    NACHGEFRAGT

    Über den Sinn und die Wirkung des von der Kreissparkasse und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises ausgelobten Innovationspreises sprach unser Redakteur Karl-Heinz Strohmaier mit Kreissparkassenchef Jürgen Hilse.

    Herr Hilse, warum gibt es den Innovationspreis?

    JÜRGEN HILSE: Die Kreissparkasse setzt zusammen mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis ein Signal zum Aufbruch. In der Tat mangelt es ja nicht an Ideen, sondern an umgesetzten Ideen. Der Innovationspreis 2005 präsentiert wieder den Ideenreichtum und das Durchsetzungsvermögen von kreativen und innovativen Erfindern, Dienstleistern, Konstrukteuren, Handwerkern und Unternehmern im Kreis.

    Was bewirkt der Preis?

    HILSE: Wirtschaftlicher Wandel geschieht nicht einfach - er muss bewusst und aktiv vorangeritten werden. Die Akteure sind in erster Linie die Unternehmer. Sie sind diejenigen, die Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze schaffen. Eine der wirksamsten Maßnahmen dabei eine sinnvolle Innovationsförderung.

    Wer kann mitmachen am Wettbewerb ?

    HILSE: Bewerben konnten sich Unternehmen aus dem Landkreis Göppingen mit maximal 500 Mitarbeitern, die innovative Produkte, erfahren, Organisationsformen oder Dienstleistung entwickelt und zur Marktreife gebracht haben. Insgesamt wurden jetzt unter Preisträgern 15 000 Euro vergeben.



    Regionale Freizeitmesse in Salach

    Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WiF) plant für Herbst oder Frühjahr 2007 eine kleine regionale Freizeitmesse. Ein erstes Info-Gespräch dazu gibts am 22. Februar in Salach.

    MICHAEL RAHNEFELD

    KREIS GÖPPINGEN. Die Wirtschaftsförderung des Landkreises (WiF) hat laut Reiner Lohse bereits 320 potenzieller Anbieter angeschrieben, knapp 50 davon haben sich bereits für ein Info-Gespräch am Mittwoch, 22. Februar, ab 18 Uhr in der Staufeneck-Halle in Salach angemeldet und damit Interesse an solch einer Messe im Stauferkreis bekundet. Es sind Vereine, Firmen und Institutionen, die entweder schon Veranstaltungen für den "Sommer der Ver-Führungen" organisiert haben oder sonstwie in irgendeiner Weise mit Freizeit und Tourismus zu tun haben. Reiner Lohse von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landeskreises (Wif) will bei dem angekündigten Info-Abend möglichst Themenschwerpunkte bilden, die dann von Experten aus dem Kreis der Interessenten weiter bearbeitet und für die Messe vertieft werden. Gedacht ist laut Lohse an solche Themenbereiche wie Wandern, Klettern, Kultur, Wellness, Reha, Gesundheit, Historie, Radfahren, Führungen, Nordic-Walking, Angeln, Einkaufen und Wintersport. Alles Dinge, die hier im Landkreis Göppingen möglich sind und auch angeboten werden können. Wer sich ebenfalls vorstellen kann, auf solch einer Messe präsent zu sein der sollte sich noch umgehend mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises in Verbindung setzen. Die Tourismus-Initiative Stauferkreis (TIS) will die neue Messe fördern und hat bei ihrer letzten Sitzung Unterstützung signalisiert.

    INFO Wirtschaftsförderungsgesellschaft Telefon: (07161) 50 23-585; E-Mail: wif@wif-gp.de



    Menschenkenntnis hilft

    GRÜNDERGROTTE / Mit Psychologie verkaufen 

    Menschenkenntnis hilft, bessere Geschäfte zu machen. Matthias Scholz hat dazu in der jüngsten Gründergrotte einige Tipps gegeben, die 20 Besucher hören wollten. LEONHARD FROMM GÖPPINGEN "Wer bereits 500 Euro für einen Anzug ausgegeben hat, greift beim Pullover für 80 Euro leichter zu," sagt Matthias Scholz, der bei der Wirtschaftförderung des Landkreises (Wif) Firmen berät. Wer hingegen zunächst einen Pullover für 80 Euro gekauft habe, der zögere beim Anzug, weil der in Relation ja sehr viel teurer sei und gekauft habe man nun ja bereits etwas. Ähnlich könne der Autoverkäufer zunächst an den teuren Limousinen vorbei gehen, damit dem Kunden der Mittelklassewagen anschließend geradezu günstig scheine. Neben diesem ersten Punkt der Wahrnehmungskompetenz vermittelte Scholz auch die Wirkung der Reziprozität. Diese besagt, wer zu anderen eine (Geschäfts-)Beziehung aufbauen will, muss mit einer Weihnachtskarte, einer Einladung oder einem kleinen Geschenk in Vorleistung gehen. Die Dankesschuld bewirke, dass der andere eher entsprechend reagiert. Schließlich erläuterte der Referent, der im Anschluss Zeit für persönliche Gespräche ließ, das Phänomen der sozialen Bewährtheit. Dieses besagt, dass 95 Prozent aller Menschen tun, was andere auch tun. Stehen also an einem Messestand bereits Besucher, bleiben auch Passanten stehen. Manche Diskotheken verknappten zum Beispiel den Einlass, damit Schlangen entstehen. Diese signalisieren: Hier ist etwas los!



    Ein Forum für Starter

    Das rote G weist zur "Gründergrotte"

    In der "Gründergrotte" Kontakte knüpfen und Pläne schmieden - das hilft nicht nur jenen, die sich selbstständig machen wollen oder gerade ihre eigene Firma eröffnet haben. Auch die Initiatoren dieser Einrichtung erfahren, wo den Startern der Schuh drückt.

    KREIS GÖPPINGEN. Das Konzept der elf Initiatoren der "Gründergrotte" ist aufgegangen. Ein Mal im Monat treffen sich in der "Grotte", dem Bürgertreff unter der Göppinger Stadtbibliothek, Menschen, die den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt haben oder die wild entschlossen sind, sich mit einem eigenen Unternehmen unabhängig zu machen. Der Treffpunkt bietet den Startern Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und Tipps zu erhalten. Denn jedem Treffen vorangestellt ist ein kurzes Impulsreferat, das von einem der Träger der "Gründergrotte" organisiert wird. Die Vortragsthemen sind abgestellt auf die Bedürfnisse der Existenzgründer. Doch der Schwerpunkt der Treffen liegt, so Karl-Otto Kaiser von VHS professionell, einer der Träger, im Gespräch untereinander. Dass das Konzept der Veranstaltungsreihe bei den Gründern ankommt beweist nach Ansicht von Kaiser die Zahl der Teilnehmer. "25 bis 30 Personen kommen immer, oft auch deutlich mehr". Interessant ist für Kaiser auch, dass die meisten Existenzgründer über einen längeren Zeitraum die Treffen besuchen. "Das zeigt doch auch, dass das Angebot den Startern etwas bringt". Weil dem so ist, haben sich die Vertreter der Trägerorganisationen entschieden, die Reihe auch im sechsten Jahr fortzusetzen. Für 2006 sind wieder zehn Veranstaltungen geplant, die erste ist heute, Donnerstag. Der Beginn des Treffens wurde auf 20 Uhr vorverlegt. Das Impulsreferat bei der heutigen "Gründergrotte" hält Matthias Scholz von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wif). Er spricht über die Psychologie im Verkauf, wie Verkäufer durchschaut werden, wie Manipulation zu erkennen ist und wie geschickter verhandelt werden kann.

    Matthias Scholz referiert am 02.02.2006 in der "Gründergrotte"

     

    Die Treffen

    Die "Gründergrotte" findet in diesem Jahr statt (in Klammern der federführende Träger des Abends): am 2. Februar (Wif), 2. März (Agentur für Arbeit), 6. April (NWZ), 4. Mai (VHS professionell) 8. Juni (Volksbank), 6. Juli (Wirtschaftsjunioren), 7. September (städtische Wirtschaftsförderung Göppingen/Impuls- und Gründerzentrum), 5. Oktober (IHK), 2. November (Kreissparkasse) und 7. Dezember (Kreishandwerkerschaft). Änderungen vorbehalten.

    ONLINE-INFO



    Innovative Ideen aus der Hohenstaufenstadt

    Unter 50 Bewerbungen mussten sich die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis und die Kreissparkasse Göppingen für die Preisträger 2005 des Innovationspreises entscheiden, den die beiden Institutionen zum sechsten Mal ausgeschrieben hatten.

    Mitmachen konnten Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern, die zwischen 2003 und 2005 innovative Produkte erfolgreich auf dem Markt gebracht haben. Von den ausgelobten Preisen in Höhe von 15.000 Euro gingen jeweils 1.000 Euro und eine Auszeichnung an die Göppinger Firmen August Mink KG, Creativ Media Systems GmbH und Madness GmbH.

    Die August Mink KG existiert seit 160 Jahren und produziert in Jebenhausen mit derzeit 225 Mitarbeitern Industriebürsten in verschiedenen Einsatzbereichen. Die Innovationskraft der August Mink KG zeigt sich auch an der erfolgreichen Teilnahme am Innovationspreis 1999, die mit einem Preis bedacht wurde. Bei der heuer ausgezeichneten Produktinnovation handelt es sich um neuartige Walzenbürsten, die ihre Anwendung beim Führen von Folien und Warenbahnen findet. Durch die definierte Schrägstellung der Faserbündel in der Bürste wird die Folie wirkungsvoll von der Mitte ausgehend nach außen geglättet. Vorgestellt wurde die Mink-Breitenstreckwalze unter anderem auf der ICE in München, wo sie bei 250 internationalen Teilnehmern mit dem ersten Preis dem "Innovation Award Winner", ausgezeichnet wurde.

    Die Firma Creativ Media Systems GmbH wurde 2002 gegründet und hat ihre Schwerpunkte im multimedialen Sektor. Derzeit sind bei dem Unternehmen vier Mitarbeiter beschäftigt. Durch die Entwicklung von LED-Lampen für den Innen- und Außenbereich wurde das Geschäftsfeld 2004 erweitert. Andere Arbeitsbereiche sind: Medientechnische Systemlösungen, Sicherheits- und Überwachungstechnik, Intelligentes Wohnen, sowie Veranstaltungstechnik. Die ausgezeichnete Produktinnovation ist ein LED-Lichtfluter mit der Bezeichnung „Las Vegas“, dessen Einsatzbereich bei der Beleuchtung von Außenfassaden, Innenhöfen, Veranstaltungen, aber auch im Innenbereich wie Diskotheken liegt. Das Vermarktungskonzept sieht einen Eigenvertrieb im Innland- und Auslandsverkauf über Vertriebspartner vor.

    Die Firma Madness GmbH hat 1997 als reiner 3D-Dienstleister angefangen, als Tageslichtprojektor und Diagerät noch Standard waren. Damals packten sie bereits ganze Gebäude in den Computer – dreidimensional und in Farbe. Heute sind sie ein Full-Service-Agentur im Bereich 3D mit Schwerpunkt Informationsdesign: Madness macht Ideen sichtbar. Die jetzt ausgezeichnete Software-Innovation, der 3D-Konfigurator, ermöglicht es den Besuchern, die zuvor anhand von etwa zwei mal zwei Meter großen Musterhäusern die verschiedenen Baumaßnahmen besichtigen konnten, diese auf ein ihrem Haus nachempfundenes, virtuelles Modell anzuwenden. Der Besucher hat somit die Möglichkeit, sein Haus im vornhinein mit den baulichen Veränderungen zu betrachten, ohne auf Architekturpläne oder ähnliches zurückgreifen zu müssen.



    Drei auf einen Streich

    Der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Innovationspreis im Kreis Göppingen ist vergeben. Gewinner sind Firmen in Wangen, Kuchen und Eislingen.

    LANDKREIS. Die Epucret Polymertechnik in Wangen, die Erhardt und Abt Automatisierungstechnik in Kuchen und die Firma Zeller und Gmelin in Eislingen sind die Träger des Innovationspreises, den die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF) und die Kreissparkasse Göppingen zum sechsten Mal verliehen haben. Ausgezeichnet wurden zudem die Firmen Creativ Media Systems GmbH, die August Mink KG, die Madness GmbH (alle Göppingen), die EWS-Werkzeugfabrik Weigele in Uhingen, Roos und Kübler in Ebersbach und Umweltelektronik GmbH & Co. KG in Geislingen.



    Gründergrotte - Erstes Treffen in diesem Jahr

    Die "Gründergrotte", der Treffpunkt für Existenzgründer und Jungunternehmer, öffnet am Donnerstag, 2. Februar, zum ersten Mal in diesem Jahr ihre Pforten. Beginn ist bereits um 20 Uhr im Bürgertreff unter der Stadtbibliothek Göppingen (Kornhausplatz). Den Abend gestaltet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (Wif). Das Impulsreferat hält Mathias Scholz. Danach besteht die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und Gespräche mit Vertretern der Trägerorganisationen der "Gründergrotte" zu führen. Neben der Wif sind das die Agentur für Arbeit, die Wirtschaftsförderung der Stadt Göppingen, das Impuls- und Gründerzentrum, die IHK, die Kreishandwerkerschaft, die Wirtschaftsjunioren, die Kreissparkasse, die Volksbank, VHS professionell sowie die NWZ.



    Innovative Ideen werden mit Preisen ausgezeichnet

    Bereits zum sechsten Mal haben die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis mbH (Wif) und die Kreissparkasse Göppingen den Innovationspreis ausgeschrieben. Drei Unternehmen wurden jetzt mit einem Preis belohnt, sechs erhielten eine Auszeichnung.

    KARL-HEINZ STROHMAIER KREIS GÖPPINGEN

    Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises und die Göppinger Kreissparkasse haben am Montagabend den mit insgesamt 15 000 Euro dotierten Innovationspreis 2005 vergeben. Preisträger sind die Epucret Polymertechnik GmbH & Co. KG in Wangen, die Erhard und Abt Automatisierungstechnik GmbH in Kuchen und Zeller & Gmelin GmbH & Co. KG in Eislingen. Sie erhalten jeweils 3000 Euro und ein Originalbild des Künstlers Bruno Demattio. Eine Auszeichnung und ein Preisgeld von jeweils 1000 Euro ging an die Firmen Creativ Media Systems GmbH, Göppingen, August Mink KG, Göppingen, EWS-Werkzeugfabrik Weigele GmbH & Co. KG, Uhingen, Madness GmbH, Göppingen, Roos & Kübler GmbH & Co. KG, Ebersbach und Umweltelektronik GmbH & Co. KG, Geislingen. Bewerben konnten sich Unternehmen aus dem Landkreis mit maximal 500 Mitarbeitern, die innovative Produkte, Verfahren, Organisationsformen oder Dienstleistungen entwickelt und zur Marktreife gebracht haben. Die eingereichten Innovationen sollten zwischen 2003 und 2005 entstanden und bereits marktfähig sein. Bis zum Bewerbungsschluss Ende September 2005 gingen 50 Anträge bei der Wif ein. Sie wurden im Dialog mit dem jeweiligen Unternehmen durch die Projektleiter der Wif aufbereitet und anschließend durch den Wif-Innovationsausschuss begutachtet und auf ihren Innovationsgehalt, ihre Umsetzbarkeit und ihr gesamtwirtschaftliches Potenzial überprüft. Mitglieder des Wif-Innovationsausschusses sind Jürgen Hilse, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Göppingen, Professor Johann Löhn, Präsident der Steinbeis-Hochschule Berlin und Regierungsbeauftragter für Technologietransfer in Baden-Württemberg, und Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Übergeben wurden die Preise und Auszeichnungen vor rund 300 Gästen aus Wirtschaft und dem öffentlichen Leben in der Göppinger Kreissparkasse von Landrat Franz Weber, Kreissparkassenchef Jürgen Hilse und Professor Johann Löhn.

    Mehr Infos rund um den Innovationspreis gibt es unter http://www.innovationspreis-gp.de.

     



    Tüftler werden für gute Ideen belohnt

    GÖPPINGEN (non). Am Montag wird in der Göppinger Kreissparkasse zum sechsten Mal der mit insgesamt 15 000 € dotierte Innovationspreis des Landkreises verliehen. Alle zwei Jahre prämiert die Wirtschaftsförderung des Kreises gemeinsam mit der Kreissparkasse Unternehmen aus dem Filstal für neue Entwicklungen, seien es Verfahrenstechniken, Produkte oder Dienstleistungen. Für dieses Jahr hatten sich 50 Unternehmen beworben. Unter ihnen wurden drei Preisträger ausgewählt, die jeweils 3000 € bekommen. Darüber hinaus sollen sechs weitere Ideen mit jeweils 1000 € ausgezeichnet werden. „Wir hatten bei den Bewerbungen noch einen bunten Branchenmix. Bei den Preisträgern und Auszeichnungen dominiert aber wieder einmal der technische Bereich“, verrät der Wirtschaftsförderer des Landkreises, Reiner Lohse, vorab. Die Preisverleihung mit einem Festvortrag von Johann Löhn, dem Regierungsbeauftragten für Technologietransfer des Landes, beginnt um 19 Uhr.



    Vom Lichtfluter bis zum Sauerstoffsensor

    Ideen mit Pfiff haben die am Wettbewerb zum Innovationspreis 2005 beteiligten 50 Firmen vorgelegt.

    Sechs Unternehmen wurden mit einer Auszeichnung belohnt.

    KARL-HEINZ STROHMAIER KREIS GÖPPINGEN

    Sechs Firmen wurden beim Innovationspreis 2005 mit einer Auszeichnung belohnt: · Die EWS-Werkzeugfabrik Weigele GmbH & Co. KG in Uhingen wurde für ein modulares Schnellwechselsystem für Werkzeuge aus CNC-Maschinen ausgezeichnet. Die im Jahre 1960 gegründete Firma entwickelt, produziert und vertreibt Werkzeugmaschinen und maschinenbezogene Werkzeuge für nahezu alle CNC-Drehmaschinen. · Die August Mink KG in Göppingen-Jebenhausen erhielt eine Auszeichnung für eine Breitstreckwalzenbürste zum faltenfreien Transport von Folienbahnen. Das Unternehmen existiert schon seit über 160 Jahren und produziert Industriebürsten in verschiedenen Einsatzbereichen. · Die Firma Creativ Media Systems GmbH in Göppingen, gegründet 2002, erhielt eine Auszeichnung für einen LED-Lichtfluter, der zur Beleuchtung von Außenfassaden, Innenhöfen und Veranstaltungen, aber auch im Innenbereich, z. B. bei Diskotheken, eingesetzt wird. · Die Firma Madness GmbH in Göppingen wurde ausgezeichnet für einen 3D-Konfigurator für Marketing und Vertrieb. Das Unternehmen wurde 1997 als reiner Dienstleister gegründet · Die Firma Roos & Kübler GmbH & Co. KG in Ebersbach hat ein neues Verfahren zur Herstellung von Blechpaketen entwickelt. Dafür gab es eine Auszeichnung. Die Firma wurde 1939 gegründet. · Die Firma Umweltelektronik GmbH & Co. KG in Geislingen wurde ausgezeichnet für einen Sauerstoffsensor, der in einem Kunststoffgehäuse verbaut ist. Die Firma wurde 1995 gegründet.



    Ideen bringen den Kreis vorwärts

    INNOVATIONSPREIS / Neun Firmen mit dem "genetischen Code der Innovation" werden ausgezeichnet

    50 Unternehmen haben sich beworben - Lob für die hohe Qualität Eine Veranstaltung "mit der etwas nach vorne geht, die den Landkreis nach vorne bringt", nannte Göppingens Landrat Franz Weber die Verleihung des Innovationspreises 2005. Neun Firmen wurden am Montagabend mit Preisen und Auszeichnungen für innovative Ideen belohnt. KARL-HEINZ STROHMAIER KREIS GÖPPINGEN Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises und die Kreissparkasse hatten gerufen - und rund 300 Gäste sind gekommen: Vor einem illustren Publikum aus Wirtschaft und dem öffentlichen Leben wurde am Montagabend in der Göppinger Kreissparkasse der Innovationspreis 2005 verliehen. Dass es im Kreis Göppingen genug Unternehmen gibt, die kreativ sind und deren "genetischer Code die Innovation beinhaltet", wie Kreissparkassenchef Jürgen Hilse erklärte, zeigt die Zahl der Bewerbungen: Die 50 Einsendungen sind in der Geschichte des Innovationspreises, der zum sechsten Mal vergeben wurde, ein Rekord - ein gutes Zeichen. Hilse: "Das beste Mittel gegen Erosion ist die Innovation." Für Göppingens Landrat Franz Weber war die Verleihung des Innovationspreises nach all den Neujahrsempfängen eine Veranstaltung, "mit der etwas nach vorne geht, die den Landkreis und die Unternehmen nach vorne bringt". Er freute sich über die hohe Zahl an Bewerbungen um den Innovationspreis 2005, hinter denen Qualität stehe. Die Jury habe so die Möglichkeit gehabt auszuwählen. Bewerben für den Innovationspreis konnten sich Unternehmen aus dem Kreis Göppingen mit maximal 500 Mitarbeitern, die innovative Produkte, Verfahren, Organisationsformen entwickelt und zur Marktreife gebracht haben. Launig und hintergründig zeichnete Professor Johann Löhn, Präsident der Steinbeis-Hochschule Berlin und Regierungsbeauftragter für Technologietransfer in Baden-Württemberg, in seiner Festrede die aktuelle wirtschaftliche Situation. "Wir leben in einer spannenden Zeit", so meinte er. Völlig neue Industrien hätten sich entwickelt, Internethandel und -kommunikation hätten die Welt verändert. Die Produktivität sei höher als die Bedürfnisse, Vollbeschäftigung werde es so nie mehr geben. Löhn: "Das heißt aber nicht, dass es sie nicht geben kann." Aber dazu müsse das System geändert werden. Unternehmern empfahl Löhn, nach den Trends zu schauen und danach, was diese für das eigene Unternehmen bedeuten. Internationalisierung sei gefragt: "Wer im Ausland investiert, wird hier nicht schwächer." Probleme freilich, so der Professor, seien immer Bestandteil des unternehmerischen Lebens. Mit dem anschließenden Satz hatte Löhn die Lacher auf seiner Seite: "Wer morgens aufwacht und keine Probleme hat, ist tot." Und abschließend: "Qualität ist, wenn der Kunde wiederkommt und nicht die Ware."



    Preise und Auszeichnungen auf einen Blick

    Preise:

    Epucret Polymertechnik GmbH & Co. KG, Wangen. ·

    Erhardt + Abt Automatisierungstechnik GmbH, Kuchen. ·

    Zeller & Gmelin GmbH & Co. KG, Eislingen.

    Auszeichnungen: ·

    Creativ Media Systems GmbH, Göppingen. ·

    August Mink KG, Göppingen-Jebenhausen. ·

    EWS-Werkzeugfabrik Weigele GmbH & Co. KG, Uhingen. ·

    Firma Madness GmbH, Göppingen. ·

    Roos & Kübler GmbH & Co. KG, Ebersbach. ·

    Umweltelektronik GmbH & Co. KG, Geislingen.



    Preisträger: Zeller & Gmelin GmbH & Co. KG

    Zeller und Gmelin in Eislingen wurde 1866 gegründet und ist ein mittelständisches und konzernunabhängiges Unternehmen mit internationaler Geschäftstätigkeit. Mit ihren rund 450 Mitarbeitern arbeiten sie kontinuierlich daran, individuelle Lösungen gemeinsam mit den Kunden zu erstellen. Nicht nur die Vielzahl von hochwertigen Produkten der Bereiche Auto- und Industrieschmierstoffe und Druckfarben, sondern auch die lange Erfahrung in der Forschung und Entwicklung, der individuelle Service, sowie die Nähe zum Kunden, zeichnen das Unternehmen aus. Die weltweiten Vertriebspartner unterstützen sie bei den anspruchsvollen Aufgaben. Bei der prämierten Innovation handelt es sich um eine Schutzschicht, die auf Kunststoffteile aufgebracht wird, welche später lackiert werden sollen.



    Preisträger: Erhardt + Abt GmbH

    Die Erhardt und Abt Automatisierungstechnik GmbH in Kuchen wurde im Oktober 1997 von Stefan Erhardt und Christian Abt gegründet und beschäftigt mittlerweile über 30 Mitarbeiter. Nach dem Studium der Fachrichtungen Maschinenbau bzw. Automatisierungstechnik waren Stefan Erhardt und Christian Abt mehrere Jahre am Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung, Abteilung Robotersysteme, in Stuttgart beschäftigt. Der Schwerpunkt der Tätigkeit von Erhardt und Abt liegt in der Robotik. Von der Planung über die Softwareerstellung und Realisierung der Anlagen bis hin zum Service. Bei der aktuell prämierten Innovation handelt es sich um einen gasdichten und desinfektionsmittelresistenten Roboter, der im Isolatorbetrieb eingesetzt wird.



    Preisträger: Epucret Polymertechnik

    Die Wangener Firma Epucret Polymertechnik GmbH & Co. KG wurde beim Innovationspreis 2005 mit einem Preis bedacht. Das im Jahr 1978 gegründete Unternehmen bietet Konstruktionsleistungen und die Herstellung von Gestellen aus Mineralguss für Maschinen an. Das Unternehmen gehört seit 1996 in die Rampf-Gruppe mit Sitz in Grafenberg bei Nürtingen. Durch die starke Expansion der Firma wurde 2005 eine weitere Halle am Standort Wangen in Betrieb genommen. Derzeit sind bei der Firma Epucret 65 Mitarbeiter beschäftigt. Bei der prämierten Innovation handelt es sich um ein intelligentes Maschinenbett aus Mineralguss.



    Kulturschaffende wollen verführen

    Boll (eas). Die Mitglieder des Göppinger Kultur-Freien-Treffs (KFT) wollen sich in diesem Jahr am „Sommer der Verführungen“ beteiligen. Sie haben zahlreiche Ideen zusammengetragen.

    Eine Kapellenführung im Raum Wäschenbeuren ist eine der Ideen des Kultur-Freien-Treffs. Auch eine literarische Wanderung rund um den Hohenstaufen oder eine Kulturrallye durch den Landkreis schlagen sie vor. Bei ihrem jüngsten Treffen im Badhotel Stauferland in Boll (Kreis Göppingen) hat der KFT seine Beiträge für den „Sommer der Verführungen“ zusammengetragen. Bis Mitte Februar bleibt noch Zeit, diese und weitere Gedanken zu konkretisieren.

    Den „Sommer der Verführungen“, gewissermaßen ein Ferienprogramm für Erwachsene, gibt es in diesem Jahr zum dritten Mal. Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltungsreihe von der Tourismusinitiative Stauferkreis. Für die Organisation konnte außerdem die Region Stuttgart Marketing- und Tourismus Gesellschaft gewonnen werden.

    Aus den 74 Programmpunkten im Premierenjahr sind im vergangenen Sommer 95 geworden. Dieses Mal möchte man in den dreistelligen Bereich vorstoßen. Doch den Kulturbetreibenden geht es nicht um quantitative Rekorde. Vielmehr, so erklärte die Restauratorin Cornelia Stegmaier, „ist die Veranstaltungsreihe eine gute Möglichkeit, auf sich selbst und auf sein Tun aufmerksam zu machen“. Stegmaier hat bereits im vergangenen Jahr eine Führung durch das Göppinger Schloss angeboten. „Daraus haben sich für mich einige Folgegeschichten ergeben“, sagte sie. Auch Reiner Lohse, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung des Kreises, unterstrich, „dass es für Kulturschaffende tausend Möglichkeiten gibt, sich einzubringen“.

    Lohse gab lediglich zu bedenken, „dass die Angebote über eine bloßes Ausstellen hinausgehen müssen“. Der Charakter einer Führung solle gewahrt bleiben. Bis zu ihrem nächsten Treffen im Februar wollen die KFT-Leute klären, welche Punkte durchführbar sind. Dann wird sich zeigen, ob es zum historischen Filmabend, zum Konzert auf alten Instrumenten oder zu beidem kommt.



    Auftakt für Ecofit-Projekt

    EBERSBACH. Zehn Firmen und Einrichtungen im Kreis Göppingen wollen ökologischer und damit wirtschaftlicher arbeiten. Das ist das Ziel des Ecofit-Programms, das jetzt in Ebersbach als erster der Städte und Gemeinden im Landkreis gestartet ist. In ähnlichen Projekten, beispielsweise im Kreis Esslingen, konnten die beteiligten Unternehmen insgesamt 1,5 Millionen Euro durch entsprechende Maßnahmen auf dem Gebiet des Umweltschutzes einsparen. Das Programm wurde im Kreis von der Stadt Ebersbach und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WiF) initiiert. WiF-Geschäftsführer Reiner Lohse hofft, dass das Projekt eine Signalwirkung für andere Betriebe hat. In acht Workshops werden Maßnahmen erarbeitet, um umweltfreundlich zu arbeiten, Energie und damit Kosten zu sparen.



    Wie wichtig ist Beratung?

    Nachgefragt: Wie wichtig ist Beratung?

    Wir fragten Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Göppingen (Wif).

    Wie wichtig ist eine externe Unternehmensberatung für Firmen?

    REINER LOHSE: Absolut notwendig, um zusätzliches Know-how spezieller Experten zu nutzen, ohne dieses selbst aufzubauen oder vorhalten zu müssen. Darüber hinaus eröffnen in vielen Fällen erst externe Berater Perspektiven, die ein Unternehmensangehöriger nie erkennen oder ansprechen würde - aufgrund von Abhängigkeiten oder Gewohnheiten, die in die klassische Betriebsblindheit münden.

    Wie können Kunden aus der Flut von Angeboten den für sie passenden Berater finden?

    LOHSE: In der Fülle der Angebote ist nicht immer zu erkennen, welcher Berater der geeignete ist. Gerade diese schwierige Aufgabe hat sich die Wif auf die Fahnen geschrieben. Zuerst wird das Problem analysiert und strukturiert, danach ein Pflichtenheft als Anforderungsprofil für den Beratungsdienst erstellt. Nun wird eine Vorauswahl getroffen. In jedem Fall muss neben der Fachkompetenz auch ein Mindestmaß an Methoden- und Sozialkompetenz vorhanden sein.

    Wie wird sich der Bereich der Unternehmensberatung entwickeln?

    LOHSE: Der Bedarf an qualifizierter Beratung wird im Einklang mit der Globalisierung weiterhin ansteigen. Ob unternehmerseitig dieser Bedarf erkannt und finanziert wird, bleibt abzuwarten.



    Vorhandenes Potenzial stärken

    Regionale Entwicklungen

    Göppingen (ar). Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen (WiF) - zahlreiche Bürger mögen diesen Namen schon gehört haben. Doch was steckt dahinter? Sicherlich nur etwas für Firmen und Betriebsinhaber, mag sich der eine oder andere denken. Mitnichten. Denn von etlichen Aktitivitäten der Wif, die aus Zuschüssen der Kreissparkasse, dem Landkreis und den meisten hiesigen Kommunen finanziert wird, profitiert auch >Otto Normalverbraucher<. Denn Messen, wie etwa der >Göppinger Genuss<, sind zu einem großen Teil dem Engagement von Wif-Geschäftsführer Reiner Lohse und seinem Team zu verdanken.

    Wobei selbst derlei Ausstellungen in erster Linie aus dem Hauptstreben der Wif entstanden sind: dem Hochhalten des Netzwerkgedankens. >Wichtig für die ökonomische Entwicklung unserer Region ist, dass sich bestehende Initiativen gegenseitig kennenlernen, schauen, wo es Berührungspunkte gibt, an denen man zusammenarbeiten kann, und dann daraus entstehende Projekte konsequent weiterverfolgt.<

     

    Ausführliche Meldung folgt nun:

     

    Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen: Zehn Jahre praktische Hilfeleistung

    Vorhandenes Potenzial stärken

    Wir wollen neue Pfade beschreiten, um unsere Region auch in anderen Branchen als nur der metallverarbeitenden Industrie zu etablieren. (Reiner Lohse)

    von Adriana Rossi

    Göppingen. Schon seit einiger Zeit sind Bewegungen und Bestrebungen im Landkreis spürbar, die die hiesige Wirtschaft wieder auf Vordermann zu bringen suchen. >Wieder< deshalb, weil sich die Industrie vor Ort über Jahrzehnte hinweg auf ihren weltweiten Erfolg im Bereich der metallverarbeitenden Industrie verlassen – und ausgeruht hat. Doch die Konkurrenz insbesondere im Ausland schläft nicht. Erschwerend hinzu kamen politische Fehleinschätzungen und -entscheidungen sowie unzählige andere Faktoren, die – beziehungsweise auch deren Spätfolgen – schließlich zu dem Ergebnis geführt haben: Der Landkreis Göppingen ist heute einer der ärmsten in ganz Baden-Württemberg.

    Doch schon 1986 versuchten einige vorausschauende Unternehmer, den Entwicklungen entgegenzuwirken – und gründeten den >Verein zur Förderung der Wirtschaft< (VFW). Bis zum Jahre 1995 verfolgten sie den Netzwerkgedanken, informierten und unterstützten sich gegenseitig, suchten den Kontakt auch zu anderen Institutionen sowie den öffentlichen Verwaltungen. Und alles ehrenamtlich – bis dann schließlich der Arbeitsaufwand nicht zu bewältigen war. So kam es, dass vor zehn Jahren die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen gegründet wurde. Zunächst unter der Leitung von Wolfram Dreier, heute mit Reiner Lohse als Geschäftsführer sowie Matthias Scholz als Projektleiter, initiierte die Wif, wie die Tochtergesellschaft des Landkreises kurz genannt wird, bereits eine ganze Reihe von weiteren Netzwerken.

    >Es ist eben nicht unser Weg, nach Straußen-Art den Kopf in den Sand zu stecken<, erklärt Scholz. Tatsächlich hat der Kreis auch eine ganze Menge zu bieten.

    Dieses bereits vorhandene Potenzial gilt es nun zu stärken. Während zu Beginn der Initiative das Hauptaugenmerk auf den technischen Branchen lag – etwa im Rahmen von Beratung in den Bereichen Innovationsmanagement und Technologietransfer – gesellten sich im Laufe der vergangenen Jahre noch weitere Spezialisierungen hinzu. >Wir haben beispielsweise unsere Heilbäder, einen starken Gesundheitsbereich, und auch einige kulinarische Besonderheiten<, lautet der Hinweis von Lohse. Leider habe die schwäbische Bescheidenheit bislang verhindert, dass von all diesen Top-Produkten auch andere als nur die eigenen Leute vor Ort erfahren. Die Wif hat sich deshalb zur Aufgabe gemacht, diese Angebote ebenso einem breitgefächerten Publikum zu präsentieren. So kamen mit ihrer Unterstützung etwa Messen, wie zum Beispiel die >Vitalis< oder der >Göppinger Genuss<, zustande. Andere Netzwerke, wie die >Gründergrotte< für Existenzgründer, die >Tourismus-Initiative Stauferkreis< (TIS), die >messe-macher< oder der >KulturFreienTreff< (KFT) für die freiberuflichen Kunst- und Kulturschaffenden, belegen ebenfalls die große Bandbreite an praktischer Hilfeleistung durch die Wif. >All das zeigt, dass sich in unserem Landkreis so einiges tut. Wobei ich ausdrücklich davor warnen möchte, dies mit der Euphorie einer Gründerzeit gleichzusetzen. Bei etlichen Unternehmungen – ob das nun neue Initiativen sind, oder Firmengründungen – stehen wir erst noch am Anfang. Erst die Zeit wird zeigen, ob diese Entwicklungen auch auf längere Sicht hin Bestand haben<, meint Lohse abschließend.



    Beispielhaft in der ganzen Region

    WIRTSCHAFT / Bad Boller Unternehmergespräche zur Bündelung von Kräften 

     Sie sollen die Beziehungen untereinander fördern. Einmal im Jahr finden daher die Bad Boller Unternehmergespräche statt. Das Besondere dabei ist, dass Kommunen, Unternehmen und Wissenschaft gemeinsam einen Weg suchen, um die Wirtschaft in der Region zu stützen.

    HANS STEINHERR BOLL

    Rund 23 800 Einwohner zählt das Voralbgebiet. Eine Region, in der das Handwerk stark vertreten ist, daneben aber auch zahlreiche Betriebe aus den Branchen Gesundheit und Metallverarbeitung sowie im Bereich von Dienstleitung und Gastronomie beheimatet sind. Überwiegend mittelständische Unternehmen. Vor zehn Jahren hatte der Regionaldirektor der Kreissparkasse Thomas Wolf erkannt, dass es an regelmäßigen Treffen oder Informationsveranstaltungen fehlt, bei denen sich die Betriebe hätten austauschen und untereinander in Kontakt treten können. Quasi als Möglichkeit, Wissen auszutauschen und um Anregungen mit dem Ziel einer langfristigen Unternehmens- und Arbeitsplatzsicherung untereinander weiterzugeben. Bei der damals neu gegründeten Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Göppingen (WiF) und den Bürgermeistern der Voralbgemeinden rannte Thomas Wolf offene Türen ein. Der Gedanke, die regionale Wirtschaft zu stützen und zu fördern, brachte eine außergewöhnliche Kooperation zu Stande. Ein einzigartiges Zusammenwirken von acht Kommunen des Voralbgebietes, der Wirtschaftsförderung, den Unternehmen der Region und der Kreissparkasse. Mit der Zielsetzung, jährlich ein Treffen zu organisieren und dabei aktuelle Themen zu erörtern, entwickelten sich daraus die "Bad Boller Unternehmergespräche". Unter dem Dach der Kreissparkassenfiliale in Boll fanden sie 1996 zum ersten Mal statt. Es ging damals bereits um eine Zusammenarbeit mit den Fachhochschulen in Göppingen und Geislingen. Ein Jahr später war die Auswirkung des Euro - lange vor seiner endgültigen Einführung - Inhalt der Unternehmergespräche. Bei der jüngsten Veranstaltung bezeichnete sie Dürnaus Bürgermeister Friedrich Buchmaier - aktueller Vorsitzender des Verwaltungsverbandes Raum Boll - als wichtige Plattform für Unternehmerkontakte. In der Region gelten die Bad Boller Unternehmergespräche als beispielhaft. Kooperation als Bündelung von Kräften. Ganz nach dem Motto: Gemeinsam sind wir stark!



    Internet hilft bei der Partnersuche

    Kompetenzen im Landkreis transparent machen - Gemeinschaftsprojekt startet heute Im Zeitalter der Globalisierung klingt die Idee banal und doch Erfolg versprechend: Firmen, die eine Dienstleistung oder einen Zulieferer benötigen, sollen sich erst einmal im Landkreis nach einem Partner umschauen, bevor sie ihn rund um den Globus suchen. Die neue, Internet gestützte Kooperationsbörse soll helfen. KREIS GÖPPINGEN Die Idee der Kooperationsbörse, einem Gemeinschaftsprojekt der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Göppingen (Wif), der Kreissparkasse Göppingen und von NWZ und Geislinger Zeitung, ist im vergangenen Jahr bei der Mutmacherkampagne "Mir schaffets - Aufbruch im Stauferkreis" entstanden. Ziel des ab heute, Donnerstag, nutzbaren Angebots ist es, die regionale Wertschöpfung im Landkreis zu erhöhen und damit seine Wirtschaftskraft zu stärken. Damit die Kooperationsbörse auch funktioniert, ist es wichtig, dass möglichst viele Unternehmen ihre Kompetenz und ihre Produkte in die Datenbank einstellen und dort auch pflegen. Nur so haben später alle einen Nutzen: Die, die etwas suchen, und jene, die etwas anzubieten haben. Im Gegensatz zu bereits vorhandenen Online orientierten Instrumenten ist die Pflege der Datenbank über die neue Kooperationsbörse denkbar einfach. Wenige Angaben zum Unternehmen und zur Kompetenz reichen aus. Dadurch bleibt das von der Firma Zeta Software GmbH (Göppingen) im Auftrag der Wirtschaftsförderungsgesellschaft entwickelte System überschaubar, seriös und persönlich. Nur zwei Felder müssen Firmen, die sich an dem kostenlosen Angebot beteiligen wollen, ausfüllen. Zum einen werden einige wichtige Fragen zum Unternehmen gestellt, zum anderen die Betriebe aufgefordert, maximal zehn ihrer Produkte und Kompetenzen mit Schlagwörtern anzugeben. Die Mail geht an die Wirtschaftsförderung. Sie prüft manuell, ob das Unternehmen im Landkreis tätig ist und schaltet dann die Daten für die Kooperationsbörse frei. Die so an der Kooperationsbörse teilnehmende Firma erhält zugleich ein Passwort, mit dem die gemachten Einträge bearbeitet werden können. Unternehmen, die suchen, finden unter dem jeweiligen Schlagwort im Handumdrehen die Firmen, die das Gesuchte anbieten. Die Kontaktaufnahme kann dann sofort per E-Mail erfolgen. Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, sieht die Notwendigkeit des Angebots: "Wir stellen immer wieder fest, dass sich die Unternehmen und Unternehmer im Kreis untereinander kaum kennen und oft gar nicht wissen, welche Produkte und Dienstleistungen bei uns vorhanden sind." Er ist sich mit den Partnern der Initiative einig, dass die Kooperationsbörse nur funktionieren wird, wenn sich möglichst viele Firmen daran beteiligen. Lohse hofft deshalb, dass viele Unternehmen in der ersten, heute beginnenden Phase ihre Kompetenz auf der Internet-Plattform hinterlegen.



    Region soll sich profilieren

    TAGUNG / "Vorfahrt für Arbeit" in der Evangelischen Akademie Bad Boll 

    Politiker und Unternehmer im Gespräch - Mäßige Beteiligung Auch das einst so stabile Baden-Württemberg ist inzwischen mit Wirtschaftsproblemen konfrontiert. Fachleute aus Verwaltung, Unternehmen und Wirtschaftsförderung diskutierten das Thema beim ersten Boller Forum zur regionalen Wirtschaftspolitik in der Evangelischen Akademie Bad Boll. URSULA BÖTTCHER BOLL "Vorfahrt für Arbeit" hatte Tagungsleiter Falk Schöller optimistisch den Auftakt der Veranstaltungsreihe genannt. Er wollte das Thema aus möglichst verschiedenen Gesichtspunkten beleuchten lassen, erreichte aber sein Ziel nicht ganz. Zum einen hatte er mit mehr Teilnehmern gerechnet. 50 hatte er angepeilt, erschienen waren aber nur 40, von denen sich zudem fast die Hälfte vor der Mittagspause ins Wochenende verabschiedete. Zum andern behagte Schöller auch die Mischung nicht ganz: Verwaltungsfachleute, darunter viele Bürgermeister aus dem Kreis, waren zwar zahlreich nach Bad Boll angereist, während sich die Unternehmer etwas rar machten. Auch das Ziel, den jeweils eigenen Blickwinkel zu Gunsten einer Gesamtsicht aufzugeben, wurde nur in Ansätzen erreicht. Unter diesem Aspekt verfehlte der Beitrag von Guido Till, dem Göppinger Oberbürgermeister, ein Stück weit die Adressaten. Er wollte nämlich angesichts nahezu unvermittelbarer, weil ungelernter Arbeitsloser und leerer Sozialkassen der Gemeinden die Wirtschaft in puncto zweiter Arbeitsmarkt mehr in der Verantwortung sehen. Die Gegenthese dazu vertrat der Unternehmer Rolf Hermle aus Neuhausen. Er sieht das Ländle nur noch als Ort der Entwicklung und nicht mehr als einen der Produktion. Als "Highlight" bezeichnete Schöller den Beitrag Richard Reschls von der baden-württembergischen Kommunalentwicklung. Er empfahl der Wirtschaftsförderung einen langen Atem, statt auf kurzfristige Effekte zu setzen - und vor allem eine Bewertung der ergriffenen Maßnahmen. Zudem riet er davon ab, sich zu verzetteln und empfahl daher die Profilierung der jeweiligen Regionen. In der Göppinger Fachhochschule für Mechatronik sieht er so einen viel versprechenden Ausgangspunkt für die Ansiedlung spezifischer Betriebe. Kommunen bemüht In den so genannten Workshops blieben die einzelnen Berufsgruppen weitgehend unter sich und der Austausch geriet angesichts der Referate zu kurz. Der Wangener Bürgermeister Werner Stöckle bescheinigte den Kommunen viel guten Willen, der jedoch von den Vorgaben des Landes und vor allem des Regionalverbandes arg beschnitten werde. Die verordnete Begrenzung der Flächenzuweisungen für Gewerbegebiete sind für ihn nichts anderes als "Fesseln", die vor allem Zeit und Geld kosten würden. Reiner Lohse von der Wirtschaftsförderung des Kreises stellte Projekte und Netzwerke vor. Hans Kellermann von der Kreissparkasse vertrat bewusst die Position des Betriebswirtschaftlers und nicht die des Volkswirts. Aus dieser Sicht erschien ihm das jüngste Geschehen rund um das Göppinger Müllheizkraftwerk völlig unverständlich: "Wenn jemand 50 bis 60 Millionen investieren will, sollte man ihm einen goldenen Teppich ausrollen."



    Wege zu neuen Arbeitsplätzen

    Wie kann man neue Arbeitsplätze in der Region schaffen? Über diese alles überragende Frage diskutieren heute Experten aus Politik und Wirtschaft in der Evangelischen Akademie Bad Boll. Die Akademie hat das Thema auf die Tagesordnung gesetzt, nachdem sich die Arbeitslosigkeit auch im Industrieland Baden-Württemberg verschärft. Über "Herausforderungen für regionale Wirtschaftspolitik" spricht am Vormittag unter anderem der Bundestagsabgeordnete Walter Riester. Nachmittags diskutieren der Wangener Bürgermeister Werner Stöckle, Hans Kellermann von der Kreissparkasse und Wirtschaftsförderer Reiner Lohse über Möglichkeiten, die Krise zu überwinden. Ab 15.30 Uhr ist Göppingens Oberbürgermeister Guido Till im Gespräch mit Unternehmer Dr. Utz-Volker Jakisch aus Wangen.



    Bio-Produkte und noch mehr Angebote

    Die Messe Göppinger Genuss, im vorigen Jahr zum ersten Mal auf die Beine gestellt, erwies sich als gelungener Auftakt für eine ganze Reihe solcher Ausstellungen. An diesem Wochenende können sich Besucher erneut rund ums Essen und Trinken im Uhinger Uditorium informieren.

    CHRISTIANE OHNEMÜLLER

    Ist es im Zeitalter des Fast-Foods für Verbraucher überhaupt noch interessant, sich über Lebensmittel zu informieren? Eine Frage, die schlicht mit Ja beantwortet werden kann, angesichts des Erfolgs der Messe Göppinger Genuss im vorigen Jahr im Uhinger Uditorium.

    Zum ersten Mal wurde die Austellung - die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wif) des Landkreises Göppingen ist federführend bei der Organisation - veranstaltet und konnte gleich die Zahl von 4000 Besuchern aufweisen. Die Messe erfährt denn auch am 5. und 6. November eine Neuauflage. Dieses Mal dreht sich vieles im Uditorium um regionale Bio-Produkte. Ihre Erfahrungen mit der ersten Genussmesse haben die Organisatoren ausgewertet und ihr Konzept überarbeitet. Mit dem Resultat, die Wünsche der Besucher mehr zu berücksichtigen und die Produkte noch übersichtlicher zu präsentieren. Auch für die Stände ist eine veränderte Anordnung geplant.

    Das Messerestaurant und das Messecafé bekommen einen neuen Platz.
    Zusätzlich werden ein kleines Weindorf und ein Biergarten eingerichtet.
    Zum Schwerpunkt Bio-Produkte stehen Vorträge und Aktionen auf dem Programm. Schon zur Eröffnung der Messe, morgen am 4. November ist ein "Slow Food Geschmackserlebnis" angesagt. Dabei geht es nicht nur um die Wurst, sondern auch um Wein. Beides wird in verschiedenen Variationen verkostet. Am Samstag stehen "Ernährungsfallen" ebenso auf dem Programm, wie Bier und Käse. Am Sonntag, 6. November, können Besucher etwas über die Heilkraft aus der Natur und alte Hausmittel erfahren. Über bedrohte Haustierrassen wird an diesem Tag ebenfalls informiert. Ein Rahmenprogramm bietet zusätzlichen Hör-Genuss.

    INFO

    Die Messe Göppinger Genuss im Uhinger Uditorium ist am Samstag, 5.
    November, und am Sonntag, 6. November jeweils von 10.30 bis 18 Uhr geöffnet. Am Samstag um 18 Uhr startet die After-Messe-Party.

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    Nur zufriedene Gesichter

    Aussteller registrieren hohen Informationsbedarf

    Mit der zweiten Auflage der Regionalmesse "Göppinger Genuss" sind Organisatoren wie Aussteller zufrieden. Zwar kamen weniger Besucher als vor einem Jahr, dafür zeigte das Publikum ein deutlich stärkeres Interesse an den Produkten.

    KREIS GÖPPINGEN

    Mit rund 2500 Besuchern kamen etwa 500 weniger als vor einem Jahr zur Genussmesse ins Uditorium nach Uhingen. Doch damit hatten die Veranstalter gerechnet. "Damals kamen viele, um sich das gerade eröffnete Uditorium anzuschauen", erinnert Reiner Lohse, Geschäftsführer der mitveranstaltenden Wirtschaftsförderung des Landeskreises Göppingen (Wif).
    Dennoch gab es am Sonntagabend nach Abschluss der Messe nur zufriedene Gesichter, sowohl bei den Organisatoren als auch bei Ausstellern und Besuchern. Das Interesse an den im Landkreis produzierten Lebensmitteln sei sehr groß gewesen, bestätigen die Aussteller übereinstimmend. Das Publikum habe sich sehr intensiv mit den Angeboten auseinander gesetzt und gezielt Fragen gestellt.

    Auch die Besucher - darunter auch Landrat Franz Weber, zahlreiche Bürgermeister, Kreis- und Regionalräte - waren zufrieden, wie zahlreiche Gespräche mit den Ausstellern und Organisatoren im Verlauf der Regionalmesse ergaben. Sie zeigten sich vor allem beeindruckt über die Vielfalt der Lebensmittel, die im Kreis produziert werden. Auch das Schwerpunktthema Bioprodukte lockte viele Besucher nach Uhingen. Die Organisatoren - Reiner Lohse und Projektleiter Matthias Scholz von der Wif, Bettina Schiller von der gleichnamigen Werbeagentur und Rüdiger Gramsch von der NWZ - hatten auch ein Lob für die Aussteller parat. Die hätten sich mit ihrer Standgestaltung sehr große Mühe gegeben und durch die vielen offerierten "Versucherle" die Ausstellung für die Besucher zu einem "Genuss im wahrsten Sinne des Wortes" gemacht.

    Nach dem Erfolg der Messe sehen sich die Initiatoren bestätigt, dass das Thema regionale Lebensmittel und regionale Vermarktung sich immer stärker in den Köpfen der Menschen festsetzt. Deshalb soll der "Göppinger Genuss", wie geplant, künftig im Zwei-Jahres-Turnus im Uditorium stattfinden.

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    Solo für Claudia Pohel

    Das Kulturprogramm zum "Göppinger Genuss" lockte ebenso wie die Fachvorträge über gesunde Ernährung die Besucher. Lediglich der After-Messe-Party fehlte das Publikum.

    KREIS GÖPPINGEN

    Claudia Pohel stellte auf dem "Göppinger Genuss" unter Beweis, dass sie auch ohne ihren langjährigen musikalischen Partner Harald Immig zurecht kommt. Die "schwäbische Liedpoetin", die jetzt am Bodensee lebt, begeisterte mit ihren mit Gitarre und Harfe begleiteten Liedern im überfüllten Saal ihr Publikum.

    Nicht weniger frequentiert waren auch die Mundartlesungen mit Erwin Haas und Bernd Merkle. Passend zum "Göppinger Genuss" stellte Haas sein Buch "Räß - Schwäbisches zu Most und Wein" vor. Ralph Schöllkopf von der "Barbarossa-Buchhandlung" in Göppingen las aus dem Roman "Kochen mit Fernet Branca" von James Hamilton-Paterson.

    Auf großes Interesse stießen auch die Fachvorträge zur gesunden Ernährung und über alte Hausmittel. Dieter Blind informierte über ernährungsbedingte Krankheiten und zeigte die Unterschiede zwischen Nahrungsmitteln und Lebensmitteln auf. Die Apothekerinnen Stöffler und Kaufmann referierten über Heilkräfte aus der Natur und Wickel und Auflagen zur Linderung bei verschiedenen Befindlichkeitsstörungen.

    Über die Käseproduktion im "Waldeckhof" in Jebenhausen konnte Willy Keller viel erzählen, Uli Kumpf wusste Interessantes über die Arbeit der Brauerfamilie aus Geislingen zu berichten und Siegfried Weber informierte darüber, warum vom Aussterben bedrohte Haustierrassen auf dem "Waldeckhof"
    in Jebenhausen eine zweite Chance bekommen.

    Die erste After-Messe-Party fand im Gegensatz zum übrigen Veranstaltungsprogramm nur wenig Anklang. Nur wenige Besucher nutzten die Gelegenheit, in Partyatmosphäre und zur Live-Musik mit Pianist Wolfgang "Wuffe" Maier mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen. Dankbar angenommen wurde dagegen das Angebot für Kinder während der Messe. Die Mitarbeiterinnen vom Haus der Familie in Göppingen betreuten an beiden Messetagen rund 100 Kinder.

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    Gewürztraminer zur Schwarzwurst

    GESCHMACK / Slow-Food-Abend bringt so manches Aha-Erlebnis

    Genuss hat viel mit Geschmack zu tun. Das erfuhren die Teilnehmer beim Slow-Food-Abend zum Auftakt des "Göppinger Genuss". Da ging es weniger um den Verzehr eines mehrgängigen Menüs, vielmehr wurde erklärt, warum welcher Wein mit welcher Wurst am besten harmoniert.

    KREIS GÖPPINGEN

    Das Aha-Erlebnis bei den rund 80 Teilnehmern am Slow-Food-Abend im Uditorium blieb nicht aus. Spätestens beim Dialog des Gewürztraminers mit der schwäbischen Schwarzwurst war für jeden klar, dass die Auswahl des Weins maßgeblichen Anteil am Geschmack des Essens haben kann. Das wurde bei der Kombination von Lamm-Salami mit einem Schluck Schaumwein aus der Champagnerbratbirne noch deutlicher. Zuvor schon konnten die Teilnehmer mit dem Silvaner zum Bierschinken, dem Trollinger zum luftgetrockneten Schinken und dem Spätburgunder zur Leberwurst ihren Geschmack verfeinern.

    Sach- und fachkundig konnten die Mitglieder des Slow-Food-Conviniums Stuttgart den Gästen die besonderen Geschmackerlebnisse vermitteln. Um sich auf den informations- und lehrreichen Abend einzustimmen, durften die Gäste zunächst ihre Geschmacksnerven testen. Mit Augenbinden galt es, ein Stück Gurke oder Joghurt mit Aprikosenmarmelade zu erschmecken. Zuvor hatten der Uhinger Bürgermeister Matthias Wittlinger und Reiner Lohse von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (Wif) den "Göppinger Genuss" offiziell eröffnet.

    Die Slow-Food-Mitglieder, die sich regelmäßig zu besonderen Genussfreuden treffen, lehnen die industrielle Lebensmittelproduktion ab. Ihnen liegt dagegen regionale Produktion und Vermarktung besonders am Herzen. Die Slow-Food-Bewegung wurde 1986 von dem Italiener Carlo Petrini gegründet.
    Heute gehören ihr weltweit 83 000 Mitglieder an, die in so genannten Tafelrunden regional strukturiert sind.

    ONLINE-INFO

    http://www.slowfood.de

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    Ein kulinarischer Spaziergang

    "Göppinger Genuss" am Wochenende im Uditorium - Heute Abend Messe-Party

    Über 30 Aussteller präsentieren beim "Göppinger Genuss" an diesem Wochenende im Uditorium in Uhingen Lebensmittel aus der Region. Zum Schlemmen und Schlecken sind die Besucher heute und morgen jeweils von 10.30 Uhr bis 18 Uhr eingeladen.

    KREIS GÖPPINGEN

    Wie groß die Palette von Nahrungsmitteln ist, die im Landkreis Göppingen und seiner Nachbarschaft produziert und vermarktet werden, macht der "Göppinger Genuss" deutlich. Die Regionalmesse im Uhinger Uditorium ist an diesem Wochenende geöffnet und bietet neben vielerlei Information auch Gelegenheit zu schlemmen, schlecken und zu probieren. Eingebettet in die Messe in ein zum Thema passendes Kulturprogramm.

    Nach der erfolgreichen Messepremiere im vergangenen Jahr fühlten sich die Organisatoren ermutigt, die Messe im Veranstaltungskalender fest zu etablieren. Nach der zweiten Auflage am Wochenende soll der "Göppinger Genuss" dann im Zwei-Jahres-Turnus" stattfinden. Mehr als 30 Aussteller zeigen ihre Produkte und decken damit nahezu die gesamte Nahrungspalette ab. An fast allen Ständen kann probiert und verkostet werden. Das Angebot reicht von (Obst-)Weinen, Edelbränden, Likören, Bier, Säften bis hin zum Mineralwasser und von Käse, Wurst, Obst und Gemüse bis hin zu Backwaren und Eis. Bildete im vergangenen Jahr das Streuobst ein Schwerpunktthema, so sind es dieses Mal die Bioprodukte. Hierzu wird in einer großen Sonderschau im Obergeschoss des Uditoriums informiert.

    Das gegenüber dem Vorjahr veränderte Messekonzept sieht auch mehrere Gastronomiebereiche vor. Das als "Genussgarten" geführte Messerestaurant befindet sich nicht mehr auf der Hallen-Bühne, sondern wurde entlang der Fensterfront aufgebaut. Ferner gibt es erstmals ein kleines Weindorf und einen Biergarten. Im Obergeschoss befindet sich das Messecafé ebenfalls an einem neuen Platz.

    Begleitet wird der "Göppinger Genuss" von einem Kulturprogramm. Unter anderem gibt es Lesungen der Mundartautoren Erwin Haas und Bruno Merkle.
    Mit dabei ist auch die Liedpoetin Claudia Pohel. Vorträge über gesunde Ernährung und alte Hausmittel, über die regionale Käse- und Bierproduktion, sowie über die Züchtung bedrohter Haustierrassen runden das vielfältige Angebot ab.

    Heute, Samstag, beginnt um 18 Uhr die öffentliche After-Messe-Party, auf der Wolfgang Maier von der Lumberjack-Bigband musikalische Akzente setzt.
    Der Eintritt zur Party ist frei.

    INFO

    Der "Göppinger Genuss" ist am Samstag und Sonntag von 10.30 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 3.50 Euro, für Jugendliche 2.50 Euro, Kinder unter zwölf Jahre haben freien Eintritt. Für eine Kinderbetreuung ist gesorgt.

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    Zweites Standbein für Zukunft des LK

    Zweites Standbein für die Zukunft des Landkreises

    Reiner Lohse: "Region muss Göppinger Stärken besser transportieren" - Erstes Forum regionale Wirtschaftspolitik in Bad Boll

    GÖPPINGEN. Reiner Lohse möchte das Profil des Kreises Göppingen im Maschinebausektor und im Gesundheitsbereich schärfen. Dabei könnten beide voneinander profitieren, sagt der Geschäftsführer der kreiseigenen Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Gespräch mit Carola Sauer. Beim Forum regionale Wirtschaftspolitik in Bad Boll am 18. November will er für seine Idee werben.

    Herr Lohse, was versprechen Sie sich von dem ersten Forum zur regionalen Wirtschaftspolitik in Boll?

    Wir müssen überregional und mit der Region Stuttgart besser ins Gespräch kommen. An dieser Tagung nehmen ja unter anderem Friedrich Bullinger vom Wirtschaftsministerium des Landes und der regionale Wirtschaftsförderer Walter Rogg teil. Im Kreis Göppingen gibt es eine Menge Knowhow, von dem die ganze Region Stuttgart profitiert. Die Stärken des Landkreises müssen von der Region besser transportiert werden.

    Welche Stärken sind das?

    Der Kreis ist natürlich stark vom Maschinenbau geprägt. Dieser Sektor bringt uns unseren Wohlstand. Allerdings sind fast alle Maschinenbauer irgendwie von der Automobilbranche abhängig…

    … deshalb hätte ich auch erwartet, dass Sie die Abhängigkeit vom Maschinenbaureich als das größte Problem betrachten.

    Das ist auch ein gewisses Problem, andererseits ist die Automobilbranche nach wie vor der Motor unserer Gesamtwirtschaft.

    Trotzdem: von den 76000 Beschäftigten arbeiten im Kreis fast 32000 im verarbeitenden Gewerbe. Die Zahl sinkt seit Jahren. Und ein großer Boom, der neue Arbeitsplätze schafft, ist nicht in Sicht.

    Der Boom wird auch nicht mehr kommen. Die Rationalisierung und die Verlagerung einfacher Arbeiten in Billiglohnländer macht sich bemerkbar. Aber die Entwicklung neuer Technologien und deren Betreuung muss im Kreis bleiben.

    Dann bleibt eine Beschäftigungslücke. Wie wollen Sie die schließen?

    Indem wir unser zweites Standbein, den Gesundheitssektor, konsequent ausbauen. Wir haben mit Boll, Dietzenbach und Überkingen drei Bädergemeinden mit Reha-Kliniken im Kreis, es gibt mehrere Hersteller naturheilkundlicher Verfahren wie zum Beispiel Dr. Scheller. Das ist unsere große Chance, zumal der Sozialbereich ja zurzeit im Umbruch ist. Die Eigenverantwortung des Einzelnen auch für seine Gesundheit muss gestärkt werden.

    Und wie kann der Landkreis Göppingen dann profitieren?

    Wir leben in einem Einzugsgebiet mit 2,5 Millionen Menschen, denen wir hier zum Beispiel Kurzkuren anbieten können. Uns schwebt aber auch ein Zentrum für Gesundheit und Naturheilkunde vor, in dem wir Informationen anbieten, aber auch Wissen vermitteln möchten. Der Gesundheitssektor kann für den Landkreis zum zweiten Aushängeschild werden.

    Welches Potenzial im Hinblick auf Arbeitsplätze sehen Sie in diesem Sektor?

    Zurzeit sind etwa 10 000 bis 15 000 Menschen in diesem Bereich beschäftigt. Viele davon sind Freiberufler, Therapeuten zum Beispiel, und tauchen deshalb in der Statistik der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nicht auf. Mittelfristig lässt sich diese Zahl sicher verdoppeln. Vor allem, wenn wir unsere Stärke im Maschinenbau mit der im Gesundheitsbereich verbinden können.

    Wie könnte denn eine solche Verbindung von Maschinenbau und Gesundheitssektor aussehen?

    Warum soll ein Maschinebauer nicht auch medizinische Geräte entwickeln und vertreiben können? Zumindest bei einzelnen Komponenten könnte es da Synergieeffekte geben. Das Wissen ist auf beiden Seiten ja bereits vorhanden. Deshalb glaube ich auch, dass das kurz- und mittelfristig umsetzbar wäre. Um diese Verbindung zu stärken und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, haben wir als Wirtschaftsförderungsgesellschaft ja auch die Gesundheitsmesse Vitalis ins Leben gerufen, die im kommenden Jahr zum vierten Mal stattfinden wird.

    Fast die Hälfte der Langzeitarbeitslosen hat aber keine Ausbildung. Für Ihren Vorschlag braucht man Fachkräfte.

    Das ist ein gesellschaftliches Problem. Wir müssen viel in Bildung und Lehre stecken. Das betrifft im Übrigen nicht nur wirtschaftliche Fragen, sondern auch die Integration von Ausländern. Die Pisa-Studie zeigt ja, dass Migrantenkinder extrem benachteiligt sind in ihrer Ausbildungssituation. Wenn wir das nicht auffangen können, scheitert die Integration insgesamt.



    Vorfahrt für Arbeit

    Eine illustre Runde wird beim ersten Boller Forum zur regionalen Wirtschaftspolitik am 18. November bei der evangelischen Akademie erwartet. "Vorfahrt für Arbeit" ist das Thema der Veranstaltung. Von 9 bis 17 Uhr diskutieren die Teilnehmer unter anderem mit Friedrich Bullinger, Ministerialdirektor im baden-württembergischen Wirtschaftsministerium, Walter Rogg, dem regionalen Wirtschaftsförderer, Richard Reschl von der Kommunalentwicklung Baden-Württemberg und Unternehmern wie Rolf Hermle von der Balluff GmbH. In verschiedenen Workshops sollen Konzepte erarbeitet werden, wie Arbeit, Dienstleistungen und Bildung gefördert werden können. Eine dieser Arbeitsgruppen leitet der 42-jährige alte Wirtschaftsförderer des Kreises, Reiner Lohse. Den Abschluss bildet eine Diskussionsrunde über die gemeinsame Verantwortung von Verwaltung, Wirtschaftsförderern und Unternehmen für Arbeitsplätze. Weitere Informationen zu der Tagung gibt es im Internet unter www.ev-akademie-boll.de

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    Messe voller Genuss und Gaumenfreuden

    Seine Vielseitigkeit stellt das Uditorium am kommenden Wochenende erneut unter Beweis: Am Samstag und am Sonntag findet bereits zum zweiten Mal die Messe Göppinger Genuss statt. Gastronomen und Getränkehersteller, Hofläden und Lebensmittelfirmen aus dem Landkreis, insgesamt mehr als 25 Aussteller, präsentieren an beiden Tagen jeweils von 11 bis 18 Uhr ihre Produkte und Angebote. Das reicht von Bier, Wein, Edelobstbränden und Fruchtsäften, über Fleisch, Schafskäse oder Wildspezialitäten bis hin zu Möglichkeiten zum Wohlfühlen wie das entspannen mit einem guten Besuch im Badhotel oder ein Tag in den Barbarossathermen. Ein Schwerpunkt setzt der Veranstalter der Genussmesse, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises, in diesem Jahr mit einer Sonderschau zum Thema Bionahrungsmittel. Biomärkte, der Weltladen, der Sonnen- und Waldeckhof sind hier unter anderem vertreten. Darüber hinaus werden Besucher nicht nur mit kulinarischen Genüssen im Biergarten, im Weindorf, im Genussgarten oder im Messecafé verwöhnt, auch kulturell kommen Sie auf Ihre Kosten: An beiden Tagen wechseln sich Begleitprogramm informative Vorträge mit Lesungen ab. Am Samstagabend findet von 18 Uhr an, zudem bei freiem Eintritt eine kleine Messeparty mit Pianomusik statt. Ansonsten kostet der Eintritt 3,50 Euro (ermäßigt 2,50 Euro; unter zwölf Jahren frei). Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.marktplatz-gp.de.

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    Infos aus erster Hand

    INTERVIEW mit Matthias Scholz:

    Am Samstag startet zum zweiten Mal die Messe Göppinger Genuss im Uhinger Uditorium. Steffen Wolff sprach mit Projektleiter Matthias Scholz von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

    Was erwartet die Besucher beim zweiten Göppinger Genuss im Uhin- ger Uditorium?

    MATTHIAS SCHOLZ: Über 30 Hersteller und Erzeuger von Lebens- und Genussmitteln aus dem Landkreis Göppingen. Alle Aussteller werden dieses Jahr verschiedene Kostproben ihrer Produkte an die Besucher ausgeben.
    Außerdem gibt es ein Vortragsprogramm, eine Eröffnungsveranstaltung mit dem Slow-Food-Convivium Stuttgart, eine Messeparty sowie eine professionelle Kinderbetreuung. Natürlich steht den Besuchern wieder ein ausgedehnter Gastrobereich mit Genussgarten, Weindorf, Messecafé und Biergarten zur Verfügung.

    Wo liegt in diesem Jahr der Schwerpunkt der Ausstellung?

    SCHOLZ: Einen richtigen Schwerpunkt gibt es nicht. Wir bieten diesmal aber eine Sonderschau Bio an. Hier werden sich Bio-Anbieter unter der Organisation des Biomarktes Stark präsentieren. Viele Kostproben von typischen, aber auch ausgefallenen Bioprodukten werden präsentiert und zur Verkostung ausgegeben.

    Warum gerade das Thema Bio?

    SCHOLZ: Zum einen gibt es ein steigendes Interesse bei den Verbrauchern, zum anderen verfügt der Landkreis über vielfältigste Bio-Betriebe, die wir hier einmal vorstellen möchten.

    Was ist neu in diesem Jahr?

    SCHOLZ: Spezielle Neuheit ist dieses Jahr der Messeführer zum Göppinger Genuss. Darin finden Besucher Informationen zum Unternehmen, den Produkten und den Kostproben, die auf der Messe ausgegeben werden. Aber vor allem stehen dort auch die Verkaufsstellen, an denen nach der Messe die einzelnen Produkte gekauft werden können.

    An wen richtet sich die Messe?

    SCHOLZ: An die typischen Endverbraucher aller Altersgruppen - über den Hobbykoch bis hin zum Fachpublikum aus Gastronomie und Einzelhandel.

    Warum sollten Ihrer Meinung nach die Leute zur Messe kommen?

    SCHOLZ: Gesundheit und Ernährung nimmt einen stetig steigenden Stellenwert in unserer Gesellschaft ein. Viele Verbraucher legen immer mehr Wert darauf zu wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen, wie sie hergestellt und welche Inhaltsstoffe verarbeitet wurden. Aus erster Hand die gewünschten Informationen und zusätzlich noch kostenlose Kostproben - das bietet nur der Göppinger Genuss.



    Zwei Tage schlemmen und schlecken

    AUSSTELLUNG / "Göppinger Genuss" am 5. und 6. November rückt Bioprodukte in den Blickpunkt

    Über 30 Aussteller zeigen die Vielfalt heimischer Lebensmittel - Erstmals Messeparty

    Schlemmen, schmecken, probieren und genießen - das sollen die Besucher auch beim zweiten "Göppinger Genuss". Die Messe für in der Region produzierte Lebensmittel findet am 5. und 6. November im "Uditorium" in Uhingen statt.

    KREIS GÖPPINGEN

    Der Messe-Erfolg im vergangenen Jahr hat die Organisatoren zu einer Neuauflage des "Göppinger Genuss" ermutigt. Damals pilgerten an den beiden Messetagen über 4000 Besucher ins "Uditorium". "Die zweite Messe soll keine Wiederholung der ersten sein", so Reiner Lohse von der mitveranstaltenden Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis (Wif).
    Deshalb haben sich die Messemacher viel Neues einfallen lassen. Lag vor einem Jahr der thematische Schwerpunkt auf Streuobst, rücken dieses Mal Bioprodukte in den Blickpunkt. Im Obergeschoss des "Uditoriums" werden die Anbieter vom Bio-Schokoriegel über die Bio-Limonade bis hin zu Bio-Milch- und Backwaren den Großteil der Lebensmittelpalette abdecken. Ergänzt wird dieser Bereich durch eine Ausstellung handgefertigter Gebrauchskeramik und Wollprodukten. Unter neuer Leitung wird sich das Messecafé präsentieren.

    Im Erdgeschoss gibt es neben dem "Genussgarten" (Messerestaurant) weitere gastronomische Bereiche. Die Hersteller und Anbieter von (Obst-)Weinen und -bränden gestalten ein Weindorf, ferner wird ein Biergarten aufgebaut.
    Besucher können sich an Ständen mit Käse, Eis, Obst, Gemüse, Säften, Wasser, Backwaren, Fleisch und Wurst von der Vielfalt heimischer Lebensmittelproduktion überzeugen. Insgesamt sind über 30 Aussteller vertreten. Neue Ideen haben sich die Organisatoren der Messe - neben der Wif Bettina Schiller und Rüdiger Gramsch - auch beim Begleitprogramm einfallen lassen. Auftreten werden unter anderem die Sängerin und Malerin Claudia Pohel, sowie die Mundartautoren Bernd Merkle und Erwin Haas. Auch Apfelweinkönigin Sabine I. und Apfelweinprinzession Katrin I. mischen sich unter die Messebesucher. Vorträge über die Käseproduktion, über alte Hausmittel oder über ernährungsbedingte Krankheiten ergänzen das Messeprogramm. Für eine Kinderbetreuung ist ebenfalls gesorgt.

    Eine Besonderheit bieten die Veranstalter am Messesamstag. "Da gibt es eine "After-Messe-Party", weiß Mathias Scholz, Projektleiter bei der Wif.
    Ab 18 Uhr können die Partygäste nach Herzenslust essen, trinken, reden, lachen und flirten. Der Eintritt zu dieser Abendveranstaltung ist frei.
    Wolfgang Maier, bekannt als Pianist bei der Lumberjack-Bigband, übernimmt den musikalischen Part.

    INFO

    Der "Göppinger Genuss" ist am 5. und 6. November von 10.30 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt: 3.50 Euro, für Jugendliche 2.50 Uhr, für Kinder unter zwölf Jahren ist der Eintritt frei.

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    FH will Berührungsängste abbauen

    Noch bis Freitag laufen in der Robert-Bosch-Straße die Fäden zusammen

    Die Göppinger Fachhochschule nutzt die Maschinenbautage auch, um Kontakte zur Industrie zu knüpfen und Berührungsängste abzubauen. Noch bis Freitag laufen an der FH die Fäden der Veranstaltung zusammen.

    KARL-HEINZ STROHMAIER

    GÖPPINGEN

    Die Göppinger Fachhochschule will die Maschinenbautage, die an diesem Freitag zu Ende gehen, zu weiteren Kontakten mit der Industrie nutzen.
    Professor Rainer Würslin, Dekan der Göppinger Außenstelle der FHTE Esslingen, sieht durchaus Chancen, der Industrie zeigen zu können, "was wir tun und wo wir sind": "Wir müssen ständig am Ball bleiben und uns bekannt machen." Der Mittelstand, so Würslin, müsse wissen, dass es die Fachhochschule gibt und dass die Betriebe davon profitieren können. Dazu sollltne sie aber ihre Scheu überwinden: "Es gibt vor allem bei kleineren Betrieben noch immer Berührungsängste - Daimler und Bosch haben die nicht."

    Um zeigen zu können, was man leiste, sei es immer gut, die Wirtschaft im Haus zu haben. Besucher der Maschinenbautage finden in der Fachhochschule nicht nur die Stände verschiedener Betriebe und Organisationen, sondern können auch den eigenen Informationsstand der Fachhochschule besuchen.
    Weiter werden sie zu Rundgängen durch die Fachhochschule und ihre Labore eingeladen. Zudem ist die FH auch mit Fachvorträgen vertreten. Zum Beispiel spricht Würslin selbst über die Fachhochschule und die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Handel. Und sein Kollege Helmut von Eiff präsentiert konkrete Kooperationsprojekte zwischen Industrie und der Göppinger Fachhochschule.

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    Hausmessen erlauben dem Kunden Einblicke

    Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises, hat gestern in der Fachhochschule die ersten Göppinger Maschinenbautage eröffnet. Bei den Hausmessen der Firmen herrscht am ersten Tag reger Betrieb.

    KARL-HEINZ STROHMAIER

    GÖPPINGEN

    Gespannt verfolgen einige Männer in dunklen Anzügen, wie ein Mitarbeiter die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten eines Klebers aufzeigt - problemlos, ohne jeglichen sonst so gefürchteten Vorführeffekt. Ein paar Meter weiter bewundern zwei junge Leute eine bunte Arbeitsschutzjacke: Bei Fähnle-Technic in Göppingen gaben sich gestern die Kunden die Klinke in die Hand. Im Rahmen der ersten Göppinger Maschinenbautage war Hausmesse angesagt. Ebenso wie bei Asyst in der Wankelstraße, Epucret in Wangen,
    Erhard+ Abt in Kuchen und Stama in Schlierbach.

    Fähnle ist nicht unvorbereitet in diese Hausmesse gegangen. Wie die anderen an den Maschinenbautagen beteiligten Firmen hat Fähnle im Vorfeld die potentiellen Kunden informiert und eingeladen. Rundgänge durchs Unternehmen erlauben den Besuchern ganz neue Einblicke. Mit positiver Resonanz, wie Geschäftsführer Lutz Mantsch schon am ersten Tag Bilanz zieht. "Wir haben mit unseren Fachvorträgen wohl den Nerv der Kunden getroffen", freut er sich. Dabei ging es bei Fähnle-Technic beispielsweise um die elektronische Bestellabwicklung oder die Möglichkeiten des technischen Handels als Partner der Industrie - in erster Linie des Maschinenbaues - mit Systemen und neuen Dienstleistungen. Der Kundenkreis bei Fähnle kommt aus ganz Süddeutschland.

    Die Kompetenzschau in der Fachhochschule wurde gestern mit Grußworten des Vorsitzenden der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises, Reiner Lohse, und des Hausherrn Professor Rainer Würslin eröffnet. Nach der Eröffnung folgte ein Vortrag von Dr.-Ing. Günther Lübbe vom Forschungszentrum Karlsruhe im Auftrag des Ministeriums für Forschung zum Thema "Forschung für die Produktion von morgen". In der Fachhochschule präsentieren sich mit Messeständen die Werkzeugfabrik Weigele in Uhingen, EWU Entgrattechnik in Zell u.A., Fachhochschule, Fähnle in Göppingen, GEM und Mobitec in Birenbach, die Schuler AG, Vögtle in Eislingen, Kreissparkasse, der Ingenieurverbund für technische Dienstleistungen und das Kompetenznetzwerk Mechatronik.

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    Wurst und Wein neu erschmecken

    Veranstalter: Qualitätsbewusstsein schulen

    Welcher Wein bringt die Aromen der Leberwurst am besten zur Geltung? Zum Auftakt der Regionalmesse "Göppinger Genuss" bieten die Organisatoren am Freitag, 4. November ein "Slow-Food-Geschmackserlebnis" zu Wurst und Wein.

    KREIS GÖPPINGEN

    Das Gegenteil von Fast-Food heißt Slow-Food: Und das bedeutet, dem Genuss, der mit dem Essen verbunden ist, seine Bedeutung zuzugestehen. Dabei gilt es, die Unterschiede in Speisen und Aromen zu schätzen, die Vielfalt von Produktionssorten und Erzeugern zu erkennen und den Rhythmus der Saison und der Esskultur zu respektieren. Carlo Petrini hatte 1986 die Idee von Slow-Food und gründete 1989 eine internationale Vereinigung mit heute 83000 Mitgliedern.

    Gegliedert ist der Verband in so gebannte Convivien, was so viel heißt wie Tafelrunden. Das Convivium Stuttgart betreut die Gäste des Eröffnungsabends des "Göppinger Genuss" am 4. November, 20 Uhr, im "Uditorium" in Uhingen. Die Tafelrunde in Stuttgart wurde 1993 gegründet und erfreut sich steigenden Mitgliederzahlen. Es ist mit rund 175 Mitgliedern eines der mitgliederstärksten Convivien in Deutschland.
    Ständige Treffpunkte sind monatliche Stammtische, regelmäßig stattfindenden Kochclubs, das Sommerfest sowie ein Martinsgans-Essen in der Weihnachtszeit.

    Zum Auftakt der Regionalmesse "Göppinger Genuss" geht es um Wurst und Wein. Foodspezialisten werden fünf verschiedene Wurstsorten mit drei Weinen in verschiedenen Kombinationen anbieten. Dabei gilt es zu erschmecken, welcher Wein welche Aromen in der Wurst besonders hervorhebt.
    Geschmackserlebnisse sind ein fester Bestandteil des Slow-Food-Programms.
    Sie sollen zugleich Qualitätsbewusstsein schulen. Mit ein Ziel, das die Messeveranstalter bei der Vermarktung regionaler Produkte verfolgen.

    INFO

    Anmeldungen zum Slow-Food-Abend am 4. November, 20 Uhr, nimmt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises, Wif, unter Telefon:
    (07161) 5023585 entgegen. Der Preis von zehn Euro enthält auch eine Freikarte für die Messe.

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    Theorie und Praxis einer Branche

    Erstmals bündeln Maschinenbauer aus dem Kreis ihre Kräfte für eine Fachmesse

    GÖPPINGEN. Heute beginnen die ersten Göppinger Maschinenbautage. Zwölf Unternehmen, die Fachhochschule und weitere Einrichtungen beteiligen sich an der bis Freitag dauernden Fachveranstaltung. Vorträge ergänzen die Messepräsentationen.

    Von Klaus Nonnenmacher

    Die Idee ist einleuchtend. Statt dass die einzelnen Unternehmen aus der Maschinenbranche ihre kleinen Hausmessen für sich veranstalten, wollen sich bei den Maschinenbautagen alle gemeinsam groß präsentieren. Das lockt im Einzelfall nicht nur zusätzliche Interessenten ins Haus. Gemeinsam lässt sich auch ein hochkarätiges Vortragsprogramm auf die Beine stellen.

    Als Zentrale fungiert die Göppinger Außenstelle der Fachhochschule für Technik Esslingen (FH). Dort finden die Fachvorträge zu den Themen "neue Technologien", "neue Werkstoffe" sowie "Werkzeug und Formbau" statt, an den Messeständen präsentieren sich die Firmen, die keine eigene Hausmesse veranstalten. Start- und Ziel-Punkt ist die FH auch für diejenigen, die sich zu den Standorten jener Unternehmen begeben, die eine Hausmesse in ihrem Betrieb veranstalten.

    Matthias Scholz von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WiF) erklärt, worum es bei den Maschinenbautagen vor allem geht. Den vielen Besuchern und teilnehmenden Unternehmen soll der Landkreis Göppingen mit seinem Weltmarktführern und leistungsstarken mittelständischen Betrieben als Kompetenzschwerpunkt Maschinenbau im Bewusstsein bekannt werden."Die meisten der Firmen kennt man in ihrer Branche auf der ganzen Welt, aber wer erinnert sich schon daran, dass alle in der Region Göppingen ansässig sind?" erklärt Scholz.

    Gemeinsam mit der WiF hat sich vor allem das "Netzwerk Messemacher" mit der Organisation der Maschinenbautage beschäftigt. Für Joachim Reisinger vom Vorstand der Messemacher" gilt es, in immer schwieriger werdenden Zeiten Flagge zu zeigen, den Kunden entgegenzukommen und ihnen einen Mehrwert zu bieten.

    Mit der Bündelung der Einzelaktivitäten der Firmen werde der Terminkalender der Einkäufer dadurch entlastet, dass sie nicht mehrmals in die Maschinenbau-Region Göppingen reisen müssen, um das gesamte Spektrum kennen zu lernen. "Göppinger kann so zum Synonym und Markenzeichen für Maschinenbau werden", erklärt Reisinger.

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    Firmen wollen Flagge zeigen

    In der Aula der Fachhochschule werden heute um 9 Uhr die ersten Göppinger Maschinenbautage eröffnet. Gleichzeitig beginnen in einigen Betrieben im Kreis Göppingen die Hausmessen.

    KARL-HEINZ STROHMAIER

    GÖPPINGEN

    Im zentralen Forum an der Göppinger Fachhochschule laufen die Fäden der Göppinger Maschinenbautage von heute bis einschließlich Freitag zusammen.
    Dort werden Fachvorträge gehalten und an den Messeständen präsentieren sich Organisationen und Firmen, die keine Hausmesse haben. Start- und Zielpunkt ist die Fachhochschule auch für diejenigen, die zu den Unternehmen mit Hausmesse fahren wollen - per Pendelbus.

    Ziel der Veranstaltung ist es, Kräfte zu bündeln und Synergien zu nutzen und die traditionelle Stärke des Maschinenbaus im Kreis Göppingen herauszustellen. Mit dem gemeinsamen Termin der Hausmessen soll mehr Kundenfreundlichkeit geschaffen, Einkäufer der Firmen mit ihren überbordenden Terminkalendern entlastet werden.

    Hausmessen bieten zu den Maschinenbautagen folgende Firmen an: Asyst
    Flach- und Profilschleifmaschinen GmbH in Göppingen, Epucret-Polymertechnik GmbH & Co. KG in Wangen, Erhardt und Abt in Kuchen, Fähnle-Technic in Göppingen und Stama Maschinenfabrik in Schlierbach. Mit einem Messestand in der Fachhochschule sind diese Firmen vertreten: EWS Werkzeugfabrik Weigele GmbH & Co.KG in Uhingen, EWU Entgrattechnik in Zell u.A., Fähnle-Technic Göppingen, GEM Gesellschaft für Einkauf- und Materialwirtschaft Birenbach, Ingenieurverbund für technische Dienstleistungen Göppingen, Kompetenznetzwerk Mechatronik Göppingen, Kreissparkasse, Mobitec Kottmann und Berger GmbH Birenbach, Schuler AG, Vögtle Service GmbH & Co. KG Eislingen und die Fachhochschule selbst.

    Die ersten Göppinger Maschinenbautage werden heute um 9 Uhr in der Fachhochschule eröffnet.

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    10 Jahre WiF - Sonderveröffentlichung

    10 Jahre Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen mbH


    Sonderveröffentlichung der NWZ und Geislinger Zeitung



    WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG / Tochtergesellschaft des Landkreises feiert zehnten Geburtstag

    "Wir wollen, dass sie miteinander reden"

    Unternehmen unterstützen sich gegenseitig und bekommen Hilfe aus der Wissenschaft und Forschung

    Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wif) des Landkreises besteht seit zehn Jahren. Aus kleinen Anfängen heraus spielt die Gesellschaft heute im Prozess des Strukturwandels im Landkreis eine immer größere Rolle.

    URSULA BÖTTCHER

    Der eindeutige Schwerpunkt der Wif in den letzten Jahren war es, Unternehmen, die vor einem speziellen technologischen Problem stehen, mit Experten ins Gespräch zu bringen. Für Wif-Geschäftsführer Reiner Lohse beinhaltet dies weit mehr, als nur eine Adresse weiterzugeben: "Wir wollen, dass sie wirklich miteinander reden." Dieser Anspruch, an dessen Formulierung Klaus Fischer, Geschäftsführer des Vorgängervereins VFW und Rektor der Nürtinger Fachhochschule maßgeblich beteiligt war, führte logischerweise zur Suche nach einem großen Partner im Hintergrund - die Steinbeis-Stiftung. Dieser Spezialist für Technologie- und Wissenstransfer ermöglicht den Rückgriff auf über 4000 Experten.

    In vielfältigster Form engagiert sich die Wif seit ihrer Gründung im Landkreis Göppingen. Zu den Beratungsgesprächen bei Unternehmen, die zunächst Wolfram Dreier und dann Reiner Lohse als Geschäftsführer führten
    - inzwischen gehören 500 Betriebe zum festen Kundenstamm - kam die Gründung von Netzwerken hinzu. Vom Kompetenzzentrum Mechatronik über die "Gründergrotte" für Existzenzgründer, die Tourismus-Initiative Stauferkreis bis zur Obstweininitiative reicht da die Palette. Zu Gute kommt der Wif die enge Zusammenarbeit mit der Steinbeis-Stiftung in Stuttgart. Bei der Wif arbeiten heute neben Geschäftsführer Reiner Lohse Projektleiter Matthias Scholz (Betriebswirt) und die angehende Bürokommunikationsfachfrau Daniela Gareis. Bis zu zwei Praktikanten verstärken das Team, das ferner über externe Experten als Honorarmitarbeiter verfügt.

    Im anlaufenden Prozess für einen Strukturwandel im Landkreis spielt die Wif eine wichtige Rolle. Nicht zuletzt deshalb unterstützt sie zukunftsweisende Initiativen. Dazu zählen beispielsweise Aktivitäten im Gesundheitsbereich. Die Wif initiierte hier den zusammen mit NWZ und Geislinger Zeitung herausgegebenen Gesundheitsführer für den Landkreis, fördert die Gesundheitsmesse "Vitalis", die im Mai 2006 bereits zum vierten Mal stattfindet, oder auch die Boller Gesundheitstage. Mit der Messe "Göppinger Genuss" oder der Unterstützung der Obstweininitiative"
    will die Wif die Regionalvermarktung von Lebensmitteln ankurbeln.

    Mit der Auslobung eines Innivationspreises für den Landkreis - inzwischen zum sechsten Mal - war die Wif Vorreiter für andere Landkreise. Der mit 15 000 Euro dotierte Preis hat sich etabliert. An der jüngsten Ausschreibung beteiligten sich 50 Unternehmen.




    Wirtschaftsförderung im Landkreis Göppingen - Entwicklung vom Verein zur tragfähigen Gesellschaft

    1986 schlossen sich Geschäftsleute aus dem Kreis zu einem Netzwerk zusammen. Der "Verein zur Förderung der Wirtschaft", kurz VFW, war aus der Taufe gehoben.

    Das Ziel war nicht nur Zusammenarbeit und Vermarktung in eine Hand zu geben, sondern vor allem auch Firmen zu informieren. Dazu gehörte schon bald, die verschiedenen Förderprogramme von Land, Bund und der Europäischen Union zu lichten.

    Der erste Geschäftführer war der Göppinger Ingenieur Helmut Breitinger, im April 1989 folgte Professor Klaus Fischer, Rektor der Fachhochschule in Nürtingen. Die Fühler mussten in alle Richtungen ausgestreckt werden, um stabile Kontakte zu Unternehmen, Industrie- und Handelskammer, Landkreis und Kommunen herzustellen. Zudem machte sich Fischer an die Umstrukturierung des VFW: "Es war zeitlich nicht mehr machbar", erinnert er sich an diese zeitaufwändige Nebentätigkeit.

    Vor zehn Jahren erfolgte die Gründung der Wif, ein Tochterunternehmen des Landkreises. Getragen wird die Wif aus laufenden Zuschüssen der Kreissparkasse, des Landkreises und den meisten Städten und Gemeinden des Landkreises.

    Zur fachlichen Unterstützung wurde zwischen der Gesellschaft und der Steinbeis-Stiftung ein Kooperationsvertrag geschlossen. Demnach wird die Geschäftsführung der Wif stets durch einen Projektleiter der Steinbeis-Stiftung übernommen.





    Nachgefragt bei IHK-Geschäftsführer Peter Saile: "Es existiert eine vielfältige Zusammenarbeit"

    Zehn Jahre Wirtschaftförderung im Kreis bedeuten auch zehn Jahre Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer. Zu den Anfängen und den Plänen für die Zukunft fragte Ursula Böttcher Dr. Peter Saile, Geschäftsführer der IHK-Bezirkskammer Göppingen.

    Die Wirtschaftsförderung im Kreis besteht jetzt seit zehn Jahren. Wie hat sich die Zusammenarbeit zwischen Wif und IHK in dieser Zeit entwickelt?

    PETER SAILE: Es existiert eine vielfältige Zusammenarbeit. Da wir aber jeweils unterschiedliche Schwerpunkte bearbeiten, gibt es nur wenige Überschneidungen, sondern vielmehr gegenseitige Unterstützung und Ergänzung.

    Wie hat die Zusammenarbeit angefangen?

    SAILE: Bei der Gründung von Wif gab es dazu Gespräche mit dem Landkreis und der IHK, die auch im Wif-Beirat vertreten ist. Ein Thema war, die Aufgaben zu definieren und Felder abzustecken. Zwischenzeitlich tauschen wir uns regelmäßig aus.

    Welche Einzelprojekte haben IHK und Wif zusammen abgewickelt?

    SAILE: Ganz aktuell das Thema wirtschaftliche Entwicklung des Kreises Göppingen. Weitere Beispiele sind der Hochschultag zur Werbung von Ingenieurnachwuchs, die Zusammenarbeit beim Kompetenznetzwerk Mechatronik und der Gründergrotte.

    Wie sieht die gemeinsame Zukunft aus?

    SAILE: Eine gemeinsame Zukunftsaufgabe ist es, den Kreis mit seinen wirtschaftlichen und landschaftlichen Stärken über seine Grenzen hinaus bekannter zu machen. Dazu arbeiten wir an einem Standortkommunikationskonzept, mit dem vor allem die Region Stuttgart als "Markt vor der Haustüre", zum Beispiel für Gewerbeansiedlungen, Wohnen, Gesundheitsangebote und Naherholung/Tourismus angesprochen werden soll.





    ROJEKTE / Mit Innovationspreis Vorreiter

    Erfolgreiche Messen

    Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis (Wif) kann seit ihrer Gründung auf eine stattliche Anzahl an Einzelprojekten verweisen.

    UB

    In wenigen Tagen lädt das Netzwerk der "Messemacher" zu den Göppinger Maschinenbautagen ein. Wichtiger Akteur im Hintergrund ist auch hier die Wif, von der die Initiative zur Gründung des Netzwerkes ausging.
    Projektleiter Matthias Scholz hat noch weitere Projekte auf seiner Liste.
    Die Nähe der Wif-Geschäftsstelle zur Fachhochschule nebenan ist nicht nur eine räumliche, sondern auch eine ideelle. So gibt es zahlreiche Berührungspunkte, darunter auch das "Forum Kontakt", das dem Mangel an Ingenieuren abhelfen soll. Neu im Programm sind monatliche Treffen von Freiberuflern im Kulturbereich. Die Verleihung eines Innovationspreises nahm Wif als einer der ersten in der Region in Angriff.

    Die Gesundheitsmesse "Vitalis" ist so erfolgreich, dass sie bereits kopiert wurde. Zum größten Renner unter den Projekten scheint sich aber der "Göppinger Genuss" zu entwickeln, der im Landkreis produzierte Lebensmitel in den Mitelpunkt rückt.





    ERFINDUNGEN / "Forum Idee", ein Kind der Wif, unterstützt Patentinhaber

    Schwebende Objekte

    Hans Dokoupil ist einer der Tüftler im Kreis

    Schon als Kind ist Hans Dokoupil Dingen gern auf den Grund gegangen und hat mit Freuden gebastelt. Heute ist der Diplomingenieur ein erfolgreicher Erfinder. Über das "Forum Idee" konnte die Wif dem Erfinder helfen.

    MARGIT HAAS

    Scheinbar schwerelos schwebt ein Modellflugzeug über Hans Dokoupils Schreibtisch. Doch nur scheinbar. Denn das Modell hängt an dünnen Kunststofffäden und wird durch eine besondere Magnettechnik im Gleichgewicht in der Luft gehalten. Dieses "stationäre Magnetschwebeverfahren" ist die Erfindung des 43-Jährigen, die er sich patentieren ließ.

    Bei seiner Konstruktion hat er sich den Umstand zu Nutze gemacht, dass sich zwei gleichnamige Pole abstoßen. "Diese abstoßenden Kräfte nutze ich als Antriebskraft für die schwebenden Körper." Auf einer Eisenplatte hat er einen Magneten befestigt, ein zweiter befindet sich "im schwebenden Körper". Dabei handelt es sich um einen Hochenergiedauermagneten, "den stärksten, den es heute gibt". Erst durch ihn sei die Erfindung überhaupt möglich gewesen. Denn der Magnet muss klein sein, aber dennoch sein Eigengewicht und das des Körpers tragen. Er war in den achtziger Jahren entwickelt, aber "erst in den vergangenen Jahren erschwinglich geworden".

    So erschwinglich, dass er in Flugzeugmodelle eines weltweit agierenden Modellbauers eingebaut wird, der sich von Hans Dokoupil exklusiv die Lizenzrechte sicherte. Der Tüftler war "beim Experimentieren fast zufällig auf diese Schwebevorrichtung gekommen" und hatte sich dann überlegt, wo sie einsetzbar ist. Als Kind hatte der Bad Ditzenbacher selbst Modellflugzeuge gebaut und so Kontakt mit dem Unternehmen hergestellt.
    Seine Erfindung lässt sich aber nicht nur im Modellbau anwenden. Auch in der Werbung sieht Dokoupil Möglichkeiten. "Sie wäre sehr gut geeignet für Light-Produkte."

    Seine Karriere als Erfinder hat Dokoupil vor fast zehn Jahren begonnen.
    Damals hatte er ein Schlafdiagnosegerät entwickelt, dessen Prototyp im eigenen Elektrolabor und in seiner Prototypenwerkstatt entstand. Über seine neueste Erfindung will sich Hans Dokoupil noch nicht auslassen. Sie wird bei der nächsten Erfindermesse in Nürnberg vorgestellt. Ein "Nachtlicht mit effizienterer Schaltung, besserem Design und modernen Lichtmitteln" ist im Entstehen. "Wissen, welche Probleme es gibt, dann die Gedanken kreisen lassen und eine Lösung finden", ist Hans Dokoupils Maxime.

    In der "ersten Erfinderphase" gelte es, über den Tellerrand hinauszuschauen und auch über "verrückte Ideen" nachzudenken. Dann allerdings müsse der technisch machbare und wirtschaftlich realistische Weg weiter verfolgt werden. Tatsächlich ließe sich von "hundert Ideen nur eine realisieren".





    Netzwerk wird genutzt

    Die Kontakte der Kreishandwerkerschaft zur Wirtschaftsförderungsgesellschaft stecken noch in den Anfängen. Es wird aber daran gearbeitet, den Rahmen einer engeren Zusammenarbeit abzustecken. Im Sommer trafen sich Jürgen Schmid, Chef der Kreishandwerkerschaft, und Wif-Geschäftsführer Reiner Lohse zu einem ersten Gespräch. "Jetzt wollen wir das intensivieren," sagt Schmid. Er denkt dabei auch über einen Sitz im Wif-Beirat nach.

    Erste Berührungspunkte gab es schon vorher. Speziell die in der "Gesundheitswelle" zusammengeschlossenen Gesundheitshandwerker kooperieren eng mit der Wif. Und in der Wif-Suchdatenbank für Leistungen im Technologieumfeld sind auch die Göppinger Handwerker vertreten. Das ideale Feld für die Intensivierung der Zusammenarbeit sieht Kreishandwerksmeister Schmid deshalb auch auf dem Gebiet Gesundheit. Betriebe, die in diesem Bereich arbeiten könnten ihre Aspekte in Messen einbringen. Der "Göppinger Genuss" oder "Vitalis" sind da die ersten Adressen. Auch das überregionale Profil der Wif kommt Schmid zurecht: "Wir machen keine Kirchturmpolitik."
    Die Vermarktung über den Kreis hinaus sieht er positiv und Reiner Lohse freut sich über das Interesse. In Gedanken ist dieser schon mit einer Kooperationsbörse beschäftigt: "Das muss sich aber alles noch entwickeln."



    Von der Kooperation profitieren alle

    Die Zusammenarbeit mit der Wif bewertet Professor Rainer Würslin, Dekan des Fachbereichs Mechatronik und Elektrotechnik an der FH in Göppingen als sehr positiv und für beide Seiten vorteilhaft.

    Zu den Aktivitäten zwischen der Hochschule und der Wirtschftsförderungsgesellschaft gehören:

    · Gemeinsame Organisation und Durchführung von Schülerinfotagen am Standort Göppingen der Fachhochschule Esslingen.

    Als weitere Partner wirken die Stadt Göppingen und der Arbeitgeberverband Südwestmetall mit. Die Schüler der umliegenden Gymnasien erhalten die Möglichkeit, sich rund um das Studium an einer Fachhochschule zu informieren.

    · Gemeinsame Organisation und Durchführung von Kontaktmessen und Industrietagen. Hierbei erhalten die Firmen der Region die Möglichkeit, Kontakt zu potenziellen Praktikanten, Diplomanden oder Stellenbewerbern aufzunehmen. Die Studierenden können an diesen Tagen in sehr konzentrierter Form mit vielen Industriebetrieben Kontakt aufnehmen.

    · In diesem Jahr werden in der nächsten Woche zum ersten Mal die von der Wif mitorganisierten Maschinenbautage stattfinden. Hier stellt die FH die Räumlichkeiten für Messestände und Vorträge zur Verfügung. Außerdem werden einige Vorträge von Professoren der FH gehalten.

    · Sowohl die Wif als auch die FH sind Gründungsmitglieder im Kompetenznetzwerk Mechatronik Göppingen und engagieren sich dort gemeinsam in vielfältigster Weise.

    · Es werden häufig Industriekontakte ausgetauscht. In der Regel vermittelt die Wif Firmen der Region an die Fachhochschule, wie diese technische Hilfe erhalten können. Insbesondere das Institut für Angewandte Forschung
    (IAF) am Standort Göppingen hat auf diesem Weg Forschungsprojekte mit Firmen der Region starten können.





    LANDKREIS / Landrat Franz Weber begrüßt Synergieeffekte

    Netzwerke statt Kirchturmpolitik

    Netzwerke statt Kirchturmpolitik: Planungen zur Förderung auf regionaler Ebene sind für den Göppinger Landrat Franz Weber eine Selbstverständlichkeit. Für die spezifischen Göppinger Inhalte sorgt aber die Wirtschaftsförderung des Kreises.

    URSULA BÖTTCHER

    Als Weber 1985 Landrat wurde, steckte die Wirtschaftsförderung im Kreis noch in den Kinderschuhen. Doch schon ein Jahr später begannen rege Beziehungen zum Wif-Vorgänger, dem Verein zur Förderung der Wirtschaft.
    Als die Wirtschaftsgesellschaft gegründet wurde, kam der Landkreis auch rechtlich mit ins Wif-Boot. Die Steinbeis-Stiftung in Stuttgart ist für Weber "der große Bruder" im Hintergrund. Über die Integration in die Stiftung sei die Einbindung in ein zugkräftiges Netzwerk gelungen, meint der Landrat.

    Es gibt zwar saubere Grenzen zwischen den Aufgaben von Kommunen, Kreis und den verschiedenen Partnern in der Region, vom Regionalverband bis etwa zur Wirtschaftsförderung Raum Stuttgart (WRS). Die Synergieeffekte, die an den Nahtstellen entstehen, sind Weber aber mehr als willkommen: "Es geht immer über Grenzen hinweg." Ein Beispiel für erfolgreiches Zusammenwirken vieler Partner im Kreis und darüber hinaus gibt der Gewerbepark "Schwäbische Alb"
    in Geislingen ab. Geplant wurde er von den Gemeinden, für die Inhalte hingegen war Wif zuständig.

    Beim Projekt "Albaufstieg", das auf die Förderung schwächerer Gemeinden abzielt, steht die WRS bei der Beantragung von EU-Fördermitteln zur Seite.

    Beim Thema "Standortmarketing" reichen die Beziehungen inzwischen bis zur "Expo-Real" in München. Nicht zuletzt sind das Netzwerk Gesundheit, die Ausstellung "Göppinger Genuss" und der Gesundheitsführer das Ergebnis solcher Synergieeffekte.





    Nachgefragt: Was zahlt die Kreissparkasse?

    Die Kreissparkasse ist Gesellschafter der Wif und leistet auch sonst finanzielle Unterstützung. Iris Ruoss hat Hans Kellermann, Aufsichtsratsmitglied der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Göppingen, dazu befragt.

    Mit welcher Intention ist die Kreissparkasse vor zehn Jahren in die Wirtschaftsföderungsgesellschaft eingestiegen?

    HANS KELLERMANN: Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft wurde vom Landkreis als eigenständige GmbH gegründet, das Hauptziel war und ist die Förderung der regionalen Wirtschaft. Als besonders effizient hat sich die Erfassung und Entwicklung von neuen Ideen in Produktion und Vermarktung aus dem Unternehmerkreis herausgestellt, man bedient sich dabei eines Expertennetzwerks aus Hochschulen, der Steinbeis-Stiftung und anderer wissenschaftlicher Institutionen. Die Kreissparkasse wollte das Projekt unterstützen.

    Wann wurde der Innovationspreis erstmals ausgelobt?

    KELLERMANN: Der Innovationspreis wurde erstmals im Jahr 1996 ausgelobt und wird seither alle zwei Jahre mit einem Gesamtförderpreis von je 15 000 Euro von uns bezuschusst und neu ausgeschrieben.

    Fördert die Kreissparkasse noch andere Projekte? Mit welcher Summe ist die Kreissparkasse heute noch bei Wif im Boot?

    KELLERMANN: Den laufenden Aufwand der Wif tragen nahezu alle Städte und Gemeinden des Landkreises und die Kreissparkasse Göppingen. Die Kreissparkasse beteiligt sich von Anfang an mit einem jährlichen Zuschuss von 154 000 Euro. Darüber hinaus unterstützen wir die Kompetenznetzwerke Facility-Management in Geislingen und Mechatronik in Göppingen. Außerdem finanziert die Kreissparkasse einen Stiftungslehrstuhl an der Fachhochschule in Geislingen.



    Herrscht Gründerzeit?

    Reiner Lohse fordert mehr Anerkennung für das Unternehmertum.

    Nachgefragt: Herrscht Gründerzeit?

    Was sollte bei Existenzgründungen beachtet werden? Wie sieht die Lage im Kreis Göppingen aus? Steffi Schneider sprach darüber mit Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen.

    Herr Lohse, wie hoch ist die Anzahl der Existenzgründungen im Landkreis, herrscht Gründerzeit im Kreis Göppingen?

    REINER LOHSE: Die Zahl von durchschnittlich über 400 Existenzgründungen pro Jahr hört sich zunächst sicherlich nicht schlecht an. Dieser Wert wurde aber durch die Maßnahmen der Agentur für Arbeit beziehungsweise durch Wegfall des Meisterzwangs im Handwerk hochgetrieben. Von einer Euphorie kann man auf gar keinen Fall sprechen. Was uns fehlt sind
    technologie- und hochwertige dienstleistungsorientierte Existenzgründungen.

    Was raten sie Existenzgründern generell?

    LOHSE: Diesen auch für das private Umfeld bedeutsamen Schritt sehr genau zu planen und vorzubereiten. Selbstständig zu sein bedeutet am Anfang oft "selbst" und "ständig" zu arbeiten.

    Was fordern sie von der künftigen Regierung, damit mehr Menschen mit guten Ideen Mut fassen?

    LOHSE: Für mich sind monetäre Anreize gar nicht der entscheidende Punkt.
    Was wir brauchen ist ein Bekenntnis zur Wertschätzung Unternehmer zu sein in unserer Gesellschaft. Zudem ist mehr Eigenverantwortung und der Abschied von der Vollkaskomentalität gefragt.

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    Bei Firmen auf gute Resonanz gestoßen

    UMWELTSCHUTZ / Auftakt zum Ecofit-Programm

    Dass sich Umweltschutz in gewerblichen und Dienstleistungsbetrieben bis zu einer Größe von 250 Mitarbeitern lohnt, macht das Ebersbacher Ecofit-Programm deutlich, zu dem die Stadt noch mehr Betriebe ermuntern will. Eine Info-Veranstaltung in Ebersbach stieß bei den Firmen auf gute Resonanz.

    JOACHIM KRUG

    EBERSBACH

    Einen Beitrag zum Umweltschutz, aber auch zur Kostensenkung können Betriebe leisten, die an dem von der Stadt Ebersbach initiierten Programm Ecofit teilnehmen. Das machte Bürgermeister Edgar Wolff deutlich, der zahlreiche Firmenvertreter im Haus Filsblick willkommen hieß. Ebersbach verfüge über genügend zukunftsorientierte Betriebe, die sich den wirtschaftlichen Erfolg des Programms auf die Fahnen schreiben könnten. Das Programm, das im Kreis Esslingen unter dem Namen Ökoprofit laufe, funktioniere. Zusammen mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wif) für den Kreis Göppingen könne das Projekt mit acht bis zwölf Teilnehmern auch in Ebersbach laufen.
    "Dies ist das Ziel dieser Veranstaltung", so Wolff.

    Der Geschäftsführer der Wif, Reiner Lohse, betonte, dass die Förderrichtlinien für alle Betriebe im Landkreis gelten. "Wirtschaftliche Aspekte stehen im Vordergrund", so Lohse, "da die Teilnehmer wirtschaftlich monetäre Ergebnisse erwarten können". Lokale Beratungspartner sollten in das Programm eingebunden werden.

    Uwe Götz, Geschäftsführer der Münchner Arqum GmbH, auf deren Arbeit Ecofit zurück geht, stellte das Projekt vor. "Ziele sind, die Umwelt zu entlasten und Geld zu sparen, und das zusammen mit dem Land, das das Programm unterstützt." Insgesamt seien im Kreis Esslingen CO2, Restmüll und Waren im Werte von 1,5 Millionen Euro eingespart worden. Das gelte für alle teilnehmenden Betriebe. Erfolgsfaktoren seien unter anderem ein systematisches Vorgehen bei der Ermittlung von Einsparmöglichkeiten.

    Ecofit ermittelt nach Götz" Angaben kostensenkende Umweltschutzmaßnahmen, wobei er unter anderem Einsparungen bei der Beleuchtung nannte.
    Imagegewinn, der Einstieg in das Öko-Audit und die Zertifizierung sind die Ziele der rund ein Jahr dauernden Zusammenarbeit

    Bettina Schmauder, Inhaberin eines Autohauses in Esslingen ist von Anfang an im Ecofit Programm dabei und berichtete über ihre Erfahrungen. Wichtig seien für sie die regelmäßigen Workshops der teilnehmenden Betriebe gewesen. Der Gesamtarbeit sei für die Firma tragbar gewesen.
    Beispielsweise sei die Kompressorlaufzeit erheblich gesenkt worden, und auch die Beleuchtungskosten seien durch Verwendung von Reflektoren gesunken. Weitere Einsparpotenziale seien die verstärkte Regenwassernutzung durch Zisternen und die Installation einer Photovoltaikanlage gewesen. "Alle Mitarbeiter sollten mit am Tisch sitzen und eingebunden werden", lautete Schmauders Quintessenz.

    In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass Dienstleister nur begrenzt mitmachen könnten. "Risiken für die Teilnahme bestehen aber nicht", so Arqum-Geschäftsführer Götz.

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    Viele Bewerber um Kreissiegel

    GÖPPINGEN. Um den Innovationspreis des Landkreises Göppingen konkurrieren 50 Bewerber. Eine Rekordbeteiligung, wie Reiner Lohse, der Wirtschaftsförderer im Kreis (WiF), zum Abschluss der Bewerbungsfrist verkündet. Die Preisvergabe ist im Januar.

    von Klaus Nonnenmacher

    "Das Ergebnis ist quantitativ und qualitativ das beste, das wir seit Auslobung des Preises vor zehn Jahren erhalten haben", erklärt Reiner Lohse. Zum sechsten Mal hat der Landkreis den Innovationspreis in diesem Jahr ausgelobt. Mit dem Preis, der insgesamt mit 15000 EURO dotiert ist, werden alle zwei Jahre innovative Produkte, Verfahren, Dienstleistungen oder Organisationsformen ausgezeichnet, die mittelständischen Unternehmen, Existenzgründer oder Kooperationspartner aus dem Kreis Göppingen entwickelt haben.

    Dieses Jahr gibt es mit 50 Bewerbern eine Rekordbeteiligung. Zufrieden ist er nicht nur mit der Anzahl und der Leistungsfähigkeit der eingereichten Projekte: Besonders angetan sei er auch von der hohen Anzahl von Bewerbern aus dem Dienstleistungsbereich, so Lohse. Gerade in dem von der Produktion geprägten Kreis Göppingen zeigte sich damit zunehmend auch der Strukturwandel hin zum Dienstleistungssektor. Insgesamt hätten sich Einzelbetriebe aus Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistung, aber auch Unternehmensnetzwerke in verschiedenen Größenordnungen um den Preis beworben.

    Lohses Ansicht nach setzt sich der Göppinger Innovationspreis im regionalen Vergleich Maßstäbe. Vor allem die Beteiligung sei beispielhaft. Das zeige auch ein Blick in den Nachbarkreis Esslingen. Esslingen hat die Ausschreibungsmodalitäten für den Innovationspreis von Göppingen übernommen. Bei der zweiten Auflage des Esslingers Innovationspreis haben sich aber gerade 29 Unternehmen beworben, "obwohl das Preisgeld und die Wirtschaftskraft dort doppelt so hoch sind", wie Lohse bemerkt. In Göppingen wird eine Fachjury in den kommenden Wochen die Bewerbungen sichten und bewerten. Die Preisvergabe wird am 23. Januar 2006 in der Kreissparkasse Göppingen sein.

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    50 Firmen im Wettbewerb

    INNOVATIONSPREIS / Bewerbungsfrist zu Ende

    50 Firmen im Wettbewerb Reiner Lohse: Neuer Teilnahmerekord

    50 Bewerbungen um den Innovationspreis des Landkreises bedeuten Rekord.
    "Das Ergebnis ist quantitativ und qualitativ das Beste was wir seit Auslobung des Preises vor zehn Jahren erhalten haben", freut sich Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wif) des Landkreises.

    KREIS GÖPPINGEN

    Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen. Auf dem Schreibtisch von Reiner Lohse, dem Geschäftsführer der Wif, stapeln sich 50 Bewerbungen um den Innovationspreis des Landkreises Göppingen. Diese Zahl bedeutet neuer Rekord.

    Doch nicht nur mit der Anzahl und der Leistungsfähigkeit der eingereichten Projekte zeigt sich WiF-Geschäftsführer sehr zufrieden. "Wir sind besonders angetan von dem hohen Dienstleistungsgrad der Innovationen", erklärt Lohse. Gerade im produktionsgeprägten Landkreis Göppingen zeigen sich zunehmend auch Anzeichen eines Strukturwandels hin zur Dienstleistung.

    Insgesamt haben sich Einzelbetriebe aus Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistung aber auch Unternehmensnetzwerke in den verschiedensten Größenordnungen mit Sitz im Landkreis Göppingen am Innovationspreis beteiligt. Die Akzeptanz dieses Preises setzt auch im regionalen Vergleich Maßstäbe. Im Landkreis Esslingen, der vom Kreis Göppingen die Ausschreibungsmodalitäten übernommenen hat, haben sich 29 Unternehmen beteiligt, obwohl das Preisgeld und die Wirtschaftskraft doppelt so hoch sind.

    In den nächsten Wochen werden die Beiträge gesichtet und bewertet. Die Preisverleihung findet am 23. Januar in der Kreissparkasse in Göppingen statt. Der Preis, mit dem bereits zum sechsten Mal Unternehmen im Kreis Göppingen für innovative Produkte, Verfahren, Dienstleistungen oder Organisationsformen ausgezeichnet werden, ist mit insgesamt 15 000 Euro dotiert.

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    Das Projekt Ecofit startet in Ebersbach

    EBERSBACH. Die Stadt Ebersbach und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen wollen Unternehmen bei der Einführung eines Umweltmanagements unterstützen. Zu einer Auftaktveranstaltung am Donnerstag haben sich 20 Betriebe angemeldet.

    Von Sabine Rieker

    Umweltschutz und Profit müssen einander nicht ausschließen. Um den Betrieben zu helfen, haben die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen (WiF) und die Stadt Ebersbach das Projekt Ecofit an Land gezogen. Dieses Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg unterstützt speziell kleinere und mittlere Unternehmen darin, ihren betrieblichen Umweltschutz zu verbessern und dadurch weitere Einsparpotenziale zu finden. Die Firmen sollen innerhalb eines Jahres in acht Workshops über alle umweltrelevanten Themen informieren.

    Darüber hinaus kommen Berater in Betriebe. Sie zeigen Schwachstellen und mögliche Einsparpotenziale in den Bereichen Energie, Abfall, Wasser und Abwasser auf und erarbeiten gemeinsam mit den Firmen eine Auszeichnung als Ecofit Betrieb. Den Eigenanteil für die Firmen beträgt zwischen 1400 und 3500 Euro.

    Zu der Auftaktveranstaltung am Donnerstag im Haus Filsblick in Ebersbach kommen Vertreter von 20 Firmen aus dem ganzen Landkreis. Drei Unternehmen stammen direkt aus Ebersbach. Als Teilnehmer haben sich die verschiedensten Branchen gemeldet. "Das geht querbeet", sagt Jutta Schabel, die bei der Stadt Ebersbach für die Wirtschaftsförderung zuständig ist. So seien ein Dentallabor und ein Orthopädie- und Wellnessbetrieb genauso dabei wie ein Metallbauer, eine Schlosserei und ein Fahrzeugtechnik-Unternehmen. Für Betriebe, die noch auf den Zug aufspringen wollten, sei es nicht zu spät. "Die können sich jederzeit bei uns melden", erklärt Schabel.

    Nähere Informationen gibt Jutta Schabel von der Stadtverwaltung in Ebersbach unter der Rufnummer 07163/ 161-202.

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    Messeplatz bietet Chancen

    Nachgefragt zum Stauferpark

    GÖPPINGEN. Der neue Messeplatz im Göppinger Stauferpark feiert am nächsten Wochenende Premiere (siehe auch den Bericht zur Schwäbischen Woche). Sabine Riker hat mit dem Wirtschaftsförderer des Landkreises, Reiner Lohse, über die Perspektiven für den Platz geredet.

    Herr Lohse, wie beurteilen Sie den Umzug der Schwäbischen Messe vom Gelände an der Hohenstaufenhalle in den Stauferpark?

    Der Umzug der Schwäbischen Woche ist konsequent und notwendig unter dem Aspekt, den Stauferpark auch als Ort für diverse Veranstaltungen zu entwickeln. Die Sanierung der Werfthalle und somit ihre Einbindung muss dabei aber eine zentrale Rolle spielen.

    Es gibt Stimmen, die behaupten, das Geld für den Ausbau des Herbert-König-Platzes sei in den Sand gesetzt. Können Sie sich vorstellen, dass diese Fläche auch für andere Messen und Veranstaltungen attraktiv sei?

    Der neue Platz muss entsprechend seines Potenzials genutzt werden. Für Outdoor- und Open-Air-Veranstaltungen gehört er sicherlich zum Modernsten, was die Region Stuttgart zu bieten hat. Andere große Kreisstädte haben alle in große neue Hallen investiert, die nun einmal viel größeren Wettbewerb unterliegen.

    Die Stadt Göppingen und auch der Landkreis sind bemüht, wirtschaftlich wieder aus dem Windschatten zu treten. Kann der Messeplatz bei der Entwicklung des Stauferparks Impulse geben. Wenn ja, welche?

    Der neue Messeplatz muss die Themen und Nutzungsmöglichkeiten des Stauferparks - Arbeiten-Wohnen-Freizeit - aufgreifen und kann somit dazu beitragen, das Image und die Frequentierung zu verbessern.

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    Ehrgeizige Pläne werden umgesetzt

    Zentrales Fachforum an der Fachhochschule - Hausmessen gebündelt

    Der helle Silberstreifen am Horizont ist im Maschinenbau noch nicht zu sehen - allenfalls im Export stehen die Zeichen günstig. Dennoch: Gerade in schwierigen Zeit gilt es, Flagge zu zeigen, meinen die Verantwortlichen im "Netzwerk Messemacher" und starten vom 25. bis 28. Oktober die Göppinger Maschinenbautage.

    KARL-HEINZ STROHMAIER

    GÖPPINGEN

    Keine Frage: Die traditionelle Stärke der Industrie im Kreis Göppingen ist und bleibt der Maschinenbau. Dies noch stärker hervorzuheben, dieses Ziel hat sich der Verbund "Messemacher - das Netzwerk" mit den Göppinger Maschinenbautagen vom 25. bis 28. Oktober gesetzt. Verschiedene Firmen wollen in dieser Zeit ihre Hausmessen bündeln und sich so im Rahmen der Maschinenbautage einem größere Fachpublikum vorstellen.

    Im zentralen Forum in der Göppinger Fachhochschule werden alle Fäden zusammenlaufen. Dort finden die Fachvorträge statt und an Messeständen präsentieren sich die Firmen, die keine eigene Hausmesse veranstalten.
    Start und Zielpunkt ist die Fachhochschule auch für diejenigen, die sich zu den Hausmessen der einzelnen Unternehmen aufmachen wollen.

    Mit den Göppinger Maschinenbautagen sollen Kräfte gebündelt und Synergien genutzt werden. Dem Kunden entgegenzukommen, ihm einen Mehrwert zu bieten, diese Kundenorientierung steht im Mittelpunkt der Veranstaltung. Und so wird der oft überbordende Terminkalender der Einkäufer dadurch entlastet, dass sie nicht mehrmals an verschiedenen Terminen in die Maschinenbau-Region Göppingen reisen müssen. "Göppingen kann so zu einem Synonym und Markenzeichen für Maschinenbau werden", sagt Joachim Reisinger, Vorstand der "Messemacher". Und Netzwerk-Mitglied Wolfgang Klein geht noch einen Schritt weiter: "Der Begriff Metropol-Region geistert ja gerade im Kopf manchen Politikers herum. Wer weiß, vielleicht spricht man in ein paar Jahren von Göppingen als der Metropol-Region Maschinenbau." Freilich: "Messemacher" Klaus Bertele sieht es weniger
    visionär: "An manchen Stellen müssen wir erst noch mit dem Ölkännchen ein paar Tropfen anbringen, damit das Projekt auch so richtig rund läuft."

    Und Matthias Scholz von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises
    (WiF) ergänzt: "Uns ist es ein besonderes Anliegen, den vielen Besuchern und Kunden der teilnehmenden Unternehmen den Kreis Göppingen mit seinen Weltmarktführern und leistungsstarken mittelständischen Betrieben als Kompetenzschwerpunkt Maschinenbau im Bewusstsein zu verankern. Die meisten Firmen kennt man in ihrer Branche auf der ganzen Welt, aber wer erinnert sich schon daran, dass alle in der Region Göppingen ansässig sind."

    INFO

    Weitere Informationen über die Maschinenbautage in Göppingen vom 25. bis 28. Oktober gibt es im Internet unter http://www.maschinenbautage.net

    Dort ist auch ein Verzeichnis der sich beteiligenden Firmen zu finden, das ständig weiter aktualisiert wird.

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    Traditionelle Stärke

    Nachgefragt: "Traditionelle Stärke"

    Sind die Maschinenbautage auch ein Stück Wirtschaftsförderung? Wir fragten dazu Matthias Scholz von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Göppingen.

    Herr Scholz, haben die Maschinenbautage auch etwas mit Wirtschaftsförderung zu tun?

    MATTHIAS SCHOLZ: Eine Art der Wirtschaftsförderung sind die Göppinger Maschinenbautage sicherlich, da damit die traditionelle Stärke des Maschinenbaus im Landkreis herausgestellt und verdeutlicht wird. Diesen Ruf zu unterstreichen, ist Wirtschaftsförderung und Standortmarketing.

    Was erwarten Sie von der Veranstaltung?

    SCHOLZ: Es ist zu erwarten, dass die ansässigen Unternehmen durch die terminliche Zusammenlegung der Hausmessen mehr Besucher erhalten werden.
    Aber es geht auch darum, diesen Besuchern zu verdeutlichen, welche hervorragenden Unternehmen hier im Kreis ansässig sind.

    Es geht hier um Maschinenbau. Könnten Sie sich so eine Veranstaltung auch in anderen Wirtschaftsbereichen vorstellen?

    SCHOLZ: So eine Veranstaltung lässt sich natürlich nur in wirtschaftlichen Bereichen auf die Beine stellen, in denen eine Kompetenz in ebenso konzentrierter Form wie im Maschinenbau vorliegt. So gesehen wäre dies für mich eigentlich auch im Bereich Gesundheit gut vorstellbar.

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    Enge Kooperation

    Dem Netzwerk Messemacher gehören derzeit zwölf Firmen aus dem Kreis an.
    Ziel ist, Kooperationen zwischen den Firmen zu fördern und übergreifende Projekte gemeinsam anzugehen.


    Das Netzwerk Messemacher firmiert unter dem Dach der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WiF). Am Anfang stand die Idee, die komplette Wertschöpfungskette, die bei einer Messe entsteht (Messeveranstaltung, Standplanung, Messsebau, Handwerk, Werbung, Standservice, Gastronomie usw.) abzudecken, in dem Dienstleister dieser Bereiche kooperieren. Das besondere Augenmerk der Messemacher ist darauf gerichtet, aus der Summe der einzelnen Leistungen eine gut abgewickelte Gesamtleistung zu garantieren, auf die sich der Kunde verlassen kann.

    Neuestes Projekt der Messemacher sind die "Göppinger Maschinenbautage", die im Oktober stattfinden sollen. Damit soll den Firmen eine Plattform geboten und die traditionelle Stärke des Kreises im Maschinenbau hervorgehoben werden.

    Mehrere Tage werden Unternehmen ihre Türen für Einkäufer und Kunden öffnen.
    Der Besucherverkehr wird über ein zentrales Fachforum in der Göppinger Fachhochschule und einem Shuttle-Service zu den Unternehmen gelenkt.

    INFO

    Interessierte Unternehmen können sich unter Telefon: (07161) 50 23 586 bei der Wirtschaftsförderung informieren.

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    Innovation - ein gut gehütetes Geheimnis

    Ist Innovation ein gut gehütetes Geheimnis erfolgreicher Unternehmer?

    Gesättigte Märkte und sinkende Kaufkraft - und doch gibt es Unternehmer, die im Konjunkturtief Rekordgewinne einfahren. Aber wie kommen diese "Paradiesvögel" zu ihrem entscheidenden Vorteil gegenüber ihrer Konkurrenz?

    Produkte oder Dienstleistungen entscheidend zu verbessern oder gar echte Neuerungen auf den Markt zu bringen, sind Ergebnisse eines strukturierten und definierten Prozesses.

    Inwiefern ein Betrieb diesen Prozess eigenständig lösen kann, hängt vom Einzelfall ab. Zumeist sehen sich kleinere Unternehmen hierbei schneller an ihren Grenzen angekommen als Großunternehmen.

    Um echte Neuheiten zu entwickeln, sind neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und aktuellstes Wissen gerade gut genug.

    Die wenigsten Unternehmen verfügen mit ihrer eigenen Organisation über die nötige Infrastruktur, um selbst das notwendige Know-how für die Innovation bereitzustellen. Deshalb müssen sich diese Betriebe für ihre Problemstellungen externer Partner bedienen. Für den Großteil stellt aber gerade diese Beschaffung eine nur schwer zu überwindende Hürde dar. Im Informationszeitalter, in dem davon ausgegangen wird, dass sich verfügbares Wissen innerhalb von fünf Jahren verdoppelt, wird es immer schwieriger, daraus die gewünschten Informationen herauszufiltern bzw. denjenigen zu finden, der diese Informationen bereithält.

    Um hier zielgerichtet den geeigneten Experten für eine spezielle Aufgabenstellung zu finden, bedarf es guter Kontakte horizontal sowie vertikal in Netzwerken, die vorhandenes Wissen verfügbar machen.Wenn also das Innovationsklima verbessert werden soll, muss an diesem Punkt angesetzt werden. Innovationsmanager müssen eingesetzt werden, um Unternehmer und Experten zueinander zu bringen, aber auch um den Innovationsprozess zu begleiten und zu beschleunigen.

    Der Kreis Göppingen verfügt mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen mbH über eine Einrichtung, die den Unternehmen genau diese Hilfestellung anbietet.

    Über einen Kooperationsvertrag zwischen der WiF und der Steinbeis-Stiftung ist dem Landkreis das gesamte Potenzial von über 4000 Experten zugänglich.

    · Der Autor Reiner Lohse (41) ist Leiter der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF) des Landkreises Göppingen.

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    Auf der Suche nach einem festen Netz

    Auf der Suche nach einem festen Netz
    Der Wirtschaftsförderer des Landkreises hat zum ersten Kultur-Freien-Treff eingeladen

    GÖPPINGEN. Autoren und Fotografen, Künstler und Musiker: Freiberufler in diesen Arbeitsbereichen sind zumeist Einzelkämpfer. Im Kreis Göppingen soll sich das ändern. Daher hat jetzt ein Kultur-Freien-Treff stattgefunden.

    Werbetexter und Bildhauer, Dolmetscher und Clowns, Grafiker und Unterhaltungskünstler haben nicht allzu viele Gemeinsamkeiten? "Eben doch", sagt Reiner Lohse von der Wirtschaftsförderung (WiF) des Landkreises Göppingen. Denn in all diesen Branchen werde überwiegend freiberuflich gearbeitet. "Die Wirtschaftsregion Stuttgart hat den Freiberuflern im Kunst-, Kultur- und Medienbereich bisher allerdings noch nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt", behauptet Lohse. Das müsse sich ändern. "Deshalb machen wir am Standort Göppingen einen Schritt in diese Richtung."
    Aus diesem Grund hat die WiF in Zusammenarbeit mit der freien Journalistin Adriana Rossi zu einem ersten Kultur-Freien-Treff nach Eislingen geladen. "Denn bei allen Verschiedenheiten gibt es zwischen den Freiberuflern, ob Sie als Event-Designerin oder als Restaurator tätig sind, viele Berührungspunkte", erklärt Rossi, in deren Kopf der Netzwerkgedanke schon seit einigen Jahren herumspukt. Allerdings sei da nicht nur eine Schnittmenge an gemeinsamen Problemen, fährt Sie fort. "Es gibt ebenso viele gemeinsame Interessen und Ziele." So geht es der Hauptinitiatorin nicht zuletzt darum, Kompetenz zu bündeln, Qualitätsstandards zu schaffen und diese gegenüber der Öffentlichkeit transparenter zu machen.
    "Viele potenzielle Kunden wollen für Ihre Veranstaltungen zwar ein vielseitiges und abwechslungsreiches Programm, und sie suchen dennoch nach dem kompakten Angebot aus einer Hand", hat Reiner Lohse beobachtet. Dort könne ein solch loses Geflecht also durchaus ansetzen und seine Stärken ausspielen, indem sich die Profis aus unterschiedlichen Sparten zusammentun. "Zum anderen wollen wir uns von den schwarzen Schafen in unseren Berufen distanzieren und auf die Weise unseren Auftraggebern ein gewisses Maß an Sicherheit bieten", ergänzt Rossi. Dass solche Zusammenschlüsse nichts Neues sind und dass es vergleichbare Strukturen andernorts ebenfalls gibt, weiß der Wirtschaftsförderer des Kreises natürlich. "Aber genau aus dieser Erfahrung heraus haben wir gelernt, dass das Gefühl einer geografischen Zusammengehörigkeit bei derartigen Netzwerken nicht unwesentlich ist", sagt Lohse. Wichtig sei darüber hinaus, im Lauf der Zeit eine vertrauensvolle Basis unter den verschiedenen Beteiligten zu schaffen. "Das kommt nicht von heute auf morgen, das muss erst wachsen."
    Aus diesem Grund haben die acht interessierten Gäste, hauptsächlich aus dem künstlerisch-gestalterischen Gewerbe, bei der Auftaktveranstaltung vereinbart, in Zukunft regelmäßig an jedem ersten Dienstag im Monat zusammenzukommen. Dabei soll der
    Kultur-Freien-Treff weiteren Teilnehmern offen stehen. "Aber wir wollen ebenso eine Professionalisierung unter den Freiberuflern erreichen, weshalb themenbezogene Abende mit entsprechenden Fachleuten geplant sind", beschreibt Adriana Rossi die weiteren Pläne. Dies könne mal ein Vertreter des Künstlerdienstes sein, mal ein Kulturveranstalter, mal ein Ansprechpartner für Steuerfragen oder bei Referent in Sachen Urheberrecht.

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    Freiberufler bündeln Kräfte

    Freiberufler bündeln Kräfte
    Distanz zu schwarzen Schafen - Sicherheit für Auftraggeber

    "Die Wirtschaftsregion Stuttgart hat den Freiberuflern im Kunst-, Kultur- und Medienbereich noch nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt. Wir wollen dies ändern", erklärte Reiner Lohse von der Wirtschaftsförderung des Landkreises anlässlich des ersten Kultur-Freien-Treffs.

    Ob "Event-Designer", PR-Berater, Werbetexter, Grafiker, Unterhaltungskünstler, Musiker, Clown, Fotograf, Journalist, Maler, Restaurator, Bildhauer, Schriftsteller, Übersetzer - sie arbeiten zwar in unterschiedlichen Branchen, doch sind sie alle Freiberufler im Kunst-,
    Kultur- und Medienbereich. Sie haben eine gewisse Schnittmenge an Problemen, die sie betreffen - sie haben aber mindestens ebenso viele gemeinsame Interessen und Ziele. "Eines davon ist, die hiesigen Profis zu bündeln, um zum einen ihre Kompetenzen gegenüber der Öffentlichkeit transparenter zu machen", erläutert Reiner Lohse von der Wirtschaftsförderung (Wif) des Landkreises Göppingen.

    "Zum anderen wollen wir uns von den schwarzen Schafen in unseren Berufen distanzieren und auf diese Weise potenziellen Kunden und Auftraggebern auch ein gewisses Maß an Sicherheit im Preis-Leistungsverhältnis bieten", ergänzt die freie Journalistin und Initiatorin der Zusammenkunft, Adriana Rossi. In lockerer Atmosphäre sollen sich hier deshalb insbesondere die "Einzelkämpfer" gegenseitig kennen lernen und austauschen können. "Aber wir wollen unter dem Motto ,gemeinsame Problemlösungen von Profis für Profis auch eine Professionalisierung unter den Freiberuflern erreichen, weshalb ebenso themenbezogene Veranstaltungen mit entsprechenden Fachleuten geplant sind."

    So stellen sich die Initiatoren vor, dass auch mal ein Vertreter des Künstlerdienstes, mal ein Veranstalter oder ein Ansprechpartner für Steuerfragen, ein Referent in Sachen Selbstvermarktung oder Urheberrecht das Treffen bereichert.

    INFO

    Das nächste Treffen des Kultur-Freien-Treffs ist am 2. August.

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    Umweltschutz hilft auch sparen

    Umweltschutz wird in Ebersbach , Kreis Göppingen, groß geschrieben. Jetzt will sich die Stadt um die Aufnahme in das Landesförderprogramm Ecofit bewerben, das kleineren Betrieben hilft, in Sachen Umweltschutz nachzurüsten.

    Wer in den Umweltschutz investiert, muss gewöhnlich nicht draufzahlen. das zeigten die Erfahrungen in Kommunen, die bereits ähnliche Projekte durchgeführt haben, erklärte Jutta Schnabel, die Wirtschaftsbeauftragte der Stadt. In Esslingen etwa seien pro Betrieb durchschnittlich knapp 20 000 Euro eingespart worden. Noch viel größer sei der Effekt für die Umwelt gewesen. Nach der Umsetzung der Vorschläge seien mehr als eine Million Tonnen weniger Emissionen in die Luft geblasen und 530 Tonnen weniger Müll produziert worden. Außerdem seien die Betriebe mit 26 Millionen Litern weniger Wasser ausgekommen. Sie hofft, dass diese Zahlen auch die Betriebe in Ebersbach überzeugen. Denn wenn das Projekt in Ebersbach starten soll, muss sie mindestens fünf Unternehmen anbieten. Unterstützt wird sie dabei von der Wirtschaftsförderung des Landkreises (WiF). Deren Geschäftsführer, Rainer Lohse, hat zugesagt, bei der Werbung für das Projekt zu helfen.
    Ganz von vorn muss Schabel nicht anfangen. Bei einem Unternehmergespräch im März informierte sie die ortsansässigen Firmen bereits über dieses neue Programm, dessen Förderrichtlinien zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht im detail feststanden. Allerdings sind in dieser Runde viele Branchen gar nicht vertreten, die sich ebenfalls bewerben könnten: Handelsbetriebe etwa oder Seniorenpflegheime und andere Dienstleister. Um möglichst viele Firmen rekrutieren, will Schnabel sie einzeln ansprechen. Die Anmeldefrist endet jedoch bereits am 16. Juli.
    Das Förderprogramm ruht auf mehreren Säulen. So werden die Betriebe in acht Workshops über verschiedene Aspekte des betrieblichen Umweltschutzes informiert. Der thematische Bogen spannt sich dabei von einem sinnvollen Abfallmanagement über Möglichkeiten der Energieeinsparung bis zum sparsamen Einsatz von Wasser. Kernstück ist eine zweitägige Beratung in den Betrieben selbst. Nach einer eingehenden Analyse erarbeiten ein erfahrene Umweltberater und Mitarbeiter einen Maßnahmenkatalog. Am Schluss prüft eine unabhängige Kommission, ob die Ideen erfolgreich umgesetzt wurden.

    Nähere Informationen über Ecofit gibt es bei Jutta Schnabel unter 07163/161-230

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    Wellfit-Tage

    Wellfit-Tage im Badhotel Stauferland wurden gestern eröffnet
    "Boll ist ein Ort der Gesundheit und Tradition"

    "Das Thema Gesundheit wird in Boll groß geschrieben." Das stellte Bürgermeister Hans-Rudi Bührle in seiner Eröffnungsrede bei den Boller Wellfit-Tagen fest. Rund ums Thema Fitness und Gesundheit gibt es am Wochenende im Badhotel Stauferland einiges zu sehen.


    Hans-Ulrich Kauderer vom Badhotel Stauferland ist stolz auf die Verwirklichung seiner Idee von den Wellfit-Tagen: "In Boll gibt es so viele Firmen, die sich mit dem Thema Gesundheit befassen. Bei den Wellfit-Tagen kommt es zum ersten Mal vor, dass wir uns alle präsentieren. Die Boller Firmen sind wie ein Mosaikteppich, dessen Bestandteile alle zusammen wirken müssen."

    Gestern wurden die Wellfit-Tage, die das ganze Wochenende mit Veranstaltungen aufwarten, von Bürgermeister Hans-Rudi Bührle eröffnet.
    "Boll ist ein Ort der Gesundheit und Tradition. Die Wellfit-Tage können sich wirklich sehen lassen", meinte der Schultes. Bührle lobte aber auch das Engagement der Initiatoren und stellte fest: "Im Tourismus muss man nachhaltige Impulse setzen."

    Anerkennung für seine Aktion fand Hans-Ulrich Kauderer auch bei der Wirtschaftsförderung (WIF) der Stadt Göppingen. Im Rahmen des "Projekts Albaufstieg" unterstützt diese die Messe mit ihren 18 Anbietern finanziell.
    Matthias Scholz von der WIF betonte: "Wir möchten den Schwerpunkt Gesundheit auch in Zukunft unterstützen." Die Wellfit-Tage laden das ganze Wochenende ein, sich rund ums Thema Gesundheit, Fitness, Schönheit und Genießen zu informieren. Von Nordic Walking bis zur Ernährungsberatung, von Tai Chi bis zum gesunden Schlaf ist alles dabei: Besucher können bei Vorträgen Neues lernen und dann auch selbst ausprobieren.

    Hans-Rudi Bührle betonte in seiner Eröffnungsrede: "Gesundheit muss man ganzheitlich sehen. Körper und Geist müssen gleichermaßen beachtet werden."
    Gut findet Bührle, dass "solche Themen wie Gesundheit, die in der Gesellschaft einen hohen Stellenwert haben, in Boll zur Sprache kommen".

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    IP für pfiffige Ideen aus Unternehmen

    Kreissparkasse und Wif loben 15 000 Euro aus

    Gemeinsam mit der Kreissparkasse Göppingen schreibt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis (Wif) zum sechsten Mal den Innovationspreis aus. Auch dieses Jahr werden unter den Preisträgern 15 000 Euro vergeben. Belohnt werden innovative Produkte, Verfahren, Dienstleistungen oder Organisationsformen, die zwischen 2003 und 2005 entstanden sind. Teilnehmen dürfen alle Unternehmen im Kreis, die nicht mehr als 500 Mitarbeiter haben. Einsendeschluss ist der 30. September. Über der Preisvergabe entscheidet der Innovationsausschuss, der sich aus dem Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse, Jürgen Hilse, dem Ehrenkurator der Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung, Professor Johann Löhn und Wif-Geschäftsführer Rainer Lohse zusammensetzt.

    INFO

    Anmeldeunterlagen bei der Wif, Robert-Bosch-Straße 6, 73037 Göppingen.
    Weitere Auskünfte unter Telefon: (07161)/ 5023-585. Infos im Internet unter http://www.wif-gp.de

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    Tüftlerpreis ausgelobt

    Unternehmen sind gefordert

    GÖPPINGEN. Zum sechsten Mal schreibt der Landkreis Göppingen den Innovationspreis aus. Kleine und mittelständische Unternehmen werden mit dem Preis für neue Erfindungen gefördert. Der Bewerbungsschluss ist am 30. September.

    Die Tüftlerdichte im Landkreis Göppingen ist verhältnismäßig groß. Das Filstal ist geprägt von kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Industrie und Handwerk, die vor allem mit ihrer Innovationsfreude und hohen technologischen Standards zur Wettbewerbsfähigkeit des Kreises beitragen. Der Innovationspreis, der nun zum sechsten Mal ausgeschrieben wird, hat sich dabei dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung im Kreis, Reiner Lohse, zufolge zu einem wichtigen Förderinstrument entwickelt.

    Die Bandbreite der Marktneuheiten, die in der Vergangenheit im Landkreis entwickelt wurden, ist groß. Ob es sich nun um neue Steuerungen für Heizungsbrenner handelt, eine wieder entfernbare bombenfeste Halterung ohne Bohrlöcher für Badezimmer oder eine Software, die dem Zahnarzt einen schnelleren Zugriff und Vergleich der Patientendaten ermöglicht, in den vergangenen Jahren wurden mit dem Innovationspreis immer wieder Entwicklungen ausgezeichnet, die den Unternehmen neue Umsätze garantieren und auch Arbeitsplätze in den Unternehmen sichern.

    Der Preis, den die Kreissparkasse und die Wirtschaftsförderung des Landkreises gemeinsam ausschreiben, ist insgesamt mit 15.000 Euro dotiert. Teilnahmeberechtigt sind alle Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern, die im Landkreis Göppingen firmieren. Die eingereichten Produkte, Verfahren oder Organisationsformen und Dienstleistungen sollen zwischen 2003 und 2005 entstanden sein und müssen in der Praxis umgesetzt oder marktfähig sein. Eine Innovation gilt dann als marktfähig, wenn sie bereits verwertet wird oder kurz vor der Markteinführung steht. Neben Unternehmen aus den gewachsenen Industrien sind diesmal besonders Vertreter aus dem Zukunftsmarkt Gesundheit zur Teilnahme eingeladen.

    Die Preisträger werden vom Innovationsausschuss ermittelt, dem der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Jürgen Hilse, der Ehrenkurator der Steinbeisstiftung Johann Löhn und der Wirtschaftsförderer des Landkreises angehören. Die Preisvergabe erfolgt am 23. Januar des kommenden Jahres.

    Für weitere Informationen steht Reiner Lohse (Telefonnummer: 07161/5023-585, Fax: 07161/5023-581, Email: wif@wif-gp.de) zur Verfügung. Bewerbungsbögen können bei der WiF (Robert-Bosch-Straße 6, 73037 Göppingen) angefordert oder auch im Internet von der Seite www.innovationspreis-gp.de heruntergeladen werden.

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    Maschinenbautage nehmen Gestalt an

    Infoveranstaltung auf Filseck

    Schloss Filseck könnte der Geburtsort der ersten Göppinger Maschinenbautage
    sein: Knapp 20 Firmen halten viel von der Idee, ihre Hausmessen auf einer gemeinsamen Plattform zu bündeln. Sie einigten sich bereits auf einen
    Termin: die letzte Woche im Oktober.

    Im Moser-Saal von Schloss Filseck in Uhingen begrüßten die Initiatoren der Maschinenbautage, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen (WiF) und der Verbund "Messemacher - das Netzwerk", ihre Gäste:
    Firmenchefs und Vertreter von mittelständischen Maschinenbaufirmen und Zulieferbetrieben. "Offenbach zehrt vom Leder, Pforzheim glänzt durch Schmuck, Pirmasens läuft gut mit Schuhen, Nürnberg nährt sich vom Lebkuchen und Göppingen hat seinen Maschinenbau", so Wolfgang Klein vom Messemacher-Netzwerk in seinem Vortrag. Den Maschinenbau nach außen besser darzustellen, Kontakte zu pflegen und neue zu schaffen, Geschäftsbeziehungen anzubahnen und etwas für das Firmenimage zu tun, darum gehe es bei den ersten Maschinenbautagen.

    Als gemeinsame Plattform wurde die Fachhochschule (FH) Göppingen gewählt.
    Deren Dekan befand sich ebenfalls auf Filseck: Professor Rainer Würslin will den Teilnehmer seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellen und die mehrtägige Veranstaltung durch Vorträge über Zukunftstechnologien anreichern. Die Maschinenbautage richten sich an Einkäufer und Kunden der Unternehmen. Die Firmen laden ihr Publikum ein, welches dann von der FH per Messe-Shuttle oder mit dem Auto zu den einzelnen Messestandorten transportiert wird. Die Veranstalter wollen die Messe auch überregional vermarkten, wie der Geschäftsführer der WiF, Reiner Lohse, versprach.
    Außerdem will man den Messegästen zeigen, was Göppingen und der Landkreis außer Maschinenbau sonst noch zu bieten hat. Geplant ist ein Paket aus Stadtbummel, Besichtigungen, Wellness und kulinarischen Genüssen.

    Die Mehrheit der Firmenvertreter sieht die gemeinsamen Hausmessen als Chance. Sehr groß ist die Resonanz auf die Maschinenbautage bei den kleinen und mittelgroßen Unternehmen, bestätigt Lohse. Der WiF-Geschäftsführer:
    "Aber auch etliche der größeren Unternehmen, die bereits selbst Hausmessen veranstalten, haben unser Ansinnen erkannt und stehen voll hinter der Idee."

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    Göppinger Maschinenbautage

    Messemacher planen Kette von Ausstellungen

    Mit Maschinenbau Profil zeigen

    Netzwerk will mit einwöchiger Aktion im Herbst interessiertes Publikum finden

    Ehrgeizige Pläne im Landkreis: Dort sollen im Herbst die ersten Göppinger Maschinenbautage stattfinden. Verschiedene Firmen werden ihre Hausmessen innerhalb einer Woche bündeln und sich so einem größeren Fachpublikum vorstellen.


    Den Firmen eine Plattform bieten und die traditionelle Stärke des Kreises im Maschinenbau stärker hervorheben, sind die Ziele der Veranstalter, das Netzwerk Messemacher. Mehrere Tage lang werden verschiedene Unternehmen ihre Türen für Einkäufer und Kunden öffnen. Der Besucher wird über ein zentrales Fachforum in der Göppinger Fachhochschule und einen Shuttle-Service zu den Unternehmen gelenkt, erklärt Joachim Reisinger das Konzept.

    Der Vorstand des Messemacher-Netzwerks stellt einen allgemeinen Trend zu Hausmessen fest: "Die verschiedenen Leistungen lassen sich am eigenen Standort mit Know-how und geschultem Personal noch besser präsentieren."
    Allerdings werde durch die vielen Einzelveranstaltungen die Branche manchmal überstrapaziert als gezielt informiert - die Terminkalender platzen.

    "Besser ist es, mit einem soliden Budget für eine zentrale Messe die Kräfte zu einer rundum gelungenen Präsentation zu bündeln", betont Reisinger.
    Jedes teilnehmende Unternehmen kann von der Anziehungskraft der anderen Teilnehmer der Göppinger Maschinenbautage profitieren. "Die Wahrscheinlichkeit, dass mehr Kunden und Neukunden zur Hausmesse anreisen, wächst damit deutlich". Besonders kleine und mittlere Unternehmen, deren Werbebudget nicht so üppig ist, haben davon einen Nutzen. "Durch die zentrale Organisation und die gemeinsame Vermarktung sparen sie bares Geld", so Reisinger. Auf der anderen Seite können sich Einkäufer und Kunden einen viel besseren Überblick über die Branchen und die einzelnen Produkte verschaffen.

    Die Fachmesse soll nach Angaben der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wif) sowohl Informations- wie auch Kongresscharakter haben. Im zentralen Forum in der Fachhochschule bekommen die Besucher an Infoständen einen ersten Überblick über das Leistungsangebot der einzelnen Firmen. Gleichzeitig werden im Rahmen eines Vortragsprogramms neue Technologien und innovative Fertigungsverfahren vorgestellt.

    So wie das Automobil für Stuttgart und der Schmuck für Pforzheim ist der Maschinenbau mit verschiedensten Unternehmen, Händlern und Zulieferbetrieben ein Markenzeichen für den Landkreis Göppingen. "Diesen Schwerpunkt wollen wir hervorheben", betont Matthias Scholz von der Wif.
    Damit möglichst viele Firmen teilnehmen, haben die Veranstalter ein Leistungspaket geschnürt. Im Forum der Fachhochschule können Infostände mit der Möglichkeit zur Multimedia-Dokumentation und Vortragszeiten gebucht werden. Das Messemacher-Netzwerk bietet den Firmen Präsentationen an und gestaltet auf Wunsch auch die komplette Hausmesse. Um die weiteren Schritte zu planen, treffen sich die interessierten Unternehmen am 12. Mai, um 19 Uhr, auf Schloss Filseck. Der Kreis für weitere Firmen ist offen.

    INFO

    Interessierte Unternehmen können sich unter Telefon: (0 71 61) 50 23 586 bei der Wirtschaftsförderung informieren. Online-Info:
    http://www.messe-macher.net

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    Göppinger Maschinenbautage (SZ)

    Eine Branche soll ihre Kräfte bündeln

    Ehrgeizige Pläne im Landkreis: im Herbst finden die ersten "Göppinger Maschinenbautage" statt

    Die Maschinenbau-Branche prägt den Kreis Göppingen. Allen Unkenrufen zum Trotz, die Branche hängt durch, rüsten die Unternehmen jetzt mit den ersten "Göppinger Maschinenbautagen" zum Aufschwung.


    Verschiedene Firmen wollen im Herbst ihre Hausmesse innerhalb einer Woche bündeln und sich so im Rahmen der neu geschaffenen "Göppinger Maschinenbautage" einem größeren Fachpublikum vorstellen. Veranstalter sind die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Göppingens (WiF) und der Verbund "Messemacher - das Netzwerk". Das Netzwerk besteht aus Unternehmen aus dem Landkreis, die die unterschiedlichsten Dienstleistungen rund um den Messebetrieb anbieten und sich ursprünglich unter dem Dach der WiF zusammengefunden hatten. Die Ziele der Maschinenbautage sind, den Firmen eine Plattform zu bieten und die traditionelle Stärke des Kreises im Maschinenbau stärker hervorzuheben.

    Mehrere Tage lang sollen im Herbst verschiedene Unternehmen ihre Türen für Einkäufer und Kunden öffnen. Der Besucherverkehr werde über ein zentrales Fachforum in der Göppinger Fachhochschule und einen Shuttle-Service zu den Unternehmen gelenkt, erklärt Joachim Reisinger das Konzept.

    Der Vorstand des Messemacher-Netzwerkes, hat einen allgemeinen Trend zu Hausmessen festgestellt. "Die verschiedenen Leistungen lassen sich am eigenen Standort mit Know-how und geschultem Personal noch besser präsentieren als auf großen Messen", erklärt er. Allerdings werde durch die vielen Einzelveranstaltungen die Branche manchmal eher überstrapaziert als gezielt informiert. "So platzen schnell die Terminkalender der Interessenten", sagt Reisinger.

    "Wozu Geld in viele zusammenhangslose Einzelaktivitäten stecken?", fragt Reisinger. Besser sei es, mit einem soliden Budget für eine zentrale Messe die Kräfte zu einer gelungenen Präsentation zu bündeln, sagt er. Jedes teilnehmende Unternehmen könne von der Anziehungskraft der anderen Teilnehmer der Göppinger Maschinenbautage profitieren. "Die Wahrscheinlichkeit, dass mehr Kunden und Neukunden zur Hausmesse anreisen, wächst damit deutlich", befindet der Vorstand des Messemacher-Netzwerks.

    Besonders kleine und mittlere Unternehmen, deren Werbebudget nicht üppig sei, profitierten davon. "Durch die zentrale Organisation und die gemeinsame Vermarktung sparen sie bares Geld", sagt Reisinger. Auf der anderen Seite könnten sich Einkäufer und Kunden einen viel besseren Überblick über die Branche, die Firmen und die einzelnen Produkte verschaffen.

    Die Fachmesse soll nach Angaben der WiF sowohl einen Informations- als auch einen Kongresscharakter haben, also das klassische Messegeschäft abdecken. Im zentralen Forum in der Fachhochschule bekommen die Besucher an Informationsständen einen Überblick über das Angebot der einzelnen Firmen. Gleichzeitig werden in einem Vortragsprogramm, zu dem die beteiligten Unternehmen auch aus eigener Kraft beitragen können, neu Technologien und innovative Fertigungsverfahren vorgestellt.

    So wie das Automobil für Stuttgart und der Schmuck für Pforzheim sei der Maschinenbau mit verschiedensten Unternehmen, Händlern und Zulieferbetrieben ein Markenzeichen für den Landkreis Göppingen, erklärt Matthias Scholz von der Wirtschaftsförderung des Landkreises. "Diesen Schwerpunkt wollen wir hervorheben", betont er. Die Maschinenbautage seien eine große Chance für den gesamten Landkreis.

    Der Termin steht noch nicht endgültig fest. Anvisiert sind die Maschinenbautage für Oktober oder November. Das Interesse an der Beteiligung ist schon jetzt groß. Rund 25 Unternehmen wollen der WiF zufolge an den Maschinenbautagen teilnehmen.

    INFO

    Um die weiteren Schritte zu planen, treffen dich die interessierten Unternehmen am 12. Mai um 19 Uhr auf Schloss Filseck. Der Kreis für weitere Firmen ist offen. Interessierte Unternehmen können sich unter 07161/5023586 bei der WiF informieren.
    (Online Infos: www.messe-macher.net)

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    Innovationspreis des LK

    Innovationspreis des Landkreises Göppingen
    Oskars, Preise und Awards wie etwa der Innovationspreis des Landkreises Göppingen sind beim Mittelstand beliebt. Neben dem Ansehen winken den Siegern oft ordentliche Preisgelder. Das Beispiel Göppingen zeigt: gerade kleine Betriebe können bei einem Wettbewerb auf ihre Produktideen, Verfahren oder Dienstleistungen aufmerksam machen. Initiatoren und Preisträger des jüngsten Göppinger Innovationspreises sind: Professor Hans-Jörg Bullinger, Jürgen Hilse, Kreissparkasse Göppingen, Horst Zwicker, Preisträger, Reiner Lohse, Wirtschaftsförderer und Franz Weber, Göppinger Landrat.

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    Die Ausgangssituation

    Neues Projekt im Landkreis Göppingen - Messe "Göppinger Genuss" im Uditorium in Uhingen

    In den letzten Jahren gewinnt der Begriff Gesundheit und seine nachhaltige Sicherung u.a. durch gesunde und lokal hergestellte Ernährungsprodukte, immer mehr an Bedeutung. Für eine gesunde Ernährung ist insbesondere die Qualität der Ausgangsprodukte, aber auch die der Weiterverarbeitung ein entscheidender Faktor. Diese Tatsache ist spätestens seit den Lebensmittelskandalen um BSE und Tierfutter in das Bewusstsein der Gesellschaft gerückt. Allerspätestens seit diesen Vorfällen achtet die Bevölkerung auf die Herkunft der Lebensmittel sowie auf ökologischen Anbau und artgerechte Tierhaltung.

    Der Anstoß

    Der Landkreis Göppingen verfügt über ein reichhaltiges Angebot an unterschiedlichsten Erzeugern von biologischen Produkten, gastronomischen Einrichtungen sowie weiteren, vielfältigsten Produkten zum Genießen und Schlemmen.

    Über 150 Unternehmen im Landkreis und der unmittelbaren Umgebung produzieren Lebensmittel. Hinzu kommen noch jene Organisationen und Verbände, die sich direkt oder indirekt im Umfeld von Essen und Trinken beschäftigt sehen. Dieser bedeutende Wirtschaftsfaktor war Grund genug, für die Organisatoren des "Göppinger Genuss", diesen Firmen eine neue Plattform zu geben, ihre hochwertigen Produkt zu präsentieren und zu vermarkten.

    Die Umsetzung

    Zum ersten Mal wurde nun in diesem Sinne eine völlig neue Themenmesse für den Landkreis organisiert. Unter dem Namen "Göppinger Genuss", etablierte sich eine neue Messe im Landkreis, die am 6.-7. November 2004 erstmals im neuen Uditorium in Uhingen ihre Pforten öffnete.

    Die Durchführung

    Die Besucher wurden von über 30 verschiedenen Ausstellern empfangen und eingeladen ihre regionaltypischen Produkte zum Essen und Trinken zu versuchen. Neben kulinarischen Gaumenfreuden wurden die Gäste auch mit wichtigen Informationen und Vorführungen an den Ständen versorgt. Wer sich allerdings mit kleinen Kostroben nicht zufrieden geben wollte, konnte im "Genussgarten" platz nehmen und sich ein mehrgängiges Menü schmecken lassen. Auch im Messecafé waren Sie herzlich Willkommen, sich bei Live Musik mit Kaffee und Kuchen verwöhnen zu lassen.

    Darüber hinaus hatten die Besucher auch die Gelegenheit Accessoires für das nötige Ambiente einer schön gedeckten Tafel, sowie edle Kochwerkzeuge zu bewundern und zu kaufen.

    Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein umfangreiches Rahmenprogramm: An einer Schauküche wurden Kochvorführungen durch lokale Bürgermeister, Kinderköche sowie vielen weiteren Könnern dargeboten. Für die "Kleinen" wurde ein professionelles Kinderbetreuungsprogramm angeboten. In den Seminarräumlichkeiten wurden Kurzvorträge und eine Diaschau vorgeführt. Eine Fotoausstellung sowie die Exponate des Fotowettbewerbes des "Göppinger Genuss" konnten besichtigt werden. Und man hatte sogar die Möglichkeit die 1.Schwäbische Apfelweinkönigin persönlich kennen zu lernen.

    Das Resultat

    Für die Veranstalter, aber auch für die Aussteller war die "Genussmesse" ein voller Erfolg. Insgesamt konnten an beiden Messetagen über 3000 Besucher begrüßt werden, die den Ausstellern gute Kontakte und Verkaufsgespräche einbrachten. Für den Veranstalter, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen (WiF), war schnell klar im Jahre 2005 eine Neuauflage der "Göppinger Genuss"- Messe zu organisieren.

    Die Nachbearbeitung

    Im Nachgang an die Veranstaltung trafen sich die Aussteller 14 Tage später zur Messenachlese. Ein reger Austausch von Verbesserungsvorschlägen und Eindrücken über die Messe fand statt, der fließend überging, zur Konzeption der nächsten "Göppinger Genuss" Messe. Einig war man sich darüber, dass das Messekonzept positiv aufgenommen wurde und seiner Wiederholung im Jahr 2005 nichts im Wege steht.

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    Messe findet 2005 wieder statt

    Organisationsteam bleibt dem "Uditorium" treu - Goldmann: Imagegewinn für Stadt

    Die Regionalmesse "Göppinger Genuss" erfährt 2005 eine Neuauflage. Darauf verständigten sich die Aussteller bei ihrem Treffen mit den Organisatoren der Messe, die Anfang November zwei Tage lang rund 3000 Besucher ins "Uditorium" nach Uhingen gezogen hatte.

    KREIS GÖPPINGEN

    Der "Göppinger Genuss" hat die Erwartungen der Aussteller bei weitem übertroffen. Durchweg zufriedene Gesichter gab es bei der Messenachlese, zu der die Organisatoren der Verbraucherschau eingeladen hatten. Nicht nur vom Ansturm waren die Aussteller der zweitägigen Messe angetan, auch das große Beratungsbedürfnis der Besucher freute die Produzenten regionaler Produkte.
    Großes Lob zollten sie den Organisatoren der Messe um Reiner Lohse von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wif), Bettina Schiller von der gleichnamigen Werbeagentur in Rechberghausen und NWZ-Redaktionsleiter Rüdiger Gramsch. Die wiederum bedankten sich bei der Stadt Uhingen für die große Unterstützung bei Vorbereitung und Durchführung der Messe im neuen "Uditorium".

    Trotz des Erfolges musste Reiner Lohse von einem, wenn auch kleinen Loch in der Kasse berichten. Dieses wäre größer ausgefallen, hätte die EU das Projekt nicht großzügig gefördert. Ob es für 2005 erneut Mittel aus dem EU-Topf gibt, sei fraglich.

    Das Angebot der Organisatoren, die Messe 2005 zu wiederholen, um sie im Landkreis fest zu etablieren, fand ungeachtet dessen die einhellige Unterstützung der Aussteller. Danach soll der "Göppinger Genuss" im Zwei-Jahres-Turnus stattfinden. Die Idee, die Messe auf einen dritten Tag auszuweiten, fand Zustimmung. Der "Göppinger Genuss" 2005 soll demnach am Freitag, 4. November, mittags beginnen. Dafür wollen die Aussteller die Messestände bis 22 Uhr offen halten. Am Messewochenende 5./6. November soll es bei den Öffnungszeiten von10 bis 18 Uhr bleiben.

    Ideen für die zweite Ausstellung gibt es genug. Ein neues Schwerpunktthema
    " in diesem Jahr drehte sich alles um den Apfel - soll der Messe zusätzlichen Schub geben. Auch neue Aussteller sind willkommen. Stärker als bei der Messe-Premiere, sollen gastronomische Betriebe mit regionaler Küche ausstellen, zum Beispiel über einen Wettbewerb "Der gedeckte Tisch".

    Aus den Erfahrungen der ersten Messe, soll bei einer Neuauflage der Bereich des Messecafés großzügiger gestaltet werden. Dieses Angebot wurde von den Besuchern weitaus stärker angenommen, als von den Organisatoren gedacht.

    Beibehalten will man das Vortragsprogramm, das in das neue Schwerpunktthema eingebettet werden soll. Auch Kochvorführungen soll es wieder geben. Einen Akzent will man auf gesunde Ernährung und Biokost setzen. Damit sollen vor allem 30- bis 50-Jährige animiert werden, sich auf dem "Göppinger Genuss"
    zu informieren.

    Ein Dankeschön an Aussteller und Organisatoren des "Göppinger Genuss" sagte bei der Messenachlese Uhingens Hauptamtsleiter Reinhard Goldmann. Es sei für die Stadt wichtig gewesen, eine Messe kurz nach der Eröffnung des "Uditoriums" durchzuführen, um Erfahrungen für den Hallenbetrieb sammeln zu können. Goldmann freute sich, dass es einen zweiten "Göppinger Genuss" in Uhingen geben soll. "Das ist für unsere Stadt und unser Image sehr wichtig."

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    Göppinger Genuss 04

    Schlürfen und Kauen macht Besuchern großen Spaß
    Der Kreis Göppingen hat in Sachen Nahrungsmittel einiges zu bieten. Bekannt scheint dies allerdings nur bei den Anbietern selbst und Kennern der Szene zu sein. Damit sich dies ändert, gab es am Wochenende in Uhingen die Messe "Göppinger Genuss".

    "Genießen, schmecken, probieren, schlemmen" - so lautete das Motto einer Premiere im so genannten Uditorium. Mehr als 30 Anbieter aus dem Kreis Göppingen und der näheren Region präsentierten in der neuen Stadthalle ihre Produkte."Anfangs mußten wir mit Engelszungen reden, daß jemand mitmacht", sagt Reiner Lohse, Wirtschaftsförderer des Landkreises. Doch jetzt seien alle Zweifel ausgeräumt. Denn bereits nach dem ersten Messetag seien alle Anbieter sehr zufrieden gewesen, denn immerhin 2500 Menschen haben laut Lohse die Messepremiere besucht.
    Seit fast einem Jahr war der Wirtschaftsförderer unterwegs gewesen, um Anbieter von Ausgangsprodukten wie Äpfel oder Kartoffeln für die Genussmesse zu begeistern, aber auch Verkäufer veredelter Nahrungsmittel wie Säfte, Schnäpse und auch Eis. Lohse landete einen Treffer. " Zwei oder drei Stände hätten wir im Uditorium noch mehr unterbringen können", berichtet er. Mehr wäre nicht mehr gegangen.
    Ganz wichtig an den beiden Tagen: Die Produkte stammen aus eigener Erzeugung, und die Maschinen werden im Kreis Göppingen hergestellt und eingesetzt, um die Rohstoffe weiterzuveredeln. So stellte die Destillerie und Obstweinkellerei Kaiser aus Salach eine Apparatur aus, mit der sich Schnäpse aller Art herstellen lassen. Egal, ob Birne, Pflaume, Erdbeere oder Quitte - in Salach wird Edles daraus destilliert. Überraschendes stellte der Bergfeldhof aus Börtlingen vor: Bauernhofeis. Keine künstlichen Aromen, Farbstoffe, Bindemittel oder Konservierungsstoffe. Und Sorbet gibt es dort auch zu haben, das natürlich aus echten Früchten hergestellt wird. 40 bis 50 verschiedene Apfelsorten lockten die Besucher ins Obergeschoss des Uditoriums. Dort gab es umfangreiche Informationen zum Thema Streuobst, dem Schwerpunkt der Messepremiere.
    Die Organisatoren wollen das Angebot an Vorträgen ausbauen. "Rund um den Apfel" ging es in diesem Jahr. "Kurz nach dem Ende sind wir angesprochen worden, ob wir in diesem Bereich nicht mehr tun könnten", sagt Lohse. Sein Fazit des Auftaktes: "Die Menschen wollen einen Gesamtüberblick über das Angebot im Landkreis. Wichtig ist ihnen aber auch, intensive Informationen in den verschiedenen Produktgruppen."
    Dem Anlass angemessen war die Preisverleihung, die Jochen Reutter, Bürgermeister von Hattenhofen, vornahm. Er verlieh im Namen des Vereins Lebensgemeinschaft Streuobstwiesen im Albvorland den Preis zum Erhalt des Streuobstbaus. Sieger des mit insgesamt 3000 € dotierten Preises wurde der Förderverein Göppinger Apfelsaft. Dieser stehe auf verschiedenen Säulen, so Reutter. Es gebe Schnittkurse, Apfelsaft, aber auch Essig werde hergestellt. Außerdem mache der Verein umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit für das Streuobst. 100 € war dies der Jury wert.

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    Erwartungen weit übertroffen

    Erwartungen weit übertroffen
    Veranstalter und Aussteller sind zufrieden - Neuauflage fürs Jahr 2005 geplant

    Einen derartigen Ansturm hatte nicht einmal der Veranstalter erwartet. Die Messe "Göppinger Genuss" im Uhinger Uditorium lockte am Samstag und Sonntag fast 3000 Besucher an. Jetzt weiß Reiner Lohse: Ein solches Ereignis war längst überfällig.

    EDGAR HÄLBICH

    UHINGEN

    "Unser Konzept einer Fachmesse ist aufgegangen", freute sich Reiner Lohse gestern Nachmittag. Der Veranstalter des "Göppinger Genuss" und seine Kollegen hätten sich aber niemals erträumt, dass die Messe sich als derart populär erweisen sollte. "Bei 1800 Gästen wäre ich schon zufrieden gewesen.
    Was hier passiert ist, stellt all unsere Erwartungen in den Schatten."


    Für Lohse und die rund 30 Aussteller aus dem gastronomischen und kulinarischen Gewerbe hat sich damit bestätigt: Mit Qualität kann man auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten das Publikum überzeugen. "Das liegt aber mit Sicherheit auch daran, dass wir nichts dem Zufall überlassen haben." So wurden im Vorfeld der Veranstaltung gleich drei Ausstellergespräche auf Schloss Filseck einberufen. Und noch bevor das Uditorium überhaupt offiziell eröffnet wurde, konnten die Aussteller zusammen mit den Organisatoren eine Ortsbesichtigung vornehmen.


    Natürlich sei es nicht einfach gewesen, die stattliche Zahl von Ausstellern zu gewinnen. "Wir mussten mächtig für das Konzept werben", blickt Lohse auf viele Monate harter Arbeit zurück. Als sich dann aber schließlich abzuzeichnen begann, dass dies hier eben kein besserer Wochenmarkt, sondern eine qualitativ hochwertige Veranstaltung werden würde, sei das Eis geschmolzen. "Letzten Endes haben alle Aussteller hervorragend mitgezogen und die Veranstaltung zu dem gemacht, was sie ist: eine anspruchsvolle Messe. Klein, aber fein." Alle Beteiligten seien sich darüber im Klaren gewesen, "dass es hier im wahrsten Sinne des Wortes um die Wurst ging", sagt Lohse. Wäre die erste Auflage der kulinarischen Messe ein Flop geworden - man hätte das Konzept für immer begraben können.


    Zum Bersten gefüllt


    Viel mehr Besucher, als am Wochenende kamen, hätte der "Göppinger Genuss"
    nicht vertragen. Gestern Mittag, beim Schaukochen der Bürgermeister von Hattenhofen und Süßen, war das Uditorium zum Bersten gefüllt. Vor allem dort, wo es etwas umsonst zum Kosten gab, drängten sich die Besucher in dichten Trauben. "Wenn wir auch nur zehn Aussteller mehr gehabt hätten, wäre es problematisch geworden", räumte Lohse ein. Hier müsse man sich für die Zukunft etwas einfallen lassen. "Bei sommerlicher Witterung hätten wir allenfalls noch die Dachterrasse nutzen können. Ein Zelt mit Ausstellungsständen aufzubauen, wäre schon wieder problematisch geworden.
    So etwas hätte einfach nicht zum hohen Niveau von Glasfassade und Parkettboden gepasst."


    Nicht nur Lohse, auch die Aussteller selbst waren überwiegend zufrieden über den Verlauf der Auftaktveranstaltung. "Wir haben eigentlich einen ganz guten Umsatz zu verbuchen", sagte die Betreiberin eines Standes, an dem Molkereiprodukte angeboten wurden.


    Auch 2005 wird es nach Angaben des Veranstalters die Genussmesse geben.
    "Aber wird müssen das Konzept ständig weiterentwickeln", gab Lohse die Richtung für künftige Genussmessen vor. "Sobald man dies nicht mehr tut, ist es das Ende der Veranstaltung. Das haben wir anhand vieler anderer Messen erkennen können." Konkret heißt dies: Der Schwerpunkt der Ausstellung soll jedes Jahr verlegt werden, um dem Besucher immer wieder etwas Neues, Aufregendes zu bieten.


    NWZ-Extra: Göppinger Genuss

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    Neue Messe mit Obstwein-Probe eröffnet

    Mit einer festlichen Obstweinprobe wurde gestern Abend im Uhinger "Uditorium" der "Göppinger Genuss" eröffnet. Die Regionalmesse, auf der rund 40 Aussteller vertreten sind, informiert heute und morgen über Lebensmittel aus der Region.

    KREIS GÖPPINGEN

    Prominenz aus Wirtschaft und Politik war gestern Abend im "Uditorium" in Uhingen zur Eröffnung der ersten Regionalmesse "Göppinger Genuss" gekommen.
    Die Messemacher hatten statt einer herkömmlichen Feier eine festliche Obstweinprobe organisiert. Prominenteste Wein-Tester: Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt, die Landtagsabgeordneten Frieder Birzele und Dietrich Birk, Landrats-Stellvertreter Ulrich Majocco, Geislingens Oberbürgermeister Wolfgang Amann und Uhingens Bürgermeister Klaus Walter. Mit Unterstützung der zuvor offiziell inthronisierten ersten schwäbischen Apfelweinkönigin Sabine Kaiser und Prinzessin Katrin Läpple führten Günter Röhrig von der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Obst- und Weinbau in Weinsberg und Jörg Geiger von der gleichnamigen Manufaktur in Schlat durch die Obstweinprobe.

    Zuvor hatte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (Wif), Reiner Lohse, für die Messemacher die Ausstellung eröffnet. Es gehe bei dieser Veranstaltung nicht nur um das Thema Obstwein.
    Vielmehr solle der "Göppinger Genuss" eine Plattform für Unternehmen aus dem Landkreis sein, um die Regionalität, Natürlichkeit und die Nachhaltigkeit im Lebensmittelanbau und in der Herstellung zu zeigen. Das Angebot richte sich nicht nur an Endverbraucher, sondern auch an Gastronomie und Handel. Lohse dankte allen, die bei der Realisierung der Messe mitgeholfen haben, stellvertretend Projektleiter Matthias Scholz von der Wif. Uhingens Bürgermeister Klaus Walter unterstrich die Bedeutung der neuen Regionalmesse für den Kreis und die Stadt Uhingen. Die Ausstellung trage mit dazu bei, das neue "Uditorium" mit Leben zu erfüllen.

    NWZ-Extra: Göppinger Genuss

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    Heimische Spezialitäten entdecken

    Rund 40 Aussteller informieren an diesem Wochenende im "Uditorium

    Wer Essen und Trinken genießen will, der findet die richtigen Zutaten quasi vor der Haustür. Die Regionalmesse "Göppinger Genuss", die erstmals heute und morgen im Uhinger "Uditorium" stattfindet, informiert über Lebensmittel aus dem Landkreis und über das was zum Genießen dazugehört.

    KREIS GÖPPINGEN

    Die neue Regionalmesse "Göppinger Genuss" birgt für die Macher ein gewisses Wagnis. Interessieren sich die Menschen im Zeitalter von Fast-Food und industrieller Massenproduktion von Billig-Lebensmitteln für regional produzierte Produkte? Die rund 40 Aussteller, die heute und morgen im Uhinger "Uditorium" Essen und Trinken aus der Region präsentieren, hoffen auf reges Besucherinteresse.

    Die Vielfalt der Lebensmittel, die im Landkreis hergestellt werden, kann sich durchaus sehen lassen: Backwaren, Milch-, Käsespezialitäten, Obst und Gemüse, Fleisch- und Wurstspezialitäten, Kuchen und Eis werden ebenso angeboten wie Mineralwasser, Säfte, Spirituosen oder eben Obstweine.
    Letztere gaben übrigens die Initialzündung für die neue Messe, die nach Wunsch ihrer Macher - Reiner Lohse von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis, Bettina Schiller von der gleichnamigen Werbeagentur in Rechberghausen und dem Journalisten Rüdiger Gramsch - keine Eintagsfliege bleiben soll. Als Landrat Franz Weber zusammen mit vier Produzenten im Landkreis die Obstwein-Offensive startete, war das für die Messeorganisatoren Grund genug, die Natürlichkeit und Nachhaltigkeit beim Lebensmittelanbau in den Vordergrund zu rücken.

    In der Stadt Uhingen fand das Messe-Team einen wichtigen Partner, der das Vorhaben von Anfang an tatkräftig unterstützte und für die Ausstellung das neu erbaute "Uditorium" anbot. Die neue Halle im Zentrum von Uhingen bietet nun den Rahmen der Regionalmesse, bei der die Besucher sich nicht nur informieren lassen, sondern an den verschiedenen Ständen auch Versucherle kosten können.

    Darüberhinaus gibt es mit dem "Genussgarten" ein Messerestaurant - geführt vom Boller Badhotel Stauferland - in dem regionale Spezialitäten zu schmackhaften Menüs zusammengestellt werden. Aber es dreht sich nicht nur alles um Essen und Trinken. Auch ein ansprechendes Ambiente gehört dazu:
    Hier geben einige Aussteller Anregungen für hübsch gedeckte Tische und zeigen entsprechende Accessoires. Informationen über Haushaltsgeräte- und -maschinen runden das Angebot des "Göppinger Genuss" ebenso ab, wie ein abwechslungsreiches und attraktives Begleitprogramm.

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    Allerlei Genüsse aus der Region

    "Genießen, schmecken, probieren, schlemmen" lautet das Motto am Wochenende im Uditorium in Uhingen, Kreis Göppingen. Dort wird die erste Messe "Göppinger Genuss" eröffnet, die regionale Spezialitäten in den Mittelpunkt rückt.

    Die Wirtschaftsförderung des Landkreises will mit diesem ersten "Göppinger Genuss" dazu beitragen, dass sich die Verbraucher zurückbesinnen auf die regionale Herkunft, die Natürlichkeit und Nachhaltigkeit bei der Lebensmittelproduktion. Deshalb bietet sie den Herstellern und Händlern aus dem Kreis diese Plattform. Mehr als dreißig Aussteller wurden für dieses erste Mal gewonnen. Sie gestatten einen Blick hinter die Kulissen und bieten Kostproben der verschiedensten regionalen Spezialitäten an. Die Palette reicht von Brot, Wurst und Käse über Obst, Gemüse, Kuchen bis hin zu Weinen oder Spirituosen. Außerdem gibt es an beiden Tagen Kochvorführungen in einer großen rotierenden Schauküche. Durch einen so genannten Genussgarten können sich die Besucher regelrecht "hindurchschlemmen".
    Bei den Vorträgen und Diaschauen an beiden Tagen ist das Thema Streuobst ein Schwerpunkt. Zum Auftakt am Samstag gibt es um 11 Uhr einen Vortrag über den Apfel. Ferner werden zwei Dia-Überblendschauen zum Thema gezeigt. Um 15 Uhr werden die Sieger eines Fotowettbewerbs "Rund um den Obstbaum" gekürt. Auch am Sonntag steht der Apfel im Mittelpunkt. Um 11 Uhr verleiht Hattenhofens Bürgermeister Jochen Reutter im Namen des Vereins Lebensgemeinschaft Streuobstwiesen im Albvorland den Preis zur Erhaltung des Streuobstes, der in diesem Jahr zum ersten Mal ausgelobt wurde.
    Um 12 Uhr stellen sich Reutter und sein Uhinger Kollege Klaus Walter hinter den Herd und kochen. Mit von der Partie ist auch die erste Apfelweinkönigin Sabine I. Auf Initiative von der Landrat Franz Weber, der auch Schirmherr der Regionalmesse ist, erfolgte bekanntlich in diesem Jahr die Markteinführung des schwäbischen Apfelweins.

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    Heimische Spezialitäten

    Heimische Spezialitäten
    Am Wochenende findet zum ersten Mal die Messe "Göppinger Genuss" statt. Regionale Produkte zum Essen und Trinken stehen dabei im Mittelpunkt.

    Regionale Spezialitäten aus Küche und Keller stehen beim "Göppinger Genuss" im Mittelpunkt. Am 6. und 7. November findet die Messe zum ersten Mal statt. "Wir wollen Herstellern und Händlern aus dem Kreis Göppingen eine Plattform geben, auf der sie ihre Waren, Produkte und Fertigkeiten präsentieren können", erklärt Reiner Lohse von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises. "Schließlich gibt es bei uns ein vielfältiges Angebot an Produkten aus biologischem und regionalen Anbau zum Essen und Trinken." Mehr als 30 Unternehmen werden sich beim "Göppinger Genuss" dem Publikum präsentieren. Neben jeder Menge Informationen besteht an vielen Ständen auch die Möglichkeit, Köstlichkeiten zu probieren. Ein Rahmenprogramm mit Schaukochen, Fotowettbewerb, Vorträgen, Vorstellung der Apfelweinkönigin und Verleihung von Preisen rundet die
    Messe ab.

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    Essen und Trinken wieder genießen

    Rund 40 Aussteller am Wochenende im Uditorium - Schaukochen und Vorträge

    Rund 40 Aussteller präsentieren sich am kommenden Wochenende beim ersten "Göppinger Genuss" im Uhinger Uditorium. Die neue Regionalmesse will Lebensmittel aus dem Landkreis in den Blickpunkt rücken.

    KREIS GÖPPINGEN

    Als positive Rückbesinnung auf Regionalität, Natürlichkeit und Nachhaltigkeit werten die Macher des "Göppinger Genuss" ihre Initiative.
    Reiner Lohse Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises, Bettina Schiller von der gleichnamigen Werbeagentur in Rechberghausen und der Journalist Rüdiger Gramsch haben die Ausstellung im vor wenigen Wochen eröffneten Uditorium auf die Beine gestellt. Zwei Tage lang dreht sich alles um im Landkreis produzierte und vertriebene Lebensmittel - vom Käse über das Brot bis hin zu Fleisch- und Wurstwaren, Obst, Gemüse, Kuchen, Eis, Säften, Mineralwasser, Weinen oder Spirituosen.
    Das reichhaltige Angebot wird ergänzt durch Aktivitäten der Gastronomie, sowie durch Präsentationen von Haushaltsgeräten und Beispielen attraktiver Tischgestaltung.

    Ein Schwerpunktthema der Regionalmesse, die sich auf Wunsch von Uhingens Bürgermeister Klaus Walter im Veranstaltungsreigen des Uditoriums fest etablieren soll, ist das Thema Apfel und Streuobstwiese. Anlass dafür ist die auf Initiative von Landrat Franz Weber, dem Schirmherrn der Messe, in diesem Jahr erfolgte Markteinführung des schwäbischen Apfelweins. So werden die Produzenten dieser Spezialität ebenfalls auf der Messe präsent sein und dabei von der frisch gekürten ersten schwäbischen Apfelweinkönigin Sabine I. und der Apfelweinprinzessin Kathrin unterstützt. Das Rahmenprogramm sieht auch Vorträge zum Thema Äpfel vor, sowie die Übergabe des Preises zur Erhaltung des Streuobstanbaus und eine Fotoausstellung zum Thema.

    Natürlich geht es auch um die regionale Küche. Hier können Besucher im eigens eingerichteten "Genussgarten" oder im Messecafé (mit Live-Musik) nach Herzenslust schlemmen. An der aufgebauten Drehküche sind Hobbyköche aus dem Göppinger Haus der Familie aktiv. Zu einem Schaukochen konnten am Messesonntag (12 Uhr) die Bürgermeister Jochen Reutter (Hattenhofen) und Wolfgang Lützner (Süßen) gewonnen werden.

    Auch an die Kinder haben die Veranstalter gedacht. Während die Eltern sich umfassend über die Angebote informieren und an verschiedenen Ständen auch probieren können, werden die Kleinen von Mitarbeitern des Haus der Familie in Göppingen betreut.

    INFO

    Der "Göppinger Genuss" ist am Samstag, 6. November, von 10 bis 18 Uhr, am Sonntag, 7. November, von 10.30 bis 18 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet für Erwachsene 3,50 Euro, für Jugendliche 2,50 Euro; Kinder unter zwölf Jahren haben freien Eintritt.

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    Zwei Majestäten

    Zwei Majestäten kredenzen den schwäbischen Apfelwein
    MARKETING / Sabine Kaiser und Katrin Läpple werben für die neue Spezialität aus dem Landkreis

    Zwei Majestäten kredenzen den schwäbischen Apfelwein

    Die Jury hat entschieden: Die erste schwäbische Apfelweinkönigin heißt Sabine Kaiser, die Prinzessin Katrin Läpple. Bei der Regionalmesse "Göppinger Genuss" in Uhingen werden sich die beiden der Öffentlichkeit vorstellen.

    STEFFEN WOLFF

    KREIS GÖPPINGEN

    Ein Gruppenbild mit Landrat Franz Weber gleich zu Beginn ihrer Amtszeit - das hätten Sabine Kaiser und Katrin Läpple nicht erwartet. Noch etwas zaghaft drücken die erste schwäbische Apfelweinkönigin und ihre Prinzessin dem Politiker für ein Foto einen Kuss auf die Wange. Künftig werden die beiden jungen Damen noch häufiger im Mittelpunkt stehen. Sollen sie doch als Sympathie- und Imageträger des Qualitäts-Apfelweins von Streuobstwiesen, den mehrere Betriebe im Landkreis seit einigen Monaten vermarkten, in Aktion treten.

    Die Idee zu den Apfelwein-Majestäten hatten die Macher der Messe "Göppinger Genuss", auf der der Apfelwein ein Thema sein wird. "Für uns ist das alles noch ziemlich ungewöhnlich", sagt Sabine Kaiser. Die 24-Jährige, die in Süßen wohnt, hatte bisher mit königlichen Aufgaben wenig zu tun. "Ich arbeite als Sekretärin in der Daimler-Chrysler-Forschung in Ulm. Mein Vater hatte mich darauf aufmerksam gemacht, dass eine Apfelweinkönigin gesucht wird", erzählt sie. Kurzentschlossen habe sie sich beworben, "weil ich es toll finde, was die Anbieter des Apfelweins machen". Denn ganz unbelastet ist Sabine Kaiser nicht - stammt sie doch aus einer Salacher Obstbauern-Familie. "Meine Eltern haben eine Obstweinkellerei und Destillerie in Salach - ich kenne mich also in diesem Metier schon ein bisschen aus." Was sie von ihrem Amt erwartet? "Ich hoffe, dass ich viele interessante Leute kennen lerne und vor allem den Apfelwein bekannter machen kann. Denn viele verwechseln ihn immer mit Most."

    Sabine Kaiser zur Seite steht Katrin Läpple. Die 19-jährige, frisch gekürte Apfelweinprinzessin aus Hattenhofen, deren Eltern einen Obstanbaubetrieb bewirtschaften, studiert derzeit Agrarwirtschaft an der Fachhochschule in Nürtingen. "Für mich kam das völlig überraschend. Ich hätte mich wohl nicht beworben, mein Vater hat das für mich gemacht", erzählt sie. "Ich habe keine Ahnung, was alles auf mich zukommt. Wir werden noch jede Menge Spaß haben", vermutet Katrin Läpple, lacht und fügt dann hinzu: "Bis jetzt ist es super. Man steht im Mittelpunkt, alles dreht sich um einen."

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    Wirtschaftsförderung des Kreises (WiF)

    Die WiF präsentierte den Stauferpark Göppingen und den Gewerbepark Schwäbische Alb, Geislingen auf der "Expo Real" in München, die als führende Fachmesse für Standortmarketing und Gewerbeimmobilien in Europa gilt. Gleich zu Beginn der Immobilienmesse stellte sich der Gewerbepark Schwäbische Alb auf dem Gemeinschaftsstand der Region Stuttgart dem interessierten Publikum vor.
    In einem Interview zwischen Reiner Lohse, Geschäftsführer der WiF und Oberbürgermeister Wolfgang Amann, Vorsitzender des Zweckverbandes Gewerbepark Schwäbische Alb wurden die Hintergründe, der momentane Entwicklungsstand und die Perspektiven des neuen Gewerbeparks näher erläutert. "Mit dem Gewerbepark Schwäbische Alb steht nun für Investoren ein neuer, preisgünstiger, verkehrstechnisch äußerst interessanter Standort zur Disposition", so fasste OB Amann die Vorteile des Gewerbeparks zusammen. Für Reiner Lohse
    war die Präsenz auf der Messe die Voraussetzung, um mit Projektentwicklern, Maklern und Entscheidern aus den Unternehmen in Kontakt zu kommen und um auf die wirtschaftlichen Stärken des Landkreises Göppingen, sowie auf maßgeschneiderte Gewerbeflächen aufmerksam zu machen. "Den Standort Kreis Göppingen darstellen. Kontakte knüpfen und sich dem Wettbewerb stellen, diese Aufgabe haben wir hier gut gemeistert", fasst Lohse den Messeauftritt zusammen.

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    Gewerbeparks auf Münchner Messe

    Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF) hat den Stauferpark und den Gewerbepark Schwäbische Alb auf der führenden Fachmesse für Standortmarketing und Gewerbeimmobilien in Europa Expo Real, in München präsentiert. Ziel des Messeauftritts war, Interesse an den Gewerbeflächen im Kreis zu wecken.
    Im Mittelpunkt der Präsentation auf dem Gemeinschaftsstand der Region Stuttgart stand diesmal aus Sicht des Landkreises der Gewerbepark Schwäbische Alb bei Geislingen-Türkheim. Die Expo Real bat die ideale Voraussetzung, mit Projektentwicklern, Maklern und Entscheidungsträgern aus Unternehmen in Kontakt zu kommen und auf die wirtschaftlichen Stärken des Landkreises Göppingen, sowie auf maßgeschneiderte Gewerbeflächen aufmerksam zu machen.
    Vor allem die, durch ihre multiplikatorische Wirkung bei der Vermarktung zwischen Firmen und Kommunen, sehr wichtigen Projektentwickler und Makler aus der Region haben großes Interesse gezeigt, denn mit den Unternehmen direkt auf der Messe in Kontakt zu kommen ist eher unwahrscheinlich.

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    Region lockt mit Bauland f. jeden Bedarf

    Die Region lockt mit Bauland für jeden Bedarf
    Alle Beiträge von ALEXANDER IKRAT

    Die Region lockt mit Bauland für jeden Bedarf
    Preise von 53 bis 500 Euro pro Quadratmeter - 24 Partner unter dem Dach der Wirtschaftsförderung
    München - Die Expo Real ist 2004 erneut gewachsen und hat dem bisherigen Marktführer in Cannes nach Meinung einiger den Rang abgelaufen. Auf starken Anklang im Konzert von über 1300 Ausstellern stößt der Stand der Region Stuttgart.

    Eigentlich soll es am ersten der drei Expo-Tage noch ruhig zugehen. Doch schon am Montag brummt es in den Hallen der Münchner Messe so, dass der Besucherrekord vom vergangenen Jahr wohl wieder gebrochen wird - bei einem Eintrittspreis von satten 250 Euro. 16 000 Fachbesucher kamen 2003.

    Ein erheblicher Beitrag zum Stimmengewirr wird am Gemeinschaftsstand der Region Stuttgart geleistet - nicht nur, weil die Maultaschen zum Nulltarif am Mittag der Renner in der Halle B 1 sind. Wie die ganze Gewerbeimmobilienmesse boomt auch der regionale Beitrag. 24 Aussteller statt zuletzt 19 setzen unter dem Dach der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS) ein Zeichen gegen die angespannte Konjunktur.

    Den meisten Platz nimmt die LBBW ein, daneben stehen Abgesandte von 15 weiteren Unternehmen, die auch wichtige Infrastrukturprojekte wie die neue Messe oder Stuttgart 21 vertreten. Stuttgart und die fünf Landkreise sind ebenso dabei, zehn Gewerbegebiete zwischen Geislingen/Steige und Vaihingen/Enz sind im Programm. Von 300 auf 400 Quadratmeter wurde der Stand vergrößert, dank Sponsoren wie der LBBW bleibt an der Region nach WRS-Angaben jedoch kein Cent hängen.

    Die Fachbesucher auf dem Weg hierher lassen sich nur kurz davon ablenken, dass Dubai mit gigantischen Projekten protzt, Moskau auf zwei Ebenen bis unters Hallendach reicht und Berlin ins elegante Würfelrechteck lockt. In Stuttgart ist kurzfristig nur schwer ein Termin zu bekommen.

    "Uns ist es wichtig zu zeigen, dass wir für jede Art der Investition eine Möglichkeit haben", sagt WRS-Sprecher Helmuth Haag. Das beginnt bei Geislingen, wo sieben Kilometer von der A 8 entfernt die Vorbereitungen für 52 Hektar Gewerbepark Schwäbische Alb laufen. In einem halben Jahr soll gebaut werden, etwa 20 Unternehmer aus der Umgebung haben bereits Interesse gezeigt. Das Ziel auf der Expo? "Die Fachleute sollen sagen: ,Mensch, in Geislingen sind jetzt 52 Hektar zu haben", sagt Reiner Lohse, Wirtschaftsförderer im Kreis Göppingen. Und das zum Dumpingpreis: Durch Förderung können die Geislinger den Quadratmeter erschlossenes Bauland für 53 Euro anbieten.

    Da muss der geneigte Investor auf dem Flugfeld ein bisschen drauflegen. 250 bis 500 Euro gibt er auf 80 Hektar zwischen Böblingen und Sindelfingen aus. Für Geschäftsführer Olaf Scholz kein Problem: "Das Gelände liegt so exzellent, dass man auf jeden Fall eine gute Standortentwicklung hinbekommen wird." A 81, Nähe zu DaimlerChrysler, Stuttgart, Flughafen und Messe. Im Frühjahr 2005 soll die Projektgruppe feststehen, ein Jahr später gebaut werden. Wie schnell, bestimme die Konjunktur. "Jetzt geht es darum, das Projekt außerhalb der Region bekannt zu machen", sagt Scholz. Die Expo Real sei der richtige Weg.

    Viele Messebesucher haben konkrete Projekte zu besprechen, alle sind sie auf der Jagd nach Kontakten. "Wir lernen hier Gesprächspartner kennen, die wir auf anderem Wege nicht kennen lernen würden", sagt Günther Lamm von der Stuttgarter Architektengruppe Lamm Weber Donath. Seine Augen glänzen, wenn er den Blick über die Messe schweifen lässt: "Es sind alle da, die das Baugeschehen beeinflussen." Sein Kollege Hans G. Schmidt fühlt sich unter dem Dach der WRS wohl: "Der Gemeinschaftsstand zieht eine Menge Publikum an."

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    Rund um den Genuss

    Rund 40 Aussteller beteiligen sich an der Regionalmesse "Göppinger Genuss" am 6. und 7. November in Uhingen. Die Vorbereitungen sind nahezu abgeschlossen.

    Der "Göppinger Genuss" lockt die Aussteller: An der ersten Regionalmesse rund um im Landkreis produzierte Lebensmittel, um Gastronomie, Küche und Ambiente, beteiligen sich fast 40 Aussteller. Das erklärte Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF), und einer der Initiatoren der Publikumsmesse. Die Besucher der Messe erwarten zudem ein attraktives Rahmenprogramm mit Ausstellungen, Vorträgen, Unterhaltung und Angeboten für Kinder.
    Auf der Messe ist auch die zum Auftakt gekürte erste schwäbische Apfelweinkönigin zu Gast. Frauen im Alter von 18 bis 30 Jahre, die Interesse an diesem ehrenamtlichen Repräsentationsamt haben, können sich noch bis 30. September bewerben. Das gilt auch für Musikanten und kleinere Musikgruppen, die den "Göppinger Genuss" als Plattform nutzen möchten, um sich einem größeren Publikum vorzustellen.
    Ein Schwerpunktthema auf der Messe bildet der Apfel von Streuobstwiesen im Landkreis. Deshalb haben die Messe-Initiatoren auch einen Fotowettbewerb zum Thema Obstbaum ausgeschrieben. Wettbewerbsunterlagen erhalten interessierte bei der WiF.

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    Standorte profilieren

    Die Wirtschaftsförderung des Landkreises Göppingen (WiF), die Städte Göppingen und Geislingen präsentieren sich auf verschiedenen Messen im süddeutschen Raum im Herbst. Damit verfolgt die WiF das Ziel, den Landkreis als Wirtschafts- und Kompetenzstandort zu profilieren.

    Den Auftakt bilden die AMB (Ausstellung für Metallbearbeitung) und die ISGATEC (Messe für Dichtungstechnik) in Stuttgart, die vor allem den Maschinenbau in die Landeshauptstadt ziehen.
    "Für uns ist es wichtig mit Entscheidern aus den Unternehmen in Kontakt zu kommen, um sie auf die Stärken im mechatronischen Umfeld und auf maßgeschneiderte Gewerbeflächen aufmerksam zu machen", erklärt Reiner Lohse, Geschäftsführer der WiF, die Beweggründe für die Präsenz auf diesen Fachmessen.

    Beim Steinbeis-Tag in Stuttgart und auf der internationalen Erfindermesse in Nürnberg werden einem innovationsinteressierten Publikum Produktneuheiten aus dem Landkreis offeriert.

    Den Schwerpunkt der Messeaktivitäten bildet die "EXPO-Real" in München, die als führende Fachmesse für Gewerbeimmobilien in Europa gilt. Mit den Gebieten Stauferpark (Göppingen) und Gewerbepark Schwäbische Alb (Geislingen) haben die Städte nach Einschätzung von Reiner Lohse zwei hochkarätige, aufgrund ihrer strukturellen Voraussetzungen nicht miteinander konkurrierende, Gewerbestandorte im Gepäck. Für die Messe in der bayrischen Metropole werden die Akteure auf einem Gemeinschaftsstand der Region Stuttgart auftreten.
    Mit dem Gewerbepark Schwäbische Alb ins besondere, geht ein neuer, preisgünstiger, verkehrstechnisch äußerst interessanter Standort um die Gunst von Investoren in´s Rennen.
    "Für uns geht es um die Breitenwirkung für das obere Filstal und um die Positionierung innerhalb der 10 Topstandorte für Gewerbegebiete in der Region Stuttgart", faßt Oberbürgermeister Amann aus Geislingen und Vorsitzender des Zweckverbandes des GSA seine Motive für die Messebeteiligung zusammen.

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    Gewerbepark

    Gewerbepark

    So wirbt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises in ihrem jüngsten, zweimal erscheinenden Info-Brief für das Gewerbegebiet bei Türkheim: "In der Region Stuttgart mitten im Kompetenzdreieck des Automobilbaus, der Mechatronik und der Live Science steht Unternehmen und Investoren ein Gewerbegebiet mit 52 Hektar zur Verfügung."
    Und: "Neben ökonomischen Aspekten kommt am Rand der Schwäbischen Alb auch der Freizeitcharakter nicht zu kurz. Wohnen und arbeiten inmitten unvergleichlicher Natur und dennnoch nur kurze Entfernungen zu Verkehrsknoten und Wirtschaftszentren."
    Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft unterstützt dieses Projekt bei der Öffentlichkeitsarbeit und Vermarktung - unter anderem auf der "Expo Real", der größten europäischen Gewerbe-Immobilienmesse, die Anfang Oktober in München stattfindet.

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    Aussteller machen Appetit auf Äpfel

    Vorbereitungen für den Göppinger Genuss laufen

    Aussteller machen Appetit auf Äpfel

    GöPPINGEN - Die Streuobstwiesen stehen im Mittelpunkt der ersten Messe für in der Region produzierte Lebensmittel, dem "Göppinger Genuss". Die Verbraucherausstellung, eine Initiative im Rahmen der Aktion "Mir schaffet"s", findet vom 6. bis 7. November in Uhingen statt.

    Göppingen. Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Göppingen (Wif), ist vom Erfolg der neuen Verbrauchermesse "Göppinger Genuss" überzeugt. Nach einem ersten Ausstellertrefen hätten die Initiatioren die Pläne für die Messe nochmals gründlich überarbeitet und Wünsche der interessierten Firmen mitberücksichtigt. Das neue Konzept findet Anklang. Inzwischen liegen nach Lohses Angaben bereits feste Zusagen von 25 Ausstellern vor. Damit sei auch die Erstauflage des "Göppinger Genuss" gesichert. Die Tür für weitere Aussteller ist aber nicht zugeschlagen. Die Wif nimmt noch Anmeldungen unter (07161) 5023 - 585, entgegen. In den nächsten Tagen findet auf Schloss Filseck ein zweites Ausstellertreffen statt, bei dem auch die Details für die neue Messe besprochen werden sollen.
    Mit dem Schwerpunktthema "Streuobst im Kreis" werden sich auch einige Aussteller befassen und Produkte aus oder mit Äpfeln vorstellen. Darüber hinaus sind diverse Aktionen rund um das Thema Apfel geplant. Ziel des "Göppinger Genuss" ist es jedoch, eine möglichst breite Palette regionaler Produkte vorzustellen. "Die Vielfalt soll die Messe schließlich fürs Publikum interessant machen", so Lohse.

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    Mehr agieren als reagieren

    "Mehr agieren als reagieren"

    Die Mechatronik im Landkreis gilt als Aushängeschild. Steffen Wolff hat mit Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, über Chancen für den Standort und bisherige Versäumnisse gesprochen.

    Mechatronik gilt im Landkreis Göppingen als wichtiger Standortfaktor. Welche Bedeutung hat das für die Region?
    REINER LOHSE: Die Auswirkungen sind beachtlich: 70 Prozent unserer Wertschöpfung im Landkreis hängen an der Mechatronik. Allerdings landet die zu 90 Prozent im Automobilbereich - dementsprechend abhängig sind wir dann auch von diesem Bereich. Dabei gibt es viele andere Anwendungen - wie etwa die Medizintechnik - wo wir bisher eher schwach aufgestellt sind.

    Inwieweit profitiert die Wirtschaft vor Ort von der Entwicklung im Bereich der Mechatronik?
    LOHSE: In erster Linie profitieren vor allem die Finalproduzenten von der Entwicklung im Bereich der Mechatronik. Die suchen sich dann ihre Zulieferer hier vor Ort, weil sie wissen: Die Unternehmen in der Region kennen sich nicht nur mit der Mechanik aus, sondern auch mit der Steuerungstechnik, mit der Elektronik und der Informatik. Das ist die Stärke der lokalen Betriebe. Allerdings bleiben sie nach wie vor nur Zulieferer.

    Aber der Wirtschaftsstandort wird dadurch doch trotzdem gestärkt...
    LOHSE: Es stärkt den Standort auf der einen Seite, weil die Firmen hier weiter sind, als wenn sie nur den klassischen Werkzeugbau machen. Auf der anderen Seite muss man aber sehen: Wenn man stark Branchenabhängig ist, hat man da eine Schwachstelle.

    Wie lässt sich das verhindern?
    LOHSE: Man müsste versuchen, dass die Betriebe nicht nur als reine Auftragsnehmer im Einzelfall auftreten, sondern im Netzwerk gemeinsam mit den bisherigen Auftraggebern auch große Projekte anpackt. Dazu gehört dann auch, sich gemeinsam Entwicklungsaufgaben für die Zukunft zu stellen. Bisher wird mehr reagiert als selbst agiert.

    Wie kann dieser Prozess in Gang gesetzt werden?
    LOHSE: Man müsste sicherlich auch überregional versuchen, die Kompetenz, die es hier vor Ort gibt, noch mehr herauszustreichen, aus dem Schatten zu springen und eine eigene Lokomotive in Gang bringen, die das ganze voranbringt.

    Dazu gehört doch aber auch, der Bevölkerung das Thema Mechatronik näherzubringen...
    LOHSE: Ganz klar. Man kann nicht sagen, dass die Mechatronik ein schlechtes Image hat - sie hat kein Image, weil sie nicht bekannt ist. Man muss das Thema noch stärker in die Köpfe der Endverbraucher bringen. Denn nur dann beginnen Eltern auf ihre Kinder einzuwirken, dass sie zum Beispiel Mechatronik studieren. Da gibt es noch Bedarf, damit der Standort Göppingen auch in weiterer Zukunft die Nase vorn hat. Es gibt auch andere Regionen, die in diesem Bereich stark sind, die Konkurrenz schläft nicht.

    Zum Schluss ein Blick nach vorn. Hat der Mechatroniker eine Zukunft?
    LOHSE: Ganz klar ja! Mechatronik wird in Zukunft nicht mehr wegzudenken sein. Elektronik wird immer komplexer, Produkte müssen immer mehr Funktionen wahrnehmen. Ich glaube schon, dass dem Mechatroniker die Zukunft gehört.

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    Naturheilmitteltag 2004

    Vitalis/ Naturheilmitteltag schafft Kommunikations-Plattform

    Natürliches, regionales Potenzial

    Gezielt direkte Kommunikation der Experten und Hersteller mit den Endverbrauchern: Dafür bot der erste Naturheilmitteltag auf der Gesundheitsmesse "Vitalis" gestern eine Plattform. Der Austausch auf diesem Sektor war rege, denn der Landkreis hat viel zu bieten.

    Von Sandra P. Thurner

    Göppingen. "Was haben Naturheilmittel mit Göppingen zu tun?" oder "Göppingen als Standort für eine Naturheilmittel-Akademie?" Das waren die Fragen, die Apotheker Detlef Weidemann auf dem gestrigen Naturheilmitteltag der Gesundheitsmesse "Vitalis" sichtbar in den Märklinsaal der Stadthalle warf. Denn was viele nicht wissen: Göppingen ist ein bedeutender Standort der Naturheilmittel-Produktion.
    "Die Kompetenz im Landkreis ist groß", berichtete Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises und nennt mit Wala in Bad Boll und Staufen-Pharma in Göppingen beispielhaft zwei der regionalen Säulen des Naturheilmittel-Sektors. Aus diesem Grund haben Lohse und die Wirtschaftsförderung der Stadt Göppingen diesen Naturheilmitteltag initiiert. Zahlreiche Apotheker, Ärzte, Heilpraktiker und Unternehmer lieferten Informationen rund um das weite Themenfeld. Nicht nur für Fachleute, sondern allgemein verständlich für den Verbraucher.
    Der Markt der Zukunft
    Es gelte, das Thema, das beim Konsumenten absolut im Trend liebe, in der Region weiter zu stärken, sagte Dr. Peter Saile, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, bei der Eröffnung. Denn der Referent weiß: "Der Gesundheitsmarkt ist der Wachstumsmarkt der Zukunft." Dass das Themenfeld weit ist, zeigte Detlef Weidemann, der von A wie Akupunktur oder Ayurveda, über R wie Reiki, bis U wie Urintherapie einen ersten Überblick gab.
    Dass Schimpansen bei Durchfall Pflanzen kauen, die sie sonst nicht fressen und dass Naturheilmittel bei Tieren wirken, obwohl sie nicht daran glauben, das und vie mehr erfuhr man bei der Veranstaltung. Der erste Naturheilmitteltag, so Lohse, soll keinesfalls der letzte gewesen sein. Die "Vitalis"-Macher wollen ihn fest etablieren.



    Leitartikel: "Vitalis"

    Eine gesunde Kraft

    Rüdiger Gramsch

    Rund 15 000 Menschen arbeiten im Landkreis Göppingen in der Gesundheitsbranche. Zwei Milliarden Euro Umsatz werden in diesem Bereich kreisweit erzielt, Tendenz steigend. Landrat Franz Weber unterstrich bei der Eröffnung der Gesundheitsmesse "Vitalis" die Bedeutung des Wirtschaftsfaktors Gesundheit für die Städte und Gemeinden links und rechts der Fils. Der Kreischef sieht im Gesundheits- und Tourismusmarkt für die nahe Zukunft die einzigen Zuwachsraten.
    In der Tat sind die Voraussetzungen für den Landkreis Göppingen, beim noch zu erwarteten Gesundheitsboom eine wichtige Rolle zu spielen, nicht schlecht. Der Landkreis verfügt hierzu schon heute über eine gute Infrastruktur, die sich noch leicht ausbauen lässt. Tragende Säulen sind die drei Bädergemeinden Boll, Überkingen und Ditzenbach, die renommierten Kliniken und Rehaeinrichtungen, sowie die zum Teil international tätigen Firmen wie Wala, Staufen-Pharma oder Scheller Cosmetics mit stark nachgeraten Produkten. Hinzu kommen viele kunden- und zukunftsorientierte Handwerker und Dienstleister wie die Macher der Gesundheitsmesse "Vitalis". Außerdem gibt es im Kreis gleich mehrere profilierte Ärzte, die sich mit von ihnen entwickelten Therapieformen einen Namen gemacht haben.
    Die Idee, die im Gesundheitsbereich tätigen Kräfte jetzt in einem Netzwerk zu bündeln, wie es der Landrat bei der "Vitalis" forderte, ist goldrichtig, darf aber nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden. "Die ersten mahlen zuerst" heißt ein Sprichwort. Und zu oft hatte der Kreis in der Vergangenheit das Nachsehen, weil man zauderte und zögerte. Beim Zukunftsthema Gesundheit darf das nicht passieren. Hier hat der Kreis eine einmalige Chance, eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Die Politiker sollten diese Gelegenheit beim Schopf packen, dem bei diesem Thema schon sehr rührigen Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft den Rücken stärken und - der Haushaltskrise zum Trotz - die finanziellen Voraussetzungen für das Netzwerk schaffen. Dies wäre in einer Zeit des Umbruchs ein wichtiges Signa. Die Messe "Vitalis" und der gestrige erste Naturheilmitteltag zeigen jedenfalls das ernste Interesse der Wirtschaft, den Gesundheitsbereich im Landkreis auszubauen.

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    Naturheilmitteltag 2004

    Bachblütentherapie, Heilwasser und Jura-Fango

    Parallel zur dritten Gesundheitsmesse Vitalis am kommenden Wochenende findet erstmals auch ein Naturheilmitteltag statt

    Göppingen. Am kommenden Freitag findet in der Stadthalle der erste Naturheilmitteltag mit dem Titel Vitalis in Göppingen statt. Unternehmen, Apotheker, Ärzte und Heilpraktiker aus dem Landkreis informieren dabei über Naturheilmittel und ihre Anwendung.

    Von Klaus Nonnenmacher

    "Naturheilmittel, deren Herstellung und deren Anwendung sind im Kreis Göppingen durchaus ein Wirtschaftsfaktor", sagt Reiner Lohse von der Wirtschaftsförderung des Landkreises. Tatsächlich gibt es dort einige namhafte Hersteller, allen voran die Wala in Eckwälden, das Kräuterhaus St. Bernhard in Bad Ditzenbach oder Staufen-Pharma in Göppingen und nicht zuletzt die Göppinger Brunnen-Union sowie die Überkinger Mineralbrunnen AG, die nicht nur Sprudel, sondern auch anerkanntes Heilwasser abfüllen.
    Darüber hinaus gibt es viele Anwender von Naturheilmitteln, etwa die Rehaklinik Bad Boll. "Die Bandbreite der Naturheilmittel ist nahezu unerschöpflich, die Anwendungsgebiete sind vielfältig. Und es ist an de Zeit, dass man die Aufmerksamkeit auf die lokalen Angebote lenkt", befindet Lohse. Deshalb habe man gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Göppingen einen Naturheilmitteltag ins Leben gerufen.
    Dieser findet zunächst am kommenden Freitag von 13 bis 19 Uhr noch im Rahmen der mittlerweile dritten Göppinger Messe für Gesundheit und Rehabilitation Vitalis in der Stadthalle statt. Er könnte Lohse zufolge aber künftig auch im jährlichen Rhythmus losgelöst von der Vitalis stattfinden. Im Wesentlichen besteht der Naturheilmitteltag aus einer Vortragsreihe mit der Möglichkeit zur Diskussion im Anschluss.
    Die Themen reichen von der Bachblütentherapie über Heilwasser bis zum Boller Jura-Fango. Und es wird auch über "Spagyrische Frühjahrskuren" referiert. Spagyrik bezeichnet eine spezielle Art, Wirkstoffe von Pflanzen zu gewinnen und zu Heilmitteln zu verarbeiten. "Die Besonderheit des Naturheilmitteltags liegt darin, dass der Endverbraucher direkt von Experten der Hiesigen Unternehmen informiert wird", wirbt Lohse.
    Zugleich findet am kommenden Wochenende von Freitag bis Sonntag (jeweils 10 bis 18:30 Uhr) die dritte Vitalis in der Stadthalle statt, bei der sich Anbieter aus dem Bereich Gesundheit und Rehabilitation aus dem Kreis präsentieren. Die Zahl der Aussteller konnte bei der dritten Auflage der Messe, die von der Initiative Gesundheitswelle alle zwei Jahre ausgerichtet wird, auf 45 gesteigert werden. Rund 5000 Besucher werden erwartet. Insgesamt werden 84 Vorträge und Workshops angeboten. Das Spektrum der Themen reicht von Informationen zum Bau der Barbarossatherme über neue Behandlungsmethoden bis hin zu therapeutischen Atem- oder Tanzworkshops.
    Erstmals im Programm sind Angebote zum Thema gesundes Bauen und Wohnen. Am Freitag informieren Fachleute über Schadstoffe in Innenräumen, barrierefreies Bauen, Niedrigenergiehäuser und vieles mehr.

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    IP 2003 des Landkreises Göppingen

    Innovationspreis 2003 des Landkreises Göppingen

    Drei Preisträger und acht Auszeichnungen für innovative Ideen


    Bereits zum fünften Mal haben die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen mbH (WiF) und die Kreissparkasse Göppingen den Innovationspreis ausgeschrieben - jetzt fand die Preisverleihung statt - insgesamt wurden unter den Preisträgern 15 000 Euro vergeben.
    Bewerben konnten sich Unternehmen aus dem Landkreis mit maximal 250 Mitarbeitern, die innovative Produkte, Verfahren, Organisationsformen oder Dienstleistungen entwickelt und zur Marktreife gebracht haben. Die eingereichten Innovationen sollten zwischen 2001 und 2003 entstanden und bereits marktfähig sein. Bis zum Bewerbungsschluss ende September 2003 gingen 42 Anträge bei der WiF ein. Diese wurden im Dialog mit dem jeweiligen Unternehmen durch die Projektleiter der WiF aufbereitet und anschließend durch den WiF-Innovationsausschuss begutachtet und auf ihren Innovationsgehalt, ihre Umsetzbarkeit und ihr gesamtwirtschaftliches Potenzial überprüft.
    An der Preisverleihung im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung nahmen über 135 Personen teil.
    Nach einer Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Göppingen Jürgen Hilse und Grußworte von Landrat Franz Weber gab Prof. Dr. Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, in seinem Festvortrag einen Statusbericht zur Innovationslandschaft am Standort Deutschland und zeigte Maßnahmen zur Verbesserung der Situation auf.
    Die Laudatio auf die Preisträger und Ausgezeichneten hielt der baden-württembergische Regierungsbeauftragte für Technologie-Transfer Prof. Dr. Johann Löhn, Vorstandsvorsitzender der Steinbeis-Stiftung. Prof. Löhn lobte die Innovationskraft der Unternehmen aus dem Landkreis Göppingen.
    Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung konnten sich die Besucher über die ausgezeichneten Projekte an den Ständen der Firmen informieren und die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch nutzen.
    Die musikalische Begleitung erfolgte durch die Jugendmusikschule Göppingen.
    Die Preisträger erhalten neben einem innovativen Original-Werk des Malers Günther C. Kirchberger auch einen Geldpreis in Höhe von je 3000 Euro.
    Mehr Infos rund um den Innovationspreis gibt es unter
    www.innovationspreis-gp.de.

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    Gesundheitsmesse Vitalis 2004

    "Vitalis" zeigt gesundes Wohnen
    Naturheilmitteltag der Wirtschaftsförderungsgesellschaft - Infos zur Lachtherapie

    Die Göppinger Gesundheitsmesse "Vitalis", die vom 13. bis 25. April stattfindet, widmet sich dem Sonderthema "Gesundes Wohnen, Leben und Bauen". 50 Aussteller aus dem Kreisgebiet zeigen ihre Angebote.

    Von Rüdiger Gramsch

    Göppingen
    Eine Rekordbeteiligung von 50 Ausstellern bei der dritten "Vitalis" vermelden die Macher der Göppinger Messe, Wolf-Rüdiger Schmauder und Joachim Birk vom Netzwerk "Die Gesundheitswelle". Die Ausweitung der Ausstellung um das Sonderthema "Gesundes Wohnen, Leben und Bauen" habe in den jeweiligen Branchen zu einer großen Nachfrage nach Ausstellungsflächen geführt. Mehr als zwei Drittel der Firmen, die auf der "Vitalis" die Besucher über ihre Leistungsfähigkeit und Produkte informieren wollen, sind das erste Mal dabei. Das wird auch für die treuen Besucher der ,Vitalis' wieder interessant", so Birk.
    Ins Zeug gelegt hat sich auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WiF), die neben der NWZ Kooperationspartner der "Vitalis" ist. Geschäftsführer Reiner Lohse hat zur Messe einen Naturheilmitteltag organisiert, mit dem die führende Rolle der Naturheilmittelproduktion im Landkreis unterstrichen werden soll. Ein Forum gibt es auch für die Selbsthilfegruppen im Landkreis. Diese können wieder über ihre Arbeit informieren. Die Koordination des Infomarktes der Selbsthilfegruppen liegt in diesem Jahr erstmals beim Kreisbehindertenring und seiner Geschäftsführerin Jutta Schiller.
    Mit nahezu 100 Vorträgen an den drei Messetagen bietet die "Vitalis" eine optimale Information der Besucher durch hochkarätige Referenten. Auch werden wieder mehrere Workshops angeboten, so wird unter anderem die Lachtherapie vorgestellt. Ein Clown und eine Psychologin werden Neugierige in das Thema "Lachen ist gesund" einführen. Auch Kinder kommen auf der Gesundheitsmesse, für die Landrat Franz Weber die Schirmherrschaft übernommen hat auf ihre Kosten. Friedrike Westerhoff bietet einen Mal-Wettbewerb unter dem Motto "Kinder malen für Patienten" an. Die Bilder werden nach der Messe in einer Wanderausstellung verschiedenen Kliniken zur Verfügung gestellt.

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    Göppinger Genuss 2004

    Neue Verbrauchermesse "Göppinger Genuss" im November

    Genießer pilgern nach Uhingen

    Regionale Produkte und gastronomische Vielfalt stehen im Blickpunkt

    Mit dem "Göppinger Genuss" will sich im Stauferkreis eine neue Verbrauchermesse etablieren, die Essen und Trinken in der Region in den Mittelpunkt rückt. Die Ausstellung ist vom 5. bis 7. November in der neuen Uhinger Stadthalle geplant und ist die erste große Wirtschaftsinitiative im Rahmen der Aktion "Mir schaffet's".

    Von Rüdiger Gramsch

    Kreis Göppingen
    Typische Produkte zum Essen und Trinken aus der Region stehen im Mittelpunkt der neuen Verbraucherschau "Göppinger Genuss", die im November erstmals in der neuen Uhinger Stadthalle ausgerichtet werden soll. Außerdem erhält die Gastronomie im Landkreis die Chance, auf der Messe die kulinarische Vielfalt zu präsentieren. Veranstaltet wird der "Göppinger Genuss" von einem Netzwerk unter Federführung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF) des Landkreises. Deren Geschäftsführer, Reiner Lohse, sieht die Initiative auch als Beitrag zur Aktion " Mir schaffet's - Aufbruch im Stauferkreis". Die Vermarktung direkt vor Ort öffne den Produzenten neue Absatzmärkte. Die Ausstellung "Göppinger Genuss" sei deshalb ein wichtiges Forum zur Verbraucherinformation.
    Landrat Franz Weber hat für die Ausstellung die Schirmherrschaft übernommen. Gefördert wird das neue Messeprojekt auch von der Stadtverwaltung Uhingen. Die Wahl auf Uhingen als Messestandort begründen die Initiatoren unter anderem mit hohen Mietkosten und fehlender Bewirtschaftungsmöglichkeit bei den Hallen in der Kreisstadt Göppingen. Die Initiatoren der Messe setzen auf eine zugkräftige und publikumswirksame Veranstaltung, bei der die Besucher nicht nur Kostproben erhalten, sondern sich mit dem Probierten auch gleich eindecken können. Die Ausstellung wird in ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm eingebettet. So ist ein Schaukochen mit Prominenten ebenso vorgesehen wie Vorträge über Ernährung oder praktische Tipps für einen nett gedeckten Tisch. Lohse ist davon überzeugt, dass der Besuch der neuen Messe ein Erlebnis für die ganze Familie wird. Der WiF-Geschäftsführer sieht auf Anbieter-Seite ein großes Potenzial. Mehr als 150 Firmen im Landkreis und der unmittelbaren Umgebung produzieren Lebensmittel. Hinzu kommen jene Organisationen und Verbände, die sich direkt oder indirekt mit der Thematik Essen und Trinken beschäftigen.
    Die Initiatoren sind zuversichtlich, dass sich an der ersten Messe mindestens 40 Aussteller beteiligen. Bei einer im Vorfeld durchgeführten Umfrage hätten zahlreiche Firmen ein großes Interesse am "Göppinger Genuss" gezeigt.

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    5. Verleihung des Innovationspreises

    Visionen statt Regeln aufzeigen

    Neue Arbeitsplätze, mehr Umsatz und höhere Bekanntheit sind drei Ziele, die der Innovationspreis des Kreises Göppingen bewirken soll. Am Montag wurde er bereits zum fünften Mal vergeben.

    Von Leonhard Fromm

    Göppingen
    Je 3000 Euro Preisgeld haben die Ortwein Sanitär GmbH, der Schneidwerkzeughersteller Roos & Kübler, beide Ebersbach, sowie die Semmler GmbH aus Göppingen für ihre Neuentwicklungen erhalten. Professor Johann Löhn, Vorstandsvorsitzender der Steinbeis-Stiftung, überreichte den Gewinnern vor 200 Gästen im Foyer der Kreissparkasse ihre Preise. Bereits zum fünften Mal hatten die Wirtschaftsförder GmbH des Landkreises (WiF) und die Kreissparkasse den Wettbewerb ausgeschrieben, an dem sich 42 Unternehmen mit maximal 250 Beschäftigten beteiligt hatten.
    Die Ortwein Sanitär GmbH, die elf Mitarbeiter beschäftigt, hat eine Montagetechnik für Handtuchhalter, Spiegelschrank und Seifenspender entwickelt, die Fliesen nicht mehr beschädigt, weil das Bohren durch Kleben ersetzt wird. Die TÜV-erprobte Technik, die bis 300 Kilo Gewicht hält, hat sich das Unternehmen patentieren lassen.
    Dass Roos & Kübler mit einer neuen Schneidetecnik für Elektroblech bis zu 70 Prozent Material einspart, brachte dem Arbeitgeber von 120 Menschen den Preis. Zudem ist das Werkzeugsystem kleiner, was weitere Kosten einspart. Die Semmler GmbH, die mit zwölf Mitarbeitern auf Wegstreckenmessgeräte für Fahrtenschreiber spezialisiert ist, wurde für ihr Prüfsystem prämiert, das die Messdauer verschiedener Vorgänge um zwei Drittel auf 30 Minuten senkt.
    Jeweils mit 750 Euro dotierte Auszeichnungen erhielten die Göppinger Bäckerei Zwicker für eine immunsystemstärkende Backware; die Süßener Carl Stahl GmbH für ein Absturzsicherungssystem; das Ebersbacher Ingenieurbüro Stengel für eine faltbare Kühlbox; die Schlierbacher Lubrix GmbH für ein neuartiges Schmierverfahren für Maschinen; die Geislinger Petter Optic Electronics für ein digitalisiertes Verwaltungsverfahren; die Salacher IT-Gruppe Schmid & Partner für eine zahnmedizinische Software; die Gingener Schmid Baukunststoffe GmbH für eine gewichtsreduzierte und formbare Balkonplatte sowie der technische Gebäudeausrüster Schrag aus Ebersbach für ein Ressourcensparendes Ölheizmodul.
    Der Jury hatten neben Löhn auch Jürgen Hilse, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse, und WiF-Geschäftsführer Reiner Lohse angehört. In seinem Festvortrag machte Professor Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, deutlich, dass nur solche Firmen auf Dauer das hohe Lohnniveau in Deutschland rechtfertigten. "Der Speicher guter Ideen muss im Unternehmen voll sein, sonst bekommen sie bei deutschen Lohnkosten schnell ein Problem", stichelte der Schwabe geben Behäbigkeit und Selbstgefälligkeit. Innovative Firmen erkenne man daran, dass sie nicht mehr Strukturen, sondern die Firmenkultur betonten; Mitarbeiter nicht mehr durch Verträge, sondern Sinn-Integration an sich bänden und statt Regeln Visionen kommunizierten. Positiv bewertete Landrat Franz Weber die 42 Innovationen, unter denen die Jury im Kreis hatte wählen können. Beim Bundeswettbewerb waren 320 Anträge eingereicht worden.

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    Der Gesundheitsführer ist da

    Kreis Göppingen - Der Landkreis verfügt über ein breites Spektrum an Kompetenzen im Bereich Gesundheit. Das wird im "Gesundheitsführer" deutlich, der heute erscheint.
    Tourismus-Initiative Stauferkreis (TiS), die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WiF), sowie NWZ und Geislinger Zeitung haben den ersten "Gesundheitsführer für den Stauferkreis" entwickelt. Er liegt heute den beiden Zeitungen bei und wird zudem auf der Tourisitikmesse CMT präsentiert.
    Das 40-Seiten-Heft informiert über bedeutende Unternehmen und Dienstleister im Gesundheitsbereich, mit denen sich der Landkreis von anderen unterscheidet. Zudem gibt das Heft Gästen wie Einheimischen eine Übersicht über das vielfältige Gesundheitsangebot im Kreis. Abgerundet wird der Gesundheitsführer durch Porträts von Ärzten, die sich weit über die Kreisgrenzen hinaus einen Namen gemacht haben.

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    Kooperationen bieten Chancen

    Gründergrotte

    Kooperationen bieten Chancen

    Göppingen - Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung des Landkreises Göppingen (WiF) hält am Donnerstag, 4. November, 20.30 Uhr in der "Gründergrotte" das Impulsreferat zum Thema "Mehr Wettbewerbsstärke durch Kooperationen".
    Den Teilnehmern wird am Beispiel eines Dienstleistungsverbundes erläutert, wie sie ihren Kernkompetenzen treu bleiben können und dennoch mehr Wettbewerbsstärke durch Full-Service Dienstleistung erreichen. Der monatlichen Treff für Existenzgründer und Jungunternehmer findet im Bürgertreff (unter der Stadtbibliothek) in Göppingen statt. Rund um das Impulsreferat besteht wie immer die Möglichkeit, andere Gründer kennenzulernen und sich auszutauschen. Auch die Organisatoren der Gründergrotte stehen für zwanglose Gespräche zu Verfügung.

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    Vitalis 2004

    Die "Vitalis" setzt auch auf gesundes Bauen

    Die Göppinger Gesundheitsmesse "Vitalis" findet im April 2004 das dritte Mal statt. Sie wird um das Thema "Gesundes Bauen und Wohnen" erweitert.

    Göppingen - Die "Vitalis"-Macher, die in der Arbeitsgemeinschaft "Gesundheitswelle" zusammengeschlossenen Gesundheitshandwerker, bereiten derzeit in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WiF) und der NWZ ihre dritte Ausstellung vor. Sie findet vom 23. bis 25. April statt.
    Erweitert wird die Messe, mit der unter anderem das Kompetenzzentrum Gesundheit im Landkreis gestärkt werden soll, um das Thema "Gesundes Bauen und Wohnen". Auch über altengerechtes Wohnen will die dritte "Vitalis" informieren.
    Begleitet wird das Messeprogramm wiederum durch zahlreiche Vorträge. Neu ist ein Naturheilmittelkongress, der am ersten Ausstellungstag stattfinden soll und der von der WiF veranstaltet wird. Mit dieser Veranstaltung will WiF-Chef Reiner Lohse den Unternehmen im Kreis, die im Bereich Naturheilmittel tätig sind, ein Forum geben. Vorgeschaltet ist der "Vitalis" wiederum das NWZ-Gesundheitsforum, bei dem es um aktuelle gesundheitspolitische Fragen geht.
    Interessierte Aussteller sind von den Veranstaltern am 21. Oktober, 19 Uhr, zu einem Informationsabend auf Schloß Filseck eingeladen. Dort soll das Messekonzept detailliert vorgestellt werden.
    Die "Vitalis" fand 2001 zum ersten Mal in der Göppinger Stadthalle statt und zog mehr als 5000 Besucher an. Um die Ausstellung fest zu etablieren wurde sie 2002 wiederholt. Seinerzeit kündigten die Initiatoren an, die Messe im Zwei-Jahres-Turnus durchzuführen, damit die Aussteller stets auch Neuentwicklungen im Gesundheitsbereich bei der "Vitalis" präsentieren können.

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    EXPO REAL

    Wirtschaftsförderung

    Auf der Messe Expo Real in München präsentierte sich der Landkreis auf einem Gemeinschaftsstand mit der Region Stuttgart. Auf Europas wichtigster Fachmesse für Gewerbeimmobilien, der Expo Real, hat die WiF Wirtschaftsförderung des Landkreises den Standort unter dem Motto "Von Mechatronik bis Gesundheit" vorgestellt. Geschäftsführer Reiner Lohse: "Man muss den potentiellen Investoren nicht nur freie Gewerbeflächen sondern konkrete Kompetenzen in verschiedenen Wissensbereichen anbieten." Auf dem Podium des Messestandes wurde als Großprojekt in der Region der Stauferpark durch Reiner Lohse und Werner Dieterich, Geschäftsführer des Business Park GmbH, beworben. Für den Geschäftsführer der WiF war wichtig sich im Binnenmarkt der Region zu behaupten und neue Kontakte nach außen zu knüpfen, die jetzt im Nachgang vertieft werden.

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    Innovationspreis für 03

    44 Bewerber für Innovationspreis

    Göppingen (rik). Jetzt ist es amtlich. 44 Firmen haben sich um den Innovationspreis des Kreises Göppingen beworben. "Das Ergebnis kann sich sehen lassen", sagt Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF) des Landkreises.
    Doch nicht nur mit der Anzahl der Teilnehmer ist der WiF-Geschäftsführer zufrieden. Auch die Qualität könne sich sehen lassen. "Es handelt sich um hoch innovative Bewerbungen." Beteiligt hätten sich Industrie-, Handels-, Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen in den verschiedensten Größenordnungen. "Es ist alles dabei vom Einmannbetrieb bis zum Mittelständler mit 200 Beschäftigten", erklärt Lohse. Bekanntlich ist die Teilnahme an diesem Wettbewerb auf jene Unternehmen beschränkt, die nicht mehr als 250 Mitarbeiter zählen. Außerdem müssen die Firmen im Kreis Göppingen ansässig sein.
    Schon in den nächsten Wochen sollen die einzelnen Beiträge gesichtet und bewertet werden. Die Preisverleihung soll am 26. Januar nächsten Jahres in der Kreissparkasse in Göppingen stattfinden. Der Preis, mit dem bereits zum fünften Mal Unternehmen für innovative Produkte, Dienstleistungen, Organisationen und Verfahren ausgezeichnet werden, ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.
    Die drei ersten Preisträger erhalten jeweils 3000 Euro. Den Rest teilen sich vier bis fünf Unternehmen, denen von den Juroren ein Anerkennungspreis zuerkannt wird.

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    Innovationspreis für 2003

    Firmen reichen 43 Projekte ein

    KREIS GÖPPINGEN. 43 qualifizierte ind hochinnovative Bewerbungen sind für den Innovationspreis des Landkreises Göppingen eingegangen. Beteiligt haben sich an dem von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WiF) und der Kreissparkasse Göppingen ausgeschriebenen Wettbewerb Industrie-, Handels-, Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen - vom Ein-Mann-Betrieb bis zum Mittelständler mit 200 Beschäftigten. In den nächsten Wochen werden die Beiträge gesichtet und bewertet. Die Verleihung des mit 15.000 Euro dotierten Preises findet am 26. Januar in der Kreissparkasse Göppingen statt.

    Von Rüdiger Gramsch

    Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mit 43 eingereichten Projekten ist der zum fünften Mal ausgeschriebene und mit insgesamt 15000 Euro dotierte Innovationspreis von Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Kreissparkasse außerordentlich erfolgreich. Die Zahl der Einsendungen allein macht schon deutlich, welches Innovations-Potenzial im Landkreis Göppingen vorhanden ist. Für die Jury, in der auch der Vorstandvorsitzende der renommierten Steinbeisstiftung, Johann Löhn, sitzt, sicher keine leichte Aufgabe, die Preisträger im dichten Feld hochqualifizierter Bewerbungen zu ermitteln.
    Der Innovationspreis ist haarscharf zugeschnitten auf die Wirtschaftsstrukturen des Landkreises Göppingen, die von kleinen und mittleren Unternehmen, die in der Regel keine eigene Entwicklungsabteilung haben, geprägt sind. Gezielt unterstützt er den berühmten schwäbischen Tüftlergeist. Das macht den Preis spannend und geeignet als wichtigen Beitrag zur Wirtschaftsförderung.
    Der Preis rückt aber auch Unternehmen in den Blickpunkt, die sonst eher im Schatten der Großen erfolgreich arbeiten. Die wirksame Präsentation der Kleinen, die leider kaum intensive Öffentlichkeitsarbeit betreiben (können), ist aber ein wichtiger Beitrag für das Innenmarketing und das Selbstbewusstsein in einem Landkreis. Da gibt es noch viel zu tun. Der Innovationspreis öffnet hier weitere Türen.

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    Innovationspreis 03

    Innovationspreis 03
    Innovationspreis hat vieles bewegt im Kreis Göppingen

    Wettbewerb bringt Firmen und Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises zusammen-Ende September Bewerbungsschluss

    GÖPPINGEN. Einen guten Namen hat der Innovationspreis, den die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF) des Kreises und die Kreissparkasse in diesem Jahr wieder ausgeschrieben haben. WiF-Geschäftsführer Reiner Lohse rechnet mit 40 Bewerbungen.

    Von Sabine Riker

    Mehr als 40 Bewerbungsbögen sind der Wirtschaftsförderungsgesellschaft auch bei der letzten Ausschreibung vor zwei Jahren auf den Tisch geflattert. "Das ist eine unglaubliche Anzahl, vor allem, wenn man bedenkt, dass sich an dem landesweit ausgeschriebenen Wettbewerb um den Dr.-Rudolf-Eberle-Preis des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums rund 60 Unternehmen beteiligten", erläutert Lohse.

    Die Attraktivität des WiF-Preises, der bereits zum fünften Mal vergeben wird, erklärt er weniger mit dem finanziellen Anreiz durch das Preisgeld . "Im Vergleich zu den Investitionskosten für die Entwicklung einer neuen Maschine etwa ist das gar nichts", winkt Lohse ab. Die ersten drei Preisträger des mit insgesamt 15 000 Euro dotierten Preises erhalten jeweils 3000 Euro. Den Rest teilen sich vier bis fünf Unternehmen, die mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet werden.

    Mehr als das Geld ziehe die Tatsache, dass der Wettbewerb im Kreis verankert sei. Gerade dieser "lokale Touch" sei vor dem Hintergrund einer mittlerweile "inflatorischen" Zunahme von Preisen ein Pluspunkt. "Die Leute sagen, da machen wir mit."

    Doch der lokale Hintergrund allein reicht nicht aus. Der Preis muss auch ein Renommée haben. Damit er das bekommt, haben Lohse und sein Vorgänger Wolfram Dreier stets Wert darauf gelegt, die Preisverleihungen hochkarätig zu besetzen. "Das letzte Mal hat der Wirtschaftsminister die Festrede gehalten." Ein Gewinn für die Unternehmen sei aber auch die Öffentlichkeitsarbeit im Gefolge des Wettbewerbs. "Die Teilnahme an dem Wettbewerb ist auf Firmen mit maximal 250 Mitarbeitern beschränkt, die könnten eine Öffentlichkeitsarbeit in diesem Umfang gar nicht machen." Diese aber sei nicht nur im Kampf um neue Kunden wichtig, sondern auch, um gute Mitarbeiter zu gewinnen.

    Der Glanz einer Preisverleihung kann schnell wieder verblassen. Deshalb hält es Lohse für das Wichtigste, mit den innovativen Betrieben überhaupt erst in Kontakt zu kommen und es dann auch zu bleiben. Der Innovationspreis sei dafür ein probates Mittel, das habe sich in den vergangenen Jahren gezeigt. "Die Preisträger sind für uns eine Art Stammkundschaft geworden", sagt der Wirtschaftsförderer. Dieses In-Kontakt-Bleiben ermögliche es, die Firmen gezielt auf Förderprogramme aufmerksam zu machen und sie zu unterstützen, die entsprechenden Anträge zu stellen.

    Hilfreich sei das Geflecht aus Beziehungen, aber auch für übergreifende Projekte. So sei es gelungen, in diesem Jahr erstmalig ein "Forum Kontakt" für Schüler und Studenten an der Fachhochschule für Technik anzubieten. Der persönliche Draht zu den Unternehmen ermöglichte es ferner, im Stauferpark eine kleine Leistungsschau auf die Füße zu stellen, die mehr als 200 Fachbesucher anlockte und den Grundstein für ein Netzwerk legte, das eine firmenübergreifende Zusammenarbeit ermöglichen soll. Dies sei vor allem für die kleineren und mittelständischen Betriebe wichtig, um konkurrenzfähig zu bleiben.

    Das gleiche Ziel verfolge auch das bereits fest im Kreis verankerte Kompetenznetzwerk Mechatronik. Lohse hofft, dass es noch gelingt, ein Netzwerk Gesundheit zu schaffen. "Wir sind zu diesem Thema ganz gut positioniert durch die Bädergemeinden, die Firmen, die Naturheilmittel herstellen, und durch die örtlichen Krankenhäuser." Schon bei der nächsten Gesundheitsmesse Vitalis im Frühjahr will Lohse einen Naturheilmittel-Kongress veranstalten. Außerdem plant er, einen Gesundheitsführer herauszugeben.

    Der Innovationspreis wird innovative Produkte, Dienstleistungen, Verfahren und Organisationen vergeben. Betriebe, die teilnehmen möchten, dürfen höchstens 250 Mitarbeiter haben und müssen im Kreis Göppingen ansässig sein. Bewerbungsschluss ist der 30. September.

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    Messebauer stellen sich vor

    Netzwerk "NEUE MESSE"
    Leistungsschau in Göppingen

    GÖPPINGEN. Die Messebauer sind mit der Bilanz ihrer Leistungsschau zufrieden. Die Wirtschaftsförderung des Landkreises hat die Veranstaltung am Samstag als Vorbereitung für die neue Messe auf den Fildern organisiert.

    Von Karen Schnebeck

    Die neue Messe auf den Fildern soll auch Göppinger Betrieben neue Kunden bringen - zumindest wenn es nach dem Willen von Göppingens Wirtschaftsförderer Rainer Lohse geht. Schließlich sei das Angebot an Messebauern und Dienstleistern im Kreis sehr groß. Lohse: "In Göppingen gibt es alles für den professionellen Messeauftritt." Damit meint Lohse nicht nur Standplaner und Messebauer, sondern auch Hotels, Catering, Werbung und Unterhaltung. Damit Göppinger Anbieter für den 2006 geplanten Start der neuen Messe auf den Fildern vorbereitet sind, organisierte die Wirtschaftsförderung des Landkreises am Samstag eine erste Leistungsschau der Göppinger Messemacher. 25 Anbieter aus dem Kreis präsentierten sich dem Fachpublikum in den Räumen der Firma Lambert im Göppinger Stadtteil Stauferpark.

    "Etwas mehr Besucher hätten es schon sein können", meinte Sven Koos, Leiter der Göppinger Agentur scope, einem Spezialisten für Event-Marketing. Trotzdem ist er mit dem Verlauf der Leistungsschau zufrieden. "Das Publikum ist sehr interessiert. Außerdem ist es grundsätzlich mal eine gute Idee, so eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen." Ob die neue Messe auf den Fildern tatsächlich wie geplant im Jahr 2006 erstmals ihre Pforten öffnet, ist Koos fürs Erste nicht so wichtig. "Unser Angebot ist ohnehin nicht allein für Messeauftritte interessant." Koos hält es für sinnvoll, sich jetzt auf die Zukunft vorzubereiten. "Wenn wir erst in zwei Jahren über den neuen Standort bei Stuttgart nachdenken, ist es zu spät."

    Ähnlich sieht das Messebauer Florian Schäfer aus Boll. Schäfer und Koos teilen sich ihren Stand mit der Göppinger Multimedia-Firma Madness. Den drei Dienstleistern ist die Zusammenarbeit auf Messen ein besonderes Anliegen. Schließlich könne kaum jemand sämtliche Bedürfnisse eines großen Kunden allein befriedigen. Schäfer: "Für uns ist es wichtig, hier auf der Leistungsschau andere Anbieter aus dem Kreis kennen zu lernen, mit denen man künftig zusammenarbeiten kann." Der Netzwerk-Gedanke sei für die meisten Teilnehmer besonders wichtig. Schäfer ist zuversichtlich, dass sich die auf der Messe geknüpften Kontakte in Zukunft weiter ausbauen lassen.

    Der Organisator Lohse war mit dem Verlauf der Veranstaltung ebenfalls zufrieden. "Was wirklich sehr gut klappt, ist, dass sich die Anbieter endlich mal ansprechen und sich kennen lernen", berichtete Lohse. Der Wirtschaftsförderer ist zuversichtlich, dass die neue Messe wie geplant gebaut wird. Bis dahin, so seine Hoffnung, "ist der Raum Göppingen vorbereitet".

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    Netzwerk die NEUE MESSE

    LEISTUNGSSCHAU / Messedienstleister präsentieren sich im Stauferpark"Der frühe Vogel fängt den Wurm"Neue Messe auf den Fildern im Blick - Netzwerk schaffen - Initiator sehr zufrieden

    Zum ersten Mal haben sich die Messedienstleister im Kreis Göppingen in einer Leistungsschau präsentiert. Auf Initiative der Wirtschaftsförderung stellten die Unternehmen ihre Produkte vor und knüpften untereinander Kontakte. STEFFEN WOLFF GÖPPINGEN Am Ende zog Reiner Lohse eine positive Bilanz: "Mit dem Verlauf der ersten Leistungsschau für Messedienstleister sind wir sehr zufrieden", sagte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung (WiF) im Landkreis. "Der Versuch, ein Netzwerk unter den Firmen aufzubauen, ist geglückt." Zum ersten Mal hatte die WiF am Samstag die Leistungsschau im Göppinger Stauferpark veranstaltet. 25 Firmen, vom Standplaner und Messebauer bis zur Werbeagentur und einer Fachfrau für zeitgemäße Umgangsformen, hatten sich und ihre Produkte in den Räumen der Firma Lambert präsentiert. Die Idee der Veranstaltung: Den einzelnen Dienstleistern die Möglichkeit geben, sich potentiellen Kunden zu präsentieren, aber auch untereinander ins Gespräch zu kommen. Denn, so hatte bereits ein erstes Treffen der Aussteller Mitte Mai gezeigt, häufig besteht die Möglichkeit, sich gegenseitig zu ergänzen. Rund 200 Fachbesucher fanden den Weg zu den Messemachern. "Das ist nicht übermäßig viel", so Lohse. "Aber schließlich stand das Kennenlernen im Vordergrund." Davon machten die lokalen Messedienstleister regen Gebrauch. "Dass wir hier auf der Leistungsschau mit dabei sind, ist schon wichtig", sagte etwa Andre Weinmann von der Firma Atlantis. "Nicht unbedingt um neue Kunden zu finden, sondern eher um Kontakte zu anderen Firmen der Branche zu knüpfen." Das Engagement der WiF könne er nur begrüßen. "Für Göppingen ist jede Art von Innovation positiv - da gibt es viel Nachholbedarf." Neue Ideen erhoffte sich Christian Raitzsch. "Bisher war ich auf Insidertipps angewiesen. Hier kann ich aber eine große Anzahl von Leuten treffen", sagte der Produkt-Designer und Anbieter eines Zeltsystems für Messen. Warum es gerade jetzt wichtig ist, den Messedienstleistern im Kreis unter die Arme zu greifen, erklärte Lohse so: "Der frühe Vogel fängt den Wurm", sagte er mit Blick auf die geplante Neue Messe auf den Fildern. "Wir brauchen ein Netzwerk und müssen Kooperationen bilden, um gemeinsam zu zeigen, was wir hier in der Region an Kompetenzen bieten können." Der Messeneubau halte für den Landkreis große Chancen bereit. Für mehr als 800 Millionen Euro soll neben dem Stuttgarter Flughafen ein rund 100 000 Quadratmeter großes Messe-Areal entstehen. Bereits Ende 2006 soll das Projekt fertig sein. Ob es künftig regelmäßig eine Leistungsschau für Messedienstleister im Stauferpark geben wird, ließ Lohse hoffen.

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    Netzwerk die NEUE MESSE

    WIRTSCHAFT / Leistungsschau im Stauferpark
    Messemacher bündeln Kräfte


    STEFFEN WOLFF

    GÖPPINGEN "Die neue Messe auf den Fildern ist eine Chance für die Dienstleister im Kreis", sagt Wirtschaftsförderer Reiner Lohse. Mit einer Leistungsschau wollen sich die lokalen Messemacher jetzt präsentieren. Mit dem Ziel, ein Netzwerk zu knüpfen.

    Die Messedienstleister im Landkreis Göppingen schließen sich zu einem Netzwerk zusammen. "Das Spektrum an Anbietern in der Region ist sehr groß", sagt Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung (WiF). Ganz gleich ob aus den Bereichen Messebau, Standplanung, Werbung, Catering-Service oder Unterhaltung. Bisher traten alle einzeln am Markt auf. "Aber nur wenige sind in der Lage, alleine und umfassend die Leistungspalette für eine professionelle Messewirtschaft abzudecken", sagt Lohse.

    Das soll sich jetzt ändern. Mit einer Leistungsschau in den Präsentationsräumlichkeiten der Firma Lambert im Stauferpark wollen sich erstmals 25 Messedienstleister aus dem Kreis am Samstag gemeinsam präsentieren. Aus gutem Grund: "Wenn die geplante neue Messe auf den Fildern kommt, sind wir hier in einer zentralen Lage", erklärt Lohse. "Durch die räumliche und zeitliche Nähe zum neuen Messestandort hat der Kreis Göppingen die besten Voraussetzungen, von diesem Entwicklungsschwerpunkt zu profitieren." Bereits 2006 soll auf dem Gelände neben dem Stuttgarter Flughafen die erste Messe stattfinden. "Für uns also höchste Zeit für den ersten Schritt", so Lohse. "Wir wollen ein Zeichen setzen: wir sind für die neue Messe."

    In erster Linie das Fachpublikum soll durch die Leistungsschau im Stauferpark angesprochen werden. Dazu zählen alle Unternehmen, die das Medium Messe nutzen, Messegesellschaften sowie der bestehende Kundenstamm der Aussteller. Zusätzlich sind für Samstag verschiedene Vorträge geplant. Unter anderem zu den Themen "Kundenorientiert kommunizieren" und "Zeitgemäße Umgangsformen".

    Als Besonderheit bieten die Veranstalter ein Aussteller- und Besucherfrühstück an. "Dort können dann in lockerer Atmosphäre Kontakte geknüpft werden", so Lohse.

    INFO

    Leistungsschau der Messedienstleister am Samstag von 9 bis 15 Uhr im Stauferpark bei der Firma Lampert, Lise-Meitner-Straße 33.

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    Netztwerk Gesundheit

    04.07.2003 DeutscheHandwerksZeitung

    Kongress: Chancen durch Kooperationen

    Netzwerk Gesundheit

    Stuttgart. Kooperationen und Netzwerke bieten die Chance, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und neue Märkte zu erschließen.

    Reiner Lohse von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF) im Landkreis Göppingen stellte auf dem Kongress "Chancen durch Kooperationen - vernetzte Versorgungsformen" im Haus der Wirtschaft das Projekt "Die Gesundheitswelle" vor.

    Die WiF im Kreis Göppingen setzt sich bereits seit sechs Jahren für die Stärkung und Bündelung der vorhandenen Kompetenzen im Gesundheitsbereich auf Kreisebene ein. Die Gesellschaft gehört dem privatwirtschaftlichen Unternehmen "Gesundheitswelle GbR" an. Von der Orthopädie- und Schuhtechnik über den Fitness- und Gesundheitsbereich bis zur Physiotherapiepraxis, dem Optiker und dem Hörakustikspezialisten schlossen sich eine ganze Reihe von Handwerksbetrieben und Dienstleister aus der Region an, um aus der Gesundheitsmesse mehr zu machen als eine reine Leistungsschau. Die Erfahrungen, die in der Vorbereitung auf die Messe gewonnen wurden, waren die Basis für eine dauerhafte Kooperation. Inzwischen hat sich die "Gesundheitswelle", sagte Lohse, als leistungsstarker Anbieter in der Region etabliert. Durch die Bündelung von Aktivitäten und ein gemeinsames unverwechselbares Erscheinungsbild habe sich die Marktposition verbessert. In einem weltweit offenen Markt sei es besonders für kleine und mittlere Leistungsanbieter von existenzieller Bedeutung Ressourcen zu bündeln und Synergien zu nutzen. Die "Gesundheitswelle" plane weiter Kooperationen mit Institutionen wie Krankenkassen und Kliniken. Ein Schwerpunkt sei die Auszubildendeninitiative "vitale Berufe" gewesen. Die Veranstaltung war der dritte Teil des Kongresszyklus "Zukunftsmarkt" Gesundheit den das Landesgewerbeamt Baden-Württemberg im Rahmen seines Jahresthemas "Von Kopf bis Fu? - Wirtschaftsfaktor Gesundheit" organisiert.

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    Netzwerk NEUE MESSE

    Leistungsschau der Messemacher

    GÖPPINGEN. Eine Messe der Messemacher hat die Wirtschaftsförderung des Landkreises auf die Beine gestellt. Am Samstag präsentieren sich im Göppinger Stadtteil Stauferpark Unternehmen auf einer Leistungsschau der Messedienstleister.

    Von Klaus Nonnenmacher

    Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, kennt nicht nur eine Schwäche der Region. Doch ein Defizit sei immer noch die im Vergleich zu anderen Wirtschaftsräumen unzureichende und nicht mehr zeitgemäße Messe-Infrastruktur. Gerade deshalb dürfen sich von der geplanten neuen Messe auf den Fildern nahe des Stuttgarter Flughafens auch Göppinger Unternehmen einen Schub versprechen. "Durch die räumliche Nähe und insbesondere die rasche Erreichbarkeit des Messestandorts auf den Fildern hat der Landkreis Göppingen die besten Voraussetzungen, von diesem Entwicklungsschwerpunkt zu profitieren", befindet Reiner Lohse von der Wirtschaftsförderung des Landkreises.

    Was sie alles leisten können, wollen 25 Unternehmen aus dem Filstal und der Region am Samstag von 9 bis 15 Uhr bei der Firma Lambert (Lise-Meitner-Straße 33) im Stauferpark zeigen. Dazu gehören Standplaner, Messebauer, Werbeagenturen sowie Ton- und Lichttechniker, aber auch Unternehmer, die dem Personal am Messestand die richtigen Umgangsformen mit den Messebesuchern näher bringen. Mit von der Partie sind aber auch Caterer und Hoteliers,

    "Die Palette der Dienstleistungen rund um die Messe ist groß", erklärt Reiner Lohse. Dazu gibt es für die Besucher auch Kostproben. So wird vormittags ein umnfangreiches Frühstücksbuffet angeboten. Außerdem dürfen die Besucher selbst aktiv werden und bei Entspannungsübungen mitmachen. Zu jeder vollen Stunde sind zudem Kurzvorträge vorgesehen.

    Die Messe der Messemacher ist aber nicht nur als Leistungsschau konzipiert, sie soll auch helfen, Kontakte zu knüpfen. "Nur wenige Anbieter sind in der Lage, alleine alle Leistungen für eine professionelle Messewirtschaft abzudecken", so Lohse.

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    NEUE MESSE Netzwerk

    LEISTUNGSSCHAU / 25 Messedienstleister präsentieren sich im StauferparkNeue Chance soll genutzt werdenNetzwerk für Unternehmen - Heute auf dem programm: Tai Chi für Besucher
    Verschiedene Messedienstleister der unterschiedlichsten Branchen dem Kreis Göppingen präsentieren sich heute in einer ersten gemeinsamen Leistungsschau im Göppinger Stauferpark. FOTO: ARCHIV

    Die Messedienstleister im Kreis Göppingen bündeln ihre Kräfte. Mit einer gemeinsamen Leistungsschau präsentieren sich die einzelnen Unternehmen heute im Stauferpark. Initiiert wird das Projekt "Messemacher" von der Wirtschaftsförderung. STEFFEN WOLFF GÖPPINGEN "Wenn die geplante neue Messe auf den Fildern kommt, sind wir hier im Kreis Göppingen in einer zentralen Lage", sagt Reiner Lohse, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung (WiF) im Landkreis. Die räumliche Nähe und die gute Verkehrsanbindung des Landkreise würden eine direkte Konkurrenz zur Stuttgarter City ermöglichen. "Für die örtlichen Messe-Dienstleister entsteht damit die Chance auf ein ganz neues Betätigungsfeld." Diese Chance soll genutzt werden. Mit einer Leistungsschau präsentieren sich Messedienstleister aus dem Landkreis heute im Stauferpark. 25 Firmen, vom Standplaner und Messebauer bis hin zum Catering-Service und Anbieter von Visualisierungen werden sich und ihre Produkte vorstellen. "Dies ist die erste Veranstaltung dieser Art", sagt Lohse. "So hat bisher noch niemand auf die geplante Fildermesse reagiert." Ab 9 Uhr können sich Besucher in den Räumlichkeiten der Firma Lampert im Stauferpark informieren. Bei einem Aussteller- und Besucherfrühstück sollen in lockerer Atmosphäre Kontakte geknüpft werden. Zwischen 11 und 14.30 Uhr sind verschiedene Vorträge geplant. Unter anderem zu den Themen "Kundenorientiert kommunizieren" und "Zeitgemäße Umgangsformen". Und weil ein Messebesuch für die Besucher mitunter recht anstrengend sein kann, gibt es zwischen den einzelnen Programmpunkten Entspannungsübungen von einer Tai Chi-Lehrerin. "Sinn der Leistungsschau ist es nicht nur, sich zu präsentieren. Wir wollen damit für die Messedienstleister auch ein Forum bieten. Es ist der erste Schritt für ein kreisweites Netzwerk", erklärt Lohse. Die Idee trägt bereits Früchte. Bei einem ersten Treffen der Aussteller Mitte Mai hatten sich erste Kooperationen gebildet. "So präsentieren sich etwa im Stauferpark drei Unternehmen gemeinsam an einem Stand, die sich in ihrem Angebot ergänzen", sagt Lohse. Für den Wirtschaftsförderer ein erstes positives Zeichen: das Netzwerk beginnt sich zu verknüpfen.

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    Netzwerk "NEUE MESSE"

    17.05.2003 NWZ:WIRTSCHAFT / Neue Messe für "Neue Messe"

    Netzwerk zeigt Flagge

    In Göppingen entsteht ein Netzwerk aus Messedienstleistern. Bei der ersten Zusammenkunft beschlossen die interessierten Unternehmen eine eintägige Ausstellung, mit der das Profil des Landkreises im Bereich der Wertschöpfungskette des Messewesens geschärft werden soll.
    KREIS GÖPPINGEN Im Zuge des Messeneubaus auf den Fildern wird der zentrale Messestandort für die Region Stuttgart vom Killesberg in die Nähe des Flughafens verlegt. Durch die räumliche und zeitliche Nähe zum neuen Messestandort hat der Landkreis Göppingen die besten Voraussetzungen, von diesem Entwicklungsschwerpunkt zu profitieren. Es wird ein Bedarf an Angeboten der kompletten Wertschöpfungskette einer Messe entstehen: Messeveranstaltung, Standplanung, Messebau, Handwerk, Werbung, Standservices, Übernachtung, Gastronomie, Unterhaltung. Am 5. Juli findet dazu erstmalig eine Leistungsschau in den Präsentationsräumlichkeiten der Firma Lambert im Stauferpark, statt. Ausrichter der Fachmesse ist der Arbeitskreis "Neue Messe", bestehend aus: der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen (WiF), "Fair-x-perts" und die Agentur für Messebau. In der Firma Lambert stellten die Mitglieder des Arbeitskreises ihr Messekonzept vor. Mit der "Neuen Messe" wollen die Organisatoren ein Fachpublikum ansprechen. Dazu zählen alle werbenden Unternehmen, die das Medium Messe nutzen, Messegesellschaften sowie der bestehende Kundenstamm der Aussteller. Parallel zur Messe ist ein fachspezifisches Vortragsprogramm geplant. Experten aus dem Landkreis sollen zu innovativen Präsentations- und Kommunikationsformen eines Messeauftritts referieren. Für die anstehende Ausstellung wird die Werbetrommel bereits kräftig gerührt. Mit den Fachleuten aus dem Netzwerk zu Werbung und Marktkommunikation werden Marketinginstrumente und die Öffentlichkeitsarbeit organisiert. Mit der Leistungsschau verfolgen die Organisatoren das Ziel, firmenübergreifende Projekte zu fördern, vor allem jedoch die interdisziplinäre Zusammenarbeit als Netzwerk für die "Neue Messe" zu stärken. INFO Interessierte Unternehmen, die sich auch in der Wertschöpfungskette der Messe tätig sehen, können sich an die WiF, Reiner Lohse, Telefon 0 71 61/ 50 23-585 wenden.

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    Gesundheit ist gesucht

    04.02.2003 NWZ: TOURISMUS / Profil des Landkreises schärfen
    Das Profil des Gesundheits-Landkreises Göppingen mit seinen Bädergemeinden, Kliniken und Gesundheitsbetrieben will die Tourismus-Initiative Stauferkreis (TIS) schärfen. Sie bereitet einen Gesundheitsführer vor.
    GÖPPINGEN: Gesundheitsbewusste Einheimische wie Gäste sollen sich künftig noch besser im Landkreis Göppingen zurecht finden. Die Tourismusintiative Stauferkreis bereitet die Herausgabe eines Gesundheitsführers vor. Beim Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF), Reiner Lohse, laufen dafür alle Fäden zusammen. Die WiF will sich einen Überblick über die Vielfalt der Gesundheitsangebote im Kreis verschaffen. Deshalb sollten sich vor allem Firmen, die Gesundheitsprodukte herstellen oder vertreiben oder Dienstleistungen im Gesundheitsbereich anbieten und vom Namen (noch) nicht mit dem Thema Gesundheit in Verbindung gebracht werden, bei Reiner Lohse melden. Auch Veranstalter von buchbaren Gesundheitsangeboten sollten sich mit der WiF in Verbindung setzten. Die Informationssammlung bildet dann die Basis für die inhaltliche Gestaltung des Gesundheitsführers.
    INFO: Ansprechpartner für den TIS-Gesundheitsführer ist Reiner Lohse, Telefon 07161 / 5023-585 oder Fax 07161 / 5023-581, E-Mail: wif@wif-gp.de

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    Rehaklinik kooperiert

    Rehaklinik kooperiert - Christophsbad schließt Vertrag mit der "Gesundheitswelle"
    26.11.2002 NWZ
    GESUNDHEIT / Baustein für Kompetenzzentrum
    Rehaklinik kooperiert
    Christophsbad schließt Vertrag mit der "Gesundheitswelle"
    Um die Patientenversorgung zu verbessern, hat die Reha- Klinik Christophsbad einen Kooperationsvertrag mit der "Gesundheitswelle" geschlossen. Für Wirtschaftsförderer Reiner Lohse ist das~ Projekt ein Baustein im Bemühen um ein kreisweites Kompetenzzentrum Gesundheit.
    RÜDIGER GRAMSCH
    KREIS GÖPPINGEN
    Die ganzheitliche Versorgung von Patienten auf kurzen Wegen, das haben sich die in der ,,Gesundheitswelle" zusammengeschlossenen Gesundheitshandwerker mit auf ihre Fahne
    geschrieben. Die bereits mit dem Dienstleisterpreis des Landes ausgezeichnete Gesellschaft, die auch Veranstalter der Gesundheitsmesse "Vitalis" ist, hat nun einen Kooperationsvertrag mit dem Christophsbad abgeschlossen. "Auf der letzten Messe kam in Gesprächen die Initialzündung für eine Zusammenarbeit", erinnert sich Rüdiger Schmauder von der Gesundheitswelle: "Es lag nahe, eine gemeinsame Strategie zu entwickeln." Dr. Clemens-G. Müller, Chefarzt der Reha- Klinik, blickt angesichts des entwickelten Angebots zuversichtlich die Zukunft.
    Durch die GesundheitsweIle konnten die Dienstleistungsangebote in der Klinik ausgebaut wer den. Dazu gehört ein Fahrdienst für Patienten- zur ambulanten Behandlung in die Klinik und bei Bedarf zu den technischen Einrichtungen der "Gesundheitswelle", die Einführung einer Patientenmappe, die das Leistungsspektrum deutlich macht, Beratungsgespräche für Patienten und Angehörige sowie Schulungen für Mitarbeiter der Reha- Klinik und Veranstaltungen zu aktuellen Gesundheitsthemen.
    Den Auftakt der Kooperation bildete eine Veranstaltung für die Klinik-Mitarbeiter, in der die Leistungen der "Gesundheitswelle" sowie die Abläufe der Zusammenarbeit vorgestellt wurden. Wirtschaftsförderer Reiner Lohse von der kreisweiten Wirtschaftsförderungsgesellschaft ist zufrieden: Das von ihm begleitete Projekt ist in seinen Augen ein weiterer Baustein für das Kompetenzzentrum Gesundheit.

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    Riesige Chancen für Filstal-Firmen

    25.11.2002 NWZ
    Unternehmen / Die Brennstoffzelle ist die Technologie der Zukunft
    Riesige Chance für Filstal -Firmen
    Der Einsatz reicht von Fahrzeugen bis zur Hausenergieversorgung
    Sie ist die Technologie der Zukunft, die Brennstoffzelle. Und damit ein Marktpotential mit vielen Chancen - auch für Unternehmen im Filstal. Das wurde jetzt bei einer Info-Veranstaltung der kreiseigenen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF) mehr als deutlich.
    KARL-HEINZ STROHMAIER
    Kreis Göppingen
    Das Interesse an der Brennstoffzelle ist enorm: Mehr als 60 Vertretern heimischer Firmen waren dem Ruf der WiF auf Schloss Filseck gefolgt, um sich von Experten den aktuellen Stand dieser Zukunftstechnologie aufzeigen zu lassen. Um vor allem, um zu erfahren, welche Chancen sich für Unternehmen aus dem Filstal auftun. Die Kompetenz, so sieht es reiner Lohse von der WiF, sein zweifelsfrei vorhanden. Um an Aufträge zu kommen, sei es notwendig, schon früh einen Fuß in die Türe zu bringen. Aber wie? Oder besser: Was können Firmen im Zusammenhang mit der Brennstoffzelle leisten?
    Bevor es darauf Antworten gab, zeigte Martin Quintus von DaimlerChrysler auf, wie eine Brennstoffzelle arbeitet und wie sie aufgebaut ist. Und Dr. Klaus Bonhoff von der Firma Ballard referierte über die Einsatzgebiete der Brennstoffzelle, die von Fahrzeugen bis zum Hausenergiebereich reicht. Dann ging es ans Eingemachte: Gleich eine ganze Reihe von Ansatzpunkten, wie Firmen aus dem Kreis Göppingen von der Brennstoffzelle partizipieren können, nannte Andreas Brinner vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart. Er verdeutlichte dies zunächst an einer als Batterie eingesetzten Brennstoffzelle. Für die Brennstoffzelle selbst müssten beispielsweise Platten mit Löchern, Stromkollektoren, Gasverteiler, Netze und ähnliches hergestellt werden. Brinner: "Alles mit bekannten Fertigungsarten machbar." Dann der Zellrahmen, der Dichtungen benötigte. Gefordert, seinen weiter Systemsteuerungen, Brenngasaufbereiter, Luftverdichter, Transformatoren, Steuerungsmodule, Kühlsystem - eben alles Produkte und Leistungen, die nicht nur in der Mechatronik tätige Firmen im Kreis Göppingen längst im Programm haben. Doch damit ist das Thema längst noch nicht erschöpft. Auch Leistungen, die mit der Brennstoffzelle selbst wenig zu tun haben, werden künftig Firmen im Filstal neue Märkte eröffnen. Und das völlig abseits vom Fahrzeugbereich, in dem bisher Forschung und Test gelaufen sind. Etwa im Bereich heizung, Wasser, Sanitär oder im Zubehörbereich für große dezentrale Energieanlagen für Wohnblöcke oder gar Stadtteile.
    Chancen gibt es für Unternehmen zudem in der Kunststoff- und Metallverarbeitung, Elektrotechnik, Gießereitechnik, im Anlagenbau oder in der Komponentenfertigung. Aber auch Ingenieurleistungen sind gefragt. Brinner: "Jeder muss sich nur das raussuchen, was er kann."

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    Überkingen will Brennstoffzelle testen

    21.11.2002 Stuttgarter Zeitung
    Bad Überkingen will Brennstoffzelle testen
    Lohse: Unternehmen im Kreis Göppingen sollen die neue Technologie nicht verschlafen
    GÖPPINGEN.
    Die Brennstoffzelle ist eine Technologie der Zukunft Damit die Unternehmen im Landkreis diese Entwicklung nicht verpassen findet heute dazu ein Informationsabend statt. Bad Überkingen plant bereits den Einsatz einer Brennstoffzelle.
    Von Klaus Nonnenmacher
    "Die Brennstoffzelle ist eine der wichtigsten Technologien der Zukunft und keinesfalls nur Zukunftsmusik" befindet Rainer Lohse von der Wirtschaftsförderung (WiF) des Landkreises Automobilhersteller setzen die Technologie bereits in Prototypen ein. In Brennstoffzellen wird Energie durch eine chemische Reaktion von Wasserstoff gewonnen. Dabei fallen keine giftigen Abgase an.
    "Möglicherweise gehen solche Fahrzeuge in zehn Jahren in Serie, dann müssen sich auch die Zulieferer der Automobilindustrie umstellen", sagt Lohse. Und davon gibt es natürlich etliche Firmen im Filstal. Damit Göppinger Unternehmen von der Entwicklung nicht abgehängt werden, hat Lohse für heute Abend eine Informationsveranstaltung über die Brennstoffzelle organisiert Mehr als 40 Teilnehmer haben sich dafür angemeldet..
    ,,Die Unternehmen sollen rechtzeitig auf die Technologie aufmerksam gemacht werden. Die Brennstoffzellen müssen schließlich auch hergestellt und gewartet werden. Viele Betriebe hier könnten dafür ihr Kowhow beispielsweise auf dem Gebiet der Werkzeugherstellung nutzen", erklärte Lohse.
    "Aber auch für Handwerker ist die neue Technologie interessant", befindet Lohse. Brennstoffzellen können auch in heizzentralen eingesetzt werden. Dass diese Entwicklung keine Vision ist, zeigt die Gemeinde Bad Überkingen. Im Teilort Unterböhringen wird zur Zeit eine neue Grundschule gebaut, und diese soll mit Wärme beheizt werde, die über eine Brennstoffzelle gewonnen wird.
    "Wir wollen einen Prototyp testen", kündigt der Bürgermeister Martin Ernst Joos an. Erklärtes Ziel der Gemeinde ist, als Vorreiter in Sachen alternative Energien ein Zeichen zu setzen. "Eine Solaranlage können wir auf dem Gebäude wegen der topografischen Lage nicht installieren, und für ein Blockheizkraftwerk ist das Gebäude zu klein", erklärte Joos. Dann habe er von dem Angebot der Energie Baden-Württemberg (EnBW) gehört. "Die EnBW stellt insgesamt 30 Prototypen von Brennstoffzellen zur Verfügung. Eines dieser Aggregate dürfen wir in der Grundschule testen", so Ernst Martin Joos.
    Der Gemeinde entstehen bei diesem Pilotprojekt nicht mehr Kosten, als bei dem Einsatz herkömmlicher Heiztechniken. Vermutlich werden wir die Brennstoffzelle erst 2004 in Betrieb nehmen", erklärt der Bürgermeister. Sie wird mit Erdgas betrieben und leistet zwei Kilowattstunden. In Verbindung mit einem nachgeschalteten Gasbrennwertkessel leistet die Anlage 22 Kilowattstunden.

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    Zukunftsmarkt mit Hürden

    7.11.2002 NWZ
    WIRTSCHAFT / Referenten informieren über das Thema Medizintechnik
    Zukunftsmarkt mit Hürden
    Tipps für Neueinsteiger - "Exoten im Vorschriften-Dschungel"
    Orientierungshilfen für Unternehmen, die den Markt der Medizintechnik erobern wollen, gab es bei einem Forum der Wirtschaftsförderung. Referenten informierten über rechtliche Schritte und gaben praktische Tipps.
    STEFFEN WOLFF
    KREIS GÖPPINGEN: "Zum Bereich der Medizintechnik gehört mehr, als man denkt", sagt Joachim Hiller, Leiter der Medizintechnik an der Klinik am Eichert. Egal ob mit Mikroprozessor gesteuerte Dialysemaschinen oder Nierenschalen aus Edelstahl. Um den Firmen im Kreis Göppingen, die über das nötige Know-How und die fertigungstechnischen Möglichkeiten verfügen, den Schritt für den Markteintritt zu vereinfachen, hatte die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF) zu einem Forum Medizintechnik auf Schloss Filseck eingeladen. Albrecht Schmid von der WiF sieht zwar in der Medizintechnik einen Zukunftsmarkt - Vorsicht sei aber dennoch geboten: "Denn der Markt unterliegt eigenen Regeln."
    Jochen Göser vom Gewerbeaufsichtsamt klärte die anwesenden Zuhörer über die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Markteinführung eines Medizinproduktes auf. Die CE-Zertifizierung sei dabei unabdingbar. Nach der eher trockenen Theorie stellte Medizintechniker Hiller verschiedene praktische Beispiele aus der Klinik am Eichert
    vor. "Die Produkte müssen so hergestellt sein, dass sie die Sicherheit von Patient und Anwendern nicht gefährden. Außerdem müssen sie bestimmte Anforderungen erfüllen, zum Beispiel unempfindlich gegen Sterilisationsverfahren sein."
    Ein Betrieb, der den Markteintritt bereits gewagt hat, ist die Stihler Electronic GmbH in Stuttgart. Deren Geschäftsführer Axel Stihler berichtete über seine praktischen Erfahrungen. ,,Wir sind einer der Exoten, die sich durch den Dschungel von Paragraphen und Vorschriften gekämpft haben." Neueinsteiger müssten sich genau überlegen, ob sie wirklich ein eigenes Produkt vermarkten oder lieber als Zulieferer eines Herstellers arbeiten wollen. ,,Für den Einstieg ist sicherlich die Zulieferung sinnvoller."

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    Reges Interesse bei "Forum Kontakt"

    Reges Interesse beim vierten "Forum Kontakt"
    11.10.2002 NWZ
    MESSE / Reges Interesse beim vierten "Forum Kontakt"
    Suche nach Know-How
    Personalchefs und FH-Studenten beschnuppern einander
    Wirtschaftskrise hin oder her - junge Ingenieure sind weiterhin gefragt. Aber: Sie müssen rechtzeitig ihre Fühler ausstrecken. Eine gute Gelegenheit zum Kontakte knüpfen für Studenten und Unternehmen gab es gestern bei der vierten Messe "Forum Kontakt". Das Interesse war auf beiden Seiten rege.
    CORINNA JIRMANN
    GÖPPINGEN: Wer ist gefragter, die Unternehmen bei den Ingenieur--Studenten oder die Ingenieur-Studenten bei den Unternehmen? Gestern bei der Kontaktmesse "Forum Kontakt", die die Wirtschaftsförderung für den Landkreis Göppingen nun zum vierten Mal angeboten hat, war die Nachfrage auf beiden Seiten groß. Überall kleine Gruppen an den Ständen der Firmen, die alle aus dem Kreis stammen. Zwar waren gestern nur 20 Unternehmen vertreten, während es zuvor noch 28 waren, dennoch war den Maschinenbau- und Mechatronik- Studenten klar: Egal, ob die wirtschaftliche Talfahrt anhält oder nicht - sie selbst brauchen keine Angst haben, mal als Aushilfs-Kellner ihr Auskommen bestreiten zu müssen. "Ich hab das Gefühl, das mit dem Job nachher könnte gut klappen, und zwar schnell", glaubt der Mechatronik Student Miroslav Gostovic (viertes Semester). Er und sein Kommilitone Niekzad Irani haben bei jedem Stand von A wie AHC Oberflächentechnik und Allgaier Werke bis Z wie ZF Lenksysteme Informationen über das Unternehmen eingeholt:
    ,,Nur so kann man herausfinden, ob die oder die Firma die richtige für einen ist", meint Irani. Als Werkstudenten würden die beiden Esslinger gerne in einer Firma arbeiten, "aber die bieten überwiegend Stellen fürs Praxissemester an".
    Auf einer Suche nach solch einem Praxissemester ist Peter Ruggenberger, der im fünften Semester Mechatronik studiert. Doch er will ins Ausland: ,,50 Bewerbungen habe ich dafür geschrieben, bis jetzt kam noch keine Zusage." Eben drum sei er hier, schließlich: "Kontakte sind das A und 0." Bei Bernd Appel, Leiter der Berufsausbildung bei Stama, mit dem er sich unterhielt, war er an - der richtigen Adresse. ,,Wir selbst können zwar kein Auslandspraktikum anbieten, aber an unsere Kunden dort vermitteln", sagte Appel. Er selbst nutzte den Tag, um für das Trainee-Programm seiner Firma Werbung zu machen. ,,Nach wie vor besteht Ingenieurmangel. hochqualifizierte Leute werden immer gesucht. Wenn sich die allgemeine Auftragslage wieder bessert, sind die Jobaussichten für Studenten noch besser", lautete Appels Einschätzung. Know-How sei einfach gefragt. Wer zurzeit schon aufgrund voller Auftragsbücher Ingenieure sucht, ist die Firma Südrad. ,,Wir brauchen Leute im Bereich Maschinenbau und Umformtechnik"' sagte der Leiter der Personalentwicklung, Norbert Mendyk. Sein Ziel: auf der Messe Studenten ein Praxissemester in seinem Unternehmen schmackhaft machen. Auch die Möglichkeit, dort die Diplomarbeit zu schreiben, bestehe.
    ,,Ich denke, solche Messen bringen etwas", ist die beinahe einzige Frau im Raum, Janine Jäck, überzeugt. Die Esslinger - Maschinenbau-Studentin war schon öfter auf Kontaktbörsen. Sie findet die Möglichkeit gut, einmal mit "etwas kleineren Firmen in Kontakt" treten zu können. "Die meisten von uns denken ja, sie kommen mal in den Vorstand von Daimler-Chrysler. Dabei hat man bei den kleineren bessere Chancen und oft auch vielfältigere Aufgaben." Allerdings: Als Frau benötige man in dem Job als Grundvoraussetzung ein dickes Fell und starke Ellenbogen. Jäck überlegt sich daher, später vielleicht Berufsschullehrerin zu werden.

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    Dienstleister aus dem Kreis sind top

    28.06.2002 Stuttgarter Zeitung
    Dienstleister aus dem Kreis sind top
    GÖPPINGEN: Das Netzwerk ,,Gesundheitswelle", ein Zusammenschluss verschiedener Göppinger Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich, ist beim Dienstleistungswettbewerb des Landes mit einem Sonderpreis ausgezeichnet worden.
    Von Klaus Nonnenmacher
    Insgesamt 138 Bewerber hatten an dem Wettbewerb um den Titel "Dienstleister Baden-Württembergs des Jahres 2002" teilgenommen. Preise gab es in den drei Kategorien Dienstleistung, Kundenfreundlichkeit und Unternehmenskultur zu gewinnen. Mit der "Gesundheitswelle" und dem Reisebüro Hegenloh kamen zwei Anbieter aus dem Kreis Göppingen in die Endausscheidung der besten 20 Dienstleister. Die drei mit 15000 Euro dotierten Hauptpreise wurden am Dienstagabend in Stuttgart vergeben.
    Die Göppinger Unternehmen gingen dabei leer aus. Dafür bekam das Netzwerk Gesundheitswelle einen Sonderpreis in Höhe von 1500 Euro. Zu dem Netzwerk zählen das Dentallabor Steinbach, das Sanitätshaus Hart-lieb, Orthopädie-Schuhtechnik Bloss, Hörakustik Maurer, Optik Hasler sowie die Physiotherapie-Praxis Hummel und das Sportstudio Azzurro. Zusammen haben die Unternehmen die Gesundheitsmesse Vitalis veranstaltet. Die Firmen präsentieren sich überdies gemeinsam auf Messen und bereiten eine Kooperation mit dem Christophsbad vor.
    Außerdem soll das Netzwerk auch an der Basis gestärkt werden. Morgen sind alle Mitarbeiter zu einem gemeinsamen Abend im Theater im Bahnhof von Rechberghausen eingeladen. ,,Diese Zusammenarbeit ließ sich wohl in keine Wettbewerbskategorie einordnen. Dafür gab es einen von zwei Sonderpreisen", erklärt Reiner Lohse, der als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung des Landkreises die Gesundheitswelle begleitet.
    Auch das Reisebüro Hegenloh hatte sich auf einen der Preise Chancen ausgerechnet. Als eine der ersten hat Hegenloh im Internet ein elektronisches Reisebüro angeboten und unter anderem "den mobilen Reiseberater" eingeführt, der Hausbesuche macht.
    Auch wenn es nicht für einen ersten Platz gereicht hat, zieht Reiner Lohse positive Bilanz: ,,Wir sind im Kreis im Bereich Dienstleistung in Punkto Quantität zwar hinten dran, aber die Qualität ist durchaus top."

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    Suchmaschine der Wif findet Interesse

    Suchmaschine der Wif findet Interesse
    27.06.2002 NWZ
    INTERNET / Suchmaschine der Wif findet Interesse
    1300 Firmen dabei
    Bei der Suchmaschine, die von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Göppingen (WiF) entwickelt und seit einem Jahr betrieben wird, sind mittlerweile 1300 Unternehmen aus dem Kreis mit Link zur jeweiligen Homepageadresse hinterlegt.
    GÖPPINGEN · "Mit über 1600 Zugriffen pro Monat, Tendenz steigend, zeichnet sich eine breite Akzeptanz unserer Suchmaschine ab, so WiF- Geschäftsführer Reiner Lose. Dieses für den Landkreis seit einem Jahr betriebene Instrument erlaubt es den Benutzern auf einfache Weise, nach Kompetenzen auf Kreisebene zu recherchieren. Trotz globaler Beschaffung und weitweitem Netz scheinen regionale Kooperationen und Geschäftsbeziehungen wieder wichtiger zu werden. Dabei spielt die lokale Suchmaschine der WiF eine wichtige Rolle.
    "Die Unternehmen haben erkannt, dass kurze Wege Vorteile bei der persönlichen Kommunikation, der Flexibilität, der Schnelligkeit und nicht zuletzt bei der Liefertreue bedeuten", sagte Lohse.
    Begleitet und genutzt wird die Suchmaschine durch die Marktplatz Göppingen GmbH - eine Tochtergesellschaft der Kreissparkasse.
    Der Eintrag in die Suchmaschine ist kostenlos und derzeit nur für Firmen aus dem Kreis Göppingen möglich. Angesprochen werden in erster Linie Unternehmen aus den Bereichen Technologie, Innovation, Dienstleistung und Handwerk. Anmelden können sich interessierte unter E-Mail: wif@wif-gp.de.
    Ein Zugriff auf die Suchmaschine ist möglich unter www.wif-suche.de.

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    Wie man ein Unternehmen bewertet

    8.06.2002 NWZ
    GRÜNDERGROTTE / Wie man ein Unternehmen bewertet
    Stern der Kompetenz
    Eine gute Geschäftsidee allein reicht nicht. Ein Unternehmensgründer sollte auch abschätzen, wo seine Stärken und Schwächen liegen. Wie das gehen kann, wurde in der Gründergrotte vorgestellt.
    ARND WOLETZ
    GÖPPINGEN: Der Wirtschaftsförderer für den Landkreis Göppingen, Reiner Lohse, stellte beim Treffen der Jungunternehmer in der Gründergrotte den Kompetenzstern vor. Mehrere Faktoren werden abgeklopft, gewichtet und auf der sternförmig angeordneten Skala abgebildet. ,,Ein Instrument, um Kompetenzen sichtbar zu machen", erklärte Reiner Lohse. Der Stern könne auch dazu dienen, bei Bankengesprächen festzuhalten, wo sich ein Unternehmer noch verbessern muss. Bei etablierten Unternehmen wird mit solchen Instrumenten aufgespürt, wo Schwächen auftauchen, und wie der Unternehmer sie beheben kann.
    Reiner Lohse stellte den Kompetenzstern am Beispiel eines Göppinger Unternehmens vor, das ein Gebrauchsmuster auf neuartige Sonnenschutz-Rollos hat. Die Kriterien sind zum Beispiel die Abschätzung des Marktes, aber auch die Fragen:
    Gibt es eine Vertriebsstruktur? Und wie gut sind die Produkte im Vergleich zur Konkurrenz? Das sind Faktoren, die von außen auf den Erfolg einer Unternehmensgründung einwirken. Auch interne Gründe können ausschlaggebend sein, erklärte Lohse, etwa die Kapazität, die ein Unternehmen überhaupt im Betrieb zur Herstellung hat. Das Instrument lasse sich mit Hilfe von mehreren Fragen verfeinern, sagte Lohse.

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    Messe-Bilanz Vitalis 2002

    29.04.2002 NWZ
    Messe-Bilanz
    "Vitalis" lockt knapp 4000 Besucher
    Die zweite Auflage der Göppinger Gesundheitsmesse "Vitalis" ist gestern Abend zu Ende gegangen. Knapp 4000 Besucher haben sich bei der dreitägigen Veranstaltung über Gesundheitsthemen von A wie Augen bis Z wie Zähne informiert.
    ULRIKE LUTHMER-LECHNER
    GÖPPINGEN: 3900 Besucher informierten sich am Wochenende in der Göppinger Stadthalle über die neuesten Erkenntnisse auf dem Gesundheitsmarkt. Zwischen Quiz und Tests gab es jede Menge Information in ungezwungener Atmosphäre von kompetenten Fachleuten.
    Ob es sich um gesunde Ernäh-rung, entspannteres Schlafen, Wohlbefinden beim Gehen oder mehr Lebensqualität durch besseres Hören handelt, die Vitalis sprach viele an. Der Marktplatz Gesundheit, den die Göppinger Stadthalle bot, wurde von Gesunden und Kranken, jungen und älteren Besuchern positiv bewertet.
    Jochen Birk, Mitorgansisator der Vitalis, musste zwar einen etwas schwächeren Zuspruch seitens des Publikums im Vergleich zum Vorjahr einräumen, jedoch sei die Qualität der Messe wesentlich entscheidender als die Quantität. "Die Messe war auf jeden Fall besser und ausgereifter als im vergangenen Jahr", sagte Birk. Der besucherschwächste Tag war der Freitag. Birk führt dies auf die Tatsache zurück, dass dies ein Werktag ist.
    Diejenigen, die da waren, interessierten sich intensiv für die vielfältigen Angebote und die gezielt gestellten Fragen an die 60 Aussteller bekundeten das große Interesse am Thema Gesundheit. Gute Gespräche wurden geführt, wichtige Kontakte geknüpft und viel Neues vermittelt. Vollauf zufrieden sind die Verantwortlichen der "Gesundheitswelle GbR", eines Zusammenschlusses von sieben Gesundheitshandwerkern im Landkreis, allemal. "Die nun folgende zweijährige Pause bis zur nächsten Vitalis wird uns gut tun und das Interesse in der Bevölkerung 2004 an der Messe wieder neu beleben", meinte Jochen Birk. Das Thema Gesundheit habe Zukunft und sei ein dynamischer Markt.
    Die Gesundheitshandwerker wollen bis zur nächsten Ausgabe der Göppinger "Vitalis" nicht untätig sein. Neue Projekte der Gesundheitswelle sind bereits in Planung.

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    Messe Vitalis - für Kranke und Gesunde

    29.04.2002 NWZ
    MESSE / "Vitalis" - für Kranke und Gesunde
    Information und Beratung Trumpf
    Ausflug zu Dienstleistern im Landkreis
    Viel Zeit mussten die Besucher mitbringen, um am Wochenende einen ausgiebigen "Vitalis"-Bummel zu machen. In der Göppinger Stadthalle präsentierten sich zum Thema Gesundheit 60 regionale Firmen, Kliniken, Rettungsdienste und Selbsthilfegruppen. Dabei war Information und Beratung Trumpf.
    ULRIKE LUTHMER-LECHNER
    GÖPPINGEN: Die eigene Geduld auf den Prüfstein zu stellen, hieß es bereits im Foyer der Stadthalle, denn Schlange stehen musste, wer sich am Stand der Apothekerschaft verschiedenen kostenlosen Gesundheitstests unterziehen wollte. Die Ergebnisse dann schwarz auf weiß in der Tasche, wartete am Stand der AOK Entspannung durch Malerei. Jeder, der seiner Kreativität freien Lauf lassen wollte, konnte zu Pinsel und Farbe greifen und sich auf einer Leinwand verewigen und sich dabei von Künstler Tony Falconieri in die Geheimnisse der gemalten Gefühle einweihen lassen. Die entstandenen Werke sollen, so AOK-Chef Gerhard Mahle, ausgestellt und anschließend für einen sozialen Zweck versteigert werden.
    Als attraktiver Hingucker erwies sich der Stand von Floristmeisterin und Feng-Shui Beraterin Edelgard Blochum. Ihr Thema Feng Shui für gesundes Wohnen und Arbeiten zog viele Interessenten an. Etwas weiter konnte Brigitte Kötzle von Chroma anhand der Funktion von Farbe Wohn- und Lebensraumberatung geben. Vom Ausflug zu chinesischer Weisheit und Farbenlehre wieder zurück zu den schwäbischen Gesundheitshandwerkern, die mit zahlreichen Tests aufwarteten. Wem da der Durchblick fehlte, konnte sich gleich einem Sehtest unterziehen. Auch das Gehör konnte geprüft werden. Stimmt die Collagen-Menge in meiner Haut? Mehr darüber erfuhr man beim Zentrum für Gesundheit Donzdorf.
    In die Rolle des Arztes schlüpfen durften Groß und Klein bei der Schlüsselloch-Chirurgie am Stand der Klinik am Eichert. Konzentration und Geschicklichkeit waren gefragt bei der Operation Gummibärchen an einer Plastikpuppe. Tipps und neueste Erkenntnisse für Diabetiker gab es mehrfach, auch am Stand der Helfenstein-Klinik. Die Kraft und Beweglichkeit der Wirbelsäule testete das Team der Reha-Klinik Boll. Probeliegen auf einem Wasserbett oder nahezu schwerelos auf einer Astronautenmatratze in der Space-Cabin abheben, die Messebummler gönnten sich diese ange-nehmen Pausen vom vielen Laufen und Schauen gerne.
    Interessante Gespräche wurden an den Ständen der 20 Selbsthilfegruppen geführt. Ursula Kusserow von der "Amsel"-Gruppe: "Wir sind präsent, und das ist wichtig." Auch Sabine Townson, Leiterin des Gesprächskreises von AdS (Aufmerksamkeitsdefizit Syndrom) war zufrieden: "Die Resonanz ist sogar besser als im Vorjahr." Die Qual der (Aus-)Wahl hatte das Publikum bei den rund 50 Fachvorträgen. Mancher Hörer setzte sich gleich stundenlang in den Märklinsaal und lauschte den Ausführungen der allesamt aus dem Kreisgebiet stammenden Experten. Die Themenpalette bot für Gesunde und Kranke gleichermassen kompetente Information. Bei Beratungsgesprächen, Gewinnspielen, Gesundheitstests und Kostproben bedeutete der Messebesuch einen kurzweiligen Ausflug hin zu den gebündelt vor Ort präsenten Dienstleistern im Gesundheitswesen aus dem Landkreis.

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    NWZ-GESUNDHEITSFORUM ORGANSPENDE

    Debattierten über Organspende: Sozialminister F. Repnik, Dekan D. Kunz und Prof. W. Lauchart, AOK-Chef G. Mahle (FOTO: CARLUCCI), Moderator J. Bischoff und Chefarzt K.-D. Hanel.
    26.04.2002 NWZ:
    NWZ-GESUNDHEITSFORUM / Angeregte Diskussion über Organspende
    Frage für sich selbst klären
    Sozialminister fordert mehr Transplantations-Beauftragte
    "Für eine Organspende muss das Organ noch so lebend wie möglich, der Mensch aber schon so verstorben wie möglich sein." Mit diesem Satz sprach Dekan Dieter Kunz beim NWZ-Gesundheitsforum offen das Heikle am Thema Organspende aus.
    CORINNA JIRMANN
    GÖPPINGEN: Rund 80 Männer und Frauen trauten sich am Mittwochabend über die Schwelle des Saals hoch droben im 10. Stock der Kreissparkasse zum NWZ-Gesundheitsforum. Zugegeben, wer unter Höhenangst leidet, wagte keinen Blick aus dem Saalraum. Doch die wirkliche Angst, die nach Referentenmeinung viele davon abhielt, zum Forum zu gehen, war das Thema des Abends: Organspende und -transplantation. Ein Da-will-ich-mir-jetzt-keine-Gedanken-machen-Thema? Nicht für alle. 1800 Menschen in Baden-Württemberg müssen sich damit zwangsläufig befassen, weil sie auf ein Spenderorgan warten, erfuhren die größtenteils über 50-jährigen Zuhörer von Landessozialminister Friedhelm Repnik. Doch diese Patienten bekämen zumindest von den Krankenkassen keine Steine in den Weg gelegt, betonte Göppingens AOK-Geschäftsführer Gerhard Mahle. Im vergangenen Jahr gab es laut Repnik im Land 409 Transplantationen, doch nur 130 Spender stammten von hier. "Wir müssen von anderen Bundesländern importieren, das kann eigentlich nicht sein", ärgerte sich Repnik. Beinahe Schlusslicht sei man im Ländervergleich, weshalb der Minister auch Transplantations-Beauftragte an Krankenhäusern zur Pflicht machen will (derzeit melden rund 60 Prozent der Krankenhäuser nicht, dass sie einen potenziellen Spender haben). Dass laut Forsa-Umfrage 80 Prozent der Bürger dem Thema Organspendeausweis positiv gegenüberstehen, aber kaum einer tatsächlich einen bei sich trage, führt Repnik auf mangelnde Information zurück. Fragen - und Antworten - gab es an dem Abend in der Tat genug: Wann ist man zu alt, um ein Organ zu spenden? Es kommt auf die Gesundheit an. Kann man als Empfänger später selbst noch zum Spender werden? Nein. Was sagt die Kirche dazu? Grundsätzlich ja, weil es ein Akt der Nächstenliebe sei. Vor allem aber: "Was genau ist eigentlich der Hirntod?", wollte Jörg Bischoff, Chefredakteur der Südwest Presse und Moderator des Abends, wissen. Dr. Klaus-Dieter Hanel, Chefarzt der Klinik am Eichert, hatte die medizinische Erklärung parat: "Hirntod wird definiert als endgültiger Ausfall des gesamten Hirns, des Groß-, Klein- und Stammhirns." Für ihn bestehe "nicht der geringste Zweifel, dass das mit dem Tod gleichzusetzen ist". Kein einziges Sinnesorgan funktioniere dann noch. Medizinische Geräte könnten das eindeutig messen. Der evangelische Dekan Dieter Kunz gab jedoch zu bedenken, dass es Mediziner gäbe, die den Hirntod anders bewerten. "Schließlich, das Herz schlägt ja noch." Auch in der einstündigen Diskussion nach den Kurzvorträgen kam die Frage immer wieder auf. "Wenn sich selbst die Mediziner nicht einig sind", meinte ein Herr im Publikum zweifelnd. Professor Werner Lauchart von der Stiftung Organtransplantation in Baden-Württemberg betonte: "Wir wollen niemanden zur Spende zwingen, wir wollen überzeugen." Das wichtigste sei - da pflichteten ihm auch Kunz und Hanel bei - für sich selbst die Frage, egal wie, zu beantworten und sie den Angehörigen mitzuteilen. Dazu sei jeder Mensch verpflichtet. "Es gibt nichts schlimmeres für Verwandte, wenn sie das im Ernstfall für den Hirntoten entscheiden müssen, weil nie darüber geredet wurde", meinte Hanel.

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    Messe hilft weiter / Partner der VITALIS

    25.04.2002 NWZ
    PARTNER / die Wirtschaftsförderung
    Messe hilft weiter
    Bei der Organisattion und Vorbereitung der Gesundheitsmesse "Vitalis" können die Messemacher auf zwei Kooperationspartner zählen. Neben der NWZ ist dies die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises, kurz WiF.
    RÜDIGER GRAMSCH
    Für Rainer Lohse, den Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises, steht fest: Mit der "Vitalis" profiliert sich der Landkreis als Kompetenzzentrum Gesundheit. Die WiF unterstütze die Messemacher auch deshalb, weil ausschließlich Anbieter aus dem Landkreis ausstellen. Die Messe bilde eine ideale Ergänzung zu den Strukturen, die der Landkreis im Gesundheitsbereich vorzuweisen habe und die man nicht verstecken müsse. Dazu zählt Lohse die attraktiven Bädergemeinden Boll, Überkingen und Ditzenbach genauso wie die zahlreichen Gesundheitshandwerker und -dienstleister, aber auch die im Gesundheitsbereich tätigen Industriebetriebe wie die "Wala" in Boll, Scheller in Eislingen oder Müller in Göppingen.
    Um die Aktivitäten im Gesundheitsbereich zusammenzuführen, brauche es hier im Landkreis nicht unbedingt eine neue Organisationsform, so Lohse. "Es macht nicht immer Sinn auf irgendwelche funktionierenden Organisationsformen noch eine neue oben drauf zu setzen". Die WiF unterstütze deshalb gezielt einzelne Aktivitäten in diesem Bereich, wie zum Beispiel die Veranstalter der "Vitalis".
    Für Lohse ist wichtig, dass der Erfolg der Gesundheitsmesse auch über die Kreisgrenzen hinaus transportiert wird. Dies, kombiniert mit weiteren Gesundheits-, Wellness- und Tourismusangeboten werde dem Landkreis helfen, seine Position in diesem Bereich weiter auszubauen.

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    Die Träger des Innovationspreises 2001

    20.02.2002 NWZ
    Die Firmen Hea Tec Thermotechnik Uhingen, Hinterkopf Eislingen und Widmann in Schlierbach sind Träger des Innovationspreises 2001 (siehe nebenstehenden Bericht). Ferner vergab die Jury sieben Auszeichnungen für besonders innovative Leistungen und einen Sonderpreis. Geehrt wurden:
    ·Firma Baudisch Elektronic in Wäschenbeuren für die Entwicklung des Bedien- und Steuerungssystems Media Touch.
    ·Firma Epucret Polymaertechnik in Wangen für die Abformtechnologie zur Herstellung hochgenauer Flächen auf komplexen Mineralguss-Gestellen.
    ·Die Firma Germar GFP-Pur Produkte in Aichelberg für die Entwicklung einer Kunstharzform für den Temperaturbereich bis 250 Grad.
    ·Die Gesundheitswelle GbR + in Göppingen für die Schaffung innovativer Dienstleistungen im Gesundheitsbereich und die Durchführung der Gesundheitsmesse Vitalis.
    ·Die Firma Gussbau Betschart in Boll für das Zugstabsystem und die wissenschaftlichen Grundlagenarbeiten, metallische Gusswerkstoffe wieder in den Bereich der Architektur einzuführen.
    ·Die Firma Schmid Baukunststoffe in Gingen für das Fensteranschlusssystem ¸¸Outside-Duo''
    ·Die Firma Carl Stahl in Süßen für ihre Produkte Handgriff und Einführbesteck im Bereich der Medizintechnik.
    ·Einen Sonderpreis vergab die Jury an dieFirma Maiers Bettwaren in Boll für die Entwicklung einer innovativen Nieder-Querschnitt-Matratze.

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    Ideen gehen nicht aus - IP 01

    Ideen gehen nicht aus - Innovationspreis 2001
    20.02.2002 NWZ: WIRTSCHAFT / Innovationspreis geht an elf Unternehmen
    Wirtschaftsminister: Tolle Initiative - Landrat: Weitermachen
    Die mittelständischen Unternehmen im Landkreis brauchen sich nicht zu verstecken. Bei der Verleihung des Innovationspreises in der Kreissparkasse lobte Wirtschaftsminister Walter Döring die neuen Ideen, mit denen hiesige Firmen für Furore sorgen. An elf Unternehmen wurde der mit insgesamt 15 000 Euro dotierte Preis vergeben.
    RÜDIGER GRAMSCH
    GÖPPINGEN: Die Jury unter Vorsitz von Professor Johann Löhn, dem Vorstandsvorsitzenden der Steinbeis-Stiftung, vergab den von Kreissparkasse und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises gestifteten Innovationspreis drei Mal. Außerdem gab es einen Sonderpreis und sieben Auszeichnungen. 43 Unternehmen hatten sich mit neuen Produkten, mechatronischen Systemen, Software, Organisationsformen und Dienstleistungen um den mit 15 000 Euro dotierten Preis beworben.
    Die drei Preisträger:
    ·HeaTec Thermotechnik GmbH Uhingen. Das Unternehmen mit zwölf Mitarbeitern, das zur Firma Karl Dungs in Urbach gehört, hat einen neuartigen Gasdurchlauferhitzer entwickelt. Warmwasser wird energiesparend praktisch ohne Verzögerung erstellt.
    ·Hinterkopf GmbH Eislingen. Die Firma mit ihren 240 Mitarbeitern hat eine neuartige Dosen-Produktionsanlage entwickelt, die 350 Dosen je Minute fertigt. Damit wurde eine Verdoppelung der Produktion zum bisherigen Stand der Technik erreicht.
    ·Widmann Maschinen e.K., Schlierbach. Das Unternehmen mit seinen 125 Mitarbeitern hat ein Maschinensystem entwickelt, mit dem ultraschallgeschweißte superflache CD-Verpackungen erstellt werden können.
    Wirtschaftsminister Walter Döring hatte in seiner Festansprache die Auslobung des Innovationspreises auf Kreisebene als eine ¸¸tolle Initiative'' bezeichnet. Es sei zudem richtig, mit dem Preis vor allem kleine und mittlere Betriebe zu fördern, so der Politiker. Überrascht zeigte sich Döring von der hohen Teilnehmerzahl. Beim landesweit ausgeschriebenen Rudolf-Eberle-Preis hätten sich nur 56 Unternehmen beworben. Der Kreis Göppingen könne daher stolz auf seine innovativen Ideen sein. Innovationen, so Döring, seien die Voraussetzung für weiteres Wirtschaftswachstum. Das Land fördere Innovationen durch eine Vielzahl von Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Vor dem Hintergrund weiterer Sparmaßnahmen des Landes riet Döring dazu, Stärken regional zu bündeln. Ein verheißungsvoller Anfang seien die drei im Kreis Göppingen gegründeten Kompetenzzentren.
    Zum Auftakt der Feier hatte Sparkassen-Chef Jürgen Hilse die Bedeutung des Innovationspreises unterstrichen, der zum vierten Mal verliehen wurde. Hilse zeigte sich beeindruckt vom Ergebnis des Wettbewerbs, der für Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten ausgeschrieben war. ¸¸Was hier an Innovationen entwickelt worden ist, kann sich sehen lassen.'' Auch Landrat Franz Weber zollte Anerkennung und hob hervor, dass gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten wie diesen neue Ideen wichtig seien. Sie machten zugleich auch den Unternehmen Mut, weiter zu investieren. ¸¸Der Preis'', so der Landrat weiter, ¸¸darf nicht die Krönung eines Prozesses darstellen, sondern soll einen Pusch geben, auf dem begonnenen Weg fortzufahren''. Professor Johann Löhn, Vorsitzender der dreiköpfigen Jury, hielt, gespickt mit humorvollen Betrachtungen, die Laudatio auf die Preisträger. Bei der Beurteilung der eingereichten Arbeiten habe man darauf geachtet, dass bei den neuen Produkten und Dienstleistungen auch ein Kundennutzen vorhanden ist. ¸¸Andernfalls hätte die Gefahr bestanden, dass die Unternehmen schon am Abend der Preisverleihung wieder pleite sind'', so Löhn. Neben Geldpreisen erhielten die Preisträger auch eine Acryl-Bleistift-Arbeit des Künstlers Konrad Hummel. Das Querflötenquartett der Jugendmusikschule Göppingen begleitete die Feier musikalisch.

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    Gibt's schon gibt's nicht

    Erfindungen / ¸¸Forum Idee'' mit neuen Kniffen

    Der Straßen-Leitpfosten, der sich selbst reinigt. Das bewegliche Urinierbecken. Die Blechschere, mit der Flaschner spielend Dachrinnen zerlegen. Nur drei von 16 Geitesblitzen, mit denen Tüftler aus dem Landkreis bei der Erfindermesse in Nürnberg für Aufsehen sorgten.
    ARND WOLETZ

    KREIS GÖPPINGEN· Wie kann der Staat einen Haufen Geld sparen? Über diese Frage hat Martin Scheller aus Süßen gegrübelt - und als er eines Tages so die Landstraße entlang fuhr, kam ihm die zündende Idee. Denn dort reinigte im Schneckentempo die Straßenmeisterei die Sicherheits-Leitpfosten. Das kostet pro Pfosten und Durchgang etwa 10 bis 15 Mark, hat der Tüftler errechnet. Das muss doch billiger gehen. Das Projekt war geboren. Hunderttausende Leitpfosten könnte man mit Schellers Selbstreinigungsanlagen aufpeppen. Eine Bürste, ein Wassertank und ein Schaltgerät, fertig ist die Putzmaschine. Das Prinzip hat Scheller der Natur abgeschaut. ¸¸Dort, wo hohes Gras an den Pfosten vorbeigeweht wird, sind die Dinger immer sauber.'' Nach dem selben Prinzip soll auch seine Bürste funktionieren: Je mehr Fahrzeuge, desto mehr Fahrtwind, desto mehr Reinigungskraft.

    Gibt's schon gibt's nicht. Auf Dinge, die die Welt dringend braucht, kommen die Erfinder aus dem Kreis vor allem im Alltag. Das bewegliche Unrinierbecken zum Beispiel, das in die herkömmliche Porzellanschüssel geklappt werden kann , spart viel Wasser. Georg Schwarz aus Uhingen hat es erfunden und zur Messe nach Nürnberg mitgenommen, sozusagen der Olymp für die Daniel Düsentriebs der Welt. 600 Erfindungen aus aller Herren Länder waren ausgestellt. 15 davon kamen aus dem Kreis Göppingen, denn der Erfinderclub ¸¸Forum Idee'' war mit von der Partie. Als Werner Freisler aus Hattenhofen in die Abendschule ging, gebar auch er aus der Not eine Idee: ¸¸Die Stifte in einem Schülermäppchen mit Micky Maus-Aufdruck herumzuschleppen, war mir zu kindisch'', erzählt der 32-Jährige. Er kreierte die Halterung für all die kleinen Utensilien, die sich bequem in einen Aktendeckel einhängen lässt. Das Teil ist inzwischen der Renner unter seinen Mitschülern. ¸¸Ich komme nicht nach mit der Herstellung'', sagt Freisler. Und Simon Hirner aus Gingen hat von seiner Erfindung bereits 1000 Stück bauen lassen. Den Mann aus der Versicherungsbranche hat maßlos gestört, dass bei Kundenberatungen immer das Tischtuch zerknitterte, wenn er seinem Gesprächspartner den tragbaren Computer hindrehte. Ein Drehteller unter dem Rechner hat das Problem gelöst.

    Eine Silbermedaille und eine Sonderpreis gewann der Göppinger Ivan Keckes, der das erste Spezialwerkzeug für Flaschner erfunden hat. Damit ist das Schneiden von dicken Dachrinnen ein Kinderspiel. Der Kniff mit der Bürste des Süßener Tüftlers Scheller war der Jury eine Bronzemedaille wert.

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    VITALIS Messe 2001

    VITALIS 2001
    15.06.2001 NWZ Sonderbeilage

    MESSE / auch die Wirtschaftsfördrung unterstützt Vitalis
    "Zielsetzung hat mich fasziniert"
    Die Wirtschaftsförderung des Landkreises setzt sich bereits seit sechs Jahren für die Stärkung und Bündelung der Kompetenzen im Gesundheitsbereich ein, auch für die Vitalis.
    Einer der stärksten Wachstumsmärkte der kommenden Jahre ist der Bereich Gesundheit. Bereits 1996 fing die WiF damit an, den Dialog unter den Gesundheitsanbietern im Kreis zu fördern. Dazu zählte 1996 der Aufbau des Kompetenz-Zentrums Gesundheit, 1999 das Symposium Medizintechnik und 2000 der Toruismus-Kongress in Boll unter dem Motto "Gesund Leben und Arbeiten". Über die Kontaktvermittlung Dritter zu den Initiatoren der Gesundheitswelle stieß die WiF in derAnfangsphase zu der Projektgruppe Vitalis.
    "An dem Projekt Vitalis", so WiF-Geschäftsführer Reiner Lohse, "hat mich von Anfang an die Zielsetzung fasziniert. Sowohl die Stärkung des Kompetenzzentrum Gesundheit im Landkreis Göppingen, die Einbindung von Fachpublikum und breiter Öffentlichkeit, die Schaffung einer Kommunikationsplattform, die Darstellung der Leistungserbringer im Gesundheitswesen als auch der Aufbau einer interdisziplinären Zusammenarbeit". Natürlich hoffen wir, dass das Projekt angenommen und zu einer festen Einrichtung wird." Lohse weiter: "Genau so wichtig ist, dass nach der Messe neue Ideen entwickelt und umgesetzt werden. Der Gedanke der Nachhaltigkeit war auch der Grund für die Gründung der privatwirtschftlich getragenen Gesundheitswelle und deren Unterstützung durch die NWZ, die AOK, den Landkreis und die WiF. Die Vitalis soll somit der Auftakt einer Reihe von Initiativen sein.
    Die Entwicklung des Bereiches Gesundheit auf Kreisebene wird davon abhängen, wie es gelingen wird, Projektgruppen zu bilden,Produkte zu definieren und diese letztendlich mit der richtigen Strategie zu vermarkten. Der Kunde entscheidet wie immer über den Erfolg. Das gilt für die Unternehmen genauso wie für die Netzwerke und die daraus entstehenden Produkte.

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    Links zu 300 Firmen im Kreis

    Internet / Wirtschaftsförderung entwickelt ¸¸suchmaschine-gp''

    12.05.2001 NWZ

    Unternehmen im Kreis jetzt schneller im weltweiten Netz zu finden
    Die Wirtschaftsförderung des Landkreises (WiF) hat eine ¸¸suchmaschine-gp'' entwickelt und ins weltweite Netz gestellt, bei der mittlerweile 300 Unternehmen aus dem Kreis mit ihrem Link zur jeweiligen Homepageadresse hinterlegt sind.

    Göppingen · Die ¸¸suchmaschine-gp'' ist ein für Göppingen neues Modul und soll zu einem Kompetenzatlas ausgebaut werden, der es den Benutzern auf einfache Weise erlaubt nach Kompetenzen auf Kreisebene zu recherchieren, bzw. den eingetragenen Unternehmen eine Pflege der Daten erspart, da ein direkter Zugriff auf die jeweilige Homepage erfolgt. Das Internet gewinnt zunehmend an Bedeutung. Von Unternehmen wird das Internet neben E-Business vor allem als Informationsplattform in verschiedensten Bereichen eingesetzt. Dabei spielen Suchmaschinen eine zunehmend wichtige Rolle. Im weltweiten Netz scheinen regionale Kooperationen und Geschäftsbeziehungen in den Hintergrund zu rücken; die gezielte Suche von lokalen Anbietern und möglichen Geschäftspartnern wird im Internet durch die Masse an Informationen erschwert.

    Zur Stärkung der Unternehmen im Landkreis Göppingen durch lokale und regionale Zusammenarbeit und zum effizienten Informationsaustausch über das Internet hat die WiF-Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen mbH das Konzept für eine auf die Unternehmens-Hompages im Landkreis beschränkten Internet-Suchmaschine entwickelt. Zusammen mit der Firma Zeta Software aus Dürnau konnte die Idee in ein Software-Tool umgesetzt werden und auf dem Server von Zeta Software implementiert werden.

    Begleitet wird das Projekt durch die Markplatz Göppingen GmbH, eine Tochtergesellschaft der Kreissparkasse, die auch die Interessen des Projekts auf Regionsebene wahrnimmt. Eingebunden ist auch die IHK-Bezirkskammer Göppingen, die ihren Datenbestand an Links auf Kreisebene einbringt.

    Der Eintrag in die Suchmaschine ist kostenlos und derzeit nur für Firmen aus dem Kreis Göppingen möglich. Angesprochen werden in erster Linie Unternehmen aus den Be-reichen Technologie, Innovation, Dienstleistung und Handwerk. Anmelden können sich Interessierte unter E-Mail: wif@wif-gp.

    Durch die Initiatoren wird ein Datenbestand von 3000 URL angestrebt. Die Akzeptanz beim Nutzer hängt von der Vollständigkeit des Datenbestandes ab. WiF-Geschäftsführer Reiner Lohse: ¸¸Sonst bleibt immer das ungute Gefühl wichtige Anbieter nicht gefunden zu ha-ben.'' Ein Zugriff auf die Suchmaschine ist möglich unter www.wif-suche.de. Es wurde auch auf eine einfache Bedienung Wert gelegt.

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    Neue Netzsuche für Göppinger Firmen

    30.04.2001 SZ Klaus Nonnemacher
    GÖPPINGEN. Schnell und direkt soll eine neue Suchmaschine im Internet zu Firmen aus dem Landkreis Göppingen führen. Die Wirtschaftsförderung des Landkreises (WiF) hat die Software mit Hilfe eines Dürnauer Unternehmens entwickelt.

    Wer einen Schreiner braucht, Stahlbaufirmen sucht oder etwas über Hersteller von Halfpipes wissen will, die im Kreis Göppingen beheimatet sind, kann künftig im Internet direkt nach Firmen aus dem Landkreis suchen. Auf der Seite www.wif-suche.de bietet die WiF eine neue Suchmaschine an, die ausschließlich die Homepages regionaler Firmen abfragt. Immer mehr werde das Internet genutzt, doch im weltweiten Netz würden regionale Kooperationen und Geschäftsbeziehungen in den Hintergrund gerückt, da die gezielte Suche nach regionalen Anbietern durch die Masse an Informationen erschwert werde, erklärt der Geschäftsführer der WiF, Reiner Lohse. Deshalb biete die WiF nun die Suchmaschine-GP an.
    Über 300 Unternehmen aus dem Kreis Göppingen sind bislang über die neue Suchmaschine erreichbar. "Die Akzeptanz beim Nutzer hängt aber von der Vollständigkeit des Dachbestandes ab", sagt Lohse. Ansonsten bleibe immer das ungute Gefühl, wichtige Anbieter nicht gefunden zu haben. Deshalb wirbt die WiF um weitere Teilnehmer. Der Eintrag in das Register ist zurzeit nur für Firmen aus dem Kreis Göppingen möglich und kostenlos. Anmelden können sich die Unternehmen unter der E-Mail: wif@wif-gp.de.

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    Reif für die Gesundheits-Inseln

    29.03.2001 NWZ, RÜDIGER GRAMSCH

    "VITALIS"/ Über 50 Aussteller bei Messe-Premiere im Juni


    Reif für die Gesundheits-Inseln

    Private Initiative schärft Profil des Kompetenzzentrums Gesundheit Göppingen
    Sie heißt ¸¸Vitalis'' und wird am 15. Juni in der Stadthalle ihre Pforten öffnen: Die erste Göppinger Messe für Gesundheit und Rehabilitation. Über 50 Firmen, Kliniken und Selbsthilfegruppen stellen drei Tage lang aus.


    GÖPPINGEN · Nichts interessiert den Menschen so sehr wie seine Gesundheit. Darauf bauen auch die Macher der ¸¸Vitalis''. Die in der Arbeitsgemeinschaft ¸¸Gesundheitswelle'' zusammengeschlossenen sieben Gesundheitshandwerker haben mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung des Landkreises, der AOK und der NWZ in über einjähriger Vorbereitungszeit die neue Messe für Göppingen auf die Beine gestellt. Mit der Ausstellung, auf der sich 39 Firmen und Kliniken, sowie zwölf Selbsthilfegruppen präsentieren, wollen die Veranstalter auch dem Kompetenzzentrum Gesundheit in Stadt und Landkreis ein Profil geben.

    Nicht herkömmliche Messestände werden in der Stadthalle aufgebaut, die Aussteller finden sich auf Informationsinseln wieder. Das entspricht, wie Jochen Birk von der ¸¸Gesundheitswelle'' erklärte, dem ¸¸Geist der Messe'': Leichtigkeit und Durchlässigkeit, sowie Zusammengehörigkeitsgefühl.

    Die ¸¸Vitalis'' wartet mit einem umfangreichen Begleitprogramm auf. Mit der Kreisärzteschaft wurde ein Vortragsprogramm zu rund 50 Gesundheitsthemen zusammengestellt. Die Kreiskliniken werden mit Informationschauen über medizinisch-technische Errungenschaften aus dem Operationsaal und rund um das Thema Geburt aufwarten. Das Christophsbad wird unter anderem mit einem Duft- und Klangraum für einen Ruhepol sorgen. Am Messewochenende wird die Lutherstraße gesperrt und zusammen mit dem Schulhof des Mörikegymnasiums in das Geschehen einbezogen. Dort präsentieren sich verschiedene Rettungsorganisationen, zudem findet hier das Kinderprogramm mit der Spielstraße des Kreisjugendrings statt. Die AOK wird dort auch ihren Inline-Parcours aufbauen. Für die ¸¸Vitalis'' wird kräftig die Werbetrommel gerührt. An 18 Standorten entlang wichtiger Straßenverbindungen im Landkreis wird großflächig geworben, zudem machen Hinweistafeln in Gesundheitseinrichtungen im Kreis auf die Messe aufmerksam. Mit Aufklebern, Flyern und Mailings, sowie umfassender Medienarbeit soll die ¸¸Vitalis'' auch über die Kreisgrenzen hinaus bekannt gemacht werden. Die Messebeilage der NWZ ist offizieller Ausstellungsführer. In Verbindung mit der ¸¸Vitalis'' steht das von der NWZ initiierte Gesundheitsforum. Chefredakteur Jörg Bischoff wird am 12. Juni mit prominenten Gästen über die aktuelle Gesundheitspolitik diskutieren.

    Beim jüngsten Treffen der Aussteller gab es von diesen ein dickes Lob für die Organisatoren: ¸¸Die Messe ist professionell vorbereitet''.

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    Strategien gegen Fachkräftemangel

    03/2001 IHK Magazin Wirtschaft der Region Stuttgart, Leonhard Fromm.

    Die Wachstumsprognosen für die Wirtschaft in der Region Stuttgart sind für alle Branchen mit Ausnahme der Bauwirtschaft für 2001 günstig. Sorgen bereitet den Unternehmern von Bietigheim bis Geislingen aber der Mangel an Fachkräften. Egal ob Ingenieur, Netzwerkadministrator, Koch oder Fleischereifachverkäuferin - nur wer die richtigen Mitarbeiter in ausreichender Zahl hat, ist liefer- und damit wettbewerbsfähig. Kreative Strategien gegen den Mangel sind daher gefragt.


    "Die Firmen melden vielleicht eine, höchstens drei Stellen, nehmen würden sie aber häufig auch zehn Ingenieure, wenn sie sie denn kriegen könnten", beschreibt Reiner Lohse, Wirtschaftsförderer des Landkreises Göppingen, die Arbeitsmarktsituation im Maschinenbauwesen. Rund 10000 Ingenieure fehlen regionweit, schätzt ein Professor der Fachhochschule für Technik in Esslingen. Zitiert werden mag er mit dieser Aussage aber nicht, wirft sie doch ein negatives Licht auf die Branche. Der Grund: Solche Zahlen vermitteln international operierenden Konzernen, dass der Standort ein massives Defizit hat.
    Tatsächlich fühlen sich viele, vor allem kleinere Unternehmen durch den Fachkräftemangel in ihrem Wachstum behindert. "Viele Produkte sind längst so komplex geworden, dass auch im Vertrieb immer mehr Ingenieure eingesetzt werden, um die erklärungsbedürftige Vielfalt der leistungsfähigen Geräte potenziellen Anwendern zu verklickern", begründet Volker Schiek, Technikchef bei Rehm Schweißtechnik in Uhingen, den hohen Fachkräftebedarf. Deshalb nimmt er beispielsweise an Kontaktbörsen mit Fachhochschulen teil, vergibt dorthin Diplomarbeiten oder setzt sich für das neue Kompetenzzentrum Mechatronik in Göppingen ein, das eine Sogwirkung für die Branche erzeugen soll.
    Nicht viel besser als bei den Ingenieuren sieht es in der noch jungen Informationstechnologie (IT) aus. Hier versucht die Bundesregierung seit 1. August letzten Jahres als eine Strategie gegen Fachkräftemangel über die sogenannte Greencard, also den auf fünf Jahre befristeten Zuzug von Computerexperten aus nicht EU-Ländern, Abhilfe zu schaffen. Doch die Zahlen bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Geht man davon aus, dass auch hier von den Computerkonzernen HP und IBM über die Automobil- und Maschinenbauindustrie bis hin zu den Netzwerkbetreuern bei Banken, Krankenkassen oder öffentlichen Verwaltungen rund 5000 IT-Leute fehlen, dann sind die bislang regionweit 336 erteilten Greencards nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Landesweit waren es bis Redaktionsschluss gerademal 794 und dabei hatte sich das Zugangstempo bereits seit Oktober 2000 deutlich verlangsamt. Die größten Herkunftsgruppen waren übrigens Indien mit 177 Zugängen, die Staaten der ehemaligen Sowjetunion (GUS) mit 129 und Rumänien mit 94. Interessant auch: Vor allem kleinere Betriebe mit weniger als hundert Mitarbeitern hatten die Greencard gezogen, denn rund 500 Arbeitserlaubnisse wurden allein dort erteilt. Ein Indiz dafür, dass Großunternehmen die attraktiveren Arbeitgeber für heimische Arbeitnehmer sind. Und: Mit 245 von regionweit 336 Greencards steht Stuttgart innerhalb der Region an der Spitze. "Gemessen am gemeldeten Bedarf ist die Bilanz für die Greencard nicht überragend", sagt Werner Geier, Pressesprecher des Arbeitsamtes Stuttgart. Er vermutet, dass die Anforderung von 100000 Mark Jahresgehalt je Greencardbewerber viele interessierte Unternehmen abgeschreckt hat. Nur 94 der so angeworbenen Fachkräfte sind übrigens Frauen.
    Nachwuchsmangel in der IT-Branche herrscht auch unterhalb des Ingenierniveaus. Er dürfte aber in vier bis fünf Jahren dank neuer Lehrberufe im Multimediabereich deutlich reduziert werden. So hoffen zumindest Kenner der Arbeitsmarktszene und Personalchefs.
    Bis dahin müssen Unternehmer, die händeringend Personal suchen, um Aufträge abzuarbeiten oder neue Geschäftsfelder, zum Beispiel im Internet, zu besetzen, aber noch viel Kreativität entfalten und auf die Befindlichkeiten ihrer Mitarbeiter eingehen. Da wird mit Werbeprämien bis zu 7000 Mark je neuem Mitarbeiter oder - als Gegenmaßnahme - mit Sonderzahlungen für fünf Jahre und mehr Betriebstreue gelockt.
    Zur Entwicklung der Persönlichkeit auf Trip
    "Ab einem bestimmten Gehalt ist Kohle nicht mehr alles", sagt Michael Haide von Schmid & Partner. Auf Grund der Randlage Salachs war der junge Geschäftsführer schon länger gezwungen, mit innovativen Ideen dem Fachkräftemangel gegenzusteuern. Bei ihm erhalten Familienväter einen Van als Dienstwagen, Singles etwas Sportives und in wöchentlichen Meetings werden Zielvereinbarungen beruflicher und persönlicher Art und Teamgeist reflektiert. Ergänzt wird dieser Wunsch nach Persönlichkeitsentwicklung durch Wochenendtrips auf Kosten der Firma. Den falschen Vorwurf, mit Scientology im Bunde zu stehen, nimmt Haide für den Erfolg in Kauf.
    Viel Kreativität hat auch IBM entwickelt, um schlummernde Fachkräftepotenziale zu erschließen. Dort wurde Telearbeit bereits vor zehn Jahren eingeführt, um Mitarbeiter von Raum und Zeit unabhängiger zu machen. Die Konsequenz: Leistungskontrolle erfolgte nicht mehr über die Arbeitszeit, sondern erledigte Aufgaben und Projekte. Als nächster Schritt folgte im Januar 1998 die generelle Abschaffung von Arbeitszeiten, was IBM im Personalmarketing seither konsequent als "Einführung der Zeitsouveränität" bewirbt. "Erwachsene Menschen brauchen keine Bevormundung", wird Werner Zorn, Consultant für Telearbeit bei IBM, deutlich. Selbstverantwortung und freie Zeiteinteilung wirken offenbar positiv: Der Computerriese hat bei seinen bundesweit 8000 Telearbeitern (sie erbringen mehr als die Hälfte ihrer Arbeitsleistung von zuhause aus) eine bis zu 30 Prozent höhere Produktivität ermittelt. Zudem wurden überdurchschnittlich viele Frauen durch das Modell gewonnen, die nun Familie und Beruf besser miteinander verbinden können. Hinzu kommen in einer Gesamtbilanz finanzielle, zeitliche und ökologische Einspareffekte bei Fahrtzeiten und Büroraum. Eine Betriebsvereinbarung regelt bei IBM die Details.
    Nochmals einen anderen Ansatz, ihren Fachkräftemangel zu beheben, haben die Schuler AG in Göppingen und das Ingenieurbüro Ottmar Fahrion in Kornwestheim gewählt: Beide wenden sich gezielt an Arbeitssuchende ab 45 Jahren. Allein auf eine Anzeige mit diesem Zusatz hin erhielt Fahrion, der 100 Mitarbeiter beschäftigt, seit Juli vorigen Jahres 420 Bewerbungen. Bis heute aus dem gesamten Bundesgebiet, denn die Journalisten stürzten sich auf seine innovative Idee und publizieren sie seither dutzendfach im redaktionellen Teil. Kostenlos. Rund 100 Bewerber hätten bislang die Anforderungen des Dienstleisters für Fabrikplanung, dem selbst binnen zweier Jahre acht junge Projektleiter abgeworben wurden, erfüllt. Fahrion setzt auf die Erfahrung der älteren Ingenieure und kombiniert sie mit modernstem Simulationswissen der Berufsanfänger. "Die Leistungsträger im Management sind in der Regel doch auch 45 plus und mir bleiben meine Ingenieure dann noch zehn bis 15 Jahre treu", begründet Fahrion den Charme seiner Doppelstrategie.
    Die Linie, künftige Mitarbeiter schwerpunktmäßig in untypischen Zielgruppen zu suchen, verfolgt auch Bernd Steinsberger. Der Göppinger Hersteller von Pferdetransportern hatte vor fünf Jahren den ersten Russlanddeutschen eingestellt. Die Erfahrungen mit dem improvisationsfreudigen und vielseitigen Familienvater waren so positiv, dass der metallverarbeitende Betrieb seither nur noch Spätaussiedler einstellt. Panzerschlosser der Roten Armee und Traktoristen einstiger Kolchosen, die sich das erforderliche Fachwissen meist auf russisch weitergeben, bezahlt der Chef gerne nach Tarif. Steinsberger: "Die können hinlangen und sind ihr Geld wert." Und weil sich diese Menschen ihre materielle Existenz erst noch aufbauen müssen, seien sie motiviert und zu bezahlten Überstunden gerne bereit. Ein Unternehmer auf der Ostalb soll übrigens ähnlich gute Erfahrungen mit Strafentlassenen haben.
    Dass viel Kreativität und Engagement und ein wenig Risikobereitschaft häufig die Schlüssel zum Erfolg sind, die richtigen Mitarbeiter zu finden, belegen dutzende weitere Beispiele aus der Kernregion des Landes. Das reicht von Frauenförderplänen in Betrieben, mit denen man auf pfiffige Frauen aus der zweiten Reihe eines Unternehmens aufmerksam wird, über flankierende Maßnahmen wie Kinderbetreuung oder Bügelservice, um im Betrieb unverzichtbare Frauen von privaten Tätigkeiten zu entlasten, bis hin zu ehrenamtlichen und betrieblichen Beschäftigungsinitiativen, in denen Menschen insbesondere im gastronomisch-hauswirtschaftlichen Bereich fit für eine berufliche Aufgabe auf dem ersten Arbeitsmarkt gemacht werden (vgl. Kästen "Mögliche Strategien…" und "Mit Kreativität zu mehr Beschäftigung").



    Kästen

    Kasten 1

    Verkaufstraining für Frauen
    In einem Kooperationsprojekt der IHK Region Stuttgart, seinem Kaufmännischen Lehrinstitut und des Frauenunternehmens ZORA -
    Zukunft & Orientierung durch Arbeit und Ausbildung - werden chancenarme Mädchen und Frauen qualifiziert, die arbeitslos sind und eine Ausbildung als Verkäuferin oder einen Einstieg als Fachkraft in den Bereichen Verkauf/Dienstleistung anstreben. Der sechsmonatige Lehrgang vermittelt Grundlagen vor allem in Verkaufstraining, Einzelhandelsbetrieblehre, allgemeine Wirtschaftlehre und EDV. Abgebaut werden auch Defizite in Deutsch und Mathematik. Die Maßnahme schließt mit einem Praktikum im Einzelhandel ab.
    Weitere Informationen:
    Marion Peters, Tel. 0711/22550560,
    E-Mail: marion.peters.kli@stuttgart.ihk.de



    Kasten 2

    Mögliche Strategien, um qualifizierte Mitarbeiter/innen
    zu halten und neue zu gewinnen
    1. Lösen Sie sich von klassischen Vorstellungen der Arbeitsorganisation und -überwachung. Durchleuchten Sie Ihren Betrieb auf Bereiche, in denen Ihre Mitarbeiter bei freier Zeiteinteilung eventuell auch projekt- oder auftragsorientiert arbeiten können, denn Fachkräfte arbeiten gerne selbstbestimmt.
    2. Prüfen Sie, ob und wie zumindest teilweise Telearbeit auch in Ihrer Firma möglich ist und was dies kosten würde. Der Vorteil: Sie könnten auch Mitarbeiter aus weiter entfernten Regionen oder Gehbehinderte für sich gewinnen.
    3. Nutzen Sie die Angebote von Zeitarbeitsfirmen, mit deren Leiharbeitern Auftragsspitzen abzufangen und so mögliche künftige Mitarbeiter kennenzulernen, die sie gegen Gebühr in Ihre Belegschaft übernehmen.
    4. Kluge Leute denken langfristig: Bilden Sie schon heute Ihren Nachwuchs von morgen aus, damit Sie dann nicht wieder improvisieren müssen. Zudem erhalten Sie dadurch interessante Kontakte zu Ausbildern und anderen Firmen. Sollte Ihr Unternehmen zu klein oder zu ertragsschwach sein, denken Sie an die Möglichkeit der Verbundausbildung. Die IHK vermittelt Ihnen gerne Partner.
    5. Suchen Sie Ihre Mitarbeiter dort, wo die Konkurrenz schläft: Unter älteren Arbeitslosen, Spätaussiedlern, Behinderten, Vorbestraften...Nehmen Sie als Belohnung für Ihre Cleverness auch etwaige Lohnzuschüsse von der EU, dem Arbeits- und Sozialamt oder dem Landeswohlfahrtsverband mit.
    6. Machen Sie von der Greencard-Regelung für Computerfachkräfte Gebrauch. Arbeitsamt und IHK helfen hier weiter.
    7. Seien Sie schneller als die Konkurrenz: Werben Sie Berufsfachschul-, Fachhochschul- und Universitätsabsolventen bereits in deren Ausbildungsphase für Ihr Unternehmen. Werben Sie dort per Aushang, nutzen Sie Kontaktbörsen, ermöglichen Sie Praktika und vergeben Sie Examens- und Diplomarbeiten.
    8. Seien Sie dort präsent, wo junge Menschen sind: Übernehmen Sie Patenschaften für Abschlussklassen, Jugendhäuser, verbandliche Jugendgruppen und Vereine und stellen Sie thematische Bezüge zu Ihrer Firma/deren Berufsbildern her.
    9. Entwickeln Sie eine Unternehmenskultur, die Ihren Mitarbeitern einen Mehrwert über Arbeit und Entlohnung hinaus bietet, zum Beispiel Eigenverantwortung, Mitbestimmung, Gemeinschaft.
    10. Entwickeln Sie einen Frauenförderplan. Ergründen Sie mit Ihrer Belegschaft, wo Probleme liegen (z.B. Kinderbetreuung), Frauen für Ihre Firma zu gewinnen, und schaffen Sie Abhilfe.
    11. Rücken Sie zur Seite, damit Mitarbeiter in Ihrer Firma Entwicklungschancen haben ("In zehn Jahren können Sie meinen Job haben!"). Das schafft Vertrauen, spricht sich herum und fördert das Image Ihrer Firma. Dasselbe gilt für Weiterbildung, die nicht unmittelbar der Arbeit dient (Rhetorik, Präsentation, Sprachen und anderes). Bieten Sie einen Mehrwert.
    12. Fragen Sie Mitarbeiter, (branchenfremde) Berater und Freunde, was Sie in Ihrer spezifischen Situation tun könnten, um neue Mitarbeiter zu gewinnen. Lassen
    Sie auch unkonventionelle Ideen zu und spielen Sie sie auf ihre Sinnhaftigkeit
    hin durch.
    13. Achten Sie auf eine regelmäßige und positive Medienpräsenz, denn Bekanntheit bringt neben neuen Kunden/Aufträgen auch neue Mitarbeiter und steigert das Image als Unternehmen, "in dem etwas los ist". Einige der genannten Tipps sind übrigens noch immer so ungewöhnlich, dass Sie vielen Medien berichtenswert sind - wenn sie davon erfahren.



    Kasten 3

    Mit Kreativität zu mehr Beschäftigung
    Rund 1,03 von 2,6 Millionen Menschen in der Region Stuttgart sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Ihnen stehen rund 60000 Arbeitslose als Arbeitsmarktreserve gegenüber, die es zu qualifizieren und mit zusätzlichen Hilfen zu vermitteln gilt. Denn die offiziell mehr als 25000 gemeldeten freien Stellen spiegeln bei weitem nicht den gesamten Arbeitskräftemangel wider. Das Problem: Die Hälfte der Arbeitslosen ist ohne Ausbildung, ein knappes Drittel ist älter als 55 Jahre oder Ausländer/in mit meist geringen Deutschkenntnissen, ein gutes Drittel ist länger als ein Jahr arbeitslos. Viele Betroffene erfüllen zudem gleich zwei und mehr dieser Kriterien. Daraus ergeben sich zwei Konsequenzen: Bei Jugendlichen muss alles getan werden, um sie in Ausbildung zu vermitteln, und bei erwachsenen Arbeitslosen müssen niederschwellige Angebote gemacht werden, um sie in Arbeit zu bringen. Weil hier die Arbeitsämter Stuttgart, Ludwigsburg, Waiblingen und Göppingen alleine überfordert wären, das Problem aber erkannt ist, haben sich viele Initiativen gegründet. Im Folgenden einige Beispiele.
    1. Rund 40 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft haben im September 1999 ein regionales Netzwerk der bundesweiten "Initiative für Beschäftigung" gegründet. Auf Initiative von Dr. Hermann Scholl, Vorsitzender der Robert Bosch GmbH, und dem damaligen HP-Chef Jörg Menno Harms werden seither alle Einzelinitiativen zusammengetragen und untereinander vernetzt, um durch Bündelung der Erfahrungen den Erfolg zu erhöhen. Informationen erteilt Dr. Hans-Peter Geyer, Bosch Management Support GmbH, Tel. 0711/811-37962. Infos unter www.initiative-fuer-beschaeftigung.de.
    2. Die IHK Region Stuttgart hat im Rahmen der "Initiative für Beschäftigung" ein Konzept vorgestellt, hauswirtschaftliche Dienstleistungen für private Haushalte auf der Basis sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse anzubieten. Reinigungsunternehmen, Pflegedienste oder Existenzgründer sollen hier in Kooperation mit Bildungseinrichtungen und auf der Basis eines Kombilohnes (Gehalt plus öffentlicher Zuschuss) ausgewählte Arbeitslose trainieren und als Haushaltsdienstleister einsetzen. Das Projekt wird derzeit in der Landeshauptstadt realisiert. Die gemeinnützige Staufen- und Beschäftigungsgesellschaft des Landkreises Göppingen hat mit 15 Frauen ein ähnliches Konzept als eine Art Bügelstube gestartet. Hier werden Frauen ohne Berufsabschluss nach der Familienphase oder als Sozialhilfeempfängerinnen fit gemacht, um beispielsweise in Hotels als Zimmermädchen arbeiten zu können.
    3. Die Arbeitslosen-Initiative (AI) Göppingen, die seit fünf Jahren auf ehrenamtlicher Basis ein Büro in kirchlichen Räumen in Eislingen betreibt, berät und vermittelt dort Arbeitslose. Die Initiative haben selbst einst Betroffene aus eigener leidvoller Erfahrung gegründet und dafür einen (undotierten) Landespreis für bürgerschaftliches Engagement gewonnen. Die AI ist außerdem im Jugendhaus präsent und Betroffene warnen Jugendliche davor, für die schnelle Mark bei Hilfsarbeiterjobs auf eine Ausbildung zu verzichten. Seit drei Jahren betreibt die AI in der Göppinger Stadtbibliothek mit jeweils drei Jobsuchenden auch ein Bistro mit Mittagstisch. Seither wurden 32 Betroffene in Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse, vor allem in der Gastronomie, vermittelt.
    4. Der Verband der Metallindustrie hat vor zwei Jahren ein modulartiges Konzept entworfen, mit dem auch schwächere Bewerber für einen Metallberuf qualifiziert werden. Das kostenintensive Projekt ist so erfolgreich, dass es verlängert wurde.
    5. Mit einem "Pavillon der Wirtschaft" kommen Unternehmen in die Schulen, um Jugendliche für die Situation am Arbeitsmarkt zu sensibilisieren. Hier sprechen Schüler mit Lehrlingen und Ausbildern. Die Grund- und Hauptschule Stuttgart-Rohr mit Werkrealschule (Dr. Maria Pfadt, Tel. 0711/733611), will den Pavillon als Projekt der regionalen Beschäftigungsinitiative in Kooperation mit Unternehmen erstellen.
    6. Einen Schritt weiter ist der Schulamtsbezirk Göppingen, der zusammen mit IHK-Bezirkskammer und der Handwerkskammer bereits Patenschaften zwischen Schulen und Unternehmen vermittelt hat. In einem nächsten Schritt machen rund 50 Haupt- und Realschullehrer nun selbst einwöchige Praktika in Betrieben, um Kontakte zu knüpfen und zu erfahren, was auf dem Arbeitsmarkt gefragt ist.
    7. Die IHK-Bezirkskammer Göppingen (Tel. 07161/67150) hat mit dem Arbeitsamt Göppingen-Esslingen eine "Medienpyramide" konzipiert, bei der in mehrgliedri-
    gen Projekten Kenntnisse der IT-Branche vermittelt werden. Jugendliche, die im
    letzten Jahr keine Lehrstelle fanden,
    wird IT-Fachwissen vermittelt. Für Jugendliche mit entsprechenden schulischen Voraussetzungen geht die Wissensvermittlung soweit, dass sie - verknüpft mit
    einem Praktikum - in eine IT-Stelle einmünden.



    Kasten 4

    Lehrstellenbörse
    Vor allem für leistungsschwächere Jugendliche, die bis dahin noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, veranstaltet die IHK Region Stuttgart jährlich im Juli beziehungsweise September an den Standorten Böblingen, Esslingen, Göppingen, Waiblingen und Stuttgart eine Last-Minute-Lehrstellenbörse. Im vergangenen Jahr warteten rund 1500 Lehrstellen dort auf Bewerber. Sie wurden danach auch in das Internet-Angebot der IHK aufgenommen
    Weitere Informationen:
    Wolf Dietrich Siebert, Tel. 0711/2005-251,
    E-Mail: wolf.dietrich.siebert@stuttgart.ihk.de

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    Interview mit REINER LOHSE

    15.02.2001 NWZ, Andreas Bulling "Man muss Kontakte haben"
    Reiner Lohse (37) ist neuer Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF) im Landkreis. Zweieinhalb Jahre lang war er Projektmitarbeiter. Zum Jahreswechsel hat er Wolfram Dreier an der Spitze abgelöst. Andreas Bulling unterhielt sich mit dem neuen Wirtschaftsförderer im Kreis.
    " Herr Lohse, was erwarten Sie sich von Ihrer neuen Position?
    REINER LOHSE: Ich hoffe, dass mir dasselbe Vertrauen entgegengebracht wird, wie der WiF bisher, dass man mich gut aufnimmt und in die Projekte im Kreis einbindet. Denn als Einzelkämpfer hast Du keine Chance. Du musst als Vertreter der Interessen der WiF in ein Netzwerk eingeflochten sein.
    " Das heißt, für Sie sind persönliche Kontakte ganz wichtig?
    LOHSE: Richtig, Kontakte zu pflegen ist eine ganz wesentliche Aufgabe in unserer Arbeit.
    " Sie haben bereits erste Kontakte geknüpft, wo wollen Sie künftig Schwerpunkte setzen, was sind Ihre Ziele, mittel- und langfristig?
    LOHSE: Also grundsätzlich wird es keine 180-Grand-Kehrtwende in der Arbeit der WiF geben. Die Innovationsförderung einzelner Betriebe wird der Schwerpunkt bleiben. Darüber hinaus muss man die Diversifizierung des Landkreises fortführen. Darunter verstehen wir die Themen Gesundheit, Tourismus - manche reden von Life-Science - kombiniert mit Medizintechnik im Landkreis fest zu verankern.
    " Deshalb auch die Gesundheitsmesse vom 15. bis 17. Juni?
    LOHSE: Ja, um das Bewusstsein zu stärken und die Leistungsfähigkeit auf diesem Gebiet zu präsentieren.
    " Wie viele Firmen sind beteiligt?
    LOHSE: Bisher sind es 30 Firmen.
    " Heißt das also weg vom Maschinenbau. Ist die Gesundheit der Zukunftsmarkt?
    LOHSE: Mit Sicherheit liegt dort der Markt der Zukunft - das ist wissenschaftlich untersucht. Wir müssen sehen, wo der Landkreis hier seine Nische findet. Wir werden sicher kein Komplettanbieter in Sachen Life-Science. Aber wir müssen mit dem Maschinenbau zusammen die Syergien bündeln.
    " Wo liegt ihrer Meinung nach für diesen Martk die Basis im Kreis?
    LOHSE: Unser gesamter Naherholungsbereich mit dem Albaufsieg, dann haben wir Bädergemeinden, wir haben produzierende Betriebe, zum Beispiel Wala und wir haben die Fachhochschulen in Göppingen und Geislingen.
    " Gibt es dieses Wissen im Gesundheitsgewerbe auch im Kreis?
    LOHSE. Das mag auf den ersten Blick zwar nicht so scheinen. Aber im Bereich der Gerätetechnik haben wir an der FH Göppingen die Mechatronik-Experten. Nicht zu vergessen die technische Abteilung der Klinik am Eichert. Und auch bei den Firmen Scheller oder Wala gibt es eine Entwicklungsabteilung. Im Bereich Wasser haben wir natürlich mit den Mineralquellen ganz große Ressourcen im Kreis.
    " Wie ist denn die wirtschaftliche Situation derzeit bei den Unternehmen im Kreis?
    LOHSE: Der Auftragseingang bei den Unternehmen ist nach wie vor sehr gut. Alle sind auf der Suche nach Fachkräften. Das ist ein Indiz für die gute Situation. Natürlich sind wir im Kreis nach wie vor stark von der Autoindustrie abhängig.
    " Das "Forum Idee" geht auf Sie zurück, wie hat sich die Initiative bisher entwickelt?
    LOHSE: Wir wollen damit den Patentinhabern eine Plattform für den Erfahrungsaustausch bieten und sie mit ihrer Erfindung in bundesweite Vermarktungsnezte einspeisen. Wenn wir es schaffen, den Patentinhaber mit einer Firma im Kreis zusammenzubringen, dann kommt Ostern und Weihnachten zusammen - dann ist echt bingo.
    " Auf einen Nenner gebracht stiften Sie also Kontakte?
    LOHSE: Genau, man muss immer Kontakte und Netzwerke haben.
    " Sie hatten ja persönlich schon mit Umweltmanagement und Öko-Audit zu tun, wollen Sie dafür auch im Kreis arbeiten?
    LOHSE: Inhaltliche Beratung kann ich jetzt nicht mehr geben. Aber der neue Studiengang Entsorgungswirtschaft an der FH Geislingen ist ganz wichtig für die Zukunft. Da kann und muss sich was bewegen. Firmen sparen beim Thema Umwelt immer noch an Freiwilligkeiten und erkennen nicht den wirtschaftlichen Nutzen.
    " Zurück zur WiF, Sie versuchen seit langem, die Volksbank Göppingen ins Förderer-Boot zu bekommen, wie sieht es dann da aus?
    LOHSE: Die Volksbank hat sich noch nicht positioniert. Aber ich gehe davon aus, dass es zumindet zu einer Zusammenarbeit kommt.
    " Momentan sind Sie quasi Schlossherr auf Schloss Filseck, bleiben sie nach der Sanierung des IGZ im Stauferpark trotzdem hier?
    LOHSE: Noch ist die Abschlussuntersuchung im IGZ noch nicht ausgewertet. Aber sobald ein Ergebnis vorliegt, werden wir uns entscheiden - Rückkehr angestrebt.

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    Reiner Lohse im Amt

    24.01.2001 NWZ Göppinger Kreisnachrichten
    Bericht von Andreas Bulling
    WIRTSCHAFT / Neuer Geschäftsführer für Fördergesellschaft
    Wolfram Dreier fördert künftig Unternehmen in Ravensburg

    Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Göppingen hat einen neuen Geschäftsführer. Reiner Lohse folgt Wolfram Dreier, der nach fünf Jahren nach Ravensburg zurückkehrt.
    KREIS GÖPPINGEN. "Sehr angenehm", sind die Erinnerungen, die Wolfram Dreier aus Göppingen mitnimmt. Fünf Jahre lang leitete der Wirtschaftsingenieur die Wirtschftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WiF). Jetzt kehrt er nach Ravensburg zurück. Mit der Bilanz der Basisarbeit als Vermittler zwischen Unternehmen und Fachhochschulen ist Dreier zufrieden: "Wir haben in den fünf Jahren deutlich mehr als 1000 Unternehmenskontakte gehabt." Dreier erzählt von 120 Fällen, in denen die WiF konkrete Anschubhilfe geleistet habe. Künftig arbeitet der 33-Jährige im Lankreis Ravensburg, um das "Göppinger Erfolgsmodell" dort auf den Weg zu bringen.
    Sein Nachfolger in Göppingen ist der 37-jährige Reiner Lohse. Der gebürtige Heilbronner arbeitet seit Mitte 1998 für die WiF. Das "Forum Idee", für Erfinder und Patentanmelder geht auf den Maschinenbau-Ingenieur zurück. "Das ist mein Baby", sagt Lohse, "und wird auch künftig weitergeführt." Der neue Geschäftsführer will die bisherige Arbeit der WiF kontinuierlich fortsetzen. Seit 1991 arbeitet Lohse für die Steinbeis-Stiftung Stuttgart. In den vergangenen zwei Jahren hat er die Arbeit in Göppingen zu schätzen gelernt, weshalb er sein neues Amt sehr gerne annimmt. "Ich fühle mich inzwischen als ein Kind der Region", sagt der neue Wirtschaftsförderer des Landkreises.
    Mit der in diesem Jahr stattfindenden Gesundheitsmesse solle ein weiterer innovativer und interessanter Wirtschaftszweig dieser Maschinenbauregion näher gebracht werden. "Gesundheit und Tourismus könnte ein neues Thema für den Landkreis sein", so Lohse. Dies ginge zwar nicht von heute auf morgen, aber vielleicht könne man den klassischen Maschinenbaubereich an die Medizintechnik und die dazugehörigen Dienstleistungen heranführen.

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    DREIER GEHT NACH RAVENSBURG

    17.11.2000 NWZ:WIRTSCHAFT / Wechsel an der Spitze der Förder-GmbH

    Der Jahreswechsel wird mit einem Personenwechsel in der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landkreises Göppingen (WiF) verbunden sein. Geschäftsführer Wolfram Dreier geht. Sein Nachfolger wird Reiner Lohse.
    LEONHARD FROMM
    GÖPPINGEN. Diese Woche wurde es im elfköpfigen Aufsichtsrat der WiF, den zwei Direktoren der Kreissparkasse, Landrat Franz Weber, ein Vertreter der Steinbeisstiftung, drei Ober- und vier Bürgermeister des Landkreises bilden, offiziell: Wolfram Dreier (33), der knapp fünf Jahre WiF-Geschäftsführer war, wechselt in den Kreis Ravensburg, wo er gleichfalls eine kreiseigene Fördergesellschaft aufbauen wird.
    Sein Nachfolger wird Reiner Lohse (37), der bislang drei Tage die Woche bei der WiF die Themenbereiche Erfinder (Forum Idee), Ingenieurnachwuchs (Forum Kontakt) und die Einzelberatung von Firmen beackerte. Seine 60-Prozentstelle bleibt vorerst unbesetzt, was neue finanzielle Spielräume im WiF-Jahresetat von 450 000 Mark ermöglicht. Diesen finanziert die Kreissparkasse zu 75, die Kommunen zu 25 Prozent.
    Dreier hatte die Wirtschaftsförderungsgesellschaft kurz nach ihrer Gründung aufgebaut und hat an 15 von bislang 17 Aufsichtsratsstizungen teilgenommen.
    Mittlerweile steht die WiF mit 300 Firmen kreisweit im Kontakt und bildet eine Schnittstele zur regionalen Wirtschaftsförderung. Dreier findet im Filstal die "Vielzahl mittelständischer Firmen" vorbildlich, doch sei die starke Ausrichtung auf den Maschinenbau gefährlich. Er setzt auf Kooperationen bei den Themen Mechatronik in Göppingen, Gebäudemanagement in Geislingen und Wellness kreisweit.

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    Für Schwebeeinrichtung gab es Silber

    14.11.2000 NWZ: ERFINDER / Nuernberger Messe IENA: Vier Medaillen gehen in den Landkreis

    Bei der internationalen Erfindermesse IENA 2000 in Nuernberg waren zwoelf Kreationen aus dem Landkreis im Rennen. Goeppinger Erfinder holten drei Bronzemedaillen und eine Silbermedaille.
    KAI HUMMEL
    KREIS GOEPPINGEN. "Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen", sagt Reiner Lohse von der Wirtschaftsfoerderungsgesellschaft und lacht. Die zwoelf Erfindungen aus dem Landkreis, die auf der internationalen Erfindermesse IENA 2000 in Nuernberg vertreten waren, raeumten ab. Drei Mal gab`s Bronze und einmal Silber. Jetzt trafen sich die Teilnehmer des "forum idee" zu einer Nachbesprecheung auf Schloss Filseck in Uhingen. Zum Erfahrungsaustausch mit anderen Erfindern wurden noch einmal alle Kreationen aufgebaut.
    Auffallend sind vor den Erfindungen die einzelnen Medaillen positioniert. Auch am Stand von Christoph Muehleis. Fuer seine Lautsprecher in neuem Design und Ton erhielt der Maschinenbaustudent aus Salach eine Bronzemedaille. Das Aussergewoehnliche an diesen Boxen sei, dass der Rahmen aus recycelten Joghurtbechern besteht. "Dies hat den Effekt, dass die Hoehen und Tiefen der Musik besser rueberkommen", verspricht Muehleis. Erstaunlich: Am Stand von Hans Dokoupil aus Bad Ditzenbach schweben Flugzeuge und Raumschiffe weit ueber dem Tisch ohne jegliche Halterung. Wie soll das gehen? Um den Trick zu erkennen, muss man schon sehr genau hinschauen. Deshalb wurde er auch von der Jury mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Ein Magnet ist sowohl unter den Flugobjekten angebracht als auch am Raumschiff selbst. Durch den Abstossungseffekt schweben die Objekte ueber dem Tisch. Dabei fragt sich mancher Betrachter: Gibt es denn das nicht schon? Nein. "Ich war selbst verbluefft, dass ich ploetzlich etwas Neues erschaffen habe, was im Prinzip ganz einfach zu bauen ist", sagt der 38-jaehrige Elekroingenieur aus Bad Ditzenbach. Das Patent fuer die magnetische Schwebeeinrichtung wird derzeit noch geprueft. Doch sobald er es in den Haenden hat, will er in Produktion gehen, denn erste Anfragen von Grosshaendlern sind schon da.
    Neben Dokoupil hat Walter Hanel aus Ottenbach seinen Stand aufgebaut. Auch er erhielt die Bronzemedaille. Einen Hochwasserschutz fuer Gebaeude hat er erfunden. Dank dieser Kreation sollen fortan alle Keller trocken bleiben. Dies verspricht jedenfalls der Hersteller. Im Gegensatz zu vielen anderen hat Hanel sein Patent schon in der Hand. Auch hier sind die ersten Kontakte bereits geknuepft. Zu guter Letzt fehlt nur ein ganz besonderer Flaschenoeffner, der auch mit Bronze ausgezeichnet wurde. Vorbei mit Deckeln, die klemmen?

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    Goeppinger Erfinder glaenzen mit Ideen

    Goeppinger Erfinder glaenzen mit Ideenreichtum
    13.11.2000 SZ: Auf der Fachmesse "Ideen -Erfindungen - Neuheiten" in Nuernberg heimsten Erfinder aus dem Kreis Preise ein.

    GOEPPINGEN. Zehn Mitglieder des Forums Idee von der Wirtschaftsfoerderung des Kreises Goeppingen haben jetzt ihre Projekte auf der internationalen Erfindermesse IENA 2000 in Nuernberg praesentiert. Einige Ideen wurden sogar mit Preisen ausgezeichnet.

    Von Klaus Nonnenmacher

    Grundsaetzlich scheinen dem Ideenreichtum der Filstaeler kaum Grenzen gesetzt zu sein. Im Forum Idee, das die Wirtschaftsfoerderung des Landkreises (WiF) vor einiger Zeit zur Foerderung von neuen Patenten aus dem Kreis ins Leben gerufen hat, tummeln sich rund 150 Erfinder mit den unterschiedlichsten Ambitionen und Arbeitsbereichen.
    Zehn von ihnen haben jetzt die Chance genutzt, auf einem gemeinsamen Messestand in Nuernberg ihre Ideen einem internationalen Publikum zu praesentieren. Komplizierte technische Verbesserungen fuer die Herstellung von Kunststoffteilen waren da ebenso vertreten wie dem Anschein nach simple Halterungen fuer Stifte und Taschenrechner zum Mitfuehren in Aktenordnern.
    Man muss kein ausgesprochener Tueftler sein, um einen neuen Einfall zur Patentreife zu bringen, das zeigt das Beispiel des Hattenhofers Werner Freisler. "Auf der Abendschule und in meinem jetzigen Beruf als Maschinenbaukonstrukteur hat mich immer geaergert, dass ich die Unterlagen und das Schreibzeug immer einzeln parat haben muss", erklaert er.Mit ein paar Gummibaendern hat er dann den Ordner so praepariert, dass alles Handwerkszeug im Deckel eingesteckt werden kann. "Halterung fuer Aktendeckel" nennt er seine Erfindung, und auf der Messe haben sich bereits einige Leute fuer seine Idee begeistert.
    Auch Guenther Juschkus, seines Zeichens Schulhausmeister und Hobbykinderautor, war in Nürnberg vertreten. Passend zu seinen Kindergeschichten, hat er ein fahrbares Spielzeug entwickelt, das nicht nur rollt, sondern auch wackelt. Das Patent ist angemeldet. "Eine Kindertherapeutin hat auf der Messe Interesse gezeigt", freut sich Juschkus.
    Andere Erfindungen aus dem Kreis sind wahre technische Tuefteleien wie magnetische Schwebeeinrichtungen oder ein "Umlenker", der bei der Herstellung von Plastikteilen die Anfertigung der entsprechenden Gussformen vereinfacht. Alle Erfinder verbindet vor allem aber der Erfahrungsaustausch unter Seinesgleichen beim Goeppinger Erfinderforum der WiF. "Es kommen mittlerweile sogar viele Leute aus dem Umland zu uns", sagt Reiner Lohse von der WiF. Andernorts fehlen solche Hilfestellungen fuer die Tueftler noch. Dabei ist der Weg von der Idee bis hin zum handfesten geschuetzten Patent schwierig. Einige tausend Mark lassen sich versierte Anwaelte die Betreuung kosten. Waehrend manche Erfinder sich fuer nur 150 Mark ihre Idee als "Geschmacksmuster" sichern lassen, muessen andere, wie der Ebersbacher Ruediger Ziegler für die Entwickung seines "Umlenkers" bis zu 100 000 Mark aus eigener Tasche investieren. "Wir versuchen dann natürlich auch Investoren und Interessenten zu vermitteln", erklaerte Reiner Lohse. "Die Kontakte, die man bekommt, vor allem auch durch den Messeauftritt sind sehr wichtig", meint auch Werner Freisler. Auch wenn sich kein Hersteller fuer seine Aktendeckelhalterung direkt interessiert hat. Vor allem Schueler fanden die Idee genial, und dieses Anerkennung sei auch wichtig, betont der Erfinder.

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    Asse im Ärmel

    04.11.2000 NWZ: MESSE / Erfindungen aus dem Landkreis
    Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WiF) wird auf der internationalen Erfindermesse IENA 2000 vertreten sein. Mit dabei: zwölf Erfindungen aus dem Landkreis.
    KAI HUMMEL
    KREIS GÖPPINGEN. Heute ist der dritte Tag der Erfindermesse IENA 2000. Die Wif-Wirtschaftsförderung ist mit dem Patentarbeitskreis "forum idee" auf der Messe mit einem Gemeinschaftsstand vertreten. "Unser Ziel ist es, zwölf Erfindungen aus dem Kreis Göppingen einem breiten Fach- und Verbraucherpublikum zu präsentieren", sagt Reiner Lohse, Projektleiter der WiF.
    Mit dabei ist unter anderem eine Halterung für Aktendeckel, ein Hochwasserschutz für Gebäude, eine Drehscheibe für Notebooks, eine fahrbares Spielzeug, ein neues Design und Klangvolumen von Lautsprecheren, ein Clip für Glasobjektträger, ein Flaschenöffner, ein Umlenker, eine Welle-Nabe-Verbindung, ein Gerät zur Diagnose von Schlafstörungen und ein besonderes Nachtlicht.
    Nach den ersten Veranstaltungstagen kann Lohse bereits ein Fazit ziehen: "Besondere Aufmerksamkeit legt die örtliche Presse und das Fernsehen auf die magnetische Schwebeeinrichtung von Hans Dokoupil aus Bad Ditzenbach." Er ist auch der Erfinder des Nachtlichtes und der Diagnose-Maschine für Schlafstörungen. Auch insgesamt kann sich der Projektleiter über mangelnde Besucher nicht beklagen. "Wir haben schon ein par Asse im Ärmel."

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    BUHLEN UM INGENIEURE

    28.10.2000 NWZ: Leonhard Fromm

    Kreisweit fehlen schätzungsweise 1000 Ingenieure. Niemand weiß es. Denn der Mangel ist so eklatant, dass Firmen, die sofort zehn Fachhochschulabsolventen einstellen würden, offiziell nur zwei oder drei suchen, damit das Image als leistungs- und lieferfähiger Partner nicht beschädigt wird. Mit Sicherheit kann man aber sagen, dass der Ingenieurmangel das Wachstum im konstruktionsfreudigen Landkreis hemmt.

    Da ist die Kontaktbörse von Fachhochschule und Kreiswirtschaftsförderer, die am Donnerstag stattfand, eine hilfreiche Initiative, den Mangel zu beheben. Ein Experte meinte gar, allein die 26 vertretenen Firmen könnten 500 Ingenieure sofort brauchen. Und weiteren Betrieben hatte wegen Überfüllung sogar noch abgesagt werden müssen. Das Forum dient zum einen der Imageförderung der ingenieurswissenschaftlichen Berufsbilder, es ermöglicht heimischen Betrieben mit häufig kaum 100 Mitarbeitern vor allem aber auch die Mitarbeiterwerbung.

    Denn gerade die Konzerne im Stuttgarter Raum, die Anfang der 90-er Jahre den Fachkräfteüberhang hätten abfedern können, indem sie Entwicklungsintelligenz in ihren Labors gehalten hätten, schnappen nun mit ihren klangvollen Namen dem Mittelstand wieder die Bewerber weg.

    Deshalb ist es gut, wenn die Tüftler von morgen schon heute erfahren, dass sie bei einem Rehm-Schweißtechnik in Uhingen oder einem Modellbau-Bucher in Eislingen als Generalisten rascher Karriere machen können als bei einem global player als Nummer xy in einer Fachabteilung. Das sollten Nachwuchskräfte ebenso wenig unterschätzen wie die größere Nähe zu den Kunden und betriebswirtschafliche Zusammenhänge.

    Dass aber in der Karriereschmiede Fachhochschule Göppingen nur gut 500 von 1000 Studienplätzen besetzt sind, sollte auch den Abiturienten zu denken geben, die mit einem Studienplatz in überfüllten Hörsälen für Architektur oder Sozialpädagkogik liebäugeln. Noch lebt dieses Land in allererster Linie von den Gütern, die es herstellt. Und die werden immer komplexer, denkt man nur an die programmierbare Kaffemaschine. Zugleich müssen sie aber immer einfacher bedienbar sein, um viele Abnehmer zu erreichen. Daran liegt es, dass in vielen Betrieben der Anteil der Ingenieure immer weiter wächst.

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    KONTAKTBOERSE

    NWZ 27.10.2000:
    250 Studenten haben die Qual der Wahl
    26 BETRIEBE WERBEN UM INGENIEURE

    Trend in Betrieben geht zu komplexen Systemlösungen - Locken mit dem Gehalt.

    250 Studenten von Maschinenbau, Elektrotechnik und Mechatronik haben gestern das Angebot von 26 heimischen Firmen genutzt, sich in der Fachhochschule über die möglichen Arbeitgeber zu informieren. Der Grund: Kreisweit dürften rund 1000 Ingenieure fehlen.

    Leonhard Fromm

    GÖPPINGEN. Reiner Lohse, Wirtschaftsförderer des Landkreises Göppingen, hat die Kontaktbörse organisiert. Im Vorjahr waren totz weniger Werbung 100 Studenten mehr gekommen. Für Lohse kein Grund zur Panik: "Viele Absolventen haben bereits fünf Angebote in der Tasche. Für die macht es doch wenig Sinn, sich noch fünf weitere zu holen." Auch die Tatsache, dass viele Interessenten erst am Anfang ihres Studiums stehen, stört die 26 ausstellenden Betriebe, die teilweise mit zwei bis drei leitenden Mitarbeitern vertreten sind, nicht übermäßig. So können mehr Praktika und Themen für Diplomarbeiten vereinbart werden, was Studenten und Betriebe einander näher bringt.

    "Einer wollte sogar wissen, ob er samstags und sonntags bei uns arbeiten kann, weil er die Woche über ja büffelt", sagt Andreas Lederer, der für Wissner in Göppingen "sofort drei Ingenieure oder Techniker" sucht. Solche Anfragen zeigen den Ausstellern, mit welcher Ernsthaftigkeit die jungen Leute an ihrer beruflichen Zukunft arbeiten.

    Einer von ihnen ist Jochen Werner (21), Mechatronikstudent aus Heilbronn. "Ich möchte schon in einem frühen Stadium meines Studiums Praktika machen, um zu sehen, was gefragt ist." Er genießt es, mit seinem künftigen Wissen so umworben zu sein. Er erzählt allerdings von einem Freund, der wegen der verlockenden Berufsaussichten begonnen habe, Maschinenbau zu studieren, nach zwei Semestern mangels technischem Verständis aber wieder aufgegeben habe.

    Das Problem hat Miriam Varologlu nicht. Die 20-jährige Stuttgarterin hatte extra vom kaufmännischen auf ein technisches Gymnasium gewechselt, "weil Betriebswirtschaftslehre so langweilig war". An ihrem Mechatronikstudium fasziniert sie, "an der Gestaltung der Zukunft" teilzuhaben. ausserdem brauche die Branche mehr Frauen, "weil die Männer doch alles technisch so überladen".

    Dies mag in Teilen stimmen, für die Firma Rehm-Schweißtechnik lässt deren technischer Leiter Volker Schiek dies nicht gelten. Der Grund: Die Uhinger stehen mit ihren Schweißgeräten für Handwerk und Industrie mit Billiganbietern aus Italien in Konkurrenz. Schiek: "Da können wir uns nur behaupten, weil unsere Geräte kleiner, leichter und vielseitiger sind". Dies aber zu vollbringen, braucht die 100-Mann-Firma Informatiker, Mechatroniker und Elektroingenieure. Und um die komplexen Geräte in größeren Stückzahlen und somit günstiger produzieren zu können, braucht das Unternehmen wiederum Fertiguns- und Qualitätsingenieure, die das erklärungsbedürftige Produkt auch europa- oder weltweit vertreiben. Die Konsequenz: Beschäftigt Rehm bislang noch zehn Ingenieure, so sollen es bis in zwei, drei Jahren bis zu 25 sein.

    Soviel Nachfrage hat ihren Preis.Die Einstiegsgehälter sind binnen weniger Jahre um 1000 Mark auf nun 5500 bis 6200 Mark gestiegen. Allerdings fallen spätere Gehaltssprünge eher weg. Die Strategie: Ingenieure erstmal an sich binden.

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    Die Gesundheitswelle rollt

    12.10.2000 NWZ: WIRTSCHAFT / Neue Messe für Göppingen

    Premiere im Juni 2001 - NWZ veranstaltet Forum zum Auftakt
    In Göppingen etabliert sich eine neue Ausstellung: Mitte Juni nächsten Jahres findet zum ersten Mal die "Gesundheitswelle - Messe für Gesundheit und Rehabilitation" statt. Mit der dreitägigen Veranstaltung wollen die Organisatoren auch das Profil von Stadt und Landkreis als Kompetenzzentrum Gesundheit schärfen.
    RÜDIGER GRAMSCH
    GÖPPINGEN. Vom 15. bis 17. Juni findet die "Gesundheitswelle" zum ersten Mal in und vor der Stadthalle in Göppingen statt. Künftig soll sie im Jahresturnus jeweils zwischen Ostern und Pfingsten durchgeführt werden. Ausrichter der Publikumsmesse ist der Arbeitskreis Gesundheitshandwerke, unterstützt durch die Wirtschaftsförderung des Landkreises, die NWZ, die AOK und die Kreissparkasse. Schirmherr der Messe ist Landrat Franz Weber.
    Auf Schloss Filseck stellten die Mitglieder des Arbeitskreises jetzt das Messekonzept interessierten Ausstellern und der Öffentlichkeit vor. Mit der neuen Messe wollen die Organisatoren Gesundheitsbewusste- und interessierte Menschen ansprechen, sowie Patienten und deren Angehörige, Ärzte, Menschen in Pflege- und Heilberufen und Mitarbeiter in Institutionen im Gesundheitswesen.
    Zum Auftakt der "Gesundheitswelle" findet am 13. Juni das Göppinger Gesundheitsforum statt, das die NWZ in Kooperation mit dem Arbeitskreis Gesundheitshandwerke durchführt. Der Chefredakteur der NWZ/Südwest Presse, Jörg Bischoff, wird das Forum, das sich mit einem aktuellen Thema aus der Gesundheitspolitik beschäftigen wird, moderieren.
    Parallel zur Messe ist auch ein umfangreiches Vortragsprogramm geplant, das von Kreisärzte- und Zahnärzteschaft unterstützt wird. Kompetente Referenten aus dem Landkreis sollen zu aktuellen Gesundheitsthemen Stellung beziehen. Nach den Vorträgen bietet sich in einer extra eingerichteten "Speaker's Corner" für die Zuhörer die Gelegenheit, Einzelgespräche mit den jeweiligen Referenten zu führen.
    Großen Wert legen die Organisatoren darauf, dass sich die Messe von anderen Ausstellungen unterscheidet. So werden die Aussteller sich nicht auf separaten Ständen präsentieren, sondern gemeinschaftlich auf unterschiedlich großen sogenannten Gesundheitsinseln.
    Für die neue Messe in Göppingen soll kräftig die Werbetrommel gerührt werden. Bettina Schiller von der Agentur Werbung und Konzept, sowie Sandra Skutta vom Büro Punkt für visuelle Gestaltung informierten über das Bündel an Marketingmaßnahmen und über geplante Werbeauftritte. Das bereits kreierte Messelogo wird auf allen Werbemitteln eingesetzt. Auch im Internet soll auf die Veranstaltung hingewiesen werden.
    Die "Gesundheitswelle" soll zudem über die Landkreisgrenzen schwappen. In mehreren Städten im Umland wird daher im Vorfeld der Messe musikalisch auf die neue Ausstellung aufmerksam gemacht.
    Mit der neuen Messe verfolgen die Organisatoren auch das Ziel, firmenübergreifende Projekte zu fördern und die interdisziplinäre Zusammenarbeit als ein Versorgungsteam aus einzelnen Spezialisten zu stärken. Neben dem Informationsaustausch spielen auch ein gemeinsamer Marktauftritt und gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit und Marketingauftritte eine Rolle.
    Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WiF), Wolfram Dreier, sieht in der Messe-Initiative die Möglichkeit, dass sich das komplette Gesundheits-Angebot im Landkreis Göppingn einmal präsentieren kann. Die Organisatoren würden mit der Veranstaltung darüber hinaus das große Informationsbedürfnis der Bürger am Thema Gesundheit befriedigen.

    Die Messe-Macher:
    Die neue Aussstellung "Gesundheitswelle - Göppinger Messe für Gesundheit und Rehabilitation" findet im Juni 2001 zum ersten Mal statt. Wer gehört zu den Initiatoren, wer sind die Messe-Macher?
    Mitglieder des veranstaltenden Arbeitskreises sind Rüdiger Schmauder (Firma Hartlieb Orthopädie- und Rehabilitationstechnik), Rolf Bloss (Orthopädische Schuhmacherei, Göppingen), Udo Maurer (Gabi Maurer Hörakustik Göppingen/Geislingen), Peter Hasler (Augenoptik Hasler Göppingen), Jochen Birk (Dentallabor Steinbach, Göppingen), Bärbel Rieder (Medizinische Fußpflege, Geislingen), Thomas Hummel (Praxis für physikalische Therapie, Göppingen), Peter Schiller (Sportstudio Azzurro, Göppingen). Unterstützt wird der Arbeitskreis durch Wolfram Dreier, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen, Rüdiger Gramsch, Redaktionsleiter der NWZ Göppingen, Ulrike Luthmer-Lechner (AOK Göppingen) und von der Kreissparkasse Göppingen.
    Schirmherr der Messe ist Landrat Franz Weber.
    Firmen, Einrichtungen und Institutionen, die im Landkreis Göpingen im Gesundheitsbereich tätig sind und auf der Messe aussstellen wollen, können sich bei Jochen Birk (Dentallabor Steinbach), Gärtnerstraße 5, Telefon 07161 / 21073, Fax 07161 / 21074 anmelden.

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    Göppingen auf Weg zum "Gesundheitskreis"

    Kreis Göppingen auf den Weg zum "Gesundheitskreis"
    18.09.2000 SZ: Boller Kongress bestätigt Zukunftschancen in den Bereichen Tourismus, Wellness, Gesundheit - Regionale Position ausbauen

    GÖPPINGEN. Tourismus sei für Baden-Württemberg künftig ebenso bedeutend wie Maschinenbau, sagte Wirtschaftsminister Walter Döring auf einem Kongress zum Thema "Tourismus als Chance" in Bad Boll. Vor allem: die Arbeitsplätze sind nicht exportierbar.
    Von Sven Olsson
    Nüchtern fiel das Urteil einiger Teilnehmer aus. Das Bemerkenswerteste an dem Kongress in Bad Boll sei gewesen, dass er stattgefunden habe, sagte ein Apotheker aus dem Kreis. Immerhin: Vor fünf Jahren habe man in dem von Maschinenbau dominierten Kreis Göppingen nicht einmal einen Gedanken daran verschwendet, dass mit den Themen Tourismus, Wellness und Gesundheit Geld zu verdienen sei. Es sei erfreulich, dass ein Umdenken stattfinde. Von heute auf morgen gehe das allerdings nicht.
    Wirtschaftsminister Döring selbst hatte vor einem Jahr bei einem Kreisbesuch in Bad Überkingen die Anregung zu dem Tourismuskongress gegeben. Seiner Meinung nach verfügt der Kreis Gölppingen über ein hervorragendes Startkapital, um die Bereiche Tourismus und Gesundheit zu verbinden. Gerade Gesundheitstourismus müsse als wirtschaftliche Chance begriffen werden, warb Döring.
    Zufrieden äußerte sich Wolfram Dreier, Wirtschftsförderer des Landkreises und Mitinitiator der Veranstaltung. Es sei gelungen, bei Unternehmen und Politikern aus dem Kreis ein gemeinsames Interesse zu wecken. Die Arbeit müsse jetzt im Kreis der Mitveranstalter vertieft werden. Dazu gehören die drei Bädergemeinden Boll, Überkingen und Ditzenbach, die IHK, die Kreissparkasse und die Evangelische Akademie. Schon im Sommer kommenden Jahres ist die erste Gesundheitsmesse in Göppingen geplant.
    Landrat Franz Weber räumte ein, es falle ihm schwer, etwas Konkretes von dem Kongress mitzunehmen. Gesundheit und Tourismus böten jedoch ein enormes Wachstumspotenzial gerade für den Landkreis. Es müsse das gemeinsame Unternehmensziel im Kreis werden, diesen Markt gezielt zu entwickeln. Die Zukunft liege dabei sicher nicht auf den durch die Versicherungsleistungen abgedeckten Teil der Gesundheitsversorgung. Das größere Potenzial ergebe sich vielmehr aus der Bereitschaft vieler Menschen, aus eigener Tasche etwas für ihre Gesundheit zu leisten.
    Bürgermeister Martin Ernst Joos aus Überkingen bedauerte in diesem Zusammenhang, dass sich die Kassen aus der Mitfinanzierung der so genannten Präventivwochen in den Bädern des Landkreises zurückgezogen haben. Er forderte die anwesenden Vertreter von Krankenkassen auf, künftig dem Thema Prävention mehr Beachtung zu schenken.
    Eine zentrale Rolle komme der betrieblichen Gesundheitsfördrung zu, sagte Professor Peter Kern vom Fraunhoferinstitut. Sie könnten für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter auch einen Bonus vergeben. Wer beispielsweise ein Jahr gesund bleibe, könnte einen Zuschuss für einen Kururlaub erhalten. Barbara Oettinger, die Leiterin des Staatlichen Gesundheits-
    amts in Göppingen, regte an, der Kreis solle sich mit konkreten Projekten um Gelder des Sozialministeriums bewerben. Die Ideen könnten in der Areitsgemeinschaft Gesundheit im Kreis erarbeitet werden.

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    Marktnische Gesundheit

    16.09.2000 NWZ: TOURISMUS / Kongress in Boll lotet Chancen für Landkreis aus
    Vernetzung mit Wirtschaft könnte Aufschwung bringen

    Eine stärkere Vernetzung der Gesundheitsbranche mit dem Tourismus könnte dem Landkreis einen wirtschaftlichen Aufschwung bringen. Mit dieser Meinung stand der baden-württembergische Wirtschaftsminister Walter Döring bei einem Tourismuskongress gestern in der Evangelischen Akademie Bad Boll nicht alleine da.

    KARIN TUTAS

    BOLL. Der Gesundheitssektor als Basis für einen aufstrebenden Fremdenverkehr? Im Landkreis Göppingen sehen Experten da durchaus Chancen, die es zu nutzen gilt, nicht nur Wirtschaftsminister Walter Döring, dessen Ministerium den gestrigen Kongress in der Evangelischen Akademie Bad Boll ideell und finanziell unterstützt hat. Des Ministers Mitarbeiter hatten fleissig Zahlenmaterial zusammengetragen, die die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismusmarktes für Land und Landkreis dokumentiert. Nahezu kein wirtschaftlicher Bereich, der nicht vom Fremdenverkehr profitiert. Nicht zuletzt Arbeitsplätze, die "nicht exportierbar sind", so Döring, seien Grund genug, sich stärker im Tourismus zu engagieren.
    Wie kann der Landkreis an der weltweiten Wachstumsbranche Nummer eins, dem Tourismus, teilhaben? Wo liegen die Stärken der Region, und wie können Wirtschaft und Tourismusbranche voneinander profitieren? Antworten erhofften sich der Landkreis, seine Wirtschafsförderungsgesellschaft, Industrie- und Handelskammer, die drei Bädergemeinden und die Kreissparkasse gemeinsam mit der Evangelischen Akademie von dem gestigen Kongress.
    Gesundheit kristallisierte sich im Verlaufe des Kongresses als der Bereich schlechthin heraus, in dem sich der Landkreis profilieren kann. Die Organisatoren hatten nicht von ungefähr dem Thema "Gesund leben und arbeiten" breiten Raum eingeräumt. Die Bedeutung von Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeiter für Arbeitsabläufe und Produktivität zeigte Peter Kern, Leiter des Fraunhofer-Institutes für Arbeitswirtschaft und Organisation, hervor. Typische Volkskrankheiten wie des Bewegungsapparates oder Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems oder psychische Erkrankungen stehen laut Roland Sing, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, in eingem Zusammenhang mit der Arbeitswelt. In der Entwicklung und Vermarktung gesundheitstouristischer Angebote zu Fitness und Wellness sieht Sing wie Minister Döring durchaus eine Chance für die Heilbäder. Der Finanzierung solcher Angebote durch die gesetzlichen Krankenkassen erteilte Sing jedoch ein Absage.
    Das Potenzial, um den Landkreis als Kompetenzzentrum für Gesunhdheit auszubauen, sieht Landrat Franz Weber durchaus und nannte den Erholungwert der Landschaft, die Bäder und viele Firmen mit Produkten im Bereich Gesundheit. Was jedoch zu tun ist, darauf gab der Kongresss keine Antworten. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Wolfram Dreier, hat jedochh bereits angekündigt, weitere Gesprächsforen anzuregen.

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    Zukunftsperspektiven ausloten

    15.09.2000 SZ: Tourismus / Heute Kongress in Boll

    Ziel: Fremdenverkehr und Wirtschaft sollen an einem Strang ziehen

    Tourismusbranche und Wirtschaft an einen Tisch. Erstmals im Landkreis kommen bei einem Kongress heute in der Evangelischen Akademie Bad Boll Vertreter beider Branchen zusammen, um gemeinsame Zukunftsperspektiven auszuloten.

    KARIN TUTAS

    BOLL. Eine Veranstaltung dieser Art hat es im Landkreis bislang nicht gegeben, ist sich der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen (WiF), Wolfram Dreier, sicher. In einer Gemeinschaftsinitiative haben der Landkreis, die drei Bädergemeinden Boll, Bad Ditzenbach und Bad Überkingen, die Industrie- und Handelskammer, Kreissparkasse und Evangelische Akademie den heutigen Kongress auf die Beine gestellt. "Tourismus als Chance für die Wirtschaft", ein Thema, dem sich auch das Wirtschaftsministerium des Landes nicht verschließen wollte und 50 Prozent der Kosten übernimmt.
    Wirtschaftsminister Walter Döring kann bei dem Kongress ein Versprechen einlösen, das er im vergangenen Jahr in Bad Überkingen gegeben hatte. Damals hatte der Minister angedeutet, er könne sich vorstellen, einen Kongress zum Thema Tourismus im Kreis Göppingen zu fördern. Landrat Franz Weber hat den Minister beim Wort genommen, und Döring hält heute in Boll ein Referat zum Thema des Kongresses.

    Gesundheit im Trend

    Nach den Informationstechnologien sehen Experten im Thema Gesundheit den neuen Megatrend. Das Potential, das die drei Bädewrgemeinden hier bieten, mit der Wirtschaft zusammenzuführen, das ist Ziel des Kongresses, erklärt Wolfram Dreier. Es gehe darum die Standortvorteile am Rand der Region Stuttgart zu nutzen und deutlich zu machen, dass sich im Landkreis noch große Entwicklungmöglichkeiten bieten.
    Nicht von ungefähr geht es bei der Veranstaltung auch um die Themen Dienstleistung und Arbeitsplatzgestaltung. Wohlbefinden und Motivation der Mitarbeiter seien heute Themen in der Wirtschaft, erklärt Dreier. Prersonalschulungen verbunden mit Wellness sind im Kommen, das schlage sich auch auf das Angebot im Touristikbereich nieder. Auch im Landkreis gebe es eine Vielzahl von Unternehmen, die auf dem Gesundheitssektor tätig seien. Einige stellen sich bei dem Kongress, zu dem sich 90 Teilnehmer aus Gesundheits-, Touristikbranche und Wirtschaft angemeldet haben, vor.
    Die heutige Veranstaltung in Boll soll nur der Auftakt sein. Der WiF-Geschäfsführer hofft, dass aus dem Kongress weitere Gesprächsforen und Initiativen entstehen. Ein weiterer Meilenstein soll eine Messe der Gesundheitshandwerke im kommenden Jahr in Göppingen sein.

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    Suche nach Zukunfstsbranchen

    30.08.2000 SZ: Kongress zum Thema Gesundheit in der Boller Akademie
    Wirtschaftsminister Doering als Gastredner angekuendigt

    GOEPPINGEN. "Gesund leben und arbeiten" heisst das Motto eines Kongresses, den der Kreis, die Baedergemeinden, die IHK und die Evangelische Akademie in Bad Boll veranstalten. Dabei sollen die Chancen des Gesundheitsmarkts ausgelotet werden.

    Von Sven Olsson

    Die Tagung am 15. September in der Evangelischen Akademie in Boll solle das Bewusstsein im Kreis auf ein Thema lenken, das neben der technischen Kompetenz leicht uebersehen werde, sagt Wolfram Dreier, Wirtschaftsfoerderer des Landkreises Goeppingen und Hauptverantwortlicher fuer die Organisation des Kongresses. Langfristig biete der Gesundheitsmarkt in Verbindung mit Tourismus und Wellness für den Landkreis ein riesiges Wachstumspotenzial, erst recht, da ein hohes Mass an Kompetenz schon vorhanden sei.

    Ansgeschrieben und eingeladen wurden alle Betriebe aus dem Landdkreis Goeppingen und Unternehmen der Gesundheitsbranche in der gesamten Region Suttgart. Der Kongress verfolge ein doppeltes Ziel, sagt Dreier. Zum einen wolle man den Unternehmen aus dem Kreis zeigen, dass Marktchancen vorhanden sind. Zugleich solle aber nach aussen vermittelt werden, welche Fachkompetenz es zum Thema Gesundheit und Touristik im Kreis bereits gibt. "Goeppingen muss sich einen Ruf als Gesundheitskreis machen", fordert Dreier.

    Die Idee fuer die Tagung geht auf einen Kreisbesuch von Wirtschaftsminister Walter Doering zurueck. Dieser hatte einen solchen Kongress angeregt. Als Landrat Franz Weber den Minister bat, dabei als Gastredner aufzutreten, sagte dieser spontan zu. Und das Ministerium traegt die Haelfte der Kosten.

    Der Wirtschaftsfoerderer Dreier hat im Vorfeld des Kongresses einige Zahlen zusammengetragen, die die These vom Gesundheitskreis Goeppingen erhaerten sollen. 6,4 Prozent der Beschaeftigten sind laut Statistik des Arbeitsamts im Gesundheitswesen beschaeftigt. Damit liegt Goeppingen an der Spitze in der Region Stuttgart. In Esslingen betraegt die Zahl der Beschaeftigten in diesem Bereich nur 4,2 Prozent. 7,6 Prozent aller Unternehmen im Kreis Goepingen werden der Gesundheitsbranche zugeordnet. Dreier vermutet, dass die Zahl in Wahrheit noch hoeher liegt, da die Statistik die Produktion von Guetern rund um die Gesundheit nicht erfasse.

    Auch die Zahlen zum Thema Tourismus sprechen eine deutliche Sprache. In der Region hat Goeppingen mit Abstand die meisten Beherbergungsbetriebe. Auf 10 000 Einwohner kommen im Kreis Goeppingen vier Uebernachtungsbetriebe. Im Kreis Ludwigsburg sind es nur 2,7. Bei der Zahl der Gaestebetten liegt Goeppingen mit 1,5 Betten bei je 100 Einwohnern ebenfalls vor Esslingen, Ludwigsburg und dem Rems-Murr-Kreis. Nur in Boeblingen gebe es wegen der grossen Hotels mehr Betten pro Kopf der Bevoelkerung, so Dreier. Mit 421735 Uebernachtungen pro Jahr liegt Goeppingen auf Platz zwei nach Boeblingen.

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    Andere kopieren schon unsere Ideen

    19.8.2000 NWZ: Andere kopieren schon unsere Ideen - Interview mit Wirtschaftsfoerderer Wolfram Dreier

    Vor fuenf Jahren hoben der Landkreis, die Keissparkasse und 30 Kommunen die Wirtschaftsfoerderungsgesellschaft (WiF) aus der Taufe. Ueber die Erfolge und Erfahrungen sprach NWZ-Redakteur Friedrich Sirringhaus mit WiF-Geschaeftsfuehrer Wolfram Dreier.

    Fünf Jahre WiF. Was hat es gebracht?
    WOLFRAM DREIER: Viel. Unser Ziel war, Einzelunternehmen im Landkreis zu staerken. Vor allem mittelstaendische. Wir haben 274 Firmen direkt vor Ort besucht. In 130 Faellen haben wir mit externen Spezialisten in den Betrieben Projekte angestoßen.
    Gibt es Beispiele?
    DREIER: Nehmen wir die Firma Asyst. Hier haben wir Foerderprojekte eingefaedelt, das Technologiemanagement unterstuetzt, Zuschusstoepfe angezapft, einen neuen Standort gesucht, Kontakte zu Seminaren und zur FH hergestellt und den gesamten Innovationsprozess beschleunigt. Die Firma hatte anfänglich drei Beschaeftigte, heute sind es 21. Es lag sicher nicht allein an uns, aber es ist ein Beispiel für das, was wir tun.
    Trotzdem gab es in den letzten Jahren per saldo einen Exodus von Firmen aus dem Kreis Goeppingen und Zuwanderungen für Ludwigsburg und Boeblingen. Woran liegt's?
    DREIER: Firmenansiedlung ist nicht unsere Hauptaufgabe. Wir setzen auf Bestandsentwicklung. Unseren Erfolg an dieser Wanderungsbewegung zu messen, waere nicht gerecht. Unsere Aufgabe ist primaer, kleinere und mittlere Betriebe zu foerdern, Kontakte herzustellen, nicht Neuansiedlungen zu betreiben.
    Wie auch immer. Weggang ist Weggang und Zuwachs ist Zuwachs.
    DREIER: Es sind per saldo elf Firmen weniger als 1997. Ich weiß nicht, wie die Gewichtung war. Wenn 13 kleine gingen und zwei große kamen, besagt die Statistik nichts. Man kann natuerlich nicht die schlechte Verkehrsanbindung im oberen Filstal uebersehen. Die Verkehrsanbindung ist bei der Standortauswahl einer Firma haeufig ein k.o.-Kriterium.
    Muesste es nicht mehr gemeinsame Initiativen der Wirtschaftsfoerderungsgesellschaften der Landkreise in der Region geben?
    DREIER: Genau das machen wir. Es gibt regelmaeßige Treffen. Im Herbst sind wir zusammen auf der Expo-Real in Muenchen, der groeßten deutschen Immobilienmesse. Außerdem haben wir am Aufbau des regionalen Standortkommunikationssystems mitgewirkt. Dort koennen alle Kommunen der Region ihre verfuegbaren Flaechen anbieten.
    Im Kreis Goeppingen herrscht zwar niedrige Arbeitslosigkeit, aber das sagt nichts aus. Das Bruttosozialprodukt je Kopf ist in Hamburg fast doppelt so hoch wie im Kreis Goeppingen, obwohl an der Elbe die Arbeitslosenquote doppelt so hoch ist wie in Goeppingen. Der Landkreis leidet an Fachkraeftemangel und der profitable Dienstleistungssektor ist nach wie vor zu schwach. Geschieht genug, um den Problemen beizukommen?
    DREIER: Wir hatten einige Ideen, auch wenn man sich ueber die Messbarkeit der Wirkung streiten kann. Wir machen regelmaeßig Kontaktveranstaltungen an Hochschulen und laden Studenten und Unternehmen zu gemeinsamen Treffen ein, uebrigens nicht nur in Goeppingen, auch in Aalen, Esslingen und Nuertingen werben wir. Bei der letzten dieser Bonding-Messen hatten wir 350 Studenten und 26 Unternehmen. Unser Ziel ist, Leute, die hier ausgebildet wurden, auch hier zu binden. Manche unserer Ideen werden inzwischen von anderen kopiert.
    Welche?
    DREIER: Zum Beispiel unsere Patentinhaber-Aktion, die unter dem Motto "Forum Idee" laeuft. Leider konnten wir uns die Aktion selbst nicht patentieren lassen. Wir haben geschaut, wer hat im Kreis Goepingen Patente, was wird daraus, wie lassen sie sich wirtschaftlich verwerten und in Firmen importieren. Wir haben 60 Leute angeschrieben, gute Referenten zu Tagungen geholt. Inzwischen treffen sich die Patentinhaber zum achten Mal. Wir haben auch Patentinhaber aus anderen Landkreisen angesprochen und neugierig gemacht. Es ist ein wichtiges Netzwerk entstanden. Einiges laesst sich auch ueber die Kontakte zur Steinbeis-Stiftung umsetzen. Der Kreis Friedrichshafen hat gefragt, ob er unsere Idee abkupfern darf. Er hat 500 Mark dafür bezahlt.
    Ein wirklich zuverlaessiger Imagetraeger fuer den Landkreis sind die drei Baderorte, die Mineralwasserquellen und das Renommee der Akademie Boll als Querdenkerzelle. Andere Imagetraeger werden eher ueberschaetzt. Als naechster Megatrend der wirtschaftlichen Entwicklung gilt die Gesundheit. Hier waere der Kreis Goeppingen mit seinen Baedern und seinen landschaftlichen Reizen gut aufgestellt. Aber passiert genug?
    DREIER: Wir sind in dieser Sache aktiv. Die WiF sieht das Thema im engen Zusammenhang mit dem Tourismus. Im September findet in der Akademie Boll ein Kongress zum Thema "Gesund leben und arbeiten" statt, zu dem auch Wirtschftsminister Walter Doering kommt. Außerdem starten wir im Juni 2001 eine große Messe zum Thema Gesundheitswelle. Die Vorbereitungen sind bereits weitgehend abgeschlossen. Wichtig ist mir aber auch bei diesen Aktionen, dass wir als WiF unseren eigentlichen Ansatz nicht aus dem Auge verlieren: die Betriebe. Das gilt auch im Bereich Medizin oder Medizintechnik. Auf der Basis der einzelbetrieblichen Betreuung wollen wir helfen, zukunftsorientierte Projekte zu entwicklen.
    Freut es Sie, dass sich die Skeptiker nach fuenf Jahren WiF beruhigt haben?
    DREIER: Man kann es auch anders sagen: Es ist zusammen mit der Kreissparkasse, dem Landkreis und den Gemeinden ein Modell entstanden, das es in dieser Form nirgends gibt. Ich freue mich, dass jetzt alle 38 Gemeinden im Kreis die WiF mittragen. Das war im Anfang nicht der Fall. Ich wuerde mich freuen, wenn sich auch die Volksbanken ueberzeugen ließen, unsere Arbeit kuenftig zu unterstuetzen.

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    Tourismus als Chance für den Landkreis

    03.08.2000 SZ: BOLL (non). Als Wirtschafsfaktor zählt der Tourismus im Kreis Göppingen bislang noch zu den Nebensachen. Das lässt sich aber nach Ansicht der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF) im Landdkreis ändern. In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Bad Boll, der IHK und der Kreisparkasse findet zum Thema Tourismus daher am 15. September in der Akademie ein Kongress mit hochkarätigen Gästen statt. Erwartet wird unter anderen der baden-württembergische Wirtschaftsminister Walter Döring. Drei Diskussionsforen werden angeboten. Angesprochen werden unter anderem die veränderten Rahmenbedingungen für Kur- und Heilmittelbetriebe, der Stellenwert der "Haltung" von Mitarbeitern für den Erfolg von Dienstleistungsbetrieben oder auch neue Konzepte für die Arbeitsabläufe.

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    Lob für Förderer der Wirtschaft

    11.07.200 SZ: GÖPPINGEN: Nach fünf Jahren Arbeit hat der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WiF für den Landkreis Göppingen jetzt vor dem Verwaltungsausschuss Bilanz gezogen und viel Lob geerntet. Das Budget der WiF soll aufgestockt werden.
    Von Klaus Nonnenmachter
    Bewärte und neue Wege der Wirtschaftsförderung haben Wolfram Dreier und sein kleines Team in den vergangenen fünf Jahren beschritten. Dabei wurde vor allem das Potenzial vieler kleinerer, aber innovativer Unternehmen aus dem Landkreis gefördert. Insgesamt 270 Firmen, hauptsächlich in der Größe von fünf bis 80 Mitarbeitern, seien unter anderem in den Bereichen Betriebswirtschaft, Qualitätswesen, Marketing und Vertrieb sowie der Entwicklung neuer Produkte beraten oder an externe Spezialisten vermittelt worden, berichtete Wolfram Dreier. Der von der WiF initiierte Arbeitskreis für Patentinhaber, die Unternehmergespräche vor Ort und der Innovationspreis tragen ebenfalls Früchte. Erfolgreich ist Dreier zufolge auch die Kontaktbörse an den Fachhochschulen. Dort können sich Unternehmen präsentieren und so Studenten und Absolventen der gewerblichen Schulen als Facharbeiter gewinnen. Dieses Forum werde gut genutzt.
    Die intensive Begleitung von Unternehmen verdeutlichte Dreier am Beispiel dreier Firmen. Durch die Baratung und Vermittlung von Kontakten vornehmlich zu Partnern aus dem Landkreis nutze man das örlicht Knowhow und halte Firmen wie zum Beispiel die, die nach dem Aufschwung statt drei mittlerweile 23 Mitarbeiter beschäftige. Die Kreisräte lobten die Areit der Wirtschaftsförderung. Deshalb gab es auch zu dem eigentlichen Beschluss kaum Diskussionsbedarf. Die WiF muss mit mehr Kapital ausgestattet werden. Der Landkreis wird künftig seinen Beitrag von 35000 auf 55000 Mark pro Jahr erhöhen. Die Gemeinden, die bisher 70000 Mark beisteuern, sollen künftig 97000 Mark beitragen. Das entspricht einer Erhöhung um 38 Pfennig pro Einwohner. Den Löwenanteil am WiF-Etat trägt die Kreissparkasse mit 302000 Mark. Dieser solle vorerst nicht erhöht werden.

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    Kampf um Firmengründer?

    28.06.2000 NWZ: Interview
    Entsteht ein neues Günderzentrum für High-Tech-Betriebe in Ebersbach? NWZ-Redakteur Arnd Woletz hat bei Reiner Lohse von der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landkreises nachgefragt, was er von der Idee hält.
    NWZ: Herr Lohse, junge Technologiebetriebe versprechen auf Dauer Arbeitsplätze. Kann man heute noch mit einem Existenzgünderzentrum solche Betriebe anlocken?
    LOHSE: Für Gründer ist es nach wie vor interessant, in einem solchen Zentrum untergebracht zu sein. Es ist allerdings zu bedenken, dass die Zeit der Euphorie für solche Innovations- und Gründerzentren vorbei ist. Ausschlaggebend bei der Standortentscheidung eines technologie-orientierten Firmengründers ist neben einer günstigen Miete und der Betreuung durch das Zentrumsmangement, dass er ein attraktives Umfeld vorfindet: Dazu gehören zum Beispiel potentielle Kunden, Know-how Zulieferer und mögliche Kontakte zu den Hochschulen.
    NWZ: Ist es aus der Sicht der Wirtschaftsförderung sinnvoll, ein weiteres Existenzgründerzentrum im Kreis aufzumachen, oder schwächen die sich dann nicht gegenseitig?
    LOHSE: Es gibt bundesweit über 300 solcher Zentren, das heißt man muss über den Tellerrand hinausschauen. Es ist wichtig, den Wettbewerb und den Bedarf nicht nur in der Region genau zu analysieren. Langfristig können nur solche Zentren überleben, die sich ihre Nische suchen und auf klar umrissene Felder konzentrieren.
    NWZ: Würden Sie sich als Wirtschaftsförderer des Kreises auch um die Belegung des Gründerzentrums in Ebersbach kümmern?
    LOHSE: Ja. Denn Ziel der Wirtschaftsförderung für den gesamten Landkreis Göppingen ist es, sich für sinnvolle Projekte und Initiativen einzusetzen. Bei neuen Gründerzentren im Kreis stehen wir den Kommunen selbstverständlich beratend und begleitend zur Seite. Dabei greifen wir unter anderem auf den großen Erfahrungsschatz der Steinbeis-Stiftung zurück.

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    Nähe der Fachhochschulen nutzen

    22.05.2000 GZ: WIRTSCHAFT / Unternehmergespräch in Gingen

    "Nutzen Sie die Nähe zu unseren Fachhochschulen", warb jetzt Volker Schiek von der Firma Rehm Schweißtechnik bei einem Unternehmergespräch in Gingen. Rund 25 Zuhörer wurden dabei über die Hilfsmöglichkeiten durch die Wirtschafsförderung des Kreises informiert.

    GINGEN. Gemeinderat Friedrich Frey begrüßte in Vertretung von Bürgermeister Lothar Schober die Gewerbetreibenden im Vereinszimmer der Hohensteinhalle und bedankte sich bei der Kreissparkasse und der Wirtschftsförderungsgesellschaft des Landdkreises (WiF) für die Organisation der Veranstaltung. WiF-Geschäftsführer Dreier erläuterte seine Aufgaben: Zentrale Anlaufstelle für Unternehmen sein, über konkrete betriebliche Projekte Innovationen fördern und die bestehenden Unternehmen weiterentwickeln. Dabei greift Dreier häufig auf Spezialisten aus dem Hochschulumfeld zurück oder bindet Transferzentren der Steinbeis-Stiftung ein.
    Aus der Praxis berichtete Prof. Dr. Werner Ziegler, Leiter der FH-Außenstelle in Geislingen. Schwerpunkte in Geislingen sind Unternehmensführung, Logistik, Immobilienwirtschaft und Automobilwirtschaft. Neue Studiengänge sind Wirtschaftsrecht sowie Betriebswirtschaft der Ver- und Entsorgung. In Kooperation mit Studenten können kleine Betriebe preisgünstig vom modernen Wissen über Controlling, Marketing oder Kostenrechnung profitieren. "Rufen Sie uns einfach an", ermunterte er. Gleiches berichtete Prof. Dr. Bernhard Schwarz von der Fachhochschule Esslingen, Standort Göppingen. Die Fachhochschule bietet die Mitbenutzung modernster Geräte und praxisnahe technische Beratung.
    Die Unternehmersicht stellte der Entwicklungsleiter Volker Schiek von der Uhinger Firma Rehm Schweißtechnik dar. "Als Mittelständler brauchen sie klare Ziele und müssen flexibel im Markt agieren", so der Unternehmer. Schiek setzt dabei verstärkt auf Kooperationen und Informationsaustausch mit externen Einrichtungen. Ein Beispiel ist die geplante gemeinsame Entwicklung einer miniaturisierten Schweißzange. "Wir hätten keinen kompetenteren Kooperationspartner wie die FH in Göppingen finden können", ermunterte Schiek die Zuhörer, die Potenziale der örtlichen Einrichtungen zu nutzen. Auch Kreissparkassenvorstand Hans Kelermann ermunterte die Unternehmer, die Chancen zu nutzen und die FH-Angebote wahrzunehmen.

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    ASYST kooperiert

    05.04.2000 NWZ: Auf wichtigen Messen Präsent: Die Firma Asyst in Augsburg
    Nach dem die Firma ASYST zum Jahresbeginn nach nunmehr 6jähriger Aufbauarbeit die erste eigene Produktionsstätte mit ca. 2000 Quadratmetern in Ursenwang bezogen und inzwischen auch weitere Arbeitsplätze geschaffen hat, kam durch die Vermittlung von Wolfram Dreier (WiF) eine Kooperation auf den Gebieten des Technologietransfres und der Erweiterung der Vertriebsstruktur des Unternehmens über das Bertriebsnetz der Firma Dorfner (Leonberg) zur gemeinsamen Expansion beider Unternehmen zustande. Das Dorfnerwerk, ein renommierter und führender Spezialist in der Herstellung keramisch gebundener Präzisions-Schleifwerkzeugen und die Firma ASYST, einer der führenden Hersteller von Softwareprodukten für Schleifmaschinen und Abrichttechnologie und inzwischen der größte und führende Dienstleister bezüglich CNC-Modernisierung und Generalüberholer von Jung-Schleifmaschinen mit heute 22 Mitarbeitern schlossen eine Kooperation mit dem hochgesteckten Ziel, dem Endkunden eine maßgeschneiderte Komplettlösung zur kostengünstigen und wirtschaftlichen Bearbeitung anstehender Schleifaufgaben anbieten zu können. Durch diese Kooperation soll das Gedankengut beider Firmen zum größtmöglichen Nutzen des Kunden verschmolzen werden.
    Die bestmögliche Startvoraussetzung zum Erreichen der gemeinsamen Ziele wurde durch die gemeinsame Teilnahme beider Firmen auf der großen Fachmesse für Schleiftechnologie in Augsburg vergangene Woche geschaffen. Mit einer bedienerfreundlichen Präzisionschleifmaschine in Kombination mit den darauf abgestimmten Dorfner Hochpräzisions-Schleifwerkzeugen und der gemeinsamen über Jahre gesammelten Technologieerfahrung auf diesen doch hoch komplexen Gebieten, wurde für die Anwender somit die optimale Synergie realisiert.

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    Glänzende Berufsaussichten f. Ingenieure


    16.10.2000 NWZ: Auf Initiative von Mittelständlern: erste Kontaktmesse an der Göppinger FH - Studenten, Firmen und Wirtschaftsförderer zufrieden
    GÖPPINGEN. Glänzende Berufsaussichten für FH-Absolventen in Ingenieurstudiengängen: Mittelständler suchen händeringend Nachwuchs. Ins Bild passt, dass die Initiative zur Kontaktmesse an der FH Göppingen von den Firmen ausging, nicht von den Studenten.
    - Sven Olsson -
    Zehn Vorstellungsgepräche an einem Nachmittag - ohne Frust und ohne Furcht vor Absagen. Wann gibt es dazu schon die Gelegenheit? Auf der ersten Göppinger Kontaktmesse konnten FH-Studenten aus Ingenieurstudiengängen und angehende Techniker selbst einscheiden, ob sie einfach nur unverbindlich schnuppern wollten oder schon feste Termine für Diplomarbeiten oder Einstellungsgespräche vereinbaren wollten. Rund 300 Fachhochschulstudenten aus Göppingen, Geislingen, Esslingen und Nürtingen sind am Donnerstag der Einladung der Wirtschaftsförderung des Landkreises (WiF) gefolgt. Auf der Seite der Anbieter waren 25 mittelständische Firmen aus dem Kreis Göppingen vertreten, außerdem verschiedene Ableger der Steinbeis-Stiftung. "Wir sind mit der Resonanz vollkommen zufrieden", sagte Reiner Lohse, Mitarbeiter der WiF und einer der Hauptorganisatoren. Beteiligte Firmen hätten schon spontan den Wunsch geäußert, wieder eine derartige Kontaktmesse zu veranstalten.

    Die Berufsaussichten für FH-Absolventen in technischen Studiengängen sind derzeit hervorragend, urteilt Heinz Osterwinter, Professor an der FH Göppingen. Vergessen sei die Flaute, die es noch vor vier bis fünf Jahren gab. Osterwinter behauptet sogar: "Wer jetzt keine Job kriegt, kriegt keinen mehr." Es spreche doch für sich, dass die Initiative zur Kontaktmesse von den Unternehmen ausgegangen sei. "Normalerweise machen so etwas die Studenten." Tatsächlich war die Wirtschaftsförderung von den Unternehmen angesprochen worden. Mittelständler hatten geklagt: "Wir kommen an die Absolventen nicht heran." Es herrscht ein akuter Mangel an Ingenieurnachwuchs, sagte Osterwinter. Der Professor macht dafür den berühmten "Schweinezyklus" verantwortlich. Die Industrie habe zu stark gebremst. Die Folgen seien bis heute spürbar. In den Eingangssemestern an der Fachhochschule gibt es regelmäßig freie Studienplätze. So sind im laufenden Wintersemester in Göppingen etwa fünf bis zehn Prozent der Studienplätze vakant, vor allem in den Bereichen Elektronik und Automatisierung.

    Osterwinters Kollege, Rainer Würslin, sieht einen beinharten Wettbewerb um Nachwuchs im technischen Bereich. Der Mittelstand konkurriere mit der Großindustrie, die mit Image, Sicherheit und guten Konditionen locke. Es ärgert ihn, dass die Industrie vor fünf Jahren keine Ingenieure genommen hat. Die damaligen Absolventen seien alle im Mittelstand untergekommen. Heute sauge die Industrie die Absolventen wie mit einem großen Staubsauger ab. Der Mittelstand müsse sehen, wo er bleibt.

    WiF-Mitarbeiter Reiner Lohse sieht die Kontaktmesse ebenfalls als Antwort auf die aggresive Rekrutierung durch Großunternehmen. Die Konzerne führten solche Kontaktmessen längst in eigener Regie durch. Dabei würden hunderte Studenten eingeladen.

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    Nach Tagen die ersten Arbeitsverträge


    16.10.1999 SZ: FACHHOCHSCHULE / Info-Veranstaltung der WiF bringt gewünschten Erfolg
    Mittelständische Unternehmen aus dem Landkreis stellen sich in der FH-Aula vor
    Mehr als 350 Studenten der Fachhochschulen sowie der Technikerschule informierten sich über die Chance bei hiesigen Mittelständlern. Erste Erfolge: Bereits nach Tagen wurden erste Arbeitsverträge abgeschlossen
    GÖPPINGEN Auf Initiative der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen (WiF) kamen 26 mittelständische Unternehmen und Einrichtungen aus dem Landkreis zusammen und präsentierten sich im Rahmen des FORUM KONTAKT in der Aula der Fachhochschule. "Wir mussten einigen Firmen absagen, die Nachfrage nach Ausstellungsplätzen war enorm" sagte WiF-Geschäftsführer Wolfram Dreier mit dem Hinweis, dass Nachwuchskräfte zunehmend zum Engpass für Mittelständler werden. Um so mehr freuten sich die Veranstalter über den enormen Zulauf und das große Interesse der Studierenden. Diese kamen sowohl von der Technikerschule, den Fachhochschulen in Esslingen, Nürtingen sowie den Außenstellen in Geislingen und Göppingen. Zum Teil hatte sich das Angebot auch über den Landkreis hinaus herumgesprochen, so dass sich auch Messebesucher aus Stuttgart, Heidenheim oder der Uni Ulm über die Chancen in Göppinger Unternehmen informierten.

    Umrahmt wurde die dreistündige Messe von einem Gewinnspiel sowie dem Fachvortrag "Chancen Mittelstand" durch Volker Schiek, Entwicklungsleiter bei Rehm-Schweißtechnik in Uhingen. Schon nach wenigen Tagen konnte der Projektleiter und Organisator bei der WiF, Reiner Lohse, über Erfolge berichten. Alle Aussteller konnten konkrete Gesprächstermine mit Praktikanten, Diplomanden oder auch Absolventen vereinbaren. Die junge Geislinger Firma Erhardt & Abt zum Beispiel konnte bereits den ersten Arbeitsvertrag mit einem FH-Studenten unterschreiben. Den großen Zuspruch von allen Seiten sieht die WiF als Auftrag zur Organisation von Folgeveranstaltungen in den nächsten Jahren. WiF-Geschäftsführer Dreier: "Einige Firmen haben sich schon heute für das kommende Jahr vormerken lassen."

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    Göppinger Unternehmen trumpfen

    Göppinger Unternehmen trumpfen mit Innovationen auf

    23.09.1999 NWZ: Lob bei der Preisverleihung für die kreativen Mittelständler - 33 Betriebe am Wettbewerb beteiligt
    GÖPPINGEN. Unter den Unternehmern im Kreis herrschte am Dienstagabend bei der Verleihung ds diesjährigen Innovationspreises in der Kreissparkasse gelöste Stimmung. Das Lob der Experten war Balsam für die Seelen der Mittelständler.
    - Klaus Nonnenmacher -
    "Im Kreis Göppingen gibt es mehr Innovationen als in manchen anderen ganzen Bundesländern." Dieses Loblied auf die Göppinger Unternehmer sang kein Geringerer als Johann Löhn, der Vorstandsvorsitzende der Steinbeis-Stiftung, in seiner Laudatio auf die Preistäger. Zuvor hatte er in seinem Vortrag deutlich gemacht, welchen Stellenwert neue Produkte, neue Verfahrestechniken und die Entwickung neuer Technologien in der Wirtschaft haben. Deutsche Firmen hätten im weltweiten Wettbewerb nur dann eine Chance, wenn sie sich durch innovative Higtechprodukte von der Konkurrenz abgrenzen könnten, sagte Löhn. Wie das geht, das erklärte Werner Schreglmann, Mitglied im Vorstand der Schuler AG.

    Schuler hält weltweit 650 Patente, inverstiert sieben Prozent des rund eine Milliarde Markt betragenden Umsatzes in die Forschung und Entwicklung und hat sich Schreglmann zufolge durch die Erstanmeldung von rund 100 Patenten pro Jahr aus den Wirren der Rezession seit Anfang der neunziger Jahre freigestrampelt. Das Fazit des Vortrags lautete ganz einfach: Man müsse das neue Produkt bereits entwickelt haben, bevor das laufende seinen Höhepunkt erreicht habe. Zur Not kauft Schuler auch kleinere innovative Unternehmen auf, die nicht die Finazmittel und die Zugänge zu den Märkten haben wie der weltweit operierende Pressenhersteller.
    Diese Strategie mag für die 33 Teilnehmer am zweiten Wettbewerb um den Innovationspreis der Wirtschaftsörderung Filstal, der Kreissparkasse und der Stauferkreis-Beteiligungs-AG noch Zukunftsmusik sein. Schließlich waren im Wettstreit um das Preisgeld von 30 000 Mark nur Betriebe mit bis zu 250 Mitarbeitern zugelassen, die kaum mit Milliardenumsätzen aufwarten können.
    An Kreativität jedoch mangelt es den Unternehmen nicht. Die Jury, der neben Johann Löhn auch der Direktor der Kreissparkasse, Jürgen Hilse, und der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Wolfram Dreier, angehören, hatte die Qual der Wahl. Letztlich wurden drei Preistäger gekürt und sieben Innovationen mit Auszeichnungen bedacht. Es sei sehr eng gewesen, so Löhn.
    Allesamt seien es Produkte, die man zwar kenne, die aber dennoch etwas völlig Neues seien, betonte Johann Löhn. Einen ersten Preis ergattterte die Firma Mink-Bürsten. Von ihr wurde eine Bürste entwickelt, die auf einer flexiblen Leiste aufgebracht ist. Diese kann auf verschiedenste Materialien und Konturen aufgebracht werden, ist leicht und platzsparend zu verpacken und kann ohne Schnittverlust verarbeitet werden. Die Firma Rehm aus Uhingen bekam für die Entwicklung eines besonders leichten und kleinen Schweißgeräts unter Verwendung von Mikroelektronik einen Preis.
    Dritter Preisträger war die Firma Almü, die ein neues Werkzeugsystem zur Feinbearbeitung von Metallen entwickelt hat. Auszeichnungen gab es beispielsweise auch für die Entwicklung einer neuen Sonnencreme, eines Schaumweins aus Champagner-Bratbirnen oder für ein Gerät zum teilautomatischen Reinigen von Kanalschächten. Johann Löhn traf es in seiner Laudatio auf den Punkt: "Wenn ich immer wieder in der Zeitung lese, was erfunden wurde, dann ärgert mich am meisten, dass mir das nicht eingefallen ist."

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    Viele kreative Köpfe

    22.09.1999 NWZ: WIRTSCHAFT / Verleihung Innovationspreis
    30 000 Mark Preisgeld für zehn Sieger
    Mit großer Spannung war die Preisverleihung des Innovationspreises erwartet worden, die gestern Abend mit 150 geladenen Gästen im Saal der Kreissparkasse stattfand.
    - Leonhard Fromm -
    GÖPPINGEN. Der Wettbewerb war kreisweit zum zweiten Mal unter Firmen mit maximal 250 Mitarbeitern von der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landkreises, der Kreissparkasse und der Stauferkreis Beteiligungsgesellschaft ausgeschrieben und mit 30 000 Mark Preisgeld ausgestattet worden. Unter 33 Bewerbern vergab die Jury unter Vorsitz von Bankdirektor Jürgen Hilse, der die Gäste begrüßte, drei Preise (ohne Rangfolge) und sieben Auszeichnungen (in alphabetischer Folge im Kasten unten). Bewertet wurden von der Jury neue Technologien und Verfahren; die Neuartigkeit in Relation zum Standard; die Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Umwelt; die Marktfähigkeit und die Innovationskraft der Firma.
    Nach einem Grußwort von Landrat Franz Weber und einer Einführung von Schuler-Vorstand Werner Schreglmann über Innovationen in seiner AG, stellte Johann Löhn, Vorstandsvorsitzender der Steinbeis-Stiftung], die Gewinner vor:
    Die Almü-Präzisionswerkzeug GmbH aus Zell u. A. stellt Zubehör für die spanende Bearbeitung her. Das 1978 gegründete Unternehmen mit 55 Mitarbeitern entwickelte ein einfach bedienbares Werkzeugsystem, das mehrere Arbeitsgänge auf einmal erlaubt.
    Mink-Bürsten in Jebenhausen, mit 145 Mitarbeitern Weltmarktführer für technische Bürsten, entwickelte eine flexible Bürstenleiste, die sich an ungerade Konturen anpasst und variabel abschneidbar ist, was Reste vermeidet. Bislang hat die 1845 gegründete Firma 100 laufende Kilometer davon verkauft.
    Rehm-Schweißtechnik in Uhingen entwickelte ein Hochleistungsschweißgerät, das gegenüber Konkurrenzgeräten um das Mehrfache kleiner und leichter ist. Die 1974 gegründte Firma hat 100 Mitarbeiter.
    Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt überreichte die dotierten Preise und Auszeichnungen. Im Foyer, wo ein Imbiss gereicht wurde, präsentierten sich Erfinder.
    Edelstahlmechanik (42 Mitarbeiter), Göppingen, für ein neuartiges Laserstrahl-Pulverschweiß-Verfahren
    Erhard + Abt (4 Mitarbeiter), Geislingen, 1997 gegr., für einen teilautomatischen Schachtdeckelheber
    Eurotec (15 Mitarbeiter), Salach, für eine komplexe Seilkonfektionieranlage für die Leuchtenbranche
    Euro Tools (4 Mitarbeiter), Süßen, für ein Sicherheitssystem für die Fahrzeugelektronik bei Reparaturarbeiten, das elektronische Bauteile schont (ist bei Porsche und Iveco bereits gelistet)
    Gasthof Lamm (26 Mitarbeiter), Schlat, für die Anwendung des Chapagnerverfahrens auf die gleichnamige Bratbirne, um Schaumwein zu erzeugen
    Schmid Baukunststoffe (80 Mitarbeiter), Gingen, für besonders leichte Kunststoff-Bodenplatte aus Recycle-Kunststoff
    Wala (250 Mitarbeiter), Bad Boll, für Produktfamilie "Dr. Hauschka-Sonnenpflege".

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    Fachhochschulen tun was für Wirtschaft

    Fachhochschulen tun etwas für die Wirtschaft
    08.07.1999 GZ: Unternehmergespräch / Theorie und Praxis Hand in Hand
    Rund 30 interessierte Zuhörer haben sich zum ersten Böhmenkircher Unternehmergespräch im Foyer der Alb-Sporthalle eingefunden. Thema: Wo und wie können Fachhochschulen etwas für die Wirtschaft tun?
    BÖHMENKIRCH. "Auch Professoren sind halbwegs normale Menschen" warb Professor Dr. Werner Ziegler beim ersten Böhmenkircher Unternehmergespräch, das auf Initiative der Gemeinde, des Gewerbe- und Handelsvereins, der Kreissparkasse Göppingen sowie der WiF-Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises stattfand.
    Bürgermeister Jürgen Lenz begrüßte die rund 30 Gewerbetreibenden mit einer positiven Bilanz in seiner Gemeinde. Insgesamt konnten in den letzten Jahren über 400 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Erfreuliches Ergebnis: Eine Arbeitslosenquote um fünf Prozent.
    Als Vorsitzender des örtlichen Gewerbe- und Handelsvereins schloss sich Michael Lang der Begrüßung an und hob die gute Resonanz auf die Veranstaltung hervor.
    WiF-Geschäftsführer Wolfram Dreier erläuterte seine Aufgabe: Zentrale Anlaufstelle für Unternehmen sein, über konkrete einzelbetriebliche Projekte Innovationen fördern und die bestehenden Unternehmen weiterentwicklen. Dabei greift Dreier häufig auf Spezialisten aus dem Hochschulumfeld zurück oder bindet Transferzentren der Steinbeis-Stiftung ein.

    Aus der Praxis berichtete Professor Dr. Heinz Osterwinter von der Fachhochsule Esslingen, Standort Göppingen. Die Fachhochschule bietet die Mitbenutzung modernster Geräte und praxisnahe technische Beratung. Der Professor: "Die Großfirmen haben unser Potential schon längst erkannt, wir wollen aber verstärkt auch mit mittelständischen Unternehmen kooperieren."

    Gleiches berichtete Professor Dr. Werner Ziegler, Leiter der FH-Außenstelle in Geislingen. Schwerpunkte in Geislingen sind Unternehmensführung, Logistik, Immobilienwirtschaft und Automobilwirtschaft. Neue Studiengänge sind Wirtschaftsrecht sowie Betriebswirtschaft der Ver- und Entsorgung.

    In Kooperation mit Studenten könnten auch kleine Betriebe preisgünstig vom modernen Wissen über Controlling, Marketing oder Kostenrechnung profitieren. "Rufen Sie uns einfach an", ermunterte er.

    Über das erste WiF-Unternehmergespräch in Boll kam der Zeller Unternehmer Schühle von der Firma Margarete Ostheimer in Kontakt mit der FH in Geislingen. "Als die Zeiten des Verteilens vorbei waren, waren auch wir gezwungen, Marketing zu machen", so der Unternehmer. Unkompliziert konnte in Zusammenarbeit mit dem Steinbeis-Transferzentrum von Professor Ziegler eine kontinuierliche Zusammenarbeit aufgebaut werden und die Ergebnisse lassen sich sehen: Höhere Akzeptanz bei den Kunden und ein Konzept aus einem Guss. Seither will Schühle die Zusammenarbeit mit der FH nicht missen. Aktuell wurde über eine Diplomarbeit ein neuer Geschäftsbereich entwickelt, der sich bereits in neuen Umsätzen niederschlägt.
    Kreissparkassenvorstand Hans Kellermann ermunterte die Unternehmen, die aufgezeigten Chancen zu nutzen und offensiv die Angebote der Hochschulen wahrzunehmen.

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    Medizintechnik als Marktchance

    Medizintechnik als Marktchance für Betriebe im Filstal
    17.06.1999 SZ: Neue Perspektiven für die mittelständische Zulieferindustrie im Kreis Göppingen - Alle Basistechnologien sind vorhanden
    GÖPPINGEN. Die Medizintechnik gilt als wichtiger Zukunftsmarkt. Unternehmer aus dem Filstal sollten dabeisein, sagt der Wirtschaftsförderer des Kreises. 35 Firmeninhaber waren auf Schloss Filseck zu einem hochkarätigen Seminar eingeladen.
    - Sven Olsson -
    Die mittelständischen Unternehmen im Filstal verfügen über alles, was zum Einstieg in den Zukunftsmarkt Medizintechnik nötig ist. Es existiert Know-how im Maschinen- und Werkzeugbau, in der Automatisierungstechnik und bei der Software. Hinzu kommt, dass an der Fachhochschule in Göppingen der Schwerpunkt auf Mikrosystemtechnik liegt. "Es kommt nur darauf an, das vorhandene Wissen richtig zu kombinieren, schon entstehen neue Produkte.
    "Mit dieser These ermutigte Professor Johann Löhn, Vortandsvorsitzender der Steinbeis-Stiftung, am Dienstagabend rund 30 Mittelständler aus dem Kreis, nach neuen Märkten und Produkten Ausschau zu halten. Es gehe auch darum, aus der einseitigen Abhängigkeit der Autozulieferindustrie herauszukommen. Zu der Veranstaltung unter dem Titel "Perspektive Medizintechnik" hatte der Wirtschaftsförderer des Kreises, Wolfram DReier, eingeladen. Ebenfalls mit von der Partie war Kreissparkassenchef Jürgen Hilse.
    Wie schnell sich gegenwärtig Operationstechniken und Abläufe im Krankenhaus verändern, erläuterte Marc Schurr, der Leiter des Steinbeis-Transferzentrums für Minimale Invasive Chirurgie an der Universität Tübingen.Derzeit werde ein Operationssaal durchschnittlich gerade einmal zu 30 bis 40 Prozent ausgelastet. Die schlechte Auslastung entstehe vor allem durch Warte- und Wechselzeiten. Hier könne die Medizin von der Prozeßtechnik in der Industrie viel lernen. Schurr rechnet mit einer "Industrialisierung des Operationssaals", wohlgemerkt zum Vorteil der Patienten. Roboter und moderne Informationstechnologie verbesserten die Qualität von Eingriffen. Als praktisches Beispiel für Innovationen nannte Schurr das Konzept der "Solochirurgie". Nur ein Artzt ist mit Hilfe von fußgesteuerten Roboterarmen und einem per Joystick verstellbaren Endoskop in der Lage, eine Operation vorzunehmen, für die sonst drei Ärzte notwendig wären. Die Assistenzärtze sind in der Regel mit einfachen Haltearbeiten beschäftigt. Diese Arbeit fällt weg - die Ärzte können ihre Zeit sinnvoller nutzen. Der Vorteil sei, dass der Operateur alle Hauptfunktionen selbst beherrsche, es gebe kein Wackeln mehr und es könnten Personalkosten gespart wrden, sagte Schurr. Aber auch für einfachere Verbesserungen im Operationssaal gibt es einen Markt. Schuirr demonstriete einen ergonomisch geformten Operationsstuhl, bei dem der Arzt verschiedene Funktionen mit dem Fußpedal bedient, wie beim Auto.
    Genz fremd ist der Gedanke an Medizintechnik im Kreis nicht. Die Firma Staudenmayer in Salach bietet bereits einen Waschtisch für Operationssäle an. Das Unternehmen Karl Stahl in Süßen will mikrofeine Seile für die Chirurgie anbieten. Mindestens fünf Unternehmer vereinbarten Termine mit dem Steinbeis-Zentrum an der FH Göppingen. Dessen Mitarbeiter stehen im Kontakt mit der Klinik am Eichert. Sie suchen bei den Unternehmern Kooperationspartner für ihre Ideen.

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    Autotechnik ist auch im OP gefragt

    Autotechnik ist auch im OP gefragt
    17.06.1999 NWZ: WIRTSCHAFT / Medizintechnik als Zukuftsmarkt
    Heimische Unternehmer erhalten bei WiF-Symposion Anregungen aus der Praxis.
    Was liegt näher als einem Arzt, der acht Stunden operieren muss, einen Stuhl anzubieten? Und wenn der analog dem Auto auch fahrbar ist und sich über integrierte Pedale OP-Geräte bedienen lassen, haben Entwickler und Hersteller ein Boomprodukt.
    - Leonhard Fromm -
    GÖPPINGEN. "Das Know-how ist in der heimischen Idustrie und an der Fachhochschule vorhanden, wir müssen es nur neu kombinieren", ermuntert Wolfram Dreier, Geschäftsführer der kreiseigenen Wirtschaftsförderungsgesellschaft WiF, die Teilnehmer eines hochkarätig besetzten Medizintechnik-Symposions, das am Dienstag auf Schloss Filseck stattgefunden hat. Der Arzt Dr. Marc Schurr vom Steinbeis-Transferzentrum für Minimale Invasive Chirurgie der Uni Tübingen nennt weitere Beispiele für neue High-Tech-Produkte, die den Medizingerätemarkt revolutionieren: Der cockpitartige Arbeitsplatz des Operateurs, an dem Roboteer Assistenzarzt und -schwester ersetzten; das Endoskopie-Desinfektionssystem, das menschliche Arbeit ersetzt und zugleich den Schlauch schützt oder die Präzisionswerkzeuge, die vollgestopft mit Mikroelektronik, eine höhere Funktionalität und bessee Erreichbarkeit innerer Organe ermöglichen.
    All diese Neuerungen sind duch die Zusammenarbeit von Ärzten, Krankenhausmanagern und Ingenieuren entstanden und haben teilweise zu Existenzgründungen geführt. Zum Beispie in Rastatt bei der Firma Orto Maquet, deren Mitbegründer im Oktober 1996 der gelernte Maschinenschlosser Claus Kaiser war. Die Idee der RWE-Tochter war, einen Roboter aus der Chipproduktion so weiterzuentwickeln, dass er mit präziser Frästechnik bei Knie- und Hüftoperationen zum Einsatz kommt. Der boomende Markt aufgrund immer älter werdender Menschen und das relativ leicht erreichbare Ziel - es musste nur bereits vorhandene Technik kombiniert werden - gaben den Ausschlag dafür, genau dieses und eben kein anderes Problem zu lösen. Viele Verkaufsargumente, die auf der Hand lagen, erleichteren das Marketing. Das Gründer-Trio von 1996 ist inzwischen auf 100 Mitarbeiter angewachsen, davon die Hälfte mit einem Jahresetat von 30 Millionen Markt in der Entwicklung. Nur fünf Monteure setzen vorgefertigte Komponenten zusammen, die als Endprodukt jeweils eine Million Mark kosten. Als Zugpferd der Veranstaltung referierte Prof. Johann Löhn, Vorstandsvorsitzender der Steinbeis-Stiftung, über Zukunftsmärkte.("Das haben wir schon immer so gemacht und überhaupt, der Schrank kommt hier nicht weg". - Prof. Löhn über die Widerstände in Betrieben bei Veränderungen). Jürgen Hilse, Direktor der Kreissparkasse, begrüßte die Gäste.
    Teilnehmer Hans Dokoupil aus Bad Ditzenbach war nach drei Stunden begeistert. Er hat eine Maschinenbau-Software entwickelt, die er in der Schlafdiagnostik einsetzen will. Und Vertriebsmann Rainer Beiermeister aus Wäschenbeuren nimmt Anregungen davon mit, wie Maquet seinen Roboter vermarktet.

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    Tüftler schliessen ihre Wissenslücken

    Tüftler schliessen ihre Wissenslücken
    25.02.1999 NWZ: WIRTSCHAFT / Erfinder-Treffen in Boll
    Drei praktische Beispiele für Marketing in der Umsetzungsphase einer Idee
    Die Idee, Fräßwerkzeuge für den Fensterbau mit nachschleifbaren Messern zu liefern, hat Rainer Beiermeister jahrelang beschäftigt. Technisch hat er das Problem gelöst und in dem Zeller Werzeugmacher Almü sogar einen Hersteller gefunden. Was fehlt, ist der Vertrieb.
    - Leonhard Fromm -
    BOLL. "Sie müssen sich entscheiden, ob Sie Ideengeber bleiben und weltweit Lizenzen vergeben oder auch Unternehmer werden, der die Idee selbst umsetzt", ruft Götz Amadeus Berger (siehe auch Textbox) den 15 Tüftlern ins Bewusstsein, die zum vierten Erfinder-Treffen in die Kreissparkasse nach Boll gekommen sind. Eingeladen hatte Reiner Lohse, der im Projekt "Forum Idee" der kommunalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiF) rund 60 Tüftler kreisweit betreut.
    Rainer Beiermeister aus Wäschenbeuren, der bislang Fräßmaschinen eines italienischen Herstellers vertreibt, hat sich entschieden, künftig das eigene Produdkt mit nachschleifbaren Messern ("das spart 70 Prozent") zu vertreiben und von Almü in Zell produzieren zu lassen. Ein gelungenes Beispiel für Kooperation - und die Arbeit der WiF, die die Kontakte zur Fachhochschule Esslingen (Konstruktion) und Almü hergestellt hatte.
    Simon J. Hirner ist noch nicht ganz so weit wie Beiermeister. Der Göppinger Versicherungsvertreter, der im Verkaufsgespräch dem Kunden viele Szenarien am Notebook vorrechnen muss, hat sich eine Drehscheibe (zwei Metallplatten auf Kugellager) für den tragbaren Rechner patentieren lassen, mit der man dem Kunden bequem den Bildschirm zudrehen kann. Mit dem Prototyp (ein heimischer Hersteller ist gefunden), der auf Tischedecken nicht funktioniert und beim Tasten generell leicht wackelt, ist Hirner noch nicht zufrieden. Im Arbeitskreis machen ihm andere Tüftler Vorschläge, wie sich die Drehscheibe elegant arretieren liese.
    "Bieten Sie einem Versicherungskonzern 200 oder 2000 Stück als Präsente für seine Verkäufer an, dann sind Sie im Markt und haben auch gleich ein Feedback", schlägt Marketingexperte Berger vor. Die Kosten solle möglichst der Hersteller tragen der im Gegenzug mit 50 Prozent des erhofften späteren Gewinnes beteiligt werden müsse. "Suchen Sie sich Partner, die Sie auch ordentlich am Erfolg teilhaben lassen, sonst schaffen Sie es nicht", impft Berger seinen staunenden Zuhörern wiederholt ein.
    Ein Beispiel für gelungenes Marketing bei relativ geringem Aufwand gibt Hans Dokoupil aus Bad Ditzenbach: Der selbständige Ingenieur hat eine magnetische Schwebebahneinrichtung erfunden, deren Nutzen noch niemand kennt. WiF-Projektleiter Lohse suchte ihn zunächst in der Spielwarenbranche und vermittelte Dokoupil einen Auftritt bei der Nürnberger Spielwarenmesse. Und über diesen berichteten Fachpresse, eine überregionale Wirtschaftszeitung und ein privater Fernsehsender. Und während Reaktionen noch ausstehen, versucht Dokoupil die Idee auch in den USA zu vermarkten. "Es ist nicht nur sprachlich ganz schön schwierig, bis man per Telefon überhaupt einmal mit einem reden kann, der etwas zu sagen hat", gibt Dokoupil den Kollegen Einblick in seine Marketingbemühungen. Und diese laufen auch sehr rasch ins Geld, wenn man mehrmals persönlich zu einer Präsentation jetten muß.
    Interesse an den Treffen?
    WiF-Kontakttelefon 07161/929706.
    Acht Grundsätze zum Vermarkten einer Idee
    Acht Grundsätze referierte der Göppinger Marketingexperte Götz Amadeus Berger:
    Jede Firma braucht wegen eigener Zeilgruppe und Produkte eigenes Marketing.
    Jede Information ist auch Manipulation.
    Es geht nicht in erster Linie um das Produkt, sondern um (neue) Kunden.
    Sind 15 Prozent des Gesamtmarktes erreicht, läuft ein Produkt von allein.
    Trends nicht moralisch bewerten, sondern früh erkennen (z. Bsp. Handy als Konfirmationsgeschenk).
    Ideen nicht gleich bewerten, sondern auch Verrücktes denken (Brainstorming).
    Jedes Produkt hat einen Grund- und Zusatznutzen ("Fahren kann jedes Auto").
    Der Ideengeber (Erfinder) braucht einen Partner, der ihn ehrlich berät (kritisiert), seine Idee prüft und sie möglichen Geldgebern und Kunden schmackhaft macht.

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    News

    Lokale Suchmaschinen

    In Zusammenarbeit mit der Firma zeta software GmbH wurden drei Suchmaschinen entwickelt. Die WiF-Firmensuchmaschine, die WiF-Kooperarionsbörse und die WiF-Hallensuche. mehr

    Gründergrotte

    Zur "Gründergrotte" sind alle Existenzgründer und potenzielle Gründer eingeladen. mehr